Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Problematik des Plastikmülls in den Ozeanen. Zentrale Themen der Hausarbeit sind die Gefahren, die für die Ozeane durch den Plastikmüll entstehen und die unterschiedlichen Lösungsansätze der Regierung und verschiedener NGO's. Des weiteren beleuchtet sie auch die Geschichte des Plastik und die Maßnahmen, die jeder einzelne Mensch treffen kann, um das globale Problem ein kleines bisschen zu bekämpfen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Bandalasta und Linga-Longa – Die Geschichte des Plastik
3. Probleme und Gefahren für den Ozean
3.1 Das Problem der Beständigkeit
3.2 Der „Great Pacific Garbage Patch“
3.3 Das Leiden der Tiere
3.4 Mikroplastik
3.5 Plastik verändert die Hormone
4. Lösungsansätze und Gegenmaßnahmen
4.1 Regierung vs Kunststofflobby
4.2 Das Verbot der Plastiktüte
4.3 Der Recycling-Mythos
4.4 Der Cradle-to-Cradle Ansatz
4.5 Biokunststoff – eine Alternative?
4.6 Initiativen durch Nichtregierungsorganisationen
4.6.1 Fishing for litter
4.6.2 The Ocean Cleanup
4.6.3 Sammelaktionen und Strandmonitoring
4.6.4 Weitere Beispiele
4.7 Was kann jeder Einzelne tun?
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der zunehmenden Plastikverschmutzung in den Weltmeeren, wobei der Fokus auf den Ursprüngen des Kunststoffzeitalters, den ökologischen Auswirkungen auf das marine Ökosystem sowie der kritischen Analyse aktueller politischer und gesellschaftlicher Lösungsansätze liegt. Zentrale Forschungsfrage ist hierbei, ob bei der Bewältigung der Plastikmüllgefahr primär auf staatliches Handeln vertraut werden kann oder ob das individuelle Engagement und bottom-up Initiativen den entscheidenden Wandel herbeiführen müssen.
- Historische Entwicklung und Verbreitung von Kunststoffen im Alltag
- Ökologische Gefahren durch Plastikmüll und Mikroplastik in Ozeanen
- Politische Auseinandersetzung zwischen Kunststoffindustrie und Umweltschutz
- Bewertung technischer und organisatorischer Lösungsansätze (Recycling, Cradle-to-Cradle, Biokunststoff)
- Rolle von NGOs und das Potential individuellen Konsumverhaltens
Auszug aus dem Buch
3.1 Das Problem der Beständigkeit
Das Beunruhigende in Anbetracht der riesigen Mengen an Plastikmüll, die jede Sekunde produziert werden, ist die lange Dauer des natürlichen Zersetzungsprozesses der Kunststoffe. Während Papierhandtücher oder Zeitungen innerhalb weniger Wochen verrotten, bestehen Plastiktüten, die vor 20 Jahren in die Umwelt gerieten auch heute noch irgendwo. Plastikflaschen existieren auch nach 450 Jahren noch, Textilien aus Polyester nach 500 Jahren (vgl. Salden, 2017), Angelschnüre und Fischernetze sogar noch nach 600 Jahren, wenn auch nur noch in Form kleiner Kunststoffpartikelchen (vgl. maribus gGmbH, 2010). Selbst an den entlegendsten Stellen, wie etwa der Arktis, auf unbewohnten Südseeinseln und sogar in der Tiefsee, können heute die Spuren unserer Konsumgesellschaft in Form von Plastikteilen nachgewiesen werden (vgl. Latif, 2014). Ins Meer gelangt das Plastik zum größten Teil über Flüsse oder wird auf Schiffen oder in der Offshore-Industrie über Bord geworfen (vgl. Detloff, 2012). Vor etwa 27 Jahren verlor ein Frachtschiff südlich von Alaska eine Ladung von fünf Containern mit insgesamt 61.000 Turnschuhen, die bis heute regelmäßig an die Strände Alaskas gespült werden (vgl. Pretting / Boote, 2010).
