Gewesene Leute. Psychosoziale Belastungen durch Arbeitsplatzverlust und Arbeitslosigkeit

Eine Qualitative Inhaltsanalyse von Interviews mit ehemaligen Lehrkräften der DDR


Hausarbeit, 2018

8 Seiten, Note: 1

Maximilian Villert (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Material und Forschungsthema

2 Auswahl eines passenden Textanalyseansatzes

3 Auswertung des Materials

4 Ergebnisse

Literaturverzeichnis

1 Material und Forschungsthema

Die gegenwärtige Arbeit untersucht Belastung durch Arbeitsplatzverlust und Arbeitslosigkeit bei vormaligen (Hochschul-) Lehrern der DDR welche im Zuge der Wiedervereinigung nicht in den Öffentlichen Dienst der Bundesrepublik Deutschland übernommen wurden. Beim auszuwertenden Material handelt es sich um Teile von Interviews die im Anschluss an den Systemwechsel mit betroffenen Lehrer geführt wurden(Mayring, P., König, J., Birk, N., & Hurst, A., 2000). Diese liegen als Transkripte vor.

2 Auswahl eines passenden Textanalyseansatzes

Die sozialwissenschaftliche Methodik kennt eine ganze Reihe von Ansätzen zur Auswertung von nichtnumerische Daten(Flick, 1991, 2009; Flick, U., von Kardoff, E., & Steinke, I., 2004; Titscher, S., Wodak, R., Meyer, M., & Vetter, E., 1998). Die Eignung eines Auswertungsansatzes wird dabei vor allem durch die Fragestellung und die Charakteristik des zu untersuchenden Materials bestimmt(Mayring, 2000). Für die vorliegende Arbeit wurde daher die Qualitative Inhaltsanalyse gewählt auch wenn viele der Vorzüge dieses Ansatzes wohl erst bei der Auswertung größeren Textmengen zum Tragen kommen. Für die Auswertung solcher wurde er in den 1980er Jahren entwickelt (Mayring, 2010, S.610), und zwar für Texte und Fragestellungen die offenbar große inhaltliche und strukturelle Ähnlichkeit mit dem vorliegenden Material aufweisen.

Das vorliegende Material wurde zudem mit Hilfe halbstandardisierter Interviews erhoben, für die Auswertung von Material welches mit einer solchen ausgereiften Erhebungsmethode gewonnen wurden gilt die Qualitativen Inhaltsanalyse als besonders geeignet(Flick, 2009, S. 318). Mit den verschiedenen Formen der Qualitativen Inhaltsanalyse ist die Reduktion aber auch die Explikation des Materials möglich, darüber hinaus können Kategorien deduktiv auf das Material angewendet werden. Ein wesentlicher Vorteil der Qualitativen Inhaltsanalyse gegenüber anderen Methoden ist dabei immer das regelgeleitete Vorgehen welche den Auswertungsprozess zugleich klarer und einfacher macht (ebd. , S. 339). Seit einigen Jahren wird die Arbeit zudem durch eine einfach zu bedienende Online-Software erleichtert welche auch in der aktuellen Arbeit verwendet wurde (QCAmap.org, siehe auch Mayring, 2014).

3 Auswertung des Materials

Anhand des Materials soll der Fragestellung nachgegangen werden welche Belastungsfaktoren durch die Erfahrungen von Arbeitsplatzverlust und Arbeitslosigkeit sich bei den entlassenen Lehrern feststellen lassen. Hierfür wurde die Methode der Induktive Kategorienbildung angewendet, eine ausführliche Darstellung der Methode findet sich bei Mayring(2014). Dieses Verfahren der Qualitativen Inhaltsanalyse ist eine Form der Reduzierenden Inhaltsanalyse bei der nicht der ganze Text berücksichtigt wird, stattdessen erfolgt eine fokussierte Analyse bei der nur Textstellen die für die Fragestellung relevant sind für die Kategorienbildung herangezogen werden. Die aus dem Material abzuleitenden Kategorien wurden definiert als Erfahrungen von Stress und negativen Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Verlust der Arbeit sowie der Arbeitslosigkeit.

Das Abstraktionsniveau der Kategorien wurde mit konkret beschreibbaren negativen Veränderungen des Empfindens oder der Lebenssituation der betroffenen Person bestimmt, wobei idiosynkratische Formulierungen vermieden werden sollten. Danach wurde das Material in „QCAmap“ Zeile für Zeile durchgearbeitet und für Textstellen die der Kategoriendefinition entsprachen Kategorien gebildet oder sie wurden einer schon bestehenden Kategorie zugeordnet. Die so gefunden Kategorien wurden noch einmal überprüft um Überlappungen zu vermeiden und ein passendes Abstraktionsniveau sicherzustellen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Gewesene Leute. Psychosoziale Belastungen durch Arbeitsplatzverlust und Arbeitslosigkeit
Untertitel
Eine Qualitative Inhaltsanalyse von Interviews mit ehemaligen Lehrkräften der DDR
Hochschule
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Note
1
Autor
Jahr
2018
Seiten
8
Katalognummer
V416034
ISBN (eBook)
9783668659001
Dateigröße
473 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
QCAmap, Arbeitslosigkeit, Inhaltsanalyse, Hauptkategorien, Induktive Kategorienbildung, Qualitative Inhaltsanalyse, Psychosoziale Belastung, DDR, Arbeitsplatzverlust, Mauerfall, Systemwechsel, Sozialer Abstieg, Reliabilität, finanzielle Belastung, Wendeverlierer, Lehrer, psychische Belastung, BRD, Verlierer, Wende, Osten, Ostdeutschland, Kapitalismus, Kommunismus, Belastung, Depression, Interviews, Transkripte, Auswertungsmethode
Arbeit zitieren
Maximilian Villert (Autor), 2018, Gewesene Leute. Psychosoziale Belastungen durch Arbeitsplatzverlust und Arbeitslosigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416034

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