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Was ist und was darf Literatur?

Titel: Was ist und was darf Literatur?

Essay , 2017 , 8 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Melwin Schneider (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Was ist und was darf Literatur? Gibt es ein Kriterium für Literatur oder kann man gar festlegen, wann sie gut oder schlecht sei?
Aus einer phänomenologischen Perspektive heraus werden diese zentralen Fragen der Literaturwissenschaft diskutiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist und was darf Literatur?

2. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Fragestellung, wie Literatur definiert werden kann und ob ihr in ihrer inhaltlichen Freiheit Grenzen gesetzt sind. Dabei wird analysiert, inwieweit gesellschaftliche Rezeption, moralische Verantwortung und die Darstellung von Tabus die literarische Einordnung beeinflussen und ob Literatur bei der Behandlung kritischer Themen eine moralische Rechtfertigung benötigt.

  • Phänomenologische Betrachtung des Literaturbegriffs
  • Die Rolle der öffentlichen Rezeption und Literaturkritik
  • Darstellung von Tabus und Ekel in der zeitgenössischen Literatur
  • Spannungsfeld zwischen literarischer Freiheit und moralischer Verantwortung
  • Grenzen der Literatur gegenüber rechtfertigender Gewalt oder Verbrechen

Auszug aus dem Buch

Was ist und was darf Literatur?

Fast jeder verbindet Literatur mit gewissen Ansprüchen: politische Relevanz, eloquenter Stil, nicht verschroben, gut verständlich, doch auch nicht alltäglich, sie soll aus dem Alltag hebeln, sie soll begeistern, neu sein, kreativ, sie soll schön sein und gleichzeitig mit dem Hässlichsten des Menschseins konfrontieren, sie soll uns etwas geben wie Frieden, Befriedigung, Angst, Emotion, die Fähigkeit der Empathie, Wissen, den blanken Fakt, Humor, Zeitvertreib, alles, nichts, sie soll, sie soll, sie soll...

Was unterscheidet einen Klassiker aus dem Literaturkanon, von einem Groschenroman, für den sich sein Autor schämt und der deshalb unter einem Pseudonym veröffentlicht werden soll? Nimmt man das geschriebene Wort als Kriterium von Literatur? Sind etwa auch Kassenzettel und jede hingekrakelte Notiz Literatur? Muss ein Text gemocht werden, um Literatur zu sein? All diese Fragen können bis heute nicht eindeutig beantwortet werden. Man kann Stellung zu ihnen beziehen, man kann eine Meinung haben und man kann sich, bei dem Versuch, jene Meinung argumentativ zu untermauern, in endlose Widersprüche verwickeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Was ist und was darf Literatur?: Dieses Kapitel untersucht die definitorischen Schwierigkeiten des Literaturbegriffs anhand von Beispielen wie Günter Grass und Charlotte Roche sowie die ethischen Grenzen bei der literarischen Thematisierung von Tabus und Gewalt.

2. Literaturverzeichnis: Das Verzeichnis listet sämtliche herangezogenen Primär- und Sekundärquellen auf, die für die wissenschaftliche Argumentation genutzt wurden.

Schlüsselwörter

Literatur, Literaturkanon, Literaturbegriff, Rezeption, Tabubruch, Ekel, moralische Verantwortung, Günter Grass, Charlotte Roche, Trivialliteratur, Phänomenologie, Ästhetik, Gesellschaftskritik, Ethik, Literaturkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Frage, was Literatur ausmacht und welche inhaltlichen Grenzen ihr durch ethische oder moralische Erwägungen gesetzt sein könnten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Definition von Literatur durch Rezeption, die Darstellung von Tabus und provozierenden Motiven wie Ekel sowie die Grenze zwischen literarischer Freiheit und der Rechtfertigung von Gewalt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der Versuch einer starren Definition von Literatur häufig zirkulär verläuft und dass die entscheidende Frage eher lautet, wo Literatur aufhört, legitim zu sein – etwa bei der Anstiftung zu Verbrechen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird ein phänomenologischer Ansatz gewählt, der Literatur als ein "Bewusstsein von etwas" versteht, ergänzt durch eine diskursive Analyse aktueller literaturwissenschaftlicher Positionen.

Was wird im Hauptteil analysiert?

Der Hauptteil analysiert die kontroversen Werke von Günter Grass und Charlotte Roche, um die Zwiegespaltenheit der Rezeption und die moralische Dimension von literarischen Tabubrüchen zu verdeutlichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Literaturkanon, Rezeption, Tabubruch, moralische Verantwortung und die Abgrenzung von Trivialliteratur.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Literatur und einem Kassenzettel?

Die Antwort liegt in der Rezeption: Literatur wird als solche wahrgenommen und rezipiert, während ein Kassenzettel mangels dieser spezifischen Wahrnehmungsweise nicht als Literatur gilt.

Gibt es eine endgültige Antwort auf die Frage, was Literatur darf?

Ja, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Literatur zwar vieles darf, jedoch die Grenze dort erreicht, wo sie Verbrechen rechtfertigt oder zu solchen anstiftet.

Warum wird das Werk von Haruki Murakami im Kontext der Little People erwähnt?

Murakami wird als Beispiel angeführt, um zu illustrieren, dass ein offensichtlicher oder rein moralischer Zweck eines Werkes nicht zwingend für dessen literarische Qualität oder seinen Erfolg ausschlaggebend sein muss.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Was ist und was darf Literatur?
Hochschule
Universidad de Sevilla
Note
1,0
Autor
Melwin Schneider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
8
Katalognummer
V415640
ISBN (eBook)
9783668653702
Sprache
Deutsch
Schlagworte
literatur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melwin Schneider (Autor:in), 2017, Was ist und was darf Literatur?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/415640
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  8  Seiten
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