Frankreich, Deutschland und Großbritannien im Vergleich. Die Festlegung und Umsetzung von Umweltzielen am Beispiel des Stickstoffdioxids


Hausarbeit, 2018
31 Seiten, Note: 2.0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Kapitel I
Auswahl des zu erklärenden Phänomens
Auswahl der Erklärungsfaktoren
Zusammenfassung
Kausalanalytische Fragestellung

Kapitel II
Auswahl des Vergleichsdesigns
Auswahl der Fälle
Indikatoren des Vergleichs

Kapitel III
Die Fälle
EU-Recht

Deutschland - Das Explanans

Frankreich - Das Explanans

Das Vereinigte Königreich - Das Explanans

Illustratorische Zusammenfassung

Deskriptive Darstellung der Daten

Deutschland - Das Explanandum

Frankreich - Das Explanandum

Das Vereinigte Königreich - Das Explanandum

Kapitel IV

Komparative Analyse

Fazit

Quellen- und Literaturverzeichnis

Literaturquellen

Internetquellen

Quellen für die Datensätze aus Kapitel III

Einleitung

Die Erde und vor allem die Menschen haben zunehmend mit den Problemen und unmittelbaren Folgen des Klimawandels zu kämpfen. Regenwälder werden abgeholzt, um neue Anbauflächen zu schaffen. Die im Anschluss an die Regenwaldrodung angelegten Plantagen werden meist von westlichen Investoren betrieben. Nicht selten wird dort in Monokulturen angepflanzt, um den Welthunger zu decken. Um Profit zu generieren, wird verstärkt auf den Anbau von Ölpalmen gesetzt, wobei sich die Verarbeitung von Palmöl in der Lebensmittelindustrie nahezu vollständig etabliert hat. Dieses wird verwendet, um Produkte für den täglichen Bedarf zu erzeugen.

Als weitere unmittelbare Folge des Klimawandels wäre zu erwähnen, dass die Meeresspiegel deutlich ansteigen und dadurch einige Gebiete der Erde in der Zukunft unter Wasser verschwinden könnten. Starke Wetterextrema erzwingen einigen Orts sogar einen demographischen Wandel. Die Menschen sind gezwungen ihr Lebensumfeld zu wechseln, da die Erzeugung von Nahrungsmitteln durch starke Hitze- beziehungsweise Kälteperioden gehindert wird.

Die Erde ist durch ihre Atmosphäre von dem Weltraum isoliert. Dieser Umstand wird als Treibhaus bezeichnet. Der Treibhauseffekt, der durch die maßlose Verbrennung von fossilen Brennstoffen generiert und stark vorangetrieben wird, ist ein großes Problem vor dem Hintergrund des Klimawandels. Die Menschen verursachen nicht nur die starke Beschleunigung des Klimawandels, sondern einige von ihnen erkennen den Klimawandel und dessen Folgen nicht an.

Der Anstieg des Meeresspiegels und die Wetterextrema nehmen nicht in jedem Leben eines Menschen auf dieser Erde Einfluss. So könnten Menschen - die nicht unmittelbar durch die Folgen des Klimawandels leiden - das Problem einfach wegdenken. Nun besteht Klimawandel im Konsens nicht nur aus Treibhausgasen und dem Anstieg der Meeresspiegel. Es existieren weitaus mehr Faktoren, die den Klimawandel vorantreiben und der Umwelt heute, sowie nachhaltig einen irreparablen Schaden hinzufügen.

Ein weiterer Verursacher des Klimawandels ist die Luftverschmutzung durch Abgase. Bei Verbrennungsprozessen werden große Mengen Kohlenstoffdioxid und weitere Gase, welche für die Umwelt giftig sind, freigesetzt. Insbesondere toxisch gestalten sich die Stickstoffoxide, die in den Abgasen enthalten sind. Nennenswert anstößig ist das Verhalten der Europäischen Union in Fragen von Luftverschmutzungen. Sie erlauben den Handel mit sogenannten CO2 -Zertifikaten1, welche von Emissionsverursachern erworben werden können und somit den CO2 -Ausstoß vollständig legitimieren. Zwar handelt es sich bei CO2 lediglich um Kohlenstoffdioxid und um kein Stickstoffoxid, jedoch regt dieses Verhalten bezüglich der Legitimierbarkeit von Umweltverschmutzungen durch das Kaufen von Zertifikaten, stark zum Nachdenken an.

