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Der Gegensatz von Keynsianismus und Neoliberalismus

Title: Der Gegensatz von Keynsianismus und Neoliberalismus

Research Paper (undergraduate) , 2002 , 16 Pages , Grade: Gut

Autor:in: Karin Wieser (Author)

Economics - Macro-economics, general
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Summary Excerpt Details

Der Keynesianismus geht auf den britischen Nationalökonom John Maynard Keynes zurück , der unter dem Eindruck der großen Weltwirtschaftskrise von 1929 und der darauffolgenden Wirtschaftsflaute in Großbritannien sein Hauptwerk „The General Theory of Employment, Interest and Money“ verfasste . In diesem Werk befasste er sich hauptsächlich mit der Depression, der Phase des Tiefstands im Konjunkturzyklus und mit der damit verbundenen Arbeitslosigkeit. Die Wirtschaftskrise Ende der 30er Jahre hatte gezeigt, dass zum wirtschaftlichen Liberalismus des 19. Jahrhunderts Alternativen gefunden werden mussten.

Er vertrat die Auffassung, dass sich die Wirtschaft nicht „selbst heilen“ könne, sondern dass der Staat durch seine Fiskalpolitik (Steuersenkungen, höhere Staatsausgaben und Sozialleistungen) in die Wirtschaft eingreifen solle und erst damit die Arbeitslosigkeit reduziert werden könne. Der Staat müsse die gesamtwirtschaftliche Nachfrage regulieren, da die Konsum- und Investitionsnachfrage erheblichen Schwankungen unterliegt. Durch das staatliche Eingreifen sollen diese Schwankungen ausgeglichen werden, um eine kleinstmögliche Arbeitslosenrate zu garantieren. Ein Sparkurs seitens des Staates würde nur die Stagnation verlängern, da weniger konsumiert und daher von den Wirtschaftsunternehmen weniger investiert würde.

Die staatlichen Investitionen, die laut Keynes einen wesentlichen Teil der staatlichen Eingreifmaßnahmen darstellen, betreffen jedoch in der Regel nur bestimmte Wirtschaftszweige wie die Bauindustrie. Dadurch sind vor allem diese Zweige von der staatlichen Einflussnahme abhängig.

Diese Theorien von Keynes wurden von seinen Anhängern in den folgenden Jahrzehnten weiterentwickelt und beeinflussten als „Keynesianismus“ nach dem Zweiten Weltkrieg entscheidend die Wirtschaftspolitik zahlreicher Staaten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Der Keynesianismus

1.1 John Maynard Keynes

1.2 Die Keynes’sche Theorie

1.2.1 Die Beschäftigungspolitik

1.2.2 Die Rolle des Staates

1.2.3 Die keynsianische Geld- und Kreditpolitik

1.3 Die Schwächen des Keynesianismus

1.4 Die Wirkung des Keynsianismus - Der Austro Keynesianismus

2. Der Liberalismus

2.1 Der Neoliberalismus

2.2 Der Ordoliberalismus

2.3 Die Chicagoer Schule

2.4 Die Wirkung auf die Politik: „Reagonomics“und „Thatcherism“

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den fundamentalen Gegensatz zwischen den wirtschaftstheoretischen Strömungen des Keynesianismus und des Neoliberalismus, um deren Einflüsse auf die nationale sowie internationale Wirtschaftspolitik des 20. Jahrhunderts zu analysieren.

  • Wissenschaftliche Grundlagen des Keynesianismus und der Liberalismus-Theorien
  • Die Rolle staatlicher Interventionen vs. marktwirtschaftlicher Selbstregulierung
  • Der Austro-Keynesianismus als spezifisches historisches Fallbeispiel
  • Die theoretische Herleitung und Ausprägung des Neoliberalismus
  • Politische Implementierung in den USA und Großbritannien durch „Reagonomics“ und „Thatcherism“

Auszug aus dem Buch

1.1 JOHN MAYNARD KEYNES

Der Keynesianismus geht auf den britischen Nationalökonom John Maynard Keynes zurück1, der unter dem Eindruck der großen Weltwirtschaftskrise von 1929 und der darauffolgenden Wirtschaftsflaute in Großbritannien sein Hauptwerk „The General Theory of Employment, Interest and Money“ verfasste2. In diesem Werk befasste er sich hauptsächlich mit der Depression, der Phase des Tiefstands im Konjunkturzyklus und mit der damit verbundenen Arbeitslosigkeit. Die Wirtschaftskrise Ende der 30er Jahre hatte gezeigt, dass zum wirtschaftlichen Liberalismus des 19. Jahrhunderts Alternativen gefunden werden mussten.

