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Rüstzeitminimierung am Glasthermischen Ofen

Titel: Rüstzeitminimierung am Glasthermischen Ofen

Projektarbeit , 2008 , 104 Seiten , Note: 1

Autor:in: MSc Torsten Meineke (Autor:in)

Ingenieurwissenschaften - Maschinenbau
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Beim häufigen Wechsel von Produkten an Anlagen bei „Saint – Gobain Sekurit GmbH & Co. KG Deutschland“, Werk Torgau werden Umrüstzeiten zum entscheidenden Zeit- und Kostenfaktor. Am Glasthermischen Ofen liegt eine Kampagnenlänge zwischen 1 bis 6 Schichten. Der Umrüstvorgang ist wesentlich abhängig von der Produktfolge.

Durchzuführende Arbeiten:

- Erfassung der unterschiedlichen Rüsttypen, abhängig von Vorprodukt, Folgeprodukt und Sonderbedingungen wie z. B. Steinwechsel;
- Rüstvorgänge an den wesentlichen Stationen Ladetisch, Biegezone, Prüf- und Packplätze analysieren, um die optimale Vorgehensweise (Reihenfolge der Arbeiten, Personaleinsatz) zu ermitteln;

Neben organisatorischer Optimierung soll Potenzial für technische Veränderungen erkannt werden.

Ziel der Projektarbeit:

Die Projektarbeit soll als ein vom Rüsttyp abhängiger, verbindlicher und schichtübergreifender Fahrplan eingesetzt werden.

Zusätzlich trat das Problem eines Zustandes auf, der den weiteren Verfahrensablauf der Produktion der Autoglasscheiben indirekt beeinflusst hat.
Dieses Problem betraf indirekt die Rüstzeiten, welche das Unternehmen aufgrund ihrer Mitarbeiterzahl während jeweils einer Schicht durch ihr ausreichendes Personalmanagement im Bezug auf Taktstraßenproduktion gewährleisten konnte. Dieses trat auf an den Vorbereitungslinien I und III, wo man sich mit der Problemstellung der sogenannten Newtonsche Ringe beschäftigte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Zeittafel

1.2 Layout „Sekurit Saint – Gobain GmbH & Co. KG Deutschland“, Werk Torgau

2. Beschreibung des Ist - Zustandes an der Linie des Glasthermischen Ofen

2.1 Layout Linie Glasthermischer Ofen

2.1.1 Station Ladetisch [3]

2.1.2 Laderoboter [4]

2.1.3 Ausrichtstation [5]

2.1.4 Glasthermischer Ofen – GTO

2.1.5 Biegevorrichtung

2.1.6 Vakuumkammer

2.1.7 Zugluftvorhänge und Heizzonentore

2.1.8 Zweiteilige Luftdusche

2.1.9 Glaspositionierung

2.1.10 Computersystem

2.1.11 Modelllehren an den Prüf –und Packplätzen

2.1.12 Optikprüfraum

3. Modell der SGSD Torgau

3.1 Rüstzeitminimierung

3.1.1 Beispiel einer Zeitaufnahmeliste

3.1.2 Beispiele der Checklisten

4. Rüstdaten für das Sortiment 2 auf 2 mit Steinwechsel

4.1 Vorbereitende Massnahmen

4.2 Rüstanweisung Ofen

4.2.1 Rüstanweisung Ofenführer, Biegeringe und Modelllehren

4.2.2 Rüstanweisung Sortiment 2 auf 2

4.2.2 Rüstanweisung Ofenführer

4.2.3 Rüstanweisung Modelllehre von 2 auf 2 Steckverbindungen

4.2.4 Auswertung der Zeitenermittlung

5. Rüstdaten für Sortiment 2 auf 4 ohne Steinwechsel

5.1 Vorbereitende Massnahmen

5.2 Rüstablauf für das Sortiment 4 auf 2

5.3 Rüstanweisung Ofenführer

5.4 Rüstanweisung Modelllehre von 2 auf 2 Steckverbindungen

5.4.1 Auswertung der Zeitenermittlung

6. Newtonsche Ringe

6.1 Beschreibung der Newtonschen Ringe

6.2 Erklärung

6.2.1 Beispiele für das Auftreten von Interferenzfarben

6.3 Probleme an den Vorbereitungslinien I und III

6.3.1 Versuch

6.3.2 Vorschlag zur sofortigen Problemlösung

6.4 Erklärung zur Black Box und dem morphologischen Kasten

6.4.1 Black Box und Morphologischer Kasten zu „Newtonsche Ringe“

7. Ausblick

8. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Projektarbeit ist die systematische Minimierung von Rüstzeiten an einem glasthermischen Ofen im Werk Torgau der Saint-Gobain Sekurit GmbH & Co. KG, um durch standardisierte, schichtübergreifende Fahrpläne eine optimale Anlagenauslastung zu gewährleisten und die Produktivität zu steigern.

  • Analyse und Optimierung der Rüstvorgänge an zentralen Anlagenkomponenten
  • Entwicklung standardisierter Arbeitspläne und Checklisten für verschiedene Rüsttypen
  • Verbesserung des Wissensmanagements und der Prozess-Transparenz in der Fertigung
  • Untersuchung und Lösung spezifischer Produktionsphänomene wie der „Newtonschen Ringe“

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Laderoboter [4]

Der Arbeitsraum der Roboter ist wie die Ausrichtstation, seitlich im 90°-Winkel zum Aufgabetisch zur Hallenmitte ausgerichtet. Die Aufteilung des Arbeitsraumes ist symmetrisch, wobei die Roboter zentral im Arbeitsraum nebeneinander aufgestellt sind.

