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Kann man Barbar sein und trotzdem Blumen lieben? Analyse zu den nationalen Stereotypen der Nachbarn Frankreichs in der Comicreihe Asterix mit Fokus auf die Deutschen

Titre: Kann man Barbar sein und trotzdem Blumen lieben? Analyse zu den nationalen Stereotypen der Nachbarn Frankreichs in der Comicreihe Asterix mit Fokus auf die Deutschen

Thèse de Bachelor , 2017 , 36 Pages , Note: 1

Autor:in: Tony Steiner (Auteur)

Études Culturelles - Études Culturelles empiriques
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Welche Methoden verwenden René Goscinny und Albert Uderzo in der Comicreihe "Asterix", um mit nationalen Stereotypen zu spielen? Wie werden die Nachbarn der Gallier (Goten/Deutsche, Briten, Spanier, Belgier und Schweizer) sowohl auf der Text- als auch auf der Bildebene dargestellt? Welche Namen sind für die jeweilige Nationalität typisch? Welche sprachlichen Unterschiede und Eigenheiten lassen sich feststellen? Welche Charaktereigenschaften werden den einzelnen Volksgruppen zugeschrieben? Wie sieht ein "typischer" Deutscher aus, was unterscheidet einen britischen oder iberischen Kelten von einem gallischen? Wie feiern die jeweiligen Nationen Feste, welche Sportarten üben sie aus, was essen sie und wie sieht die Rollenverteilung innerhalb ihrer Gruppe aus?

Im Fokus der Abhandlung stehen die Goten bzw. die Deutschen, die noch wenige Jahre vor Erscheinen von "Asterix und die Goten" (1963) in Frankreich noch als das Feindbild schlechthin galten. Wie werden die Deutschen in dieser Erzählung dargestellt und lassen sich in späteren Bänden Unterschiede erkennen? Hat sich das Fremdbild im Laufe der Jahre gar ins Positive gewandelt?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1) FORSCHUNGSÜBERBLICK

1.1) Stereotyp und Vorurteil

1.2) Zur Verbreitung und Aufarbeitung von Stereotypen

1.3) Das Stereotyp in Literatur und Wissenschaft

1.4) Asterix und die Stereotype

2) FORSCHUNGSINTERESSE UND METHODEN

2.1) Fragestellung, Hypothese

2.2) Beschreibung des Datenkorpus

2.3) Methodisches Vorgehen

3) ANALYSE

3.1) Textebene

Kategorie I: Sprachliche Eigenheiten

Kategorie II: Typografie und Zeichensprache

3.2) Bildebene

Kategorie III: Figuren und Charaktere

Kategorie IV: Gemeinschaftliche Sitten und Bräuche

4) RESÜMEE

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Konstruktion, Vermittlung und Wirkung nationaler Stereotype der französischen Nachbarstaaten in der Comicreihe Asterix. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse, wie durch Bild- und Textelemente in deutschen Übersetzungen Fremdbilder – insbesondere gegenüber den Goten – erzeugt und gegebenenfalls durch kulturelle Zusammenhänge oder humoristische Mittel relativiert werden.

  • Analyse nationaler Heterostereotype in Asterix-Bänden
  • Untersuchung der Wechselwirkung von Text- und Bildebene
  • Vergleich der Darstellung verschiedener Nachbarstaaten (Goten, Briten, Spanier, Schweizer, Belgier)
  • Reflexion über die Rolle von Übersetzungsstrategien und historischem Kontext
  • Imagologische Betrachtung der Comicreihe als Identitätskonstrukt

Auszug aus dem Buch

3.1) Textebene

Innerhalb dieser Kategorie werde ich die Besonderheiten im Sprachgebrauch der Charaktere untersuchen, über welche den LeserInnen Stereotypen vermittelt werden. Im Hinblick auf die Goten erwarte ich eine martialische Sprache, d.h. einen häufigen Gebrauch von „aggressiven“ bzw. kriegerisch konnotierten Wörtern und Wortgruppen. In der Tat treten Begriffe wie „Sieg“, „Invasion“, „erobern“ oder „hinrichten“ in Bd. 7 sehr häufig und nur aus den Mündern gotischer Charaktere auf.

Gleichzeitig muss aber festgehalten werden, dass derartige Wortgruppen aufgrund der Handlung, in welcher die Goten schließlich die Rolle der Antagonisten und „Barbaren“, also „roher[r], unzivilisierte[r] Menschen von fremdartigem Aussehen, unverständlicher Sprache [und] gewalttätigem Auftreten“ (Beller 2006, 261) einnehmen, von diesen vorausgesetzt werden. Darüber hinaus zehrt ihr Wortschatz von jenem des deutschen Militärs aus dem 19. und 20. Jahrhundert, sodass der Eindruck der Goten als kriegslüsternes Volk verstärkt wird, bei dem alles in Reih und Glied zu sein hat: „Links – zwo, drei vier!“, brüllt der Offizier, während sein Trupp im Gleichschritt „Marschieren ist des Kriegers Lust!“ singt (Goten, 27). In der selben Sequenz findet sich ein heterostereotypisierendes Element im Gesang Obelix’ („Cervisia her... Cervisia her oder ich fall um!“), welches allerdings auf eine andere kulturelle Ebene der Deutschen abspielt und damit eine Kontrastfunktion zu deren martialischem Auftreten im Comic erfüllt.

Zusammenfassung der Kapitel

1) FORSCHUNGSÜBERBLICK: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Stereotyp, Vorurteil und Fremdbild und beleuchtet die imagologische Forschung in Literatur und Comic.

2) FORSCHUNGSINTERESSE UND METHODEN: Hier werden die Forschungsfrage, das Datenkorpus aus verschiedenen Asterix-Bänden sowie die methodische Herangehensweise der getrennten Text- und Bildanalyse dargelegt.

3) ANALYSE: Der Hauptteil untersucht die Darstellung der Nachbarn anhand sprachlicher Eigenheiten, Typografie und visueller Merkmale wie Gestik, Kleidung und gemeinschaftliche Rituale.

4) RESÜMEE: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert den Wandel der stereotypen Darstellungen von einer negativen Fixierung hin zu humoristischen Running Gags.

Schlüsselwörter

Asterix, Stereotype, Fremdbilder, Imagologie, Goten, Comics, Übersetzung, deutsche Geschichte, Nationalcharakter, Interkulturelle Kommunikation, Comic-Analyse, René Goscinny, Albert Uderzo, Barbaren, Identitätskonstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Darstellung und Vermittlung nationaler Stereotype von Nachbarn Frankreichs in der Comicreihe Asterix, mit Fokus auf die deutsche Rezeption.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft Comicforschung mit Imagologie, um zu verstehen, wie nationale Identitäten und Vorurteile in populärer Literatur konstruiert werden.

Was ist die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach den konstruierten Heterostereotypen, deren Vermittlung über Text und Bild und danach, ob diese als neutrale oder wertende Stereotype zu verstehen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine systematische Analyse der Text- und Bildebene anhand spezifischer Kategorien (Sprache, Typografie, Figuren, Sitten) durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Untersuchung der Textebene (Sprache, Erzählerkommentare) und der Bildebene (Mimik, Gestik, Aussehen, Rituale) bei verschiedenen Nachbarstaaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Asterix, Stereotype, Fremdbilder, Imagologie, Interkulturelle Kommunikation und Comic-Analyse.

Wie hat sich das Bild der Goten im Laufe der Bände verändert?

Die Analyse zeigt einen Wandel von der Darstellung als bedrohliche Antagonisten und Invasoren (Bd. 7) hin zu variabel einsetzbaren, humoristischen Nebenfiguren in späteren Bänden.

Welche Rolle spielt die deutsche Übersetzung für die Stereotypisierung?

Die deutsche Übersetzung nutzt spezifische stilistische Mittel, wie etwa die Verwendung von Frakturschrift oder militärischer Jargon, um das Stereotyp des „Germanen“ zu festigen oder zu parodieren.

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Résumé des informations

Titre
Kann man Barbar sein und trotzdem Blumen lieben? Analyse zu den nationalen Stereotypen der Nachbarn Frankreichs in der Comicreihe Asterix mit Fokus auf die Deutschen
Université
University of Innsbruck  (Germanistik)
Cours
Interkulturelle Kommunikation
Note
1
Auteur
Tony Steiner (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
36
N° de catalogue
V414484
ISBN (ebook)
9783668657038
ISBN (Livre)
9783668657045
Langue
allemand
mots-clé
Asterix Nationale Stereotype Klischees Deutschland Großbritannien Spanien Belgien Schweiz Comicanalyse Goscinny Uderzo Kulturwissenschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tony Steiner (Auteur), 2017, Kann man Barbar sein und trotzdem Blumen lieben? Analyse zu den nationalen Stereotypen der Nachbarn Frankreichs in der Comicreihe Asterix mit Fokus auf die Deutschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/414484
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Extrait de  36  pages
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