Eine Untersuchung der deutschen Ostpolitik zwischen 1918 und 1926

Zwischen Revision und Aggression


Hausarbeit (Hauptseminar), 2014
23 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Konflikte zwischen Deutschland und Polen
2.1. Deutsch-polnische Beziehungen bis zum Ende des Ersten Weltkriegs
2.2. Polen und Deutschland vor der Unterzeichnung des Versailler Vertrags
2.3. Bestimmungen und Folgen des Versailler Vertrages
2.4. Sonderfall Oberschlesien

3. Forderung nach Revision

4. Leichte deutsch-polnische Annährung auf wirtschaftlicher Basis

5. Deutsch-polnischer Wirtschaftskrieg

6. Deutsch-sowjetische Zusammenarbeit gegen Polen
6.1. Erste Annäherungen zweier Geächteter
6.2. Geheime militärische Zusammenarbeit
6.3. Erste Verhandlungen
6.4. Der Vertrag von Rapallo
6.4.1. Der Vertragsabschluss
6.4.2. Internationale Reaktionen auf Rapallo
6.5. Berliner Vertrag

7. Vermeidung eines Ost-Locarno

8. Ausblick

9. Literatur

1. Einleitung

Die noch junge deutsche Republik hatte seit dem Zeitpunkt ihrer Ausrufung 1918 mit scheinbar unlösbaren Problemen zu kämpfen: Militärisch besiegt, wirtschaftlich am Boden, innerlich zutiefst gespalten, lag sie in ständiger Gefahr eines Bürgerkrieges. Auch außenpolitisch stand die Republik von Weimar auf schwankendem Boden. Als Verlierer des Weltkrieges wurde Deutschland unter den Nationen isoliert. Zudem erwiesen sich die harten Bestimmungen, die dem Deutschen Reich im Versailler Vertrag auferlegt wurden als fast unlösbar: Schmerzhafte Gebietsabtretungen, der Verlust aller Kolonien und der gesamten Handelsflotte, sowie die horrenden Reparationszahlungen schwächten das vom Krieg gezeichnete Deutschland weiter und stärkten das in der Bevölkerung verbreitete Bild des „Diktats von Versailles“.

Es wurde somit zum Hauptziel der deutschen Außenpolitik, die Bestimmungen des Versailler Vertrages soweit wie möglich zu revidieren und das Deutsche Reich aus seiner Isolation zu befreien. Die neuen Westgrenzen ließen mit Blick auf Frankreich keine Möglichkeit der Revision zu. Im Osten hingegen konnte zumindest das Planspiel einer Grenzkorrektur in Erwägung gezogen werden. Das Deutsche Reich hatte nach den Bestimmungen von Versailles weitreichende Gebiete im Osten an das wiedergegründete Polen verloren. Der Verlust dieser Gebiete wurde von breiten Teilen der deutschen Öffentlichkeit als Schmach wahrgenommen. Man sah sich durch das von Frankreich unterstützte Polen bedroht, wenn nicht gar ausgeliefert. Eine Überwindung dieser Schmach und ein Ende der gefühlten Bedrohung durch Polen herbeizuführen, wurden somit zur Triebfeder der deutschen Ostpolitik.

Welche Maßnahmen die deutsche Politik bezüglich einer solchen Revision der Ostgrenzen traf und welche Auswirkungen diese Politik auch auf die Polen hatte, soll in der vorliegenden Arbeit erläutert werden. Um diese Fragen zu beleuchten, muss als Erstes die Grundlage für die deutsch-polnischen Beziehungen zur Zeit der Weimarer Republik erörtert werden, also die Zeit vor der Etablierung der Zweiten Polnischen Republik im Jahr 1918 und dem Abschluss des Versailler Vertrages. Die Konsequenzen dieses Vertrages und die sich daraus ergebenden Folgen das für das deutsch-polnische Verhältnis, sowie die direkten Reaktionen der deutschen und polnischen Politik, sollen im Anschluss daran erörtert werden. Anschließend sollen dann die indirekten Maßnahmen der deutschen Politik bezüglich Polens und der gemeinsamen Grenzen behandelt werden. Im Fokus soll dabei die Beziehung zu Sowjetrussland[1] stehen, welches ein ebenso großes Interesse an der Revision seiner Grenzen zu Polen hatte wie Deutschland. Als letzten Punkt dieser Arbeit sollen schließlich die Auswirkungen des Vertrags von Locarno für die deutsche und polnische Politik thematisiert werden. Der Abschluss des Vertrags von Locarno 1926 soll gleichzeitig das Ende des zeitlichen Bezugsraums dieser Arbeit bilden, da weiterführende Erläuterungen den Rahmen dieser Arbeit sprengen würden. Das Ergebnis dieser Arbeit wird in einem abschließenden Ausblick diskutiert. Bezüglich der vorliegenden Arbeit zugrundeliegenden Literatur, soll insbesondere Miroslaw Kluseks G ustav Stresemanns Osteuropa-Politik in den Jahren 1923-1929 und der Aufsatz Beate Kosmalas Der deutsche Überfall auf Polen Erwähnung finden.