Für jeden Förderstrang ist ein Laderoboter eingesetzt.

Beide Roboter können auf je zwei Palettenstellplätze, die in einem Winkel von 90° um diesen verteilt sind, zurückgreifen.

Alle vier Palettenstellplätze sind in einem Halbkreis um das Zentrum des Arbeitsraumes so verteilt, dass jeweils zwei Paletten parallel nebeneinanderstehen, davon zwei Palettenpaare an der Stirnseite nebeneinander und sich zwei Palettenpaare an den Flanken gegenüberstehen.

Die Roboter sind in der Lage, mit einer Taktfrequenz von 9,5 Sekunden, Scheiben sicher aufzunehmen und abzulegen. Die Taktfrequenz ist jedoch stark vom Gewicht der Scheibe, der Anziehungskraft des Saugfußgreifers des Roboters und den sich daraus ergebenen Fliehkräften der Drehbewegung des Roboters abhängig.

Beide Roboter werden separat durch eine SPS-Steuerung der Firma FANUC angesteuert, die die Programmierung von Bewegungsabläufen neuer Modelle erleichtert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Werks Torgau als Produktionsstandort für Autoglasscheiben sowie eine historische Zeittafel der Unternehmensentwicklung.

2. Beschreibung des Ist - Zustandes an der Linie des Glasthermischen Ofen: Detaillierte technische Analyse der einzelnen Anlagenkomponenten, von der Zuführung über den Ofenprozess bis zur optischen Prüfung.

3. Modell der SGSD Torgau: Erläuterung der zugrunde liegenden Kaizen-Philosophie und der 5S-Methode sowie des Ansatzes zur Prozessstandardisierung und internen Transparenz.

4. Rüstdaten für das Sortiment 2 auf 2 mit Steinwechsel: Prozessbeschreibung und Zeitvorgaben für den Rüstvorgang bei einem sortimentsbedingten Steinwechsel inkl. detaillierter Ablaufpläne.

5. Rüstdaten für Sortiment 2 auf 4 ohne Steinwechsel: Dokumentation und Zeitermittlung für den Rüstvorgang ohne notwendigen Steinwechsel unter Anwendung der erstellten Standards.

6. Newtonsche Ringe: Untersuchung und theoretische Erklärung des physikalischen Phänomens sowie Lösungsansätze für auftretende Probleme an den Vorbereitungslinien.

7. Ausblick: Diskussion über weitere Optimierungspotenziale durch Vernetzung der Produktionslinien und konstruktive Anpassungen.

8. Zusammenfassung: Resümee der erzielten Ergebnisse, insbesondere hinsichtlich der Standardisierung und der messbaren Rüstzeitreduzierung.

Schlüsselwörter

Rüstzeitminimierung, Glasthermischer Ofen, Kaizen, Saint-Gobain Sekurit, Autoglasscheiben, Prozessoptimierung, Newtonsche Ringe, Fertigungssteuerung, Instandhaltung, Qualitätsmanagement, Zeitaufnahmeliste, Prozessstandardisierung, Anlagenauslastung, 5S-Methode, Taktstraßenproduktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung und Minimierung von Rüstzeiten am Glasthermischen Ofen im Werk Torgau der Saint-Gobain Sekurit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die technische Anlagenbeschreibung, die Einführung von Kaizen-Standards, die Rüstzeitmessung sowie die Ursachenforschung bei Produktionsfehlern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erstellung verbindlicher, schichtübergreifender Fahrpläne, um die Rüstvorgänge zu standardisieren und die Anlagenauslastung zu maximieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine prozessorientierte Analyse angewandt, die auf der Kaizen-Philosophie, der 5S-Methodik sowie dem morphologischen Kasten zur Problemlösung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Anlagen, die Dokumentation der neuen Rüstabläufe für verschiedene Sortimente und die Untersuchung physikalischer Störeffekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Rüstzeitminimierung, Kaizen, Prozessstandardisierung und Autoglasscheibenproduktion.

Was sind Newtonsche Ringe im Kontext dieser Arbeit?

Es handelt sich um Interferenzerscheinungen, die als Produktionsfehler zwischen übereinanderliegenden Glasscheiben auf der Glaspalette auftreten und deren Saugwirkung das Handling erschwert.

Wie wurde das Problem der Newtonschen Ringe gelöst?

Die Lösung bestand in der Erhöhung der Anzahl der Wachspunkte auf der Glasoberfläche, um den Abstand zwischen den Scheiben besser zu kontrollieren und Druckspitzen zu vermeiden.

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Details

Titel
Rüstzeitminimierung am Glasthermischen Ofen
Note
1
Autor
MSc Torsten Meineke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
104
Katalognummer
V414260
ISBN (eBook)
9783668666122
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rüstzeitminimierung glasthermischen ofen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
MSc Torsten Meineke (Autor:in), 2008, Rüstzeitminimierung am Glasthermischen Ofen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/414260
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Leseprobe aus  104  Seiten
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