Eine historisch kritische Auslegung des Winzergleichnisses. Exegese zu Mk 12,1-12


Seminararbeit, 2018

25 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Gliederung

1 Textkritik

2 Übersetzung

3 Situationsanalyse
3.1 Verfasser
3.2 Abfassungszeit
3.3 Abfassungsort
3.4 Adressaten und Anlass für die Abfassung

4 Kontextanalyse
4.1 Abgrenzung
4.2 Makro- und Mikrokontext

5 Sprachliche Analyse
5.1 Wortschatz
5.2 Analyse der Kohäsion
5.3 Stilmerkmale
5.4 Pragmatik

6 Narrative Analyse

7 Begriffs-, Motivanalyse und Intertextualität

8 Synoptischer Vergleich und Redaktionsanalyse
8.1 Veränderungen im Wortschatz
8.2 Stilistische Veränderungen
8.3 Auslassungen, Hinzufügungen und sachliche Änderungen

9 Gattungsanalyse, Sitz im Leben und Traditionsanalyse

10 Zusammenfassung

11 Gliederung Winzergleichnis

12 Bibliografie

Textausgaben und Hilfsmittel

Sekundärliteratur

1 Textkritik

Der textkritische Apparat des NA²⁸ verzeichnet für Mk 12,1-2 insgesamt 13 textkritische Vermerke (acht Variationen, zwei Einfügungen und jeweils eine Umstellung, Auslassung eines Wortes und längere Auslassung). Im folgenden Abschnitt werde ich exemplarisch zwei textkritisch markierte Stellen bearbeiten.

Die Herausgeber geben in V.4b an, dass von einem Teil der Überlieferung, λιθοβόλησαντες zwischen κἀκεινον und ἐκεφαλὶωσαν eingefügt wurde. Diese Variante (1) wird durch die Majuskeln A (Codex Alexandrinus), C (Ephraemi Rescriptus), K, N, Γ, Θ, f ¹³ (sogenannte Ferrar Gruppe) , die Minuskeln und Lektionare 892, 1241, 1424, 2542 (alles ständige Zeugen), so wie den Mehrheitstext, der Peschitta und der Harklensis bezeugt. Damit enthält diese Variante mit den Majuskeln A und C Zeugen aus dem 5 Jhd. und sowohl Textzeugen des byzantinischen Texttyps als auch des Texttyps von Cäsarea.[1] Die Variante (2), für die sich NA²⁸ entschieden hat, wird durch die Majuskelnא(Codex Sinaiticus), B (Codex Vaticanus), D, L, W, Δ, Ψ, f¹, die Minuskeln und Lektionare 28 (ständiger Zeuge), 33, 565, 579, 700 und ebenso durch latt und co bezeugt.

Hier zeigt sich nun bei den äußeren Kriterien ein klarer Qualitätsvorrang für die zweite Variante, daאund B aus dem 4 Jhd. stammen. Zudem wird die Variante neben dem alexandrinischen Texttyp auch durch D und W des westlichen Textes bezeugt. Ebenso enthält sie mitא, B und 33 Handschriften ganz besonderer Qualität der 1. Kategorie.[2]

Die Beurteilung nach den inneren Kriterien zeigt, dass sich das Wort λιθοβολησαντες an keiner anderen Stelle in Mk findet.[3] Ein Blick zu den Synoptikern führt unmittelbar zu den Stellen Mt 21,35; 23,37 und Lk 13,34.[4] Damit finden sich gleich drei Parallelstellen, die als Einfluss auf die erstgenannte Variante gelten können. Betrachtet man das Ergebnis der textkritischen Untersuchung, ergibt sich eine klare Tendenz zu Variante zwei.