Diese Hausarbeit möchte deshalb auf die Luftverschmutzung durch Stickstoffoxide2 eingehen. Stickstoffoxide sind chemisch als NO-Verbindungen zu bezeichnen und entstehen zum Beispiel bei der Verbrennung von Kraftstoff als Abfallprodukt. In dieser Hausarbeit wird ausschließlich auf die NO-Verbindung Stickstoffdioxid (NO2) eingegangen. Es gibt einen regelrechten Diskurs darüber, welche Mengen an Stickstoffdioxid für den Menschen tödlich sein können. Fakt ist jedoch, dass man sich mit dem Thema auseinandersetzen und versuchen muss, den Stickstoffdioxidausstoß weitestgehend zu unterbinden.

Die EU schreibt ihren Mitgliedsstaaten die maximal zulässige Stickstoffdioxidkonzentration vor. Als Gegenstand dieser wissenschaftlichen Ausarbeitung werde ich drei dieser Nationen innerhalb der Europäischen Union, bezüglich ihres Stickstoffdioxid-Grenzwertes in der Festlegung miteinander vergleichen und feststellen, ob die tatsächlichen Stickstoffdioxidausstöße innerhalb der zulässigen Grenzwerte liegen.

Die zum Vergleich herangezogenen Staaten bilden Frankreich, Deutschland und Großbritannien ab. Das Erkenntnisinteresse liegt darin, herauszufinden wie stark die Festlegung und Einhaltung der Stickstoffdioxidgrenzwerte unter den genannten Nationen variiert. Die hier zugrundeliegende, zum Vergleich herangezogene Methodik, unterliegt der von John Stuart Mill 1843 erstmals formulierten Differenzmethode.

Kapitel I

Auswahl des zu erkl ä renden Ph ä nomens

Wie bereits in der Einleitung deutlich geworden ist, beschäftigt sich diese Hausarbeit mit der Frage nach Stickstoffoxid-Belastungen, insbesondere mit der Belastung durch den in der Umwelt oxidierten Stickstoffdioxid NO2.

Die Auswahl des zu erklärenden Phänomens, welches die tatsächliche Stickstoffdioxid-Belastung in der Luft darstellt, ist wie folgt zu begründen. Es gibt viele Möglichkeiten die Luftqualität zu untersuchen. Der Forschende hat dabei Zugriff auf eine breite Auswahl an Aggregatdaten, die für die Forschung herangezogen werden können. Dabei muss erst festgelegt werden, auf welche zu untersuchende Variable sich die Auswahl der Aggregatdaten beziehen soll. Um die Luftqualität oder Umweltbelastungen in der Luft festzustellen, kann man die Kohlenstoffdioxid- Konzentration messen. Durchaus kann eine Untersuchung der Feinstaubbelastung hilfreich sein, welche bei PM2.53 festgelegt sein könnte. Es können auch Feinstaubbelastungen untersucht werden, die im PM10 Bereich festgelegt sind und somit etwas größere Partikel enthalten, als die vorher genannten Feinstaubkonzentrationen im 2,5 Mikrometer Bereich.

Die Auswahl, die Stickstoffdioxid-Belastungen zu untersuchen, wurde vor dem Hintergrund der Gefährlichkeit dieses Gases getroffen. NO2 ist ein giftiges Reizgas und schädigt den Menschen sowie der Umwelt sehr. Stickstoffdioxid kann Pflanzen schädigen und trägt zur Überdüngung und Versauerung von Böden bei.4 Bei dem Menschen kann das giftige Gas die Atemwege reizen und über die Lungenbläschen große Schäden anrichten. Es konnten Zusammenhänge zwischen der zeitnahen Belastung mit NO2 und der Zunahme der Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sowie der Sterblichkeit in der Bevölkerung beobachtet werden.5

Für die Umwelt stellt dies ebenso ein großes Problem da. Wie bereits genannt, leiden Pflanzen und Lebensräume sehr darunter. Die Überdüngung von Böden kann in vielerlei Hinsicht diverse Lebensräume von verschiedenen Tierarten vernichten und somit dazu beitragen, dass Arten nachhaltig möglicherweise nicht mehr existieren.

Auswahl der Erkl ä rungsfaktoren

Die Erklärungsfaktoren, die dabei herangezogen werden können, sind erst einmal theoretischer Natur. So muss sich der Forschende fragen, woher die Festlegung der Grenzwerte rührt. Im öffentlichen Diskurs über Umweltprobleme ist die Belastung der Luft durch Stickstoffdioxid durchaus ein etabliertes Thema. Doch wie sieht die Politik der zu untersuchenden Nationen dieses Problem? Wie ist der rechtliche Rahmen bezüglich der Grenzwerte gestaltet? Hier wäre es durchaus von essentieller Bedeutung, - vor dem Hintergrund der zu untersuchenden Staaten als Mitgliedsstaaten der Europäischen Union - die umweltpolitische Normsetzung innerhalb der zu untersuchenden Nation und andererseits die politisch-administrativen Strukturen der Umweltpolitik als unabhängige Variablen zu untersuchen.

Der Fakt, dass die Länder, die in dieser wissenschaftlichen Ausarbeitung als Fälle untersucht werden, allesamt Mitglieder der Europäischen Union darstellen, lässt einen Bezugsrahmen modellieren. Durch diesen Umstand wird die Frage nach der Umsetzung von EU-Recht in nationales Recht nicht ausbleiben. Ebenso interessant gestaltet sich der Umstand, dass die zu untersuchenden Länder eine ähnliche geographische Lage aufweisen. Somit bilden die Umweltbedingungen der jeweiligen Länder einen ähnlichen Kontext ab. Es muss untersucht werden, welche Voraussetzungen die Nationen an die Luftqualität stellen. Grenzwerte werden zu einer hohen Wahrscheinlichkeit in allen drei Fällen definiert sein. Seitens der EU sieht die Grenzwertbildung vermutlich identisch aus, jedoch muss man sich fragen, wie die Grenzwertsetzung auf nationaler Ebene aussieht. Die Einbindung in die Europäische Union bildet jeweils eine Hintergrundvariable ab, im Bezug auf die in dieser Forschung zu verwendende Differenzmethode nach John Stuart Mill.

Zusammenfassung

Um die vorangegangenen Überlegungen in eine präzise Fragestellung umzuwandeln, müssen die Kernaussagen selektiert werden. Der zu untersuchende Rahmen ist durch die Fälle klar definiert. Deutschland, Frankreich und Großbritannien werden unter der Berücksichtigung der vergleichenden Differenz-Methode untersucht. Diese Falldefinition lässt einige Hintergrundvariablen entstehen, da alle Nationen Mitgliedsstaaten der EU sind.6 Die unabhängigen Variablen werden durch die Untersuchung von Normsetzungen seitens der Staaten gebildet. Die politisch- administrativen Strukturen der Umweltpolitik spielen dabei auch eine Rolle. Ebenso wichtig ist die Grenzwertbestimmung durch die Europäische Union.

Die unabhängigen Variablen werden durch die tatsächliche Umsetzung gebildet. Es wird untersucht, ob vorliegendes EU-Recht in nationale Gesetze umgewandelt wird. Ebenso wird zwischen bindendem Recht und einer möglichen Umsetzung differenziert. Das Feld der unabhängigen Variablen wird durch die Auswertung von Aggregatdaten zur Stickstoffdioxidbelastung ergänzt. Es können somit Verstöße gegen eventuell geltendes Recht extrahiert und in die Untersuchungsergebnisse eingebaut werden.

Kausalanalytische Fragestellung

Um die Zusammenfassung weiter zu konkretisieren muss eine kausalanalytische Fragestellung formuliert werden. Eine - vor dem Hintergrund der letzten Überlegungen vertretbare Fragestellung - könnte wie folgt lauten.

Wie nehmen EU-Richtlinien bezüglich der Stickstoffdioxid-Grenzwerte, Einfluss auf geltendes Recht ihrer Mitgliedsstaaten und wie wirkt sich diese Umsetzung von EURecht in nationales Recht auf die Einhaltung von diesen Grenzwerten aus?

Kapitel II

Auswahl des Vergleichsdesigns

Bevor auf die Auswahl der zum Vergleich herangezogenen Aggregatdaten eingegangen wird, ist es von essentieller Bedeutung das Vergleichsdesign konkret zu benennen. Mit einem Vergleichsdesign soll eine kontrollierte Versuchsanordnung geschaffen werden.7 Dies ist wichtig, da das Feld der vergleichenden Politikwissenschaft mit Daten arbeitet, die auf der Grundlage empirischer Sozialforschung erhoben und mithilfe von statistischen Methoden verarbeitet werden. Das Ergebnis wird als Datensatz für die vergleichende Forschung verwendet.

