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Möglichkeiten und Grenzen einer Übertragung des Ausschreibungsmodells nach der FFAV auf Windenergie

Titel: Möglichkeiten und Grenzen einer Übertragung des Ausschreibungsmodells nach der FFAV auf Windenergie

Seminararbeit , 2016 , 21 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Peter Krause (Autor:in)

Jura - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit werden die Möglichkeiten und Grenzen der Übertragbarkeit des Ausschreibungsmodells für PVA nach FFAV auf WEA betrachtet. Dabei soll sich in dieser Abhandlung auf WEA an Land beschränkt werden. Grund dafür ist die hohe Aktualität die Förderung von Strom aus EE auf Ausschreibungen umzustellen, was sich in §2 V 1 EEG 2014 niederschlug, und der enorm hohen Bedeutung von WEA für die Zielerreichung von 80% Strom aus EE in 2050 (§1 II, III, §3 Nr 3 EEG 2014) durch die schon jetzt hohe Bereitstellung von EE-Strom aus Windkraft (12% der Stromerzeugung durch WEA in 2015).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A) Einleitung

B) Ausschreibungsmodell nach FFAV

I) Gesetzlicher Rahmen

II) Ausschreibungsverfahren

1. Verfahren der Ausschreibung

2. Ausstellung der Förderberechtigung

C) Möglichkeiten und Grenzen der Übertragbarkeit

I) Ziele der Ausschreibung

II) Übertragbarkeit

1. Verfahren der Ausschreibung

a) Präqualifikationsanforderungen

b) Sicherheiten

c) Preisregel

2. Ausstellung der Förderberechtigung

a) Realisierungsfrist

b) Standortveränderung

c) Handel von Förderberechtigungen

d) Förderdauer

e) Flächenkulisse

f) Berechnung der Förderhöhe

D) Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern das für Photovoltaikanlagen (PVA) etablierte Ausschreibungsmodell der Freiflächenausschreibungsverordnung (FFAV) auf Windenergieanlagen (WEA) an Land übertragen werden kann. Ziel ist es, unter Berücksichtigung der spezifischen Marktstrukturen und Akteursbedarfe die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung zu identifizieren, um die Ziele der Kosteneffizienz, Akteursvielfalt und Ausbauzielerreichung zu wahren.

  • Analyse der Übertragbarkeit des FFAV-Modells auf Windenergie
  • Herausforderungen der Präqualifikationsanforderungen und Sicherheiten
  • Optimierung des Ausschreibungsdesigns für kleine Akteure und Bürgerenergie
  • Bedeutