Die Romanisierung Germaniens (Geschichte 6. Klasse, Gymnasium)


Unterrichtsentwurf, 2012
14 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Inhalt:

1. Bedingungsanalyse:

2. Sachanalyse

3. Ziele (W-K-W Modell)

4. Didaktisch-methodische Analyse

5.Verlaufsskizze:

6.Literatur und Quellen:

7. Materialien:

1. Bedingungsanalyse:

Die Klasse 6 hat am Dienstag und Donnerstag in der jeweils dritten Stunde Geschichtsunterricht. Die Schüler haben vor der der Stunde Englischunterricht und 10 Minuten Pause, die oft schon für die ersten Pausensnacks genutzt wird. In dieser Klasse sitzen 15 Schülerinnen und 12 Schüler, so dass das Verhältnis relativ zu den Mädchen tendiert Insgesamt ist die Klasse sehr aufgeschlossen und dem Unterricht positiv eingestellt. Für die beschriebenen Umstände ist die Lern- und Arbeitsatmosphäre angenehm und die Disziplin der Schüler ansprechend. Schon in der Pause interessieren sich die Schüler für den folgenden Unterricht und verfolgen die Vorbereitungen für den Unterricht, stellen Fragen zu geschichtlichen Themen oder interessieren sich für die Wandkarte.

Da die Prüfungslehrprobe auf eine 5. Stunde am Freitag verlegt wurde, ist zu erwarten, dass die Schüler einer besonderen Motivation bedürfen, um für den Unterricht aufnahmebereit zu sein. Des Weiteren bedarf es einer vorheriger Absprache mit der Fachlehrerin, die den ersten Teil der Doppelstunde unterrichtet, damit die Schüler etwa 10 Minuten Pause zwischen den verschiedenen Unterrichtseinheiten haben.

Die Motivation der Schüler für das Fach an sich ist allerdings sehr gut. Insbesondere bei einer größeren Anzahl von Jungen wird dies durch häufiges Melden und über das Thema hinausgehende Fragen deutlich. Im Unterricht gibt es in seltenen Fällen Anlass zur Ermahnung einzelner Schüler. Oft sind es aber auch genau die Schüler, die sich oft melden und dem Unterricht bereichern. In den zur Verfügung stehenden 45 Minuten bieten sich Sozialformen an, die wenig Vorbereitungsaufwand erfordern, so zum Beispiel die Einzel- oder Partnerarbeit. Auch Gruppenarbeit wurde schon mehrfach durchgeführt, was die Vorbereitung der Bänke in der Pause erforderlich macht. Grundlagen des kooperativen Arbeitens sind in der Klasse vorhanden. diese gilt es weiter auszubauen, zumal die Klasse vor kurzer Zeit eine Änderung der Sitzordnung erfahren hat.

Was bisher deutlich wurde, sind die im Gegensatz zu anderen sechsten Klassen stärker variierenden Arbeitstempi. Schnell arbeitende Schüler verhalten sich in der Regel ruhig am Platz und werden nicht zur Störquelle außer ein Schüler, der durch flüchtiges und oberflächliches Arbeiten schnell fertig ist und zum nach Bewegung drängenden Unruhepol wird. Neben ihm müssen auch noch andere Schüler angehalten werden, ordentlich und sauber zu arbeiten, was beim Unterstreichen der Überschrift anfängt und beim sauberen Zeichnen von Grafiken aufhört.

Die langsamsten Schüler müssen ihr Arbeitstempo erhöhen, um dem Unterricht folgen zu können. Neben der Arbeitsgeschwindigkeit ist auch die aktive Mitarbeit der Schüler untereinander inhomogen, was es immer wieder erforderlich macht, zurückhaltendere Schülerinnen mit einzubeziehen. Gerne kommen die Schüler im Unterricht zum Sprechen. Vor allem bei einzelnen Jungen ist ein hoher Bewegungsdrang zu verzeichnen, was sich im unruhigem Sitzen oder Anlegen der Beine unter dem Stuhl bemerkbar macht.