In V.6 wird von einem Teil der Überlieferung nach dem Nomen ἀγαπατὸν das Possessivpronomen αυτου angegeben. Bezeugt wird diese Variante (eins) durch P⁴⁵vid, den Majuskeln A, K, N, W, Γ, den Textfamilien , f¹³, den Minuskeln und Lektionaren 28, 33, 579, 1241, 1424, 2542, den Mehrheitstext, den lateinischen Texten aur und b, sowie durch syʰ und sa ms. Die von den Herausgebern bevorzugte Variante (zwei) wird durchא, B, C, D, L, Δ, θ, Ψ, 565, 700, 892, der Vulgata und einen Teil der altlateinischen Überlieferung (lat), sowie durch Syrus Sinaiticus (sys), Peschitta (syp), zwei oder mehrere sahidische Handschriften (samss) und der bohairischen Handschift (bo) bezeugt. Beide Varianten sind somit in vielen und auch sehr alten Handschriften bezeugt. Jedoch zeigt sich, dass für P⁴⁵ an dieser Stelle nicht mit letzter Sicherheit entschieden werden kann, welche Variante es bezeugt (ut videtur). Außerdem ergibt sich bei genauerer Recherche, dass P⁴⁵ schon bei der nächsten textkritischen Stelle (αὐτὸν), welche sich in direkter Nähe befindet, nicht mehr im textkritischen Apparat auftaucht und ab ἒσχατον in den Resultaten der Kollation als Lücke geführt wird.[5] P⁴⁵ scheidet damit für die Wahl der Variante nicht aus, ist aber mit Vorsicht zu gebrauchen. Da nun die zweite Variante dazu durch mehrere Zeugen der Kategorie I und auch aus drei verschiedenen Texttypen bezeugt ist, wird sie, aufgrund der äußeren Kriterien, bevorzugt. Auch unter Berücksichtigung der inneren Kriterien bekommt die zweite Variante den Vorrang. Zum einen können die Argumente lectio difficilior als auch lectio brevior vorgetragen werden. Zum anderen aber wird, wenn der Kontext in Betracht gezogen wird deutlich, dass es sich in V. 6 um den entscheidenden Abschnitt des Gleichnisses handelt, welcher nach dem kurzen Verweilen bei dem Imperfekt εἰχεν mittels des Stilelements der Asyndetischen Parataxe[6], an „Schärfe und Schnelligkeit“[7] zunimmt. Würde also das Possessivpronomen αυτου zwischen ἀγαπατὸν und ἀπέστειλεν stehen, wäre das der wahrscheinlichen Intention des Verfassers zuwider. Somit kann auch unter Berücksichtigung der inneren Kriterien Variante zwei tendenziell bevorzugt werden.

2 Übersetzung

1 Er begann nun[8] zu ihnen in gleichnishafter Rede[9] zu sprechen: Ein Mann pflanzte einen Weinberg an. Er legte ringsherum einen Zaun, grub eine Grube zum Keltern aus und errichtete einen Turm. Dann verpachtete er ihn an Bauern und zog an einen anderen Ort.
2 Er sandte zur rechten Zeit einen Knecht zu den Bauern, damit er von ihnen etwas[10] von den Früchten des Weinberges nehme.
3 Aber, sie fassten ihn, schlugen ihn und sandten ihn mit leeren Händen[11] zurück.
4 Aufs neue sandte er einen anderen Knecht zu ihnen. Diesem schlugen sie auf den Kopf und entehrten ihn.
5 Er sandte einen anderen. Diesen töteten sie. Er sandte viele andere[12], die einen schlugen sie, die anderen töteten sie.
6 Noch hatte er einen geliebten Sohn. Ihn sandte er zuletzt zu ihnen. Er sagte: „vor meinen Sohn werden sie sich scheuen.“
7 Jene Bauern aber sprachen zu sich selbst: „Dieser ist der Erbe. Auf, lasst uns ihn töten, dann wird das Erbe uns gehören!
8 So ergriffen sie ihn, töteten ihn und warfen ihn aus den Weinberg hinaus.
9 Was also wird der Herr des Weinberges tun? Er wird kommen, die Bauern vernichten und den Weinberg anderen geben.
10 Habt ihr etwa nicht diese Schriftstelle gelesen: der Stein, den die Bauleute für unbrauchbar erklärten, dieser ist zum Eckstein geworden?
11 Vom Herrn her ist dies geschehen und es ist wunderbar in unseren Augen.
12 Sie suchten ihn festzunehmen, und fürchteten doch das Volk, denn sie hatten gemerkt, dass er das Gleichnis in Bezug auf sie gesprochen hatte. So ließen sie ab von ihm und gingen weg.

3 Situationsanalyse

3.1 Verfasser

Im Evangelium selbst wird der Verfasser nicht genannt. Die Überschrift des Evangeliums ΚΑΤΑ ΜΑΡΚΟΝ ist als eine spätere Korrektur bzw. Anfügung markiert.[13] Auch der Name Markus gibt keinen besonderen Hinweis.[14] Das altkirchliche Zeugnis zur Verfasserschaft durch Eusebius (260-339 n.Chr.) zitiert Papias von Hierapolis „Erklärungen und Herrenworte“. Dort wird von einem Markus als ἑρμηνευτὴς und Begleiter des Petrus berichtet, der seine Predigten über Jesus mitgeschrieben habe.[15] Als Erklärung dieser Traditionslinie weist Ebner darauf hin, dass „sich Papias auf 1 Petr [V.13] beruft“[16], wo ein Markus als Sohn des Petrus bezeichnet wird. Dieser wird dann oft in Verbindung mit dem im NT öfters genannten Johannes Markus in Verbindung gebracht.[17] Jedoch findet sich in den altkirchlichen Texten keine Verbindung mit eben diesem aus Jerusalem (Apg 12,12; 13,5.13; 15,37.39) oder dem Markus (Phm 24, Kol 4,10, 2 Tim 4,11) im Umkreis von Paulus.[18] Broer[19] betont auch den apologetischen Charakter des Zeugnisses und bezweifelt dessen Glaubwürdigkeit. Summa summarum zeigt sich, dass der Name Markus bereits sehr früh in Verbindung mit dem Markusevangelium gebracht wurde und, dass 1. Petr[20] höchstwahrscheinlich der Ursprung dieser Tradition ist. Über die historische Glaubwürdigkeit ist hier noch nicht entschieden.

Der Blick auf die geographischen Angaben des Evangeliums (vgl. Mk 7,3; 5,1 (Gerasa liegt nicht direkt am See[21] ); Mk 11,1)[22] stellt die Ortskundigkeit des Verfassers in Frage. Auch die Beschreibung der jüdischen Bräuche (vgl. Mk 7,3; 10,12; 14,2) lässt einen palästinensischen Judenchristen als Verfasser eher unwahrscheinlich erscheinen.[23] Doch sehen manche Exegeten in der korrekten Wiedergabe der Aramaismen[24] den Beleg dafür, dass der Verfasser aramäischer Muttersprachler sei. Dementgegen steht jedoch, dass „die Eigenheit der markinischen Sprache […] dem Sprachstil der Volksliteratur und der literarischen Koine [entspreche]“[25]. Somit kann nur gesagt werden, dass der Verfasser höchstwahrscheinlich Heidenchrist war, sowohl griechischer Muttersprachler als auch dem Aramäischen mächtig. Jedoch wurde er höchstwahrscheinlich weder in Palästina geboren noch hatte dort gelebt und war sicher kein Augenzeuge Jesu.

3.2 Abfassungszeit

Um die Abfassungszeit eingrenzen zu können, ist Mk 13 von entscheidender Bedeutung. Mk 13,2 beschreibt die kommende Zerstörung der Bauwerke des Tempelkomplexes. Wichtig ist hier, dass der Verfasser nicht ein Bauwerk (den Tempel), sondern mehrere Bauwerke beschreibt.[26] Das spiegelt nach Schnelle auch die historischen Ereignisse um 70 n.Chr. in Jerusalem wieder. Somit wäre Mk 13,2 als vaticinium ex eventu zu verstehen.[27] Jedoch lege nach Broer genau ein solcher Vergleich mit den Berichten des Josephus und des Dio Cassius nahe, dass es sich eben nicht um ein vaticinium ex eventu handle. Auch habe „Lukas [Lk 21,20] das Motiv von Mk 13,2 erweitert und auf die ganze Stadt Jerusalem bezogen“[28]. Jaros wiederum argumentiert, dass diese Stelle eine, durch die apokalyptische Tradition inspirierte, Voraussage sei und somit vor 70 n.Chr. zu datieren sei.[29]

Auch Mk 13,14 erweist sich in seiner Interpretation als schwierig. Die Datierungen einzelner Exegeten variieren dort um bis zu 30 Jahren![30] Ich schließe mich hier Broer an, der Mk 13,14 als eine vom Verfasser aufgenommene Tradition interpretiert, die „etwa aus der Zeit der Krise um die Aufrichtung der Statue Calligulas im Tempel von Jerusalem [40 n.Chr.]“[31] stammt. Jedoch kann aufgrund von Mk 13,14 nur die ungefähre zeitliche Einordnung der markinischen Vorlage (Mk 13,14-20), nicht des ganzen Evangeliums, vorgenommen werden.