Ein passendes Vergleichsdesign zu finden ist nicht immer einfach. Es gibt verschiedene Herangehensweisen und nicht immer lassen sich in der Forschung Reinformen von bereits bekannten Versuchsdesigns anwenden. Mithilfe von Designs zur Forschung wird der theoretische Rahmen einer Forschung eingegrenzt. Es wird festgelegt, welche Fälle zur vergleichenden Forschung herangezogen werden. Die Wahl des Forschungsdesigns ist entscheidend für die Aussagekraft der Untersuchungsergebnisse.

Die Wahl des Vergleichsdesigns fiel auf die Differenzmethode, welche durch den Philosophen und Ökonomen John Stuart Mill8 entscheidend geprägt wurde. Diese Methode untersucht Fälle, welche Abhängige Variablen aufweisen, die in einem ähnlichen Kontext variieren.9 Gesucht wird die Ursache für die Differenz, wobei zwischen unabhängigen Variablen und Kontextbedingungen unterschieden wird.10

Genau genommen ist das Forschungsdesign der Differenzmethode das sogenannte „Most Similar Cases Design“, kurz „MSCD“.11 Das MSCD untersucht den Einfluss von „x“ auf „y“. „x“ ist in diesem Kontext, die unabhängige, zur Erklärung herangezogene Variable. „y“ ist die abhängige, zu erklärende Variable, welche in fachwissenschaftlicher Literatur als sogenannter „Output“ oder „Outcome“ definiert ist.12 Eine dritte Form von Variablen bilden die Hintergrundvariablen.

Um die theoretischen Ansätze des Vergleichsdesigns zu konkretisieren, bedarf es einer Übertragung - der eben genannten Definitionen - in die in diesem Vergleich verwendeten Variablen. Die unabhängige Variable wird durch die umweltpolitische Normsetzung und andererseits durch die politisch-administrativen Strukturen der Umweltpolitik in der zu untersuchenden Nation gebildet. Die abhängige Variable wird durch die konkrete Umsetzung der Umweltziele gebildet. In dieser Beziehung steht die Untersuchung von Grenzwert-Einhaltung oder -Überschreitungen bezüglich des Stickstoffdioxids.13 Die Hintergrundvariablen sind die Rahmenbedingungen der Länder, die untersucht werden. Die Fälle, die zum Vergleich herangezogen werden bilden die Länder ab.14

Auswahl der F ä lle

Wie bereits erwähnt, ist die Fallauswahl für die kontrollierte Versuchsanordnung des MSCD von Importanz. Die Länder Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich bilden in dieser Forschung die Fälle ab. Die Auswahl der Fälle begründet sich - bezogen auf das hier verwendete Vergleichsdesign - durch einen ähnlichen Kontext. Als vorausgesetzt gilt der Fakt, dass alle drei Länder Teil der Saatengemeinschaft der Europäischen Union sind. Als weitere Ähnlichkeit ist zu sagen, dass zwei der drei Länder, Gründerstaaten der Europäischen Union sind. Das vereinigte Königreich fand seinen Weg im Jahre 2004 in die Staatengemeinschaft. Die Länder sind aus geographischer Perspektive sehr ähnlich. Dadurch liegt nahe, dass die klimatischen Bedingungen sowie andere Faktoren analog sind. Die Mandatsverteilung im Europäischen Parlament ist ähnlich.15

Um die - für die Forschung - nicht relevante Aufzählung von spezifischen Ähnlichkeiten der Fälle zu vermeiden, wären nur hauptsächliche Argumente zu erwähnen. Unter die wichtigen Aspekte fallen Normen und Werte der Bevölkerung, der Grad der Demokratisierung, die geographische Lage16 und wie eben erwähnt, die Einbindung in einen ähnlichen rechtlichen Kontext, welcher durch die Partizipation an der Staatengemeinschaft der Europäischen Union impliziert wird.17

[...]