Das Klassenzimmer liegt im Erdgeschoss in der Ostseite der Schule mit Blick auf den Pausenhof. Meistens ist es nötig die Jalousie abzudunkeln – sei es durch ablenkende Tätigkeiten des Sportunterrichtes oder aufgrund der einfallenden Sonne.

Zur Ausstattung des Klassenzimmers gehören Schiebetafel, Polylux und Kartenhalter. Beim Einsatz des Polylux muss bei den Lichtverhältnissen (Sonnenseite) abgedunkelt werden, aber die Sichtbarkeit ist für die hintersten Schüler nicht optimal. Die Benutzung eines mobilen Beamers ist mit entsprechender Vorbereitung auch möglich und kommt bei der Klasse gut an.

Die Schüler arbeiten mit dem Klett Lehrbuch Geschichte und Geschehen 2.

Aus dem Lernbereich eins kennen die Schüler bereits Aspekte der römischen Expansion und die daraus hervorgehenden gesellschaftlichen Spannungen. Auch ist grundlegendes Wissen über den Aufbau der römischen Gesellschaft angelegt. Sie kennen die Einteilung des römischen Reiches in Provinzen und den Limes als Grenze und Verbindungspunkt zwischen Römern und Germanen.

Die Schüler können fragengeleitet Informationen aus Texten und Karten ziehen und diese zu Stichpunkten zusammenfassen. Bei der Handhabung von Geschichtskarten bestehen noch Defizite. Einige Schüler der Klasse lieben es, sich vor der Klasse produzieren zu dürfen, sei es durch Schauspielerische Leistung oder Ausdruck von Kreativität.

2. Sachanalyse

Die Schüler kennen aus vorangegangenen Stunden die Einteilung des Reiches in Provinzen mit ihren Statthaltern, eine Voraussetzung für das Verständnis der Kartenarbeit und der Unterscheidung von Germanien und Prinz Germanien.

Die Tendenz der Romanisierung im Römischen Reich ist die Folge einer umfassenden Ausbreitung der römischen Zivilisation und dem damit verbundenen Aufbau von Infrastruktur und Verwaltung sowie später religiösen Einflüssen. Vor allem die Städte, die für die römische Zivilisation so beschreibend sind wirken in den Provinzen als Multiplikatoren für die römische Kultur. Städte waren Verwaltungszentrum, Handelszentrum und Anziehungspunkt für Einheimische, denn die Errungenschaften und der daraus resultierende Wohlstand der Römer übertrafen die der Völker aus den eroberten Gebieten um vieles. In der Folge, trat bei den Menschen ein Streben nach römischem Bürgerrecht auf. Der Austausch erfolge relativ einseitig (th. Hantos S. 9), was sich in der Auswahl des Stundenthemas niederschlägt.

Einige Gründe für den Austausch der Kulturen, wie zum Beispiel die Niederlassung von Veteranen und das Verschmelzen der Bevölkerungsgruppen sowie die Handelstätigkeit in der Nähe des Limes (Th. Hantos, S.9) wurden in der vorangegangen Stunde schon angesprochen.

Der Schwerpunkt dieser Unterrichtseinheit soll allerdings darauf liegen, welche Spuren die Römer in Germanien hinterlassen haben. Das heutige Deutschland hatte Anteil an den fünf römischen Provinzen: noricum, raetien, germania superior, gallia belgica und germania inferior.

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Die Romanisierung Germaniens (Geschichte 6. Klasse, Gymnasium)
Hochschule
Sächsische Bildungsagentur Dresden
Note
1
Autor
Jahr
2012
Seiten
14
Katalognummer
V414609
ISBN (eBook)
9783668658851
ISBN (Buch)
9783668658868
Dateigröße
554 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Römer, Germanien, Germanisierung, römische Provinzen, Kolonisierung, römische Kultur
Arbeit zitieren
Johannes Porsche (Autor), 2012, Die Romanisierung Germaniens (Geschichte 6. Klasse, Gymnasium), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/414609

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