Ein gewichtiges Argument scheint mir aber in der vorgenommenen Unterscheidung zwischen Krieg und Endzeit in Mk 13,24ff. zu liegen, die aufgrund einer Retroperspektive des Verfassers gut zu erklären ist. Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass die Abfassungszeit des Evangeliums um 70 n.Chr., wenn nicht sogar kurz danach datiert werden kann.[32]

3.3 Abfassungsort

Es werden in der Einleitungsliteratur als Abfassungsort eine fülle an Orten genannt. Darunter Antiochia, Syrien[33], Galiläa[34] und die Dekapolis[35].[36] Nichtsdestotrotz scheint mir Rom der plausibelste Ort der Abfassung zu sein. Zum einen sprechen die regelmäßigen Übersetzungen hebräischer und aramäischer Ausdrücke (vgl. z.B. Mk 3,17; 5,41; 7,11.34; 9,43; 14,36; 15,22) wie auch die Erklärungen jüdischer Ritualvorschriften (Mk 7,3f.; 14,12; 15,42) für einen Ort außerhalb Palästinas.[37] Zum anderen spezifiziert sich dieser durch die vielen Latinismen (λεγιών in Mk 5,9.15; πραιτώριον in Mk 15,16; ἐσχάτως ἒχει in Mk 5,43; u.a.), vor allem aber durch den Übertrag der östlichen λεπτὰ δύο in die, fast ausschließlich in der westlichen Reichshälfte im Umlauf gewesenen, κοδράντης (Mk 12,42) auf Italien bzw. auf Rom.[38]

3.4 Adressaten und Anlass für die Abfassung

Aus dem bereits Erwähnten ergeben sich nun weiterführende Vermutungen betreffs der ursprünglichen Adressaten des Verfassers. Die Übersetzung der aramäischen Begriffe deuten auf Heidenchristen hin.[39] Als zweites lässt die Erklärung jüdischer Bräuche eine gewisse Distanz zu, aber auch ein gewisses Interesse an eben diesen vermuten.

Das Gesetz wurde anscheinend nicht mehr als Kult-, sondern als Moralgesetz verstanden (Mk 10,1-12.17-27; 12,28-34) und das Doppelgebot der Liebe erhielt eine zentrale Stellung. Der starke Schwerpunkt sowohl auf der Erzählung der Heidenmission von Jesus selbst (Mk 5.7 u. 8), als auch auf der weltweiten Evangeliumsverkündigung (Mk 13,10; 14,9), lassen heidenchristliche Adressaten vermuten, die selbst Heidenmission betrieben. Daneben schien ein gesteigertes Interesse an der Frage zu liegen, wie die Gemeinschaft zwischen Heiden- und Judenchristen gelebt werden könne. Schnelle schreibt dazu:

„Allerdings setzte sich die markinische Gemeinde nicht nur aus Heidenchristen zusammen, denn die Frage nach reinen und unreinen Speisen (Mk 7) weist auf Judenchristen in der Gemeinde hin. Die Aufnahme der autoritativen Entscheidung Jesu (Mk 7,15) in Mk 7,18ff zeigt die markinische Lösung der Probleme: Er votiert für eine neue, aus der Vollmacht Jesu abgeleitete Praxis des Zusammenlebens von Heiden- und Judenchristen.“[40]

Dazu passt auch die starke Rückbindung an die heiligen Schriften Israels im Evangelium, durch die das Wirken Gottes in und durch Jesus interpretiert wurde.[41] Dennoch beschreibt das Evangelium auch einen Bruch mit dem damaligen pharisäischen Judentum, was vor allem in Mk 7,8 und 13,9 deutlich wird.

