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Was ist Wissenschaft? Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten

Titre: Was ist Wissenschaft? Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten

Dossier / Travail , 2018 , 18 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Sarah Anouk Lehmann (Auteur)

Gestion d'entreprise - Divers
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„Wer's nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er's klar sagen kann.“ Karl Popper (1902-1994)
In nahezu allen alltäglichen Lebensbereichen und -situationen wird häufig auf wissenschaftliche Erkenntnisse zurückgegriffen. Dabei wird der Begriff Wissenschaft oft in einem inflationären, verallgemeinernden Sprachgebrauch verwendet, der dem Wesen der Wissenschaft nicht gerecht wird. In den Medien werden häufig Beweisführungen und Behauptungen mit pseudowissenschaftlichen Formulierungen belegt. Aussagen wie „es ist längst wissenschaftlich bewiesen“ werden als faktische Begründungen angeboten, ohne dass relevante Hintergründe und Zusammenhänge in verlässlicher Weise vermittelt werden. So wird Berichten und Meinungen ein oft zweifelhafter wissenschaftlicher Anstrich verliehen mit der Gefahr, dass der Stellenwert wissenschaftlicher Erkenntnisse und Aussagen im Empfinden der Leser als erheblich abgenutzt und abgewertet registriert wird.
Die Kehrseite dieses Dilemmas ist, dass wissenschaftliche Erkenntnisse und Errungenschaften von den Expertinnen und Experten leider häufig in sprachlichen Sphären abgehandelt werden, welche die praktische Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit für den „Konsumenten“ höchst unverdaulich oder gar unmöglich machen. Ganz im Sinne eines Zitats von dem ehemaligen kanadischen Premierminister Pierre Elliot Trudeau (1919-2000): „Nicht wenige Experten sehen ihre Daseinsberechtigung darin, einen relativ einfachen Sachverhalt unendlich zu komplizieren.“ Erschwerend kommt hinzu, dass „Wissenschaftsstreit“ die Aufnahme und die Verständlichkeit von Informationen erheblich kompliziert. Das Gebot der Verständlichkeit der Wissenschaft wurde auch von Karl Jaspers (1883-1969) formuliert. Für ihn war es ein Anliegen, seine Reden und Aufsätze möglichst offen und für alle Interessierten zugänglich zu gestalten.
Im Blick auf diese beiden Extreme möchte ich mit meiner Arbeit ganz im Sinn des Eingangszitats von Karl Popper mit einem strukturierten, ausgewogenen Überblick zu wesentlichen Aspekten und Wissenschaftsbegriffen zu einer differenzierten und verständlichen Betrachtung des Begriffs Wissenschaft beitragen.
Ich zeige ausgewählte Quellen, erläutere das Wesen der Wissenschaft, behandle wesentliche Aspekte zur Systematik, gehe auf Denkschulen und den Wissenschaftsstreit ein und schließe mit einem persönlichen Fazit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung: Umgang mit dem Begriff Wissenschaft

2. Quellen der Wissenschaft

2.1. Ausgewählte Quellen der Wissenschaft vor dem 20. Jahrhundert

2.2. Ausgewählte Quellen der Wissenschaft im 20. Jahrhundert

3. Das Wesen der Wissenschaft

3.1. Wissenschaftsdisziplinen

3.2. Begriffsdefinitionen

3.2.1. Quellen für Begriffsdefinitionen

3.2.2. Fazit zu Begriffsdefinitionen

3.3. Wertfreiheit

3.3.1. Begriffsdefinition

3.3.2. Beispiel

3.3.3. Fazit

3.4. Fazit zu dem Wesen der Wissenschaft

4. Systematik der Wissenschaft

4.1. Quantitative und qualitative Forschung

4.2. Deduktion, Induktion, Abduktion

4.3. Falsifikation

4.4. Paradigmen

4.4.1. Begriffsdefinition

4.4.2. Anwendung von Paradigmen

4.4.3. Fazit zu Paradigmen

5. Denkschulen

5.1. Begriffsdefinition

5.2. Beispiele für Denkschulen

5.2.1. Freiburger Schule

5.2.2. Frankfurter Schule

5.3. Fazit zu Denkschulen

6. Wissenschaftsstreit

6.1. Was ist Glyphosat und Gegenstand des Streits

6.2. Streitpositionen im Glyphosatstreit

6.3. Fazit zum Wissenschaftsstreit

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, zu einer differenzierten und verständlichen Betrachtung des Begriffs Wissenschaft beizutragen. Dabei wird untersucht, wie durch einen strukturierten, ausgewogenen Überblick unzulässige Vereinfachungen vermieden und gleichzeitig die Komplexität wissenschaftlicher Disziplinen und Methoden reflektiert werden kann.

  • Grundlagen und historische Quellen der Wissenschaft.
  • Definition des Wesens der Wissenschaft und der Bedeutung von Wertfreiheit.
  • Methodische Systematik: Quantitative und qualitative Forschung sowie logische Schlussfolgerungen.
  • Rolle von Paradigmen und Denkschulen in der wissenschaftlichen Entwicklung.
  • Analyse des Wissenschaftsstreits am Beispiel der Glyphosat-Debatte.

Auszug aus dem Buch

1. Problemstellung: Umgang mit dem Begriff Wissenschaft

„Wer's nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er's klar sagen kann.“1 Karl Popper (1902-1994)

In nahezu allen alltäglichen Lebensbereichen und -situationen wird häufig auf wissenschaftliche Erkenntnisse zurückgegriffen. Dabei wird der Begriff Wissenschaft oft in einem inflationären, verallgemeinernden Sprachgebrauch verwendet, der dem Wesen der Wissenschaft nicht gerecht wird. In den Medien werden häufig Beweisführungen und Behauptungen mit pseudowissenschaftlichen Formulierungen belegt. Aussagen wie „es ist längst wissenschaftlich bewiesen“ werden als faktische Begründungen angeboten, ohne dass relevante Hintergründe und Zusammenhänge in verlässlicher Weise vermittelt werden. So wird Berichten und Meinungen ein oft zweifelhafter wissenschaftlicher Anstrich verliehen mit der Gefahr, dass der Stellenwert wissenschaftlicher Erkenntnisse und Aussagen im Empfinden der Leser als erheblich abgenutzt und abgewertet registriert wird.

Die Kehrseite dieses Dilemmas ist, dass wissenschaftliche Erkenntnisse und Errungenschaften von den Expertinnen und Experten leider häufig in sprachlichen Sphären abgehandelt werden, welche die praktische Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit für den „Konsumenten“ höchst unverdaulich oder gar unmöglich machen. Ganz im Sinne eines Zitats von dem ehemaligen kanadischen Premierminister Pierre Elliot Trudeau (1919-2000): „Nicht wenige Experten sehen ihre Daseinsberechtigung darin, einen relativ einfachen Sachverhalt unendlich zu komplizieren.“2 Erschwerend kommt hinzu, dass „Wissenschaftsstreit“ die Aufnahme und die Verständlichkeit von Informationen erheblich kompliziert. Das Gebot der Verständlichkeit der Wissenschaft wurde auch von Karl Jaspers (1883-1969) formuliert. Für ihn war es ein Anliegen, seine Reden und Aufsätze möglichst offen und für alle Interessierten zugänglich zu gestalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Umgang mit dem Begriff Wissenschaft: Die Einleitung thematisiert den inflationären und oft missverständlichen Sprachgebrauch des Wissenschaftsbegriffs in Medien und Alltag sowie die Notwendigkeit einer verständlicheren Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse.

2. Quellen der Wissenschaft: In diesem Kapitel werden bedeutende Philosophen und Denker von der Antike bis zum 20. Jahrhundert vorgestellt, deren Theorien und methodische Ansätze das Verständnis von Wissenschaft grundlegend geprägt haben.