1 CO2 -Zertifikate werden von verschiedenen Anbietern offeriert. Mit den Einnahmen der verkauften Zertifikate werden Kompensationsprojekte finanziert. Dabei steht es den Anbietern jedoch frei, wie diese die Kompensation der CO2 -Emissionen gestalten. Die Preise für die CO2 -Zertifikate sind an die Börse gekoppelt. Seit der letzten Wirtschaftskriese sind die Preise sehr niedrig, sodass dies die Umweltverschmutzung weiter vorantreibt. Unter diesem Link ist zur Veranschaulichung ein deutsches Unternehmen mit Sitz in München aufgeführt, über welches man CO2 -Zertifikate erwerben kann. - https://www.die-klimamanufaktur.de/ Eine weitere Möglichkeit Zertifikate zu erwerben, ist diese unabhängig von Kompensationsprojekten zu kaufen. Dies verhindert das andere Unternehmen die CO2 -Zertifikate erwerben können und somit die Umwelt damit verschmutzen dürfen. Der Preis steigt, je weniger Papiere auf dem freien Markt verfügbar sind und machen das Verbrennen von Fossilen Brennstoffen ab einem bestimmten Preisanstieg nicht mehr Rentabel. Mehr zum Thema Treibhausgasemissionen und Emissionshandel findet sich in folgender fachwissenschaftlichen Literatur: Brandt, Hubertus: Klima- und Strukturwandel, Chancen und Risiken der deutschen Industrie, Kapitel 5.1 Risikofaktor Treibhausgasemissionen, Köln 2011, S.27 ff.

2 Eine Fachwissenschaftliche Definition von Stickstoffoxid liefert das Umweltbundesamt: „Stickstoffoxide (NOx) können als Stickstoffdioxid (NO2) oder Stickstoffmonoxid (NO) auftreten. Überwiegend wird Stickstoffmonoxid (NO) emittiert. NO tritt aber großräumig nicht in Erscheinung, da dieses Gas relativ schnell von Luftsauerstoff (O2) und Ozon (O3) zu NO2 oxidiert wird.“ Umweltbundesamt, Stickstoffoxid- Belastung, Dessau-Roßlau, 2017 - https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/stickstoffdioxid- belastung#textpart-5

3 PM2.5 bezeichnet den Durchmesser des zu untersuchenden Feinstaubs. Die genaue fachwissenschaftliche Definition aus welchen Zusammensetzungen der Feinstaub PM2.5 besteht liefert das Umweltbundesamt: „Die als Feinstaub (PM2,5) bezeichnete Staubfraktion enthält 50% der Teilchen mit einem Durchmesser von 2,5 μm, einen höheren Anteil kleinerer Teilchen und einen niedrigeren Anteil größerer Teilchen. PM2,5 ist eine Teilmenge von PM10 - Partikel dieser Größe können bis in die Lungenbläschen gelangen. Sie sind maximal so groß wie Bakterien und können daher mit freiem Auge nicht gesehen werden.“ Umweltbundesamt, Feinstaub (PM2.5), Wien, 2017 http://www.umweltbundesamt.at/pm25/

4 Merkur.de, Stickstoffoxide: Warum sind sie so gefährlich?, München, 2016 https://www.merkur.de/leben/gesundheit/stickstoffoxide-nox-herkommen-warum-gefaehrlich-sind-zr- 5552777.html

5 Umweltbundesamt, Stickstoffoxid-Belastung, Gesundheitliche Wirkungen, Dessau-Roßlau, 2017 - https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/stickstoffdioxid-belastung#textpart-5

6 Die Entwicklungen der letzten Monate und Jahre bezüglich des Austritts Großbritanniens aus dem Verbund der Europäischen Union möchte ich an dieser Stelle bewusst ausblenden. Dem Austritt wurde per Referendum zugestimmt. Das Referendum über den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union, auch als „EU-Referendum“ oder „Brexit-Referendum“ bezeichnet, fand am 23. Juni 2016 statt. Anschließend erfolgten Austrittsverhandlungen. Der eigentliche Austritt wird jedoch Sukzessive erfolgen. Der Austritt aus der EU hat für die wissenschaftliche Ausarbeitung keine tragende Rolle. In der Zukunft könnten sich lediglich Grenzwertbestimmungen ändern, da die Europäische Union keinen Einfluss mehr auf die Grenzwertfestlegung des Vereinigten Königreichs hat.