Des Weiteren zeigt sich in Mk 13,12f. eine starke Reflexion möglicher Verfolgungssituationen der Jesusnachfolger, die Ebner in Verbindung mit der (lokalen) Christenverfolgung unter Nero 64 n. Chr. bringt.[42] Der Verfasser ruft zur Leidensbereitschaft auf (Mk 8,34-38) und setzt durch die Gliederung seines Werkes das Leiden und die Erhöhung Christi in unmittelbarer Bedingung zueinander. Damit füllt er dann den Begriff der Nachfolge für die lesende Gemeinde und legt „das Bekenntnis zu Jesus und seiner Praxis“[43] als entscheidenden hermeneutischen Schlüssel fest.[44]

4 Kontextanalyse

4.1 Abgrenzung

In Mk 12,1a wird deutlich, dass die hier behandelte Stelle eng an den direkten Vortext anknüpft. So bezieht sich das Prädikat ἤρξατο auf das Subjekt Ἰησους in Mk 11,29a und die „unbestimmte Angabe der Adressaten […] knüpft an 11,27 an“[45]. Mk 12,1a leistet somit die Verbindung zwischen dem Streitgespräch in Mk 11, 28-33 und der Gleichniserzählung ab Mk 12,1b.[46] Gleichzeitig signalisiert der Verfasser aber auch durch die Bedeutung des Prädikats[47], dass hier eine neue Redeform mit gleichbleibenden Handlungsträgern beginnt.

Die Abgrenzung zum Abschnittsende zeigt sich eindeutiger. Mk 12,13 kann als erzählerisches Scharnierstück verstanden werden, in dem die oben genannten Adressaten, nachdem sie Jesus in Mk 12,12 verlassen hatten, neue Streitgesprächspartner zu ihm schicken. Außerdem steht V. 12 auch als Abschluss der Vollmachtsfrage.[48]

4.2 Makro- und Mikrokontext

Das Markusevangelium lässt sich auf den ersten Blick nach dem Prolog in Mk 1,1-13, in drei große geographische Blöcke gliedern: Erstens in Jesu öffentliches Wirken in Galiläa (Mk 1,14-8,26), zweitens in Jesus Weg (Mk 8,27-10,52) und drittens in Jesus in Jerusalem (Mk 11,1-16,8). Die hier behandelte Stelle befindet sich im dritten Abschnitt, der wiederum in drei Abschnitte unterteilt werden kann. Mk 11,1-13,2 beschreibt das vollmächtige Wirken Jesu im Jerusalemer Tempel, Mk 13,3-37 die Rede Jesu über die Endzeit und Mk 14,1-15,47 erzählt die Passion Jesu. Der Verfasser gebe nach Schenke in diesem Abschnitt zudem eine Sieben-Tage-Struktur vor (11,1-11; 11,12-19; 11,20-13,2; 14,1-11;14,12-72; 15,1-42; Am Sabbat ruht der Leichnam Jesu im Grab).[49]

[...]


[1] Vgl. zu den Texttypen: Egger, Wick. Methodenlehre, S. 73.

[2] Vgl. Aland, Text, S.346.

[3] Vgl. Morgenthaler, Statistik, S.117.

[4] Vgl. Schmoller, Handkonkordanz, S.313, Sp. 1.

[5] Vgl. dazu Aland, Text und Textwert, S.326f.

[6] Vgl. dazu Reiser, Syntax, S.147.157.

[7] Reiser, Der Alexanderroman und das Markusevangelium, S. 138.

[8] καί wird am Anfang des Textes nicht als Semitismus, sondern „als Kennzeichen des volkstüml. griech. Erzählstils“ (Siebenthal, Sprachschlüssel, S.211.) auf. Vgl. Reiser, Syntax, S.99f.

[9] Der Plural verwundert, da doch nur ein Gleichnis folgt. Grundmann führt dazu aus: „Wahrscheinlich haben wir es hier mit einem generalisierenden Plural zu tun wie 4,10 und zu übersetzen: in Gleichnisform.“ (Markus, S.321).

[10] Das Indefinitpronomen wird bei ἀπό in einer genitivus partitivus Verbindung hinzugefügt.

[11] κενὸν wird hier als Artangabe zum Akkusativobjekt αὐτὸν aufgefasst.

[12] Abhängig von ἀπέστειλεν in V.5a.

[13] Vgl. Mauerhofer, Einleitung, S.97.

[14] Vgl. Ebner, Einleitung, S.170.

[15] Vgl.Eusebius, Kirchengeschichte III, 39,15.

