Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Politische Partizipation für Menschen mit kognitiven Einschränkungen

Konzepte für ambulant begleitete Wohnformen

Title: Politische Partizipation für Menschen mit kognitiven Einschränkungen

Textbook , 2018 , 113 Pages

Autor:in: Katja Zimmermann-Schneider (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Seit den 1980er Jahren vollzog sich im sonderpädagogischen Verständnis von Behinderung ein Paradigmenwechsel. Das ehemals vorherrschende medizinisch-pathologische Modell, das die medizinischen Ursachen der Behinderung analysierte um therapeutische Maßnahmen zu ihrer Behandlung und Vermeidung zu entwickeln, wandelte sich zu einem sozialwissenschaftlichen Verständnis von Behinderung. Der Mensch wird nicht mehr als Behinderter betrachtet, sondern als Mensch mit Behinderung. Dennoch mangelt es auch heutzutage noch an Möglichkeiten der politischen Teilhabe für Menschen mit Behinderung.

Erst die politische Bildung ermöglicht die politische Teilhabe für alle Menschen. Sie soll allen Menschen die Möglichkeit geben, politisch mitgestalten zu können. Hier setzt die Autorin Katja Zimmermann-Schneider in dieser Publikation an. Nach einer geschichtlichen und rechtlichen Analyse der politischen Inklusion legt sie eine Betrachtung der Angebote und Möglichkeiten politischer Bildung für Menschen mit Behinderung zugrunde.

Darauf aufbauend entwickelt sie auf Basis ihrer praktischen Arbeit ein Konzept für gelungene politische Teilhabe für Menschen mit kognitiven Einschränkungen im Kontext der ambulanten Wohnformen. Dabei berücksichtigt die Autorin wichtige Aspekte wie die Eltern- und Angehörigenarbeit, notwendige Fort- und Weiterbildungen und die Öffentlichkeitsarbeit.

Aus dem Inhalt:
- Politische Bildung;
- Menschen mit Behinderung;
- Begleitetes Wohnen;
- Ambulant Begleitetes Wohnen;
- Teilhabe;
- Inklusion

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmungen

2.1 Verständnis von Behinderung

3 Politische Teilhabe von Menschen mit Behinderung

3.1 Geschichtliche Perspektive

3.2 Rechtliche Perspektive

3.3 Philosophisch-ethische Perspektive

3.4 Sozialarbeiterische Perspektive

4 Politische Bildung als Voraussetzung für politische Teilhabe

4.1 Inklusive politische Bildung

4.2 Elemente inklusiver politischer Bildung

5 Zwischenfazit

6 Konzept zur politischen Teilhabe für Menschen mit kognitiven Einschränkungen im Kontext der Ambulant Begleiteten Wohnformen

6.1 Ausgangslage

6.2 Die Wurzeln der Lebenshilfe

6.3 Lebenshilfe der Region Baden-Baden – Bühl – Achern e.V.

7 Das Konzept der politischen Teilhabe in der Praxis

7.1 Eltern- und Angehörigenarbeit

7.2 Öffentlichkeitsarbeit

7.3 Fort- und Weiterbildung

7.4 Politische Bildungsangebote

7.5 Herausforderungen

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, ein konzeptionelles Modell zu entwickeln, das Menschen mit kognitiven Einschränkungen in ambulant begleiteten Wohnformen eine aktivere politische Teilhabe ermöglicht. Dabei wird untersucht, wie politische Bildung, Empowerment und sozialraumorientierte Ansätze in die bestehenden Strukturen der Behindertenhilfe integriert werden können, um Barrieren abzubauen und die Selbstbestimmung zu stärken.

  • Analyse theoretischer Grundlagen zu Behinderung und politischer Teilhabe
  • Bedeutung inklusiver politischer Bildung für Menschen mit Lernschwierigkeiten
  • Umsetzung von Konzepten in der Praxis der Lebenshilfe Baden-Baden – Bühl – Achern e.V.
  • Rolle von Empowerment und Sozialraumorientierung in der Sozialen Arbeit
  • Überwindung von Zugangsbarrieren zu politischer Information und Mitbestimmung

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Kategorischer Imperativ nach Immanuel Kant

Immanuel Kant (1724-1804), einer der bedeutendsten Philosophen der Neuzeit, galt als ein Hauptvertreter der europäischen Aufklärung. Die Menschen sollten zu selbstbestimmten Individuen mit Rechten und Pflichten werden. Mit seiner Philosophie läutete er eine neue Zeit in der Philosophiegeschichte ein.