Er vertrat die Auffassung, dass sich die Wirtschaft nicht „selbst heilen“ könne, sondern dass der Staat durch seine Fiskalpolitik (Steuersenkungen, höhere Staatsausgaben und Sozialleistungen) in die Wirtschaft eingreifen solle und erst damit die Arbeitslosigkeit reduziert werden könne. Der Staat müsse die gesamtwirtschaftliche Nachfrage regulieren, da die Konsum- und Investitionsnachfrage erheblichen Schwankungen unterliegt. Durch das staatliche Eingreifen sollen diese Schwankungen ausgeglichen werden, um eine kleinstmögliche Arbeitslosenrate zu garantieren. Ein Sparkurs seitens des Staates würde nur die Stagnation verlängern, da weniger konsumiert und daher von den Wirtschaftsunternehmen weniger investiert würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Keynesianismus: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge der Theorie von John Maynard Keynes sowie deren Kernelemente wie die staatliche Nachfragesteuerung und Fiskalpolitik.

1.1 John Maynard Keynes: Der Abschnitt skizziert die historische Entstehung des Hauptwerks von Keynes unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise.

1.2 Die Keynes’sche Theorie: Hier werden die theoretischen Grundpfeiler wie Beschäftigungspolitik, die Staatsrolle und Geldpolitik im keynesianischen Modell dargelegt.

1.2.1 Die Beschäftigungspolitik: Erörtert, warum der Staat laut Keynes aktiv in den Arbeitsmarkt eingreifen muss, da Vollbeschäftigung kein automatischer Gleichgewichtszustand ist.

1.2.2 Die Rolle des Staates: Thematisiert die Notwendigkeit staatlicher Eingriffe bei Nachfragelücken, um Produktionskapazitäten auszulasten.

1.2.3 Die keynsianische Geld- und Kreditpolitik: Beschreibt die antizyklische Steuerung des privatwirtschaftlichen Kapitalvolumens.

1.3 Die Schwächen des Keynesianismus: Listet die kritischen Aspekte auf, darunter die Schwerfälligkeit der Fiskalpolitik und die Vernachlässigung der Angebotsseite.

1.4 Die Wirkung des Keynsianismus - Der Austro Keynesianismus: Analysiert den österreichischen Sonderweg einer expansiven Budgetpolitik in den 1970er Jahren.

2. Der Liberalismus: Bietet einen historischen Abriss des wirtschaftlichen Liberalismus und dessen Fokus auf freien Wettbewerb.

2.1 Der Neoliberalismus: Definiert den Begriff als Erneuerung des Liberalismus mit Ablehnung jeglicher Planwirtschaft.

2.2 Der Ordoliberalismus: Erklärt das Konzept der Freiburger Schule, das den Staat als Garanten einer funktionsfähigen Wettbewerbsordnung sieht.

2.3 Die Chicagoer Schule: Fokussiert auf die Selbststeuerungsmechanismen des Marktes und fordert konsequente Deregulierung.

2.4 Die Wirkung auf die Politik: „Reagonomics“und „Thatcherism“: Untersucht die praktische Anwendung angebotsorientierter Wirtschaftspolitik in den USA und Großbritannien.

Schlüsselwörter

Keynesianismus, Neoliberalismus, Fiskalpolitik, Geldpolitik, Arbeitslosigkeit, Marktwirtschaft, Ordoliberalismus, Monetarismus, Vollbeschäftigung, Staatsinterventionismus, Angebotsorientierung, Reagonomics, Thatcherism, Austro-Keynesianismus, Konjunkturzyklus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die gegensätzlichen wirtschaftstheoretischen Ansätze des Keynesianismus und des Neoliberalismus sowie deren historische Umsetzung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die staatliche Steuerung der Gesamtnachfrage, die Wettbewerbsordnung nach Eucken und die angebotsorientierte Politik der 1980er Jahre.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Wirkungsweise beider ökonomischer Modelle gegenüberzustellen und deren Erfolg sowie Scheitern in unterschiedlichen historischen Phasen zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse wirtschaftstheoretischer Konzepte und deren Anwendung in der praktischen Politik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die keynesianischen Theorien, das Modell des Ordoliberalismus sowie die ökonomische Politik unter Reagan und Thatcher.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Keynesianismus, Neoliberalismus, Fiskalpolitik, Deregulierung und Vollbeschäftigung charakterisieren.

Was unterscheidet den Austro-Keynesianismus von der reinen Lehre?

Er zeichnete sich durch einen Mix aus expansiver Budgetpolitik und Hartwährungspolitik aus, um in Österreich Vollbeschäftigung zu sichern.

Warum wird der Ordoliberalismus oft als „dritter Weg“ bezeichnet?

Er positioniert sich als Alternative zwischen einer unregulierten kapitalistischen Marktwirtschaft und einer zentralistischen sozialistischen Planwirtschaft.

Inwiefern beeinflusste die Chicagoer Schule die Politik der 1980er Jahre?

Die Schule lieferte das theoretische Fundament für die Deregulierung und angebotsorientierte Politik, welche maßgeblich in den USA und Großbritannien umgesetzt wurden.

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Details

Title
Der Gegensatz von Keynsianismus und Neoliberalismus
College
Klagenfurt University
Grade
Gut
Author
Karin Wieser (Author)
Publication Year
2002
Pages
16
Catalog Number
V41463
ISBN (eBook)
9783638397162
Language
German
Tags
Gegensatz Keynsianismus Neoliberalismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karin Wieser (Author), 2002, Der Gegensatz von Keynsianismus und Neoliberalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41463
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