3. Das Wesen der Wissenschaft: Es wird die Vielfalt der Wissenschaftsdisziplinen erläutert und durch die Untersuchung von Begriffsdefinitionen sowie der Anforderung der Wertfreiheit versucht, allgemeingültige definitorische Merkmale herauszuarbeiten.

4. Systematik der Wissenschaft: Dieses Kapitel stellt die notwendigen methodischen Rahmenbedingungen dar, darunter die Unterscheidung zwischen qualitativer und quantitativer Forschung, logische Denkwege wie Deduktion und Induktion sowie das Konzept der Falsifikation und Paradigmen.

5. Denkschulen: Die Bedeutung von Denkschulen als in sich konsistente Theorierahmen wird anhand der Freiburger Schule und der Frankfurter Schule illustriert, die maßgeblich zum wissenschaftlichen Fortschritt beigetragen haben.

6. Wissenschaftsstreit: Anhand des aktuellen Beispiels der Glyphosat-Debatte wird verdeutlicht, wie unterschiedliche methodische Blickwinkel und Interessen zu widersprüchlichen wissenschaftlichen Einschätzungen führen können.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass Wissenschaft kein statisches Gebilde ist, sondern durch einen kontinuierlichen Prozess von Theorien, Methoden und Diskursen stetig weiterentwickelt wird.

Schlüsselwörter

Wissenschaft, Erkenntnistheorie, Wertfreiheit, Methodik, Deduktion, Induktion, Falsifikation, Paradigma, Denkschulen, Frankfurter Schule, Freiburger Schule, Wissenschaftsstreit, Glyphosat, Objektivität, Validität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Wesen und die methodischen Grundlagen der Wissenschaft, um eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Begriff zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themen umfassen historische Quellen, Gütekriterien, Forschungsmethoden, die Bedeutung von Denkschulen und die Analyse von Wissenschaftsstreitigkeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, sowohl unzulässige Vereinfachungen des Wissenschaftsbegriffs als auch eine überzogene, unverständliche Experten-Sprache zu vermeiden und einen ausgewogenen Überblick zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Analyse bestehender Definitionen, Methoden und aktueller Fallbeispiele basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche: historische Wurzeln, Definition von Wissenschaft, wissenschaftliche Systematik, Denkschulen und eine aktuelle Fallstudie zum Wissenschaftsstreit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Wissenschaft, Wertfreiheit, Methodik, Paradigmen, Falsifikation sowie die untersuchten Denkschulen.

Welche Rolle spielt die „Wertfreiheit“ nach Max Weber?

Wertfreiheit bedeutet laut Max Weber die Anforderung an eine wissenschaftliche Aussage, frei von persönlichen Wertungen, Aufforderungen oder Vorschriften zu sein, um ein Höchstmaß an Objektivität zu gewährleisten.

Warum wird der Glyphosatstreit als Beispiel herangezogen?

Der Glyphosatstreit dient als aktuelles Beispiel, um aufzuzeigen, wie je nach Blickwinkel und angewandter Methodik unterschiedliche, teils widersprüchliche wissenschaftliche Ergebnisse entstehen können.

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Résumé des informations

Titre
Was ist Wissenschaft? Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
Université
(International University of Applied Sciences)  (IUBH Internationale Hochschule)
Note
2,0
Auteur
Sarah Anouk Lehmann (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
18
N° de catalogue
V415780
ISBN (ebook)
9783668662278
ISBN (Livre)
9783668662285
Langue
allemand
mots-clé
Deduktion Induktion Wertfreiheit Paradigmen Denkschulen Wissenschaftsstreit Quellen der Wissenschaft Abduktion Quantitative und qualitative Forschung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sarah Anouk Lehmann (Auteur), 2018, Was ist Wissenschaft? Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/415780
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Extrait de  18  pages
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