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Vereinswesen im Geschichtsunterricht

Titre: Vereinswesen im Geschichtsunterricht

Dossier / Travail de Séminaire , 2004 , 13 Pages , Note: gut

Autor:in: Thomas Huber (Auteur), Andreas Trentzsch (Auteur)

Didactique - Histoire
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Region und Alltag im Geschichtsunterricht – Feierabendkultur. Unsere erste Idee zu diesem Begriff betonte den Begriff Feier und damit den Bereich Trinkkultur: Die Kneipe als soziale Institution, Alkoholismus als Massenphänomen der Unterschichten, Realitätsflucht und Identitätsstiftung im Milieu - auf den ersten Blick ein interessanter Ansatz zur Gestaltung von Geschichtsunterricht. Doch bis auf suchtgeschichtliche Strukturen lässt sich wenig an diesem Gegenstand untersuchen. Zudem besteht bei diesem Unterrichtsgegenstand die Gefahr einer platten „Effekt-Hascherei“ durch den Aufhänger Alkohol. Dies könnte einen kritischen Zugang zu diesem Thema verwehren. Nach einiger Überlegung zum Feierabend und Freizeitgestaltung entschieden wir uns den Sportverein, ein bis heute wichtiges Element der Freizeitgestaltung, in den Mittelpunkt zu stellen. An diesem Gegenstand lassen sich sowohl regionale und persönliche Begebenheiten als auch nationale und allgemeingesellschaftliche Einflüsse veranschaulichen.1 Er ermöglicht sowohl politische als auch kulturelle, religiöse, wirtschaftliche und mentalitätsgeschichtliche Fragestellungen.
Die vorliegende Ausarbeitung gliedert sich folgendermaßen: Zunächst soll in einem fachwissenschaftlichen Exkurs ein grober Überblick über die Freizeitgestaltung und insbesondere das Vereinswesen im Kaiserreich gegeben werden. Dabei wird in diesen Kontext das Verhältnis Arbeitszeit – Freizeit eine zentrale Rolle spielen. Schon bei dieser Einführung wird der Fokus auf soziokulturelle und politische Aspekte gelegt. Im Anschluss daran wird in der didaktischen Untersuchung ein Unterrichtskonzept zu dieser Thematik entwickelt. Diese Überlegungen münden in einen konkreten Unterrichtsentwurf. In einem abschließenden Kapitel wird die grundsätzliche Tauglichkeit des Themas für den Geschichtsunterricht kritisch hinterfragt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fachwissenschaftliche Einführung

2.1 Arbeitszeit im Kaiserreich

3. Didaktische Untersuchung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Thema Vereinskultur im ausgehenden 19. Jahrhundert als anschaulichen und lebensnahen Gegenstand für den Geschichtsunterricht zu erschließen, indem sie regionale Beispiele mit gesellschaftlichen Transformationsprozessen der Industrialisierung verknüpft.

  • Analyse der Freizeitgestaltung und Arbeitsbedingungen im Kaiserreich
  • Didaktische Aufbereitung des Themas Vereinswesen für verschiedene Schulstufen
  • Verbindung von regionaler Alltagsgeschichte mit übergeordneten historischen Kontexten
  • Entwicklung eines konkreten Unterrichtsentwurfs unter Einbeziehung von Quellenarbeit

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Region und Alltag im Geschichtsunterricht – Feierabendkultur. Unsere erste Idee zu diesem Begriff betonte den Begriff Feier und damit den Bereich Trinkkultur: Die Kneipe als soziale Institution, Alkoholismus als Massenphänomen der Unterschichten, Realitätsflucht und Identitätsstiftung im Milieu - auf den ersten Blick ein interessanter Ansatz zur Gestaltung von Geschichtsunterricht. Doch bis auf suchtgeschichtliche Strukturen lässt sich wenig an diesem Gegenstand untersuchen. Zudem besteht bei diesem Unterrichtsgegenstand die Gefahr einer platten „Effekt-Hascherei“ durch den Aufhänger Alkohol. Dies könnte einen kritischen Zugang zu diesem Thema verwehren. Nach einiger Überlegung zum Feierabend und Freizeitgestaltung entschieden wir uns den Sportverein, ein bis heute wichtiges Element der Freizeitgestaltung, in den Mittelpunkt zu stellen. An diesem Gegenstand lassen sich sowohl regionale und persönliche Begebenheiten als auch nationale und allgemeingesellschaftliche Einflüsse veranschaulichen. Er ermöglicht sowohl politische als auch kulturelle, religiöse, wirtschaftliche und mentalitätsgeschichtliche Fragestellungen.