Er prägte eine Ethik, die moralische Regeln reflektiert, die nicht nur aus dem Glauben resultieren. Kant war gläubiger Christ und wollte seine Moral jedoch auf die reine Vernunft stellen, nicht nur auf christliche Glaubenssätze. Kants Grundgedanken formulierte er im Kategorischen Imperativ: „daß ich auch wollen könne, meine Maxime solle ein allgemeines Gesetz werden.“ Es war eine erste Formulierung des moralischen Willensprinzips. Dieser Leitsatz war eine Neuformulierung der Goldenen Regel des Neuen Testaments: „Und wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch!“ Der Prüfstein für eine moralische Regel ist laut Kant, ob man aus der eigenen Handlung ein allgemeines Gesetz machen kann. Der gute Wille war für Kant entscheidend und er forderte, der Mensch solle so handeln, dass er die Menschheit sowohl in seiner Person als auch in der Person eines jeden anderen jederzeit und zugleich als Zweck, niemals als Mittel brauche. Das bedeutet, dass man die Menschen nicht instrumentalisieren darf und nicht als Mittel zum Zweck benutzen. Kant war der Wegbereiter der modernen Menschenrechte. Er prägte den Würdebegriff und die im Grundgesetz Artikel 1 formulierte Forderung mit. Für ihn hat die Würde keinen Preis und sie ist nicht verhandelbar. Die Würde eines Menschen ist der Wert, der ihm um seinetwillen zukommt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Entstehung des Themas aus einem konkreten politischen Bildungsangebot und beschreibt den Aufbau der Arbeit.

2 Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel betrachtet den Begriff Behinderung aus verschiedenen rechtlichen und wissenschaftlichen Blickwinkeln und definiert kognitive Einschränkungen.

3 Politische Teilhabe von Menschen mit Behinderung: Hier wird die Teilhabesituation aus geschichtlicher, rechtlicher, philosophischer und sozialarbeiterischer Perspektive beleuchtet.

4 Politische Bildung als Voraussetzung für politische Teilhabe: Das Kapitel thematisiert die Notwendigkeit und Methoden inklusiver politischer Bildung, insbesondere für Menschen mit kognitiven Einschränkungen.

5 Zwischenfazit: Dieses Kapitel fasst die bisherigen theoretischen Erkenntnisse zusammen und leitet zum konzeptionellen Teil über.

6 Konzept zur politischen Teilhabe für Menschen mit kognitiven Einschränkungen im Kontext der Ambulant Begleiteten Wohnformen: Es wird die Ausgangslage der Lebenshilfe Baden-Baden – Bühl – Achern e.V. dargestellt und die Zielgruppe beschrieben.

7 Das Konzept der politischen Teilhabe in der Praxis: Dieses Kapitel gibt konkrete Impulse für die Eltern- und Angehörigenarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Fortbildung sowie zur Umsetzung von Bildungsangeboten.

8 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und reflektiert die Herausforderungen für die Praxis der Sozialen Arbeit.

Schlüsselwörter

Politische Teilhabe, Menschen mit kognitiven Einschränkungen, Ambulant Begleitetes Wohnen, Inklusion, Politische Bildung, Empowerment, Sozialraumorientierung, Menschenrechte, UN-BRK, Lebenshilfe, Selbstbestimmung, Partizipation, Leichte Sprache, Mitbestimmung, Behindertenhilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Menschen mit kognitiven Einschränkungen in ambulant begleiteten Wohnformen aktiv an politischen Prozessen teilhaben können und welche konzeptionellen Ansätze dafür in der Sozialen Arbeit notwendig sind.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung politischer Teilhabe, die Bedeutung inklusiver politischer Bildung, die Rolle von Empowerment und Sozialraumorientierung sowie die praktische Umsetzung in den Wohneinrichtungen der Lebenshilfe.

Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?

Das Ziel ist die Entwicklung eines anwendungsorientierten Konzepts, das Barrieren für Menschen mit kognitiven Einschränkungen abbaut und ihre Rolle als gleichberechtigte Bürger und Akteure stärkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Reflexion praktischer Erfahrungen und der Übertragung sozialwissenschaftlicher Fachkonzepte auf die Arbeit mit Menschen mit Behinderung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Auseinandersetzung mit Teilhabe und politischer Bildung sowie einen konzeptionellen Teil, der konkrete Maßnahmen für die Praxis (z.B. Elternarbeit, Netzwerkarbeit, Bildungsangebote) entwirft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Politische Teilhabe, Empowerment, Sozialraumorientierung, Inklusion und Lebenshilfe charakterisiert.

Wie spielt das Konzept der "Leichten Sprache" eine Rolle in dieser Arbeit?

Leichte Sprache wird als ein wesentliches Instrument identifiziert, um den Zugang zu politischen Informationen und Dokumenten für Menschen mit kognitiven Einschränkungen barrierefrei zu gestalten.

Warum wird die Rolle der Eltern- und Angehörigenarbeit so betont?

Die Arbeit zeigt, dass Angehörige einen starken Einfluss auf die Meinungsbildung haben und häufig aufgrund von Schutzinstinkten eine selbstständige politische Positionierung ihrer Kinder unbewusst behindern können.

Excerpt out of 113 pages  - scroll top

Details

Title
Politische Partizipation für Menschen mit kognitiven Einschränkungen
Subtitle
Konzepte für ambulant begleitete Wohnformen
Author
Katja Zimmermann-Schneider (Author)
Publication Year
2018
Pages
113
Catalog Number
V416013
ISBN (eBook)
9783956874215
ISBN (Book)
9783956874253
Language
German
Tags
Politische Bildung Menschen mit Behinderung Konzept Ambulant Begleitetes Wohnen Teilhabe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katja Zimmermann-Schneider (Author), 2018, Politische Partizipation für Menschen mit kognitiven Einschränkungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416013
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  113  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint