Als Schwerpunkt meiner Hospitation habe ich den Aufbau des Unterrichts gewählt. Die Einheit kann in mehrere Phasen unterteilt werden. Die von mir hospitierte Stunde teilt sich in die Phasen der Motivierung, Erarbeitung, Anwendung und die des Transfers.
Die Anfertigung dieser Handakte setzt eine Reflexion des Lehrerberufs vor Beginn des Praktikums, in welcher folgende Leitfragen behandelt werden sollen: Welche persönlichen Stärken bringen Sie für den Lehrberuf mit? Welche Schwerpunkte möchten Sie sich selbst setzen? Was möchten Sie selbst lernen und/oder erfahren? Welche Ziele setzen Sie sich selbst? Wie möchten Sie sich selbst ins Schulleben einbringen? Welchen persönlichen Lernfortschritt erwarten Sie am Ende Ihres Praktikums? Haben Sie Befürchtungen, wenn Sie an Ihr bevorstehendes Praktikum denken?
Inhaltsverzeichnis
1. Reflexion zu Beginn des Praktikums
2. Dokumentation einer Unterrichtshospitation
2.1 Schwerpunkt: Ziele, Inhalte und Aufbau des Unterrichts (Unterrichtsvorbereitung)
2.2 Reflexion
3. Dokumentation von zwei Unterrichtsversuchen
3.1. Erster Versuch und Reflexion
3.2. Zweiter Versuch und Reflexion
4. Ausführliche Ausarbeitung eines Unterrichtsversuchs
4.1. Artikulationsschema und Lernziele
4.2. Sachanalyse des Unterrichtsthemas
4.3. Methodisch-didaktische Analyse
4.5. Kritische Reflexion des eigenen Unterrichtsversuchs
5. Reflexion nach dem Praktikum
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit dient der Reflexion eines Schulpraktikums. Der Verfasser setzt sich kritisch mit seiner Eignung für den Lehrerberuf auseinander, dokumentiert seine Hospitationserfahrungen sowie selbst durchgeführte Unterrichtsversuche und analysiert die dabei gewonnenen methodisch-didaktischen Erkenntnisse sowie den eigenen Lernfortschritt.
- Reflexion der persönlichen Eignung und Motivation für den Lehrerberuf.
- Dokumentation und Analyse von Unterrichtshospitationen und eigenem Unterricht.
- Methodisch-didaktische Planung und Ausarbeitung spezifischer Geschichts- und Deutschstunden.
- Kritische Auseinandersetzung mit der professionellen Lehrerrolle und dem System Schule.
- Evaluation des Praktikumsverlaufs und der eigenen Kompetenzentwicklung.
Auszug aus dem Buch
4.2. Sachanalyse des Unterrichtsthemas
„In Wechselwirkung mit der Herausbildung der Polis vollzog sich vom 8. bis 6. Jh. v. Chr. die erstaunliche Ausweitung des griechischen Siedlungsgebietes im Mittel- und Schwarzmeerraum, die man Große Kolonisation zu nennen pflegt.“ Die neuen Ansiedlungen, die von den Griechen geschaffen wurden, können jedoch nicht mit dem heutigen Verständnis einer Kolonie erklärt werden. Vielmehr sind diese mit den römischen „coloniae“ gleichzusetzen.
Die griechische Bezeichnung für eine Kolonie lautete „apoikia“. Die neu gegründeten Tochterstädte dienten vorrangig zur Sicherung des Einflusses der Mutterstädte. Trotz allem waren diese als weitestgehend selbstständige „poleis“ anzusehen, die mit der Mutterstadt, der „metropolis“, lediglich durch gemeinsame Kulte, Brauche und Verfassungseinrichtungen und (nicht immer) Freundschaft verbunden waren. Die Teilnehmer einer solchen Koloniegründung mussten jedoch nicht ausschließlich aus der Mutterstadt selbst entstammen.
Die Grunde einer Koloniegründung waren von vielseitiger Natur, wodurch man keine monokausalen Ansätze treffen kann. Als vorwiegender Grund ist in diesem Zusammenhang jedoch die Überbevölkerung zu sehen, da viele kleine Polisgebiete einfach nicht mehr über ausreichend Wohnraum für die stetig wachsende Zahl ihrer Einwohner verfugte. Diese resultierte schließlich in größer Landknappheit, die einen großen Mangel an Nahrungsmitteln mit sich brachte. Somit war die Kolonialisierung hauptsachlich als eine Art Erschließung neuer Ackerflachen zu sehen, um die Bevölkerung wieder ausreichend mit Nahrung versorgen zu können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Reflexion zu Beginn des Praktikums: Der Autor reflektiert seine persönlichen Stärken, Erwartungen und Ängste vor Beginn des Praktikums und setzt sich mit seiner Motivation für das Lehramtsstudium auseinander.
2. Dokumentation einer Unterrichtshospitation: Es wird der Ablauf einer hospitierten Unterrichtsstunde zum Thema „Der Bericht“ strukturiert dargestellt und didaktisch reflektiert.
3. Dokumentation von zwei Unterrichtsversuchen: Der Verfasser beschreibt zwei eigene Unterrichtsversuche zu den Themen „Anglizismen“ und „Aufbau des Staates in Ägypten“ inklusive Stundenplanung und Reflexion.
4. Ausführliche Ausarbeitung eines Unterrichtsversuchs: Dieses Kapitel enthält eine detaillierte Planung und Analyse einer Unterrichtsstunde zum Thema „Die griechische Kolonisation“ sowie eine kritische Reflexion des eigenen Handelns.
5. Reflexion nach dem Praktikum: Der Autor zieht ein Fazit über seinen Lernfortschritt, bewertet die Qualität der Praktikumsorganisation und reflektiert seine berufliche Entwicklung.
Schlüsselwörter
Schulpraktikum, Lehrerberuf, Unterrichtshospitation, Unterrichtsplanung, Geschichtsunterricht, Griechische Kolonisation, Didaktik, Reflexion, Handlungsorientierung, Lehramtsstudium, Kompetenzentwicklung, Unterrichtsversuch, Schülermotivation, Lehrerpersönlichkeit, Inklusion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert und reflektiert die Erfahrungen eines Lehramtsstudierenden während eines Schulpraktikums, einschließlich eigener Unterrichtsversuche und der Auseinandersetzung mit der Lehrerrolle.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Themen umfassen die Vorbereitung und Durchführung von Unterricht, die Analyse von Lernprozessen, die didaktische Planung von Geschichtsstunden sowie die kritische Reflexion über den Lehrerberuf.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die kritische Selbstreflexion über die Eignung für den Lehrerberuf sowie der Nachweis des professionellen Lernfortschritts durch die praktische Erprobung didaktischer Methoden.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden methodisch-didaktische Analysen, die strukturierte Dokumentation von Unterrichtsverläufen und eine subjektive Reflexion auf Basis schulpädagogischer Fachliteratur genutzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Dokumentation von Unterrichtshospitationen sowie eine detaillierte Artikulationsschema-Planung und Sachanalyse für einen speziellen Unterrichtsversuch zur griechischen Kolonisation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Schulpraktikum, Unterrichtsplanung, didaktische Reflexion, Lehramt und Kompetenzentwicklung gekennzeichnet.
Warum hält der Autor die Hospitationsanteile für problematisch?
Der Autor kritisiert, dass der Hospitationsanteil im Verhältnis zur eigenen Unterrichtserfahrung zu hoch angesetzt ist und die Lernkurve für Studierende durch zu viel passives Zuschauen limitiert wird.
Wie geht der Autor mit der Herausforderung der Inklusion um?
Er beschreibt den unvorhergesehenen Kontakt mit autistischen Schülern und hebt hervor, dass er durch das beobachtete Handeln der Lehrkraft wichtige Problemlösestrategien für den Unterricht mitnehmen konnte.
Welche Bedeutung kommt dem Orakel von Delphi im Unterrichtsversuch zu?
Der Autor thematisiert die Rolle des Orakels als Informationszentrum und Ritus bei Koloniegründungen, um Schülern die historischen Mechanismen der griechischen Expansion verständlich zu machen.
Wie bewertet der Autor die Organisation des Praktikums durch die Universität?
Er äußert sich unzufrieden mit der Organisation, empfindet die Praxiserfahrung als zu gering und merkt an, keine nennenswerte Unterstützung seitens der Universität aktiv eingefordert oder erhalten zu haben.
- Arbeit zitieren
- Maximilian Tresp (Autor:in), 2015, Dokumentation einer Unterrichtshospitation. Ziele, Inhalte und Aufbau eines Unterrichts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/414550