2. Deutsch-polnisches Konfliktpotential

2.1. Die gemeinsamen Beziehungen bis zum Ende des Ersten Weltkriegs

Das ab 1772 mehrmals zwischen Russland, Preußen und Österreich aufgeteilte Polen,[2] erhielt in Folge des Wiener Kongresses 1815, auf dem die endgültige Teilung Polens beschlossen wurde, die Aufteilung, die bis 1918 bestand hatte.[3] In allen Teilen des aufgeteilten Polens regte sich in den nächsten hundert Jahren häufig Unmut über die Fremdherrschaft, so auch in den preußischen Teilen Polens, die in etwa zu den Provinzen Westpreußen und Posen zusammengefasst wurden. Insbesondere der Kulturkampf, den auch die überwiegend katholischen Polen zu spüren hatten und die Germanisierungspolitik des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts führten zu Unmut unter der polnischen Bevölkerung in Preußen.[4] Somit lösten auch die ab 1914 von deutscher Seite im Kontext des beginnenden Ersten Weltkrieges gemachten Versprechen, einen polnischen Staat unter deutsch-österreichischer Hegemonie wiederzuerrichten, welche schließlich in der Errichtung des kurzlebigen Regentschaftskönigreichs Polen gipfelten, bei den meisten Polen nicht die erhoffte Sympathie aus.[5] Letztlich handelte es ich bei diesen Versprechen, in erster Linie um strategische Überlegungen, möglichst viele Polen dazu zu bewegen, freiwillig in den Krieg zu ziehen. Erst der Zusammenbruch des Russischen Zarenreiches und die absehbare Niederlage Deutschlands, sowie die damit verbundenen Unruhen, machten den Weg frei für die Wiedererrichtung eines souveränen polnischen Staates.[6]

2.2. Polen und Deutschland bis zur Unterzeichnung des Versailler Vertrags

In den Waffenstillstandsverhandlungen mit den Ententemächten berief sich die deutsche Oberste Heeresleitung auf die 14 Punkte, die der US-amerikanische Präsident Wilsons zur Neuordnung Europas aufgestellt hatte. Die Berufung auf die 14. Punkte erschien als Verhandlungsgrundlage wesentlich günstiger, als den Forderungen der Westmächte ohne Grundlage entgegenzutreten. Der 13. der 14. Punkte Wilsons sah die Wiedererrichtung eines souveränen polnischen Staates vor. Dieser Punkte sollte einer der zentralen Inhalte des Versailler Vertrages werden.[7] Eine Wiederherstellung Polens, auch auf deutschem Staatsgebiet, konnte also nicht mehr verhindert werden. Vor diesem Hintergrund schickte Reichskanzler Prinz Max von Baden am 8. Oktober 1918, also noch vor der dem Waffenstillstand und vor dem Kieler Matrosenaufstand, ein Telegramm an die sich bildende provisorische polnische Regierung. Darin warb er für eine freundschaftliche Beziehung der baldigen Nachbarländer und begrüßte die künftige Selbstverwaltung Polens.[8] Die Überlegungen von Badens in dieser Korrespondenz bestanden vermutlich darin, Schadensbegrenzung zu betreiben, also den territorialen Forderungen Polens nachzukommen, bevor die deutsche Regierung in einer Friedensverhandlung von den Ententemächten in einer weitaus ungünstigeren Verhandlungsposition dazu gezwungen werden würde. Die polnische Führung zeigte sich äußerst entgegenkommend, so strebte sie zu Beginn in erster Linie Gebietsgewinne im Osten an.[9] Ziel war eine Föderation mit Litauen, Weißrussland und der Ukraine unter polnischer Führung zu errichten, wie sie im 15. Jahrhundert zur Zeit der Jagiellonendynastie bestand.[10] Dieser Versuch die territorialen Angelegenheiten beider Staaten untereinander zu regeln, ist vor dem Hintergrund der späteren Beziehungen Deutschlands und Polens bemerkenswert. Eine solche gemeinsame Regelung hätte vermutlich den zukünftigen deutschen Revisionsforderungen den Wind aus den Segeln genommen und somit den deutsch-polnischen Beziehungen ihr Konfliktpotential entzogen.

