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Die Geschichte des Kriminalromans

Titre: Die Geschichte des Kriminalromans

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2016 , 14 Pages , Note: 1.0

Autor:in: André Lauber (Auteur)

Philologie Allemande - Genres
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Wo beginnt die Geschichte der Kriminalliteratur? Um diese Frage zu beantworten, braucht man zuerst eine Definition des Betrachtungsgegenstandes. Die Frage "Was zum Teufel ist ein Kriminalroman?" ist durchaus berechtigt und bislang nicht einheitlich beantwortet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

«Was zum Teufel ist ein Kriminalroman?» (1)

Der Beginn der Verbrechensaufzeichnung

Die Geschichte des Kriminalromans

Entwicklungsbedingungen des Kriminalromans

«Schund» als Starthilfe

Die literarischen Vorläufer des Kriminalromans

Die Feuilletonromane

Die Geschichte des Detektivromans

Der Detektiv taucht auf

Der Detektiv in Perfektion

Der Gegenentwurf zu Sherlock Holmes

Die Nachfolger von Sherlock Holmes

Der Detektivroman ab 1900

Der realistische Roman: Annäherung an die Verbrechensliteratur

Die Dekonstruktion der Gattung

Die Geschichte des Thrillers

Der Thriller – Heftromankrimis

Der Thriller – Spionageroman

Der Thriller – Hard-Boiled School

Hard Boiled School – Die Überväter

Hard Boiled School – Die Autorinnen

Der Kriminalroman – Trends

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die historische Entwicklung des Kriminalromans nachzuzeichnen, seine zentralen Gattungen zu differenzieren und die stilistischen sowie inhaltlichen Wandlungsprozesse vom klassischen Detektivroman bis hin zur modernen, sozialkritischen Kriminalliteratur zu analysieren.

  • Unterscheidung zwischen Verbrechensliteratur und Kriminalliteratur
  • Entstehung und Evolution des Detektivromans (u.a. Sherlock Holmes-Tradition)
  • Entwicklung des Thrillers und der Hard-Boiled School
  • Einfluss von Pulp Magazines und Heftromanen auf die Gattungsnormierung
  • Sozialkritische Tendenzen und Dekonstruktion in der zeitgenössischen Kriminalliteratur

Auszug aus dem Buch

Die Dekonstruktion der Gattung

Friedrich Dürrenmatt, wie auch andere Autoren, zerpflückten die Gattung des Detektivromans. Im Roman «Das Versprechen» von 1957 lässt Dürrenmatt den Zufall Regie führen. Der Kommissar will – ohne Rücksicht auf Verluste – den Mörder fassen und stellt ihm deshalb eine Falle. Der Täter stirbt jedoch auf dem Weg zur Tat bei einem Unfall. Da der Kommissar das nicht weiss, wartet er jahrelang auf eine Gelegenheit, den Mörder zu schnappen. Das Zitat aus dem Roman «Nichts ist grausamer als ein Genie, das über etwas Idiotisches stolpert», lässt sich auch als Seitenhieb auf Detektive wie Sherlock Holmes verstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

«Was zum Teufel ist ein Kriminalroman?» (1): Das Kapitel definiert den Untersuchungsgegenstand und differenziert zwischen Verbrechensliteratur, die Motive beleuchtet, und Kriminalliteratur, die sich auf die Aufklärung konzentriert.

Der Beginn der Verbrechensaufzeichnung: Es wird dargelegt, dass Verbrechensdarstellungen bereits in antiken Texten wie der Bibel existieren, wobei hier der Fokus eher auf moralischen Konflikten als auf der kriminalistischen Rätsellösung liegt.

Die Geschichte des Kriminalromans: Dieses Kapitel behandelt die historischen Rahmenbedingungen, darunter die Strafprozessreformen und den Aufstieg der Kriminalistik im 19. Jahrhundert, die das Genre maßgeblich prägten.

Die Geschichte des Detektivromans: Hier werden die Entwicklungsschritte von Edgar Allan Poes Anfängen über die Perfektionierung durch Arthur Conan Doyle bis hin zu realistischen Ansätzen bei Georges Simenon erläutert.

Die Geschichte des Thrillers: Das Kapitel analysiert die Abgrenzung zum Detektivroman durch das Element der Action und betrachtet die Entwicklung von den Pulp Magazines hin zum Spionageroman und der Hard-Boiled School.

Der Kriminalroman – Trends: Abschließend wird der Versuch vieler zeitgenössischer Autoren beschrieben, die starren Genre-Muster aufzubrechen und durch sozialkritische Themen zu erweitern.

Schlüsselwörter

Kriminalroman, Detektivroman, Thriller, Verbrechensliteratur, Kriminalliteratur, Sherlock Holmes, Hard-Boiled School, Pulp Magazines, Spionageroman, Sozialkritik, Gattungsgeschichte, Literaturwissenschaft, Rätselroman, Ermittler, Edgar Allan Poe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit liefert einen historischen Überblick über die Entwicklung der Kriminalliteratur und untersucht, wie sich die Gattung von frühen Formen der Verbrechensbeschreibung bis zum modernen Kriminalroman gewandelt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Differenzierung von Detektivromanen und Thrillern, der Bedeutung von Pulp Magazines sowie dem Einfluss gesellschaftlicher Faktoren auf das Genre.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entwicklungslinien des Kriminalromans aufzuzeigen und zu klären, wie Autoren durch die Dekonstruktion klassischer Muster auf gesellschaftliche Missstände reagieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt einen literaturhistorischen Ansatz, der die Entwicklung des Genres anhand prägender Werke und Autoren chronologisch und typologisch einordnet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Geschichte des Detektivromans und die Geschichte des Thrillers, wobei Untergattungen wie Spionageromane und die Hard-Boiled School detailliert betrachtet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Kriminalroman, Detektivgeschichte, Thriller, Sozialkritik und Gattungstypologie definieren.

Warum wird in der Arbeit zwischen „Verbrechensliteratur“ und „Kriminalliteratur“ unterschieden?

Die Unterscheidung dient der Klärung des Fokus: Während die Verbrechensliteratur das „Warum“ und die Psychologie des Täters in den Mittelpunkt stellt, liegt bei der Kriminalliteratur der Fokus auf der Aufklärung des Verbrechens durch den Ermittler.

Welche Bedeutung kommt der „Hard-Boiled School“ für das Genre zu?

Sie markiert einen Gegenentwurf zum klassischen Rätselroman, indem sie das Verbrechen als festen Teil der korrupten städtischen Gesellschaft darstellt und einen physisch präsenteren, oft zynischen Ermittler einführt.

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Résumé des informations

Titre
Die Geschichte des Kriminalromans
Université
University of Bern  (Institut für Strafrecht und Kriminologie)
Note
1.0
Auteur
André Lauber (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
14
N° de catalogue
V414353
ISBN (ebook)
9783668653191
ISBN (Livre)
9783668653207
Langue
allemand
mots-clé
Kriminalroman Geschichte Thriller
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
André Lauber (Auteur), 2016, Die Geschichte des Kriminalromans, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/414353
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