[16] Ebner, ebd., S.170.

[17] Vgl. zur ntl Personallegende: Jaros, Das Neue Testament und seine Autoren, S.54f.

[18] Vgl.Lührmann, Markusevangelium, S.5.

[19] Vgl.Broer, Einleitung, S.82f.89f.

[20] Der 1. Petr wird als pseudepigraphischer Brief gewertet. Vgl. z.B. Broer, ebd., S.89.

[21] Zwickel, Bibelatlas, S.35, Karte 13, Koordinaten 234.

[22] Vgl. dazu die Ausführung von Conzelmann, Arbeitsbuch, S.255.

[23] Broer, ebd., S.86.

[24] Die Belege und Auswertungen finden sich in: Rüger, Die lexikalischen Aramaismen im Markusevangelium, S.73-84.

[25] Schnelle, Einleitung, S. 242. Vgl. dazu weiterführend vor allem Reiser, Syntax und Stil. Dagegen Pesch: „Der durch καἰ-Reihung ausgezeichnete Text weist durchgehend Semitismen auf.“ (Markusevangelium II, S.221).

[26] Vor allem der Vergleich mit Mk 14,58 (hier wird der Singular verwendet) lässt vermuten, dass Mk 13,2 bereits auf die Ereignisse zurückschaut.

[27] Schnelle. „Eine Eroberung Jerusalems und des Tempels durch die Römer war voraussehbar, nicht aber die vollständige Zerstörung des Tempels!“ (ebd., S. 244.).

[28] Broer, ebd., S.91.

[29] Vgl. Jaros, ebd., S.56.

[30] Eine Datierung um 40 n.Chr. vertreten G. Zuntz, K. Jaros u. T. Jasinski.

[31] Broer, ebd., S. 92.

[32] So Auch P. Pilhofer, I. Broer, R. Pesch, U. Schnelle u.a.

[33] Für Broer sei es kaum denkbar, „dass die Traditionen, die in das Markusevangelium Eingang gefunden haben, allesamt schon um das Jahr 70 auch in Rom gewesen“ wären. (ebd., S.94).

[34] Vgl. dazu vor allem Mk 16,7, dort wird nicht Jerusalem als Zielort, sondern Galiläa genannt.

[35] Der Verfasser verortet dort zum einen die Speisung der 4000 und auch den Beginn der Heidenmission (Mk 5,20), zum anderen lässt er die dortigen Heiden in 7,37 zwei alttestamentliche Bekenntnisse sprechen (Gen 1,13 u. Jes 35,5f.).

[36] Vgl. Schnelle, ebd., S.242.

[37] Vgl. ebd.

[38] Vgl. Ebner, ebd., S.172.

[39] Vgl., ebd., S.174.

[40] Schnelle,ebd., S.245.

[41] Vgl. Frankemölle, Frühjudentum und Urchristentum, S.298; Vgl. Punkt 8 Begriffs-, Motivanalyse und Intertextualität.

[42] Vgl. Ebner, ebd., S.175.

[43] Frankemölle, ebd., S.297.

[44] Vgl. Dormeyer, Gleichnisse, S.260.

[45] Gnilka, Markus, S.142.

[46] Vgl. Weihs, Winzergleichnis, S.10.

[47] Ἄρχω kann verwendet werden, wenn auf die Betonung des Beginns im Gegensatz zur Fortsetzung aufmerksam gemacht werden möchte. Vgl. Bauer, ἄρχω, S.227.

[48] Vgl. Grundmann, ebd., S.319.

[49] Vgl. Schenke, Markusevangelium, S. 255.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Eine historisch kritische Auslegung des Winzergleichnisses. Exegese zu Mk 12,1-12
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Veranstaltung
Proseminar
Note
1,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
25
Katalognummer
V415833
ISBN (eBook)
9783668678910
ISBN (Buch)
9783668678927
Dateigröße
600 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Markus, Markusevangelium, Exegese, historisch, Analyse, Weinberg, Winzer, Prophet, Prophetenaussage, PA, Dtn, Evangelium, Synoptiker, Synopse, kritisch
Arbeit zitieren
Sebastian Rogowsky (Autor), 2018, Eine historisch kritische Auslegung des Winzergleichnisses. Exegese zu Mk 12,1-12, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/415833

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