Das polnische Entgegenkommen fand allerdings ein schnelles Ende: Im November 1918 wurde die Zweite Polnische Republik offiziell gegründet, als Józef Piłsudski den Oberbefehl über die neuerrichtete polnische Armee übernahm. Als stärkste politische Kraft konnten sich die Nationaldemokraten durchsetzen. Diese forderten neben Gebietsgewinnen im Osten, auch weitreichende Gebiete im Westen. In Bezug auf ihre Forderungen beriefen sie sich dabei auf die Hilfe Frankreichs, welches eine größtmögliche Schwächung des ehemaligen Kriegsgegners Deutschland vorsah. Die kurze Zeit des gegenseitigen Entgegenkommens war vorbei.[11]

In Folge dessen, begann die polnische Führung unter Piłsudski, ihren Forderungen im Westen auch militärisch Nachdruck zu verleihen.[12] Noch vor der Unterzeichnung des Versailler Vertrages rebellierten in der Provinz Posen, die Anhänger der Piłsudskiregierung unter den polnischstämmigen Soldaten in der deutschen Armee gegen die deutsche Verwaltung und brachten die Provinz schließlich unter ihre Kontrolle. Weitere Erfolge im Westen wurden jedoch von deutschen Freikorps verhindert.[13] Diese gewaltsame Ausdehnung der Grenzen Polens bescherte der Zweiten Polnischen Republik in der gesamten Zeit ihrer Existenz, ein hohes Konfliktpotenzial mit ihren Nachbarländern,[14] als dessen Höhepunkt der Polnisch-sowjetische Krieg (1919-1921) zu sehen ist, durch den die Polnische Republik ihre noch jungen Grenzen auf Kosten der Sowjetunion stark ausdehnen konnte.[15]

2.3. Bestimmungen und Folgen des Versailler Vertrages

Die endgültige Festlegung der umstrittenen deutsch-polnischen Grenzen wurde schließlich im Versailler Vertrag geregelt. Im Vorfeld der Verhandlungen, forderte der polnische Nationaldemokrat Dmowski auf der Pariser Friedenskonferenz gegenüber US-Präsident Wilson die Provinzen Ostpreußen, Posen und Westpreußen, womit die Verbindung Polens zur Ostsee verbunden war, Oberschlesien, sowie diverse Kreise Niederschlesiens.[16] Auch wenn diese Forderungen stark überzogen waren und deshalb vermutlich eher als Verhandlungsgrundlage aufgefasst werden können, so erhielt Polen, bis auf ein paar Grenzregionen, die gesamten Provinzen Posen und Westpreußen. Wilsons vorab formulierter Forderung nach einem Zugang Polens zur Ostsee, war damit Genüge getan. Die Folge war, dass das beim Deutschen Reich verbliebene Ostpreußen, zu einer vom Rest des Deutschen Reiches getrennten Exklave wurde. Die angrenzende westpreußische Hansestadt Danzig wurde trotz Protest der Bevölkerung als freie Stadt unter das Mandat des Völkerbunds gestellt.[17]

2.4. Sonderfall Oberschlesien

Neben den direkten Gebietsabtretungen im Osten sah der Versailler Vertrag vor, in einigen gemischtsprachigen Regionen Volksabstimmungen über die staatliche Zugehörigkeit zu führen. So im Ermland und in Masuren, wo mit großer Mehrheit für den Verbleib bei Deutschland votiert wurde.[18] Von größerer Brisanz war allerdings die Abstimmung in Oberschlesien, die im 88. Artikel des Versailler Vertrages festgelegt wurden:

In dem von den unten beschriebenen Grenzen eingeschlossenen Teil Oberschlesiens werden die Bewohner aufgerufen, durch Abstimmung zu entscheiden, ob sie zu Deutschland oder zu Polen zu gehören wünschen.“[19]

Diese traditionell gemischtsprachige Region war aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung des oberschlesischen Industriereviers von besonderem Wert: Oberschlesien war seit dem 19. Jahrhundert einer der produktivsten Industrieräume Deutschlands. Annähernd ein Viertel der deutschen Kohle wurde hier gefördert. Somit war das Interesse Polens an dieser Region, für das Polen mit aller Kraft und Unterstützung Frankreichs kämpfte, nicht nur aufgrund der dortigen polnischen Minderheit verständlich.[20]