Viele Touristen hinterlassen ihren Müll achtlos am Strand (ebd.) und auch durch unsachgemäße Absicherung von Mülldeponien (vgl. Detloff, 2016) gelangen die Kunststoffe in die Umwelt. Naturereignisse wie Tsunamis oder Hurrikans schwemmen immer wieder gewaltige Mengen an Plastik vom Festland in die Ozeane (vgl. Moore, 2011). Aktuelle Studien ergaben, dass bereits ihm Jahr 2050, am Gewicht gemessen, mehr Plastik als Fische in den Ozeanen schwimmen wird (vgl. Eriksen / Prindiville / Thorpe, o.J.). Das Plastik in den Ozeanen wird also auch noch für viele nachkommende Generationen ein großes Problem darstellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Die Autorin reflektiert ihren eigenen Alltag im Kontext des Plastikkonsums und skizziert die Fragestellung bezüglich der Lösungsansätze für die Plastikmüllproblematik.
2. Bandalasta und Linga-Longa – Die Geschichte des Plastik: Das Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung von Kunststoffen seit der Erfindung des Bakelits im Jahr 1907 und den Wandel zur modernen Wegwerfgesellschaft.
3. Probleme und Gefahren für den Ozean: Es werden die gravierenden ökologischen Folgen der Plastikverschmutzung behandelt, darunter die Langlebigkeit der Materialien, Müllstrudel, das Leiden der Tiere sowie die spezifische Problematik von Mikroplastik und hormonell wirksamen Zusätzen.
4. Lösungsansätze und Gegenmaßnahmen: Eine kritische Analyse verschiedener Ansätze, von politischer Regulierung und Kunststofflobbyismus über Recycling und Cradle-to-Cradle bis hin zu NGO-Initiativen und der Bedeutung des persönlichen Konsumverhaltens.
5. Fazit: Die Autorin fasst zusammen, dass eine multiperspektivische Strategie notwendig ist und betont die entscheidende Bedeutung eines gesellschaftlichen Umdenkens, weg vom Wegwerfkonsum, hin zu bewusstem Handeln.
Schlüsselwörter
Plastikmüll, Ozeane, Mikroplastik, Wegwerfgesellschaft, Umweltschutz, Kunststofflobby, Recycling, Cradle-to-Cradle, Biokunststoff, NGO, Konsumverhalten, Nachhaltigkeit, Bisphenol A, Meeresökosystem, Aufklärung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Problematik der Plastikverschmutzung der Weltmeere, analysiert deren Ursprünge und Auswirkungen und diskutiert Ansätze zu deren Eindämmung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die Geschichte der Kunststoffnutzung, die ökologischen Folgen für die Meeresfauna, die politische Dimension des Umweltschutzes sowie moderne technologische und gesellschaftliche Lösungsstrategien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Ziel ist es zu untersuchen, wie die Plastikmüllproblematik effektiv bekämpft werden kann und inwieweit das Handeln von Regierungen durch individuelle Verantwortung und gesellschaftliches Engagement ergänzt oder ersetzt werden muss.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Auswertung von Studien einschlägiger Organisationen sowie einer kritischen Analyse aktueller politischer Gesetzesvorgaben und Umweltschutzinitiativen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die Gefahren für den Ozean (u.a. Mikroplastik, Hormonveränderungen) und bewertet kritisch verschiedene Lösungsansätze wie Recycling, den Cradle-to-Cradle-Ansatz sowie das Engagement von NGOs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Plastikmüll, Wegwerfgesellschaft, Mikroplastik, Nachhaltigkeit, Cradle-to-Cradle und persönliches Konsumverhalten charakterisiert.
Welche Rolle spielt die Kunststoffindustrie bei der Lösung des Problems?
Die Arbeit zeigt auf, dass die Kunststoffindustrie den Problemen oft mit Verschleierungstaktiken begegnet und wirtschaftliche Interessen einer effektiven Reduktion des Plastikaufkommens entgegenstehen.
Warum reicht Recycling allein nicht als Lösung aus?
Die Autorin argumentiert, dass Recycling oft ein „Mythos“ ist, da die Qualität des Materials abnimmt (Downcycling), Sortierprozesse fehleranfällig sind und es häufig ökonomisch günstiger ist, Müll zu verbrennen, anstatt ihn hochwertig wiederzuverwerten.
Was können Einzelne aktiv zur Problemlösung beitragen?
Einzelne können durch ein bewussteres Konsumverhalten (Qualität statt Quantität), den Verzicht auf Einwegplastik, die Nutzung von Alternativen wie „Unverpackt“-Läden und durch die Unterstützung von Aufklärungsinitiativen einen bedeutenden Beitrag leisten.
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- Anonym (Author), 2017, Plastikmüll in den Ozeanen. Gefahren und Lösungsansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/413308