Diese Vorlesungsmitschrift zum Meister Teil III an der Handwerkskammer zu Leipzig umfasst das Thema "Kalkulation (Grundlagen)" in Stichpunkten.
Zum Inhalt:
- Kalkulationszeitpunkte;
- Kalkulationsverfahren;
- Unterscheidung von Kosten nach verschiedenen Kriterien;
- Gemeinkosten;
- Gemeinkostenzuschläge;
- Stundenverrechnungssatz SVS, Minutenverrechnungssatz MVS, Lohnindex, Materialindex
Inhaltsverzeichnis
1. Kalkulationszeitpunkte
2. Kalkulationsverfahren
3. Unterscheidung von Kosten nach verschiedenen Kriterien
4. Gemeinkosten
5. Gemeinkostenzuschläge
6. Stundenverrechnungssatz SVS, Minutenverrechnungssatz MVS, Lohnindex, Materialindex
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit vermittelt die grundlegenden betriebswirtschaftlichen Methoden zur präzisen Kalkulation von Leistungen. Das primäre Ziel ist es, dem Leser ein strukturiertes Verständnis für die verschiedenen Kalkulationsphasen, Kostenarten und Verrechnungsmechanismen zu vermitteln, um eine betriebssichere Preiskalkulation zu ermöglichen.
- Zeitliche Einordnung der Kalkulation (Vor-, Zwischen- und Nachkalkulation)
- Anwendung von Divisions- und Zuschlagskalkulationsverfahren
- Systematische Differenzierung und Zuordnung von Kostenarten
- Berechnung von Gemeinkosten und spezifischen Zuschlagssätzen
- Ermittlung von Stunden- und Minutenverrechnungssätzen sowie Indizes
Auszug aus dem Buch
1. Kalkulationszeitpunkte
Vorkalkulation: vor der Ausführung einer Leistung
o Selbstkosten ermitteln
o Angebotspreis errechnen
o Materialbestellung auslösen
o Zeit- und Personalplanung
Zwischenkalkulation: während der Ausführung einer Leistung
o Soll-Ist-Vergleich von Kosten, Zeiten und ähnliches (u.ä.)
o Abschlagszahlung verlangen
Nachkalkulation: nach der Ausführung einer Leistung
o Gewinnermittlung
o Überprüfung und ggf. Korrektur betrieblicher Vorgaben
Zusammenfassung der Kapitel
1. Kalkulationszeitpunkte: Dieses Kapitel definiert die drei wesentlichen Phasen der Kalkulation – Vorkalkulation, Zwischenkalkulation und Nachkalkulation – und ihre jeweilige Zielsetzung im Projektablauf.
2. Kalkulationsverfahren: Hier werden die mathematischen Ansätze zur Divisions- und Zuschlagskalkulation erläutert, inklusive einer tabellarischen Übersicht zum Aufbau eines Angebotspreises.
3. Unterscheidung von Kosten nach verschiedenen Kriterien: Das Kapitel bietet eine Klassifizierung von Kosten nach Inhalt, Funktionsbereichen, Abhängigkeit von der Leistungsmenge sowie ihrer Verrechenbarkeit.
4. Gemeinkosten: Es werden Personal-, Sach- und kalkulatorische Kosten detailliert definiert sowie deren Herkunft und Verteilung innerhalb der Gesamtgemeinkosten dargestellt.
5. Gemeinkostenzuschläge: Dieses Kapitel widmet sich der Berechnung der prozentualen Zuschlagssätze für Fertigungslöhne und Material.
6. Stundenverrechnungssatz SVS, Minutenverrechnungssatz MVS, Lohnindex, Materialindex: Abschließend wird die Kalkulation von Verrechnungssätzen und Indizes zur präzisen Leistungsbewertung erklärt.
Schlüsselwörter
Kalkulation, Vorkalkulation, Nachkalkulation, Zuschlagskalkulation, Selbstkosten, Gemeinkosten, Kostenstellen, Leistungsmenge, Einzelkosten, Stundenverrechnungssatz, Lohnindex, Materialindex, Gewinnermittlung, Fixkosten, Variable Kosten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine fundierte Einführung in die betriebliche Kalkulationspraxis, von der zeitlichen Planung bis zur finalen Preisfindung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die Kalkulationszeitpunkte, Verfahrensarten, Kostenartenrechnung sowie die Ermittlung von Gemeinkostenzuschlägen und Verrechnungssätzen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Vermittlung der mathematischen und strukturellen Methoden, um Selbstkosten zu ermitteln und wettbewerbsfähige Angebotspreise zu kalkulieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine strukturierte betriebswirtschaftliche Methodenlehre, die auf quantitativen Modellen der Kosten- und Leistungsrechnung basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Unterteilung von Kosten, die Systematik der Gemeinkosten sowie konkrete Rechenbeispiele für Zuschlagssätze und Stundenverrechnungssätze.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kalkulation, Selbstkosten, Gemeinkosten, Verrechnungssatz und Zuschlagskalkulation definiert.
Wie unterscheiden sich variable und fixe Kosten in diesem Kontext?
Variable Kosten hängen direkt von der Leistungsmenge ab (z.B. Material), während fixe Kosten unabhängig von der Menge anfallen (z.B. Miete).
Was versteht man unter kalkulatorischen Kosten?
Dies sind Kosten, denen kein realer Aufwand gegenübersteht, wie etwa ein kalkulatorischer Unternehmerlohn oder kalkulatorische Abschreibungen.
Warum ist die Nachkalkulation wichtig?
Die Nachkalkulation dient der Gewinnermittlung und der Überprüfung betrieblicher Vorgaben, um aus den Ergebnissen für zukünftige Projekte lernen zu können.
Was ist ein Lohnindex und wie wird er verwendet?
Der Lohnindex ist ein Multiplikator, der es ermöglicht, über den Stundenlohn hinweg durch Einbeziehung von Gemeinkosten und Wagniszuschlägen den SVS präzise zu ermitteln.
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- Max Lippold (Author), 2016, Kalkulation. Grundlagen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/414670