7 Als kontrollierte Versuchsanordnung wird in diesem Sinne die Vorgehensweise der Forschung definiert. Bei einer kontrollierten Versuchsanordnung werden Fälle festgelegt und als Ergebnis dessen, kann eine Kausalbeziehung ermittelt werden. Man kontrolliert also nicht die Variablen selbst durch Beeinflussung, sondern die Versuchsanordnung durch die Fallauswahl. Anders als in einer experimentellen Versuchsanordnung, welche „a priori“, alle Faktoren des Experiments anpassen und verändern kann, handelt es sich bei der vergleichenden Methode der Politikwissenschaft um eine Herangehensweise „a posteriori“. Man sucht Fälle aus der Vergangenheit, die entsprechende Rahmenbedingungen und Variablen aufweisen, welche man untersuchen will. Lauth, H.-J., Pickel, G. & Pickel, S.: Methoden der vergleichenden Politikwissenschaft, Eine Einführung, Kapitel 3.3 Kontrollierte Versuchsanordnungen, Springer VS: Wiesbaden 2015, S.60ff. Berekoven, Ludwig; Eckert, Werner; Ellenrieder, Peter: Marktforschung: Methodische Grundlagen und praktische Anwendung, Kapitel 1.2.1.3 Das Experiment, Springer VS science+business media: Wiesbaden 2013, S.56 ff.

8 Weitere Informationen zu der Person Mills sowie zu seinen formulierten Forschungsmethoden sind unter folgender Quelle zu finden. Eisler, Rudolf: Philosophen-Lexikon, Berlin 1912, S. 472-475 http://www.zeno.org/nid/2000182872X

9 Lauth, H.-J., Pickel, G. & Pickel, S.: Methoden der vergleichenden Politikwissenschaft, Eine Einführung, Kapitel 3.3 Kontrollierte Versuchsanordnungen, Springer VS: Wiesbaden 2015, S.62

10 Ebd., S. 62

11 Ebd., S. 61ff.

12 Ebd., S. 70 Output und Outcome sind in ihrer Bedeutung international übereinstimmend definiert. Definiert wird Output/Outcome als die Leistung der Organisation als unmittelbares Ergebnis der Prozesse. Weitere Informationen zu der Definition von Output/Outcome und ihrem Kontext ist unter folgender Quelle nachzulesen. Prof. Dr. Krems, Burkhardt, Input - Output - Outcome - Zusatzinformationen, Köln 2011 - http://www.olev.de/o/outcome.htm

13 Vgl. S.5-7, Kapitel I, Auswahl des zu erklärenden Phänomens 9

14 Vgl. S.3-5, Einleitung

15 Die Mandatsverteilung sieht wie folgt aus: Deutschland 99, Frankreich 78, Vereinigtes Königreich 78. Aus: Dettke, Stefan: Voranschreitende Demokratisierung der Europäischen Union, Frankfurt am Main 2010, S.152ff. Die Mandatsverteilung der Europäischen Union wird durch Artikel 190 Absatz 2 des EGV geregelt. Aus: https://dejure.org/gesetze/EG/190.html

16 Die Nähe der zu untersuchenden Länder ist insoweit von Bedeutsamkeit, als das alle in einem ähnlichen Habitat funktionieren. Damit ist beispielsweise die Luft gemeint, die bekanntlich nicht zwischen Staaten unterscheidet. Ebenso verhält sich dies mit allen anderen Umweltfaktoren.

17 Die Herausstellung der hier genannten Ähnlichkeiten im Kontext, wurden unter anderem mit Hilfe folgender Daten ermöglicht: Deutschland - https://www.laenderdaten.info/Europa/Deutschland/index.php Frankreich - https://www.laenderdaten.info/Europa/Frankreich/index.php Vereinigtes Königreich - https://www.laenderdaten.info/Europa/Vereinigtes-Koenigreich/index.php

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Frankreich, Deutschland und Großbritannien im Vergleich. Die Festlegung und Umsetzung von Umweltzielen am Beispiel des Stickstoffdioxids
Hochschule
Universität Bielefeld
Veranstaltung
Einführung in die vergleichende Politikwissenschaft am Beispiel Umweltpolitik
Note
2.0
Autor
Jahr
2018
Seiten
31
Katalognummer
V415754
ISBN (eBook)
9783668658653
ISBN (Buch)
9783668658660
Dateigröße
965 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Umweltpolitik, Politikwissenschaft, Stickstoffdioxid, Stickstoffoxide, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Dieselgate, Vergleichende Politikwissenschaft, John Stuart Mill
Arbeit zitieren
Leon Kremer (Autor), 2018, Frankreich, Deutschland und Großbritannien im Vergleich. Die Festlegung und Umsetzung von Umweltzielen am Beispiel des Stickstoffdioxids, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/415754

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