Die vorliegende Ausarbeitung gliedert sich folgendermaßen: Zunächst soll in einem fachwissenschaftlichen Exkurs ein grober Überblick über die Freizeitgestaltung und insbesondere das Vereinswesen im Kaiserreich gegeben werden. Dabei wird in diesen Kontext das Verhältnis Arbeitszeit – Freizeit eine zentrale Rolle spielen. Schon bei dieser Einführung wird der Fokus auf soziokulturelle und politische Aspekte gelegt. Im Anschluss daran wird in der didaktischen Untersuchung ein Unterrichtskonzept zu dieser Thematik entwickelt. Diese Überlegungen münden in einen konkreten Unterrichtsentwurf. In einem abschließenden Kapitel wird die grundsätzliche Tauglichkeit des Themas für den Geschichtsunterricht kritisch hinterfragt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autoren begründen die Wahl des Sportvereins als Unterrichtsgegenstand und skizzieren den Aufbau der Arbeit von der fachwissenschaftlichen Einordnung bis zur didaktischen Umsetzung.

2. Fachwissenschaftliche Einführung: Dieses Kapitel thematisiert den Wandel der Lebenswelt durch die Industrialisierung und beleuchtet die Entwicklung der Arbeitszeit im Kaiserreich.

3. Didaktische Untersuchung: Hier wird die Eignung des Themas Vereinskultur für den Unterricht erörtert und ein konkreter, strukturierter Unterrichtsentwurf präsentiert.

4. Fazit: Die Autoren bewerten den Einsatz des Themas für den Geschichtsunterricht positiv, insbesondere aufgrund der regionalen Verankerung und der hohen Lebensnähe für Schüler.

Schlüsselwörter

Geschichtsunterricht, Vereinswesen, Kaiserreich, Freizeitgestaltung, Industrialisierung, Sportverein, Didaktik, Alltagsgeschichte, Regionalgeschichte, Unterrichtsentwurf, Arbeitswelt, Vereinskultur, Schulunterricht, Historisches Lernen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration des Themas "Vereinswesen im ausgehenden 19. Jahrhundert" in den schulischen Geschichtsunterricht.

Welche thematischen Schwerpunkte werden gesetzt?

Zentrale Themen sind die Industrialisierung, der Wandel der Arbeitszeit, die Entstehung von Sportvereinen als Freizeitgestaltung sowie die didaktische Vermittlung regionaler Geschichte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein praktisches Unterrichtskonzept vorzulegen, das Schülern durch den Bezug zu Sportvereinen komplexe historische Entwicklungen der Kaiserzeit verständlich macht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen mikrogeschichtlichen Ansatz, um abstrakte gesellschaftliche Prozesse der Industrialisierung an konkreten regionalen Beispielen zu verdeutlichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen fachwissenschaftlichen Exkurs zur Arbeitszeit im Kaiserreich und eine detaillierte didaktische Analyse samt Stundenverlaufsplan.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Geschichtsunterricht, Vereinskultur, Industrialisierung, Freizeitgestaltung und Regionalgeschichte.

Warum wird gerade der Sportverein als Untersuchungsgegenstand gewählt?

Der Sportverein wird als lebensnah bewertet, da er trotz historischer Distanz heute noch eine große Bedeutung für Jugendliche hat und den Gegenwartsbezug im Unterricht stärkt.

Wie kann das Thema fächerübergreifend eingesetzt werden?

Die Autoren schlagen vor, das Thema neben dem Fach Geschichte auch problemlos mit Sport, Sozialkunde oder Politikunterricht zu verknüpfen.

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Résumé des informations

Titre
Vereinswesen im Geschichtsunterricht
Université
Justus-Liebig-University Giessen
Note
gut
Auteurs
Thomas Huber (Auteur), Andreas Trentzsch (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
13
N° de catalogue
V41389
ISBN (ebook)
9783638396608
Langue
allemand
mots-clé
Vereinswesen Geschichtsunterricht
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Thomas Huber (Auteur), Andreas Trentzsch (Auteur), 2004, Vereinswesen im Geschichtsunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41389
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Extrait de  13  pages
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