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Analyse der Anreizwirkungen von leistungsorientierter Professorenbesoldung und Juniorprofessur

Titre: Analyse der Anreizwirkungen von leistungsorientierter Professorenbesoldung und Juniorprofessur

Dossier / Travail de Séminaire , 2005 , 19 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Christian Häsel (Auteur)

Gestion des ressources humaines - Divers
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Das Wort Reform hat in den letzten Jahren in Deutschland einen zunehmend universellen Stellenwert bekommen. In fast allen Bereichen des täglichen Lebens begegnen einem Reformansätze, Reformbestrebungen oder Reformvorschläge. Da ist es nicht verwunderlich, dass auch die Hochschule von der „Reformlust“ nicht ausgenommen wird.
Aus diesem Grund möchte ich mich, im Bezug zum Thema „Leistungsmessung in der Hochschule“, mit den Bestrebungen auseinandersetzen die Professorenbesoldung leistungsorientiert zu gestalten und eine Verkürzung des Qualifikationsweges zur ordentlichen Professur durch die Einführung der Juniorprofessur zu erreichen. Beide Maßnahmen sind Teile des im Jahre 2002 beschlossenen novellierten Hochschulrahmengesetztes. Vor diesem Hintergrund werde ich mich mit der Frage beschäftigen welche Anreizwirkungen die geplanten bzw. zum Teil schon durchgeführten Maßnahmen auf Professorinnen und Nachwuchswissenschaftlerinnen ausüben bzw. ausüben werden.
Zunächst einmal will ich dazu, durch eine kurze Nennung der Ausprägungen und Eigenschaften der bisherigen Besoldungsform und der seit dem 01.01.2005 gültigen neuen Besoldungsform, die Professorenbesoldung offen legen. In einem nächsten Schritt erfolgt dann in Ansätzen eine Betrachtung des bisher überwiegend gültigen Habilitationsverfahrens und des neuen Modells der Juniorprofessur. Dabei soll erarbeitet werden, dass sich das Habilitationsverfahren in der Vergangenheit für bestimmte Problembereiche als durchaus vorteilhaft erwiesen hat und ein vollständiger Verzicht zugunsten der Juniorprofessur vielleicht nicht ratsam erscheint. Basierend auf den vorher gewonnenen Einblicken komme ich im Folgenden zum Hauptteil meiner Arbeit, den Anreizwirkungen die von leistungsorientierter Professorenbesoldung und Juniorprofessur ausgehen. Den Schwerpunkt möchte ich dabei auf die Anreizwirkungen der neuen Professorenbesoldung legen.
Zum Schluss der Arbeit erfolgt eine kurze Darstellung der gewonnenen Erkenntnisse.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Professorenbesoldungsreformgesetz und Juniorprofessur

2.1. Die Professorenbesoldung

2.1.1. bisherige Regelung

2.1.2. Neuregelung

2.2. Juniorprofessur und Habilitation als Qualifikationsnachweis für den wissenschaftlichen Nachwuchs

2.2.1. Habilitationsverfahren

2.2.2. Neuregelung durch die Juniorprofessur

3. Anreizwirkungen von Professorenbesoldungsreform und Juniorprofessur

3.1. bestehende Anreize durch Berufungsverfahren

3.2. Anreize für Professorinnen bei leistungsorientierter Besoldung

3.3. Auswirkungen auf den wissenschaftlichen Nachwuchs

4. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die ökonomischen Anreizwirkungen, die durch das Professorenbesoldungsreformgesetz und die Einführung der Juniorprofessur im deutschen Hochschulwesen entstehen. Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob diese Maßnahmen tatsächlich zu einer Leistungssteigerung führen oder ob sie unbeabsichtigte negative Anreizstrukturen sowie Konflikte mit der intrinsischen Motivation von Wissenschaftlern erzeugen.

  • Reform der Professorenbesoldung (W-Besoldung vs. C-Besoldung)
  • Einführung und Auswirkungen der Juniorprofessur
  • Ökonomische Anreiztheorie im akademischen Kontext
  • Messbarkeit und Indikatoren wissenschaftlicher Leistung
  • Verhältnis von extrinsischen monetären Anreizen und intrinsischer Motivation

Auszug aus dem Buch

3.1 bestehende Anreize durch Berufungsverfahren

Die Berufungsverfahren ermöglichen es den – an einer Universität dafür zuständigen – Gremien ausgewählte Fachkräfte für ihre Universität zu gewinnen. Ein Ruf an eine Universität basiert im Wesentlichen auf „der subjektiven Leistungsbeurteilung durch Kollegen“ (STADLER 2003: 338). Entscheidend für einen Ruf sind unter anderem die bisher gemachten Publikationen und das damit verbundene wissenschaftliche Renomeè (das Ansehen unter Kollegen) oder, besonders im Falle eines Erstrufes, die Qualität der Habilitation. Zusätzlich haben Universitäten auch ein zunehmendes Interesse an der Ausbildung eines möglichst homogenen Professorinnenbestandes, verbunden mit der Herausbildung eines eigenen Profils.

Aus Bewerbersicht will ich eine Unterscheidung vornehmen, zwischen schon arrivierten Professorinnen, die einem Ruf an eine andere Universität folgen, und denen die ihren Erstruf erhalten wollen. Ich denke für Erstgenannte spielen dabei Faktoren eine Rolle, die etwa in einem erhöhten Einkommen durch Berufungszuschläge, in verbesserten Forschungs- und/oder Lehrbedingungen, dem Ansehen der rufenden Universität verbunden mit einer Erhöhung der eigenen Reputation bei Annahme des Rufes oder in der Bewältigung einer neuen Aufgabe liegen. Für Letztere wird wohl zu allererst ein Interesse daran bestehen in einem für sie annehmbaren Arbeitsumfeld einen eigenen Lehrstuhl einrichten zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den Reformdruck im deutschen Hochschulwesen und definiert das Ziel der Arbeit, die Anreizwirkungen der neuen Professorenbesoldung und Juniorprofessur zu untersuchen.

2. Professorenbesoldungsreformgesetz und Juniorprofessur: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Grundlagen, den Übergang von C- zu W-Besoldung sowie den strukturellen Wandel von der Habilitation hin zur Juniorprofessur.

3. Anreizwirkungen von Professorenbesoldungsreform und Juniorprofessur: Das Kapitel analysiert theoretisch und praktisch, welche Anreize durch Berufungsverfahren, leistungsbezogene Vergütung und die neuen Karrierewege für den wissenschaftlichen Nachwuchs generiert werden.

4. Schlussbemerkungen: Die Schlussbemerkungen fassen die Kritik an den Reformmaßnahmen zusammen und hinterfragen deren Effektivität sowie die Vernachlässigung intrinsischer Motivationsfaktoren.

Schlüsselwörter

Hochschulreform, Professorenbesoldung, Juniorprofessur, Leistungsanreize, Bildungsökonomik, Habilitation, Anreiztheorie, Moral Hazard, Leistungsbeurteilung, Wissenschaftlicher Nachwuchs, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Besoldungsreform, Berufungsverfahren, Tenure Track.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den ökonomischen Aspekten der Hochschulreform in Deutschland, insbesondere mit der Umstellung der Professorenbesoldung auf ein leistungsorientiertes Modell und der Einführung der Juniorprofessur als neuer Qualifikationsweg.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das Professorenbesoldungsreformgesetz, die Struktur und Kritik der Juniorprofessur im Vergleich zur Habilitation sowie die Analyse von Anreizstrukturen für Wissenschaftler.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, welche Anreizwirkungen die gesetzlichen Maßnahmen auf Professorinnen und Nachwuchswissenschaftler ausüben und ob diese Maßnahmen unter ökonomischen Gesichtspunkten sinnvoll gestaltet sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis der ökonomischen Anreiztheorie, ergänzt durch eine Literaturstudie zu aktuellen Reformbestrebungen im Bildungssektor.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse bestehender Anreize in Berufungsverfahren, die Problematik der Leistungsmessung bei leistungsorientierter Besoldung sowie die Auswirkungen dieser Veränderungen auf den akademischen Nachwuchs.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hochschulökonomik, Leistungsmessung, Anreizprobleme, Moral Hazard, W-Besoldung, Juniorprofessur und intrinsische Motivation.

Welche Bedenken äußert der Autor bezüglich der neuen Professorenbesoldung?

Der Autor kritisiert insbesondere die problematische Messbarkeit von Leistung in Lehre und Forschung, die Vernachlässigung der intrinsischen Motivation sowie die unzureichende Berücksichtigung von Risikoaversion bei der Einführung variabler Gehaltsbestandteile.

Wie bewertet die Arbeit die Einführung der Juniorprofessur?

Die Einführung wird zwar grundsätzlich positiv als Schritt zur Verkürzung der Qualifikationsphase gesehen, jedoch bemängelt der Autor erhebliche Unsicherheitsfaktoren in der Ausgestaltung, wie z.B. die oft unsicheren Karriereperspektiven nach einer befristeten Juniorprofessur.

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Résumé des informations

Titre
Analyse der Anreizwirkungen von leistungsorientierter Professorenbesoldung und Juniorprofessur
Université
University of Tubingen  (Lehrstuhl für Personal und Organisation)
Cours
Hauptseminar P&O
Note
1,7
Auteur
Christian Häsel (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
19
N° de catalogue
V41409
ISBN (ebook)
9783638396752
Langue
allemand
mots-clé
Analyse Anreizwirkungen Professorenbesoldung Juniorprofessur Hauptseminar
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christian Häsel (Auteur), 2005, Analyse der Anreizwirkungen von leistungsorientierter Professorenbesoldung und Juniorprofessur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41409
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Extrait de  19  pages
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