Im Rahmen des Seminars: „Menschen begegnen - Religion wahrnehmen. Begleitforschungsseminar Katholische Religionslehre zum Praxissemester“ habe ich meine Forschungsarbeit im Bereich des Unterrichtens angesiedelt. Mich hat interessiert, welchen didaktischen Mehrwert interaktive Whiteboards im Unterricht haben. Sind Whiteboards dafür geeignet, einen didaktischen Mehrwert zu generieren, oder sind sie nur eine neue Methode, die einer technischen Spielerei gleichkommt?
Inhaltsverzeichnis
I. THEORETISCHER HINTERGRUND
1.1 Einleitende Gedanken und Struktur der Arbeit
1.2 Forschungsinteresse und Relevanz des Forschungsprojekts
1.3 Generierung und Konkretisierung der Forschungsfrage
1.4 Untersuchungskontext
1.5 Konkretisierung des Forschungsvorhabens
1.5.1 Allgemeindidaktische Potentiale und Grenzen von interaktiven Whiteboards
1.5.2 Fachdidaktische Potentiale von Whiteboards im Religionsunterricht
1.5.2.1 Konzept der Elementarisierung
1.5.2.2 Anknüpfungspunkt von Potentialen von Whiteboard und der Elementarisierung
II. FORSCHUNGSDESIGN
III. DATENAUSWERTUNG
3.1 Auffälligkeiten bei der didaktische Konzeption der Unterrichtsreihe
3.2 Qualitative Beobachtungen
3.3 Qualitatives Interview zur Hinterfragung der Beobachtungen
3.4 Erstellung, Durchführung, und Auswertung des Fragebögen an SuS
IV. DISKUSSION
4.1 Bündelung der gesammelten Ergebnisse
4.2 Kritische Reflexion der eigenen Vorgehensweise
4.3 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die fachdidaktischen Potentiale und Grenzen von interaktiven Whiteboards im katholischen Religionsunterricht, um zu ermitteln, ob der Einsatz dieses Mediums einen didaktischen Mehrwert für die Gestaltung sach- und schülergerechter Lernwege bietet. Ziel ist die methodische Einbettung in das religionspädagogische Konzept der Elementarisierung.
- Integration digitaler Medien in den katholischen Religionsunterricht
- Anwendung des Konzepts der Elementarisierung
- Erforschung von Whiteboard-Potentialen wie Speicherung und Illustration
- Kritische Analyse von Grenzen wie Lehrerzentrierung und technischer Beschränkungen
- Explorative Unterrichtsgestaltung zum Thema „Martin Luther und die Reformation“
Auszug aus dem Buch
1.2 Forschungsinteresse und Relevanz des Forschungsprojekts
Mein Interesse am Forschungsgegenstand erwuchs dadurch, dass ich ein zum einen ein medienaffiner Mensch bin und mich in unterschiedlichen Kontexten schon mit neuen Medien im Unterricht auseinandergesetzt habe. Zum anderen wird an meiner Praktikumsschule gerade die Einführung von Whiteboards vorangetrieben. Im vorhandenen Lehrraumkonzept, in dem jeder Lehrer und jede Lehrerin seinen bzw. ihren individuell gestalteten Raum hat, wurden fünf aktive Whiteboards fest installiert und die vorhandenen, traditionellen Tafeln komplett entfernt. Da meine beiden Mentoren in zweien dieser fünf Räume unterrichteten, hatte ich gar keine andere Wahl und musste meinen Unterricht auch komplett mit dem Whiteboard planen. Dies führte mich zu der Frage, wie aktive Whiteboards sinnvoll in meinem Unterricht einzusetzen sind.
In diesem Zusammenhang gab es schon im Jahre 2010 einen spannenden Beitrag in der FAZ, der herausstellte, dass es keinen Zweifel daran gibt, dass sich Deutschlands Schulen auf den Weg ins digitale Zeitalter gemacht haben. Provokant wird im Artikel formuliert, dass mit interaktiven Whiteboards Eltern, wenn sie sich Schulen für ihre Kinder anschauen, beeindruckt werden sollen. Eine große Frage bleibt für Lehrende jedoch: Werden die neuen Medien in der Schule regelmäßig genutzt? Die zweite große Frage, die sich dann anschließt, ist, wie die neuen Medien dann sinnvoll im Unterricht eingesetzt werden können (FAZ, 2009, Seite 9). Dieser Frage möchte ich in den nächsten Kapiteln nachgehen und sie konkretisieren sowie versuchen, sie bezogen auf eine bestimmte Unterrichtsreihe in einer bestimmten Klasse zu beantworten. Die Einführung von interaktiven Whiteboards ist zudem für jede Schule mit hohen Kosten verbunden und es muss sich deshalb die Frage gestellt werden, ob es sich hier um eine technische Spielerei handelt oder ob es wirklich einen didaktischen Mehrwert gibt, dieses neue Medium zu implementieren.
Zusammenfassung der Kapitel
I. THEORETISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Themas, definiert das Forschungsinteresse und führt in das Konzept der Elementarisierung als religionspädagogischen Rahmen ein.
II. FORSCHUNGSDESIGN: Hier wird die Entscheidung für ein exploratives Vorgehen begründet, das qualitative Beobachtungen, ein Experteninterview mit einem Mentor und eine quantitative Schülerbefragung umfasst.
III. DATENAUSWERTUNG: Die Ergebnisse aus der Erprobung der Unterrichtsreihe zu Martin Luther werden analysiert, wobei besonders die Vor- und Nachteile der Whiteboard-Nutzung reflektiert werden.
IV. DISKUSSION: Die Arbeit schließt mit einer Bündelung der Ergebnisse, einer kritischen Reflexion des eigenen Vorgehens sowie einem Ausblick auf die zukünftige Rolle digitaler Medien im Unterricht.
Schlüsselwörter
Interaktive Whiteboards, Religionsunterricht, Elementarisierung, Didaktischer Mehrwert, Unterrichtsreihe, Martin Luther, Reformation, Medienpädagogik, Schülerbefragung, Lehrerzentrierung, Unterrichtsqualität, Fachdidaktik, Lernwege, Digitalisierung, Qualitative Forschung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht den pädagogischen Nutzen von interaktiven Whiteboards im katholischen Religionsunterricht und hinterfragt, ob sie einen echten didaktischen Mehrwert bieten.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Mittelpunkt stehen die Potentiale von Whiteboards (z.B. Speicherfunktion, Illustration) im Kontrast zu methodischen Grenzen wie der Gefahr der Lehrerzentrierung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die fachdidaktischen Möglichkeiten des Mediums konkret für eine Unterrichtseinheit zum Thema Martin Luther zu erproben und wissenschaftlich zu reflektieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde ein explorativer Ansatz gewählt, der qualitative Unterrichtsbeobachtungen, ein Lehrerinterview sowie eine quantitative Befragung von Schülern kombiniert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der didaktischen Konzeption, der praktischen Durchführung der Unterrichtsreihe und der anschließenden Auswertung der gewonnenen Daten.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit besonders?
Neben dem zentralen Begriff der "Elementarisierung" prägen Begriffe wie Lernwege, fachdidaktische Potentiale und Unterrichtsqualität das Vokabular der Untersuchung.
Welches spezifische Problem wird in der praktischen Anwendung des Whiteboards aufgezeigt?
Ein zentrales Problem ist, dass nur wenige Schüler gleichzeitig am Whiteboard arbeiten können, was die methodische Flexibilität einschränkt.
Welches Fazit zieht der Autor zur "Übertechnisierung"?
Der Autor warnt vor einer unkritischen "Übertechnisierung" und betont, dass digitale Medien nur als Teil eines methodisch vielfältigen Unterrichts sinnvoll sind.
- Arbeit zitieren
- Master of Education Christian Janßen (Autor:in), 2015, Potentiale und Grenzen von interaktiven Whiteboards im Religionsunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/414355