Die Brisanz zeigte sich bereits im Vorfeld der Wahl: Die polnische Bevölkerung in Oberschlesien wollte ein Fiasko wie in den anderen Abstimmungsgebieten mit aller Macht verhindern und bediente sich bei der Wahlwerbung nicht nur bloßer Propaganda, sondern auch Einschüchterung und Waffengewalt, die sich in zwei Aufständen vor der Wahl äußerte. Zwar hatten die Ententemächte Truppen in die Abstimmungsprovinz geschickt um eine ordnungsgemäße Durchführung der Wahl zu garantieren, zu einem Eingreifen während der Aufstände kam es aber nicht, in deren Folge die deutsche Bevölkerung Oberschlesiens erhebliche materielle Verluste erlitt und der deutsche Propagandaapparat völlig zerstört wurde.[21] Trotzdem stimmten ca. 60% der Wahlberechtigten für den Verbleib bei Deutschland und nur ca. 40% für den Anschluss an Polen. Nach deutscher Ansicht musste damit das Abstimmungsgebiet bei Deutschland verbleiben. Das knappe Ergebnis führte jedoch zu starken Auseinandersetzungen zwischen Groß-Britannien und Frankreich, was die gegensätzlichen Positionen beider Siegermächte bezüglich Deutschland widerspiegelt.[22] So sprach sich die britische Politik, gemäß dem Abstimmungsergebnis, für einen Verbleib Oberschlesiens bei Deutschland aus, um Deutschland, auch in Bezug auf die Reparationszahlungen, nicht zu sehr zu schwächen. Diese Haltung Groß-Britanniens ließ innerhalb der deutschen Regierung Tendenzen aufkommen, sich an der britischen Position zu orientieren und guten Willen zu zeigen, bezüglich der Erfüllung der Reparationen zu zeigen, um den Verbleib Oberschlesiens im Deutschen Reich sichern.[23]

Frankreich wich jedoch nicht von seiner pro-polnischen, auf die Schwächung Deutschlands abzielenden Politik ab. Was letztendlich zum Scheitern der französisch-britischen Verhandlungen bezüglich der Oberschlesienfrage führte.[24] Die Entscheidung wurde dem Völkerbund übergeben, was zu dem Beschluss führte, Oberschlesien zu teilen.[25] Diese Entscheidung ging nicht zuletzt auf Frankreichs starke Stellung im Völkerbund zurück, sowie auch auf den aufgrund des Wahlergebnis ausgebrochenen, dritten polnischen Aufstand,[26] während dessen die Aufständischen einen Großteil Oberschlesiens besetzten, bevor sie in Annaberg bei Oppeln von deutschen Freikorps geschlagen werden konnten.[27]

In Folge der Teilung erhielt Polen den kleineren, aber dennoch hochindustrialisierten Südteil Oberschlesiens. Der nördliche, größere, agrarisch geprägte Teil, verblieb bei Deutschland.[28] Vor diesem für die deutsche Politik enttäuschenden Ergebnis, sollte man jedoch nicht vergessen, dass die Ententemächte während der Pariser Friedensverhandlungen noch ganz Oberschlesien an Polen abtreten wollten und im Versailler Vertrag ausdrücklich von der Möglichkeit einer Teilung Oberschlesiens die Rede war. Trotzdem erregte die Teilung in Deutschland Empörung, in deren Folge die Regierung Wirth aus Protest zurücktrat. Der Verlust des industriell starken Teil Oberschlesiens war für Deutschland eine wirtschaftliche und moralische Schwächung, wodurch die ohnehin schon geringe wirtschaftliche Fähigkeit, als auch der ebenfalls geringe Wille, den Reparationen nachzukommen, weiter strapaziert wurde.[29]

3. Forderung nach Revision

Die Gebietsabtretungen führten zu einer ähnlichen Situation zwischen Deutschen und Polen wie vor 1918, jedoch mit vertauschten Rollen: So lebte nun eine deutsche Minderheit in Polen, welche etwa 4% der Gesamtbevölkerung ausmachte.[30] Das zum auch durch seine Ostgrenzen zum Vielvölkerstaat gewordene Polen war zwar vertraglich dazu verpflichtet, seine nationalen Minderheiten zu schützen, trotzdem wurde von polnischer Seite versucht, bis 1926 den Einfluss der deutschen Minderheit zu begrenzen, was in einer „Entdeutschungs-“ beziehungsweise „Polonisierungspolitik“ gipfelte.[31] Ein Vergleich dieser „Polonisierungspolitik“ mit der „Germanisierungspolitik“ im Deutschen Kaiserreich ginge jedoch zu weit.[32]

