Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Aufgaben und Bereichen der Personalauswahl, welche durch das Management genau geplant und durchgeführt werden müssen, um die richtige Auswahl zu sichern.
Die Personalauswahl gehört zur Personalwirtschaft, welche die Personalbedarfsplanung / Personalbedarfsdeckung, den Personaleinsatz, die Personalentlohnung und die Personalführung umfasst. Mit dem ersten Instrument, Personalbedarfsplanung und -deckung, wird zunächst das Personal geplant, indem der summarische und analytische Personalbedarf ermittelt wird. Danach erfolgt die Personalbeschaffung, mit der wir uns im Nachfolgenden beschäftigen. Die Personalentwicklung, sprich die Aus- und Weiterbildung des Personals, und die Personalfreisetzung gehören ebenfalls zu den Instrumenten der Personalbedarfsplanung und -deckung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Vorbereitungen für die Auswahlverfahren
2.1 Interne Personalbeschaffung
2.2 Externe Personalbeschaffung
3. Verfahren für die Personalauswahl
3.1 Bewerbungsunterlagen
3.2 Selbstpräsentationen in sozialen Netzwerken
3.3 Personalfragebogen
3.4 Vorstellungsgespräche
3.5 Testverfahren
4. Entscheidung und Einstellung
5. Fazit mit Bezug zum Schulunterricht
6. Verknüpfung des Themas „Personalauswahlverfahren“ mit dem Thema „Geschlechtsspezifische Berufswahl“
7. Literatur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über die systematische Planung und Durchführung von Personalauswahlverfahren in Unternehmen zu geben und diese Erkenntnisse für den schulischen Kontext sowie im Hinblick auf geschlechtsspezifische Einflüsse zu reflektieren.
- Grundlagen der internen und externen Personalbeschaffung
- Methodik der Eignungsdiagnostik (u.a. Unterlagen, Screening, Interviews, Tests)
- Prozesse der Auswahlentscheidung und Personaleinstellung
- Übertragbarkeit von Bewerbungstrainings in den Schulunterricht
- Einfluss von Geschlechterstereotypen auf die Personalauswahl
Auszug aus dem Buch
3.2 Selbstpräsentation in sozialen Netzwerken
Um weitere Informationen über Bewerber, die nicht bereits aus deren Bewerbungsunterlagen resultieren, zu gewinnen, nutzt der Arbeitgeber für weitere Auswahlen die Selbstpräsentation des Bewerbers in sozialen Netzwerken. Dieses Verfahren wird Social Media Screening genannt. Vor allem werden hierfür facebook.com, twitter.com und instragram.com genutzt, auf denen der Bewerber möglicherweise seine Hobbys, seine Freunde, private Fotos von ihm und Aufschluss über Gruppenmitgliedschaften liefert. Diese Selbstpräsentation hat einen erheblichen Einfluss auf die Personalauswahl, da der Arbeitgeber überwiegend nicht mehr zu einem Bewerbungsgespräch oder zu ähnliche Verfahren einlädt, wenn der Bewerber für ihn negative Eigenschaften online preisgibt. Jedoch ist das Social Media Screening auf privaten Netzwerken ohne Zustimmung des Bewerbers rechtlich umstritten.
Für das Heranziehen von Informationen gibt es aber auch berufsorientierte soziale Netzwerke, wie XING.com, was für das Unternehmen zulässig ist. Auf diesen Netzwerken verbinden sich Berufstätige aller Brachen, um Jobs, Mitarbeiter, Aufträge, Kooperationspartner, fachlichen Rat oder Geschäftsideen zu suchen und zu finden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die strategische Bedeutung des Personals als zentrale Ressource für den Unternehmenserfolg und definiert den Rahmen der Arbeit.
2. Vorbereitungen für die Auswahlverfahren: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Personalbedarfsplanung und stellt die Vor- und Nachteile der internen gegenüber der externen Personalbeschaffung gegenüber.
3. Verfahren für die Personalauswahl: Hier werden verschiedene Instrumente der Eignungsdiagnostik detailliert betrachtet, von der Analyse der Bewerbungsunterlagen über das Social Media Screening und Personalfragebogen bis hin zu Interviews und Testverfahren.
4. Entscheidung und Einstellung: Dieser Abschnitt beschreibt den finalen Auswahlprozess mittels Bewertungsbögen sowie die anschließende fachliche und soziale Integration neuer Mitarbeiter.
5. Fazit mit Bezug zum Schulunterricht: Das Kapitel reflektiert die Relevanz der Personalauswahl und gibt praxisnahe Empfehlungen für die Integration von Bewerbungstrainings in verschiedene Schulfächer.
6. Verknüpfung des Themas „Personalauswahlverfahren“ mit dem Thema „Geschlechtsspezifische Berufswahl“: Die Arbeit diskutiert hier geschlechtsstereotype Zuschreibungen und deren Einfluss auf Auswahlentscheidungen sowie Ansätze zur Optimierung durch standardisierte Verfahren.
7. Literatur: Das Verzeichnis listet sämtliche verwendeten Monographien und Internetquellen auf.
Schlüsselwörter
Personalauswahlverfahren, Personalbeschaffung, Eignungsdiagnostik, Personalmanagement, Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgespräch, Social Media Screening, Assessment Center, Personaleinstellung, Berufsberatung, Geschlechtsstereotype, Personalbedarfsplanung, Arbeitsrecht, Bewerberprofil, Personalführung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den systematischen Prozess der Personalauswahl in Unternehmen, von der Bedarfsplanung bis hin zur endgültigen Einstellung eines neuen Mitarbeiters.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zu den zentralen Themen gehören die Beschaffungswege (intern/extern), verschiedene Methoden der Eignungsdiagnostik sowie die Bedeutung von Transparenz und Rechtmäßigkeit im Auswahlprozess.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, die Phasen der Personalauswahl darzustellen und zudem aufzuzeigen, wie diese Prozesse im schulischen Umfeld gelehrt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene betriebswirtschaftliche Ansätze und Standards zur Personalbeschaffung und Eignungsdiagnostik zusammenfasst.
Welche Instrumente werden im Hauptteil näher erläutert?
Der Hauptteil behandelt ausführlich Bewerbungsunterlagen, Social Media Screening, den Einsatz von Personalfragebogen, die Gestaltung von Vorstellungsgesprächen und verschiedene Testverfahren wie das Assessment Center.
Wodurch zeichnet sich die Arbeit aus?
Die Arbeit charakterisiert sich durch die Verknüpfung von theoretischem Managementwissen mit praktischen Hinweisen für den Schulunterricht und einer kritischen Betrachtung von Gender-Aspekten bei der Personalauswahl.
Warum ist das Social Media Screening rechtlich umstritten?
Das Screening privater Profile kann in Konflikt mit dem Persönlichkeitsschutz des Bewerbers geraten, wenn es ohne dessen ausdrückliche Zustimmung erfolgt.
Welche Rolle spielt die Schule bei der Berufswahl?
Die Schule hat die Aufgabe, Schüler durch gezielte Übungen, wie das Erstellen von Bewerbungsunterlagen oder das Durchführen von Planspielen, auf ihren ersten Karriereschritt vorzubereiten.
Wie beeinflussen Geschlechterrollen die Personalauswahl?
Durch geschlechtsstereotype Erwartungen kann es zu verzerrten Wahrnehmungen kommen, etwa wenn Frauen Führungskompetenz abgesprochen wird oder Männer in bestimmten sozialen Berufen weniger in Betracht gezogen werden.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2018, Personalauswahlverfahren. Aufgaben und Bereiche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/414412