Trotzdem führte diese Politik zur Abwanderung eines Großteils der deutschen Minderheit nach in das Deutsche Reich[33] und auch unter der in Polen verbliebenen deutschen Minderheit regte sich Protest. So machte diese von ihrem Recht, Protest beim Völkerbund gegen die Behandlung durch Staatsorgane einzulegen, zwischen 1920 bis 1930 rund 300-mal Gebrauch machte.[34] Einen öffentlichen Höhepunkt erreichte die Diskussion über die polnische Minderheitenpolitik in der Rede des polnischen Außenministers Zaleski im Dezember 1928. In dieser Rede attackierte Zaleski die deutsche Minderheit scharf, womit er zum Einen eine ebenso scharfe Erwiderung des deutschen Außenministers Stresemann erhielt und zum Anderen unter den Westmächten Verärgerung hervorrief.[35]

Die Kritik Zaleskis gegenüber der deutschen Minderheit war zum Teil darin begründet, dass diese für die deutsche Politik war die deutsche Minderheit in Polen ein wichtiges Pfand bei ihrer Forderung einer Revision oder zumindest Anpassung der deutschen Ostgrenzen, da die Minderheit diese Forderung legitimierte.[36] Es galt also die Abwanderung aufzuhalten. Nicht zuletzt aus diesem Grund waren die Deutschen in Polen die einzige Minderheit, die von ihrem „eigenen“ Staat unterstützt wurde.[37] Diese Unterstützung erfolgte durch finanzielle Mittel für den Bau von Schulen und sozialen Einrichtungen, sowie durch Petitionen vor dem Völkerbund.[38]

[...]


[1] Die Sowjetunion wurde Ende 1922 offiziell gegründet. Bis dahin war von Sowjetrussland die Rede.

[2] HEYDE, Polen, S. 49-53.

[3] Ebd., S. 56-58.

[4] HEYDE, Polen, S. 73

[5] ROBERTS, Europe 1880-1945, S. 232.

[6] RHODE, Geschichte Polens, S. 443.

[7] KOSMALA, Der deutsche Überfall auf Polen, S. 19.

[8] SCHATTKOWSKY, Deutschland und Polen, S.22 ff.

[9] Ebd. S.22 ff.

[10] BÜTTNER, Weimar, S. 159.

[11] RHODE, Geschichte Polens, S. 456-457.

[12] BÜTTNER, Weimar, S. 159.

[13] Ebd. S. 159

[14] HEYDE, Polen, S. 93.

[15] BORODZIEJ, Geschichte Polens im 20. Jahrhundert, S. 112-117.

[16] RHODE, Geschichte Polens, S. 462.

[17] WINKLER, Im Schatten von Versailles, S. 61.

[18] KOSMALA, Deutscher Überfall, S. 20.

[19] Zitiert nach HAFFNER, Sebastian, Der Vertrag von Versailles, S.177.

[20] KRÜGER, Außenpolitik der Republik von Weimar, S. 134.

[21] BÜTTNER, Weimar, S. 160.

[22] KRÜGER, Außenpolitik der Republik von Weimar, S. 134.

[23] Ebd. S. 135.

[24] RHODE, Geschichte Polens, S. 478.

[25] Ebd. S. 478.

[26] KOLB, Weimarer Republik, S. 47.

[27] BÜTTNER, Weimar, S.160.

[28] KOLB, Die Weimarer Republik, S.47.

[29] BÜTTNER, Weimar, S. 160.

[30] HEYDE, Geschichte Polens, S. 94.

[31] WINKLER, Im Schatten von Versailles, S. 62.

[32] LAKEBERG, Deutsche Minderheitenpresse, S.69.

[33] WINKLER, Im Schatten von Versailles, S. 62.

[34] BORODZIEJ, Geschichte Polens im 20. Jahrhundert, S. 132-133.

[35] KRÜGER: Die Außenpolitik der Republik von Weimar. S. 471.

[36] KREKELER, Revisionsanspruch und geheime Ostpolitik der Weimarer Republik, S. 63.

[37] BORODZIEJ, Geschichte Polens im 20. Jahrhundert, S.131.

[38] Ebd. S.133.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Eine Untersuchung der deutschen Ostpolitik zwischen 1918 und 1926
Untertitel
Zwischen Revision und Aggression
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Note
1,3
Autor
Jahr
2014
Seiten
23
Katalognummer
V414257
ISBN (eBook)
9783668647862
ISBN (Buch)
9783668647879
Dateigröße
527 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutschland, Ostpolitik, 1918, 1926, Analyse, Republik, Politik
Arbeit zitieren
Christian-Wilhelm Wehebrink (Autor), 2014, Eine Untersuchung der deutschen Ostpolitik zwischen 1918 und 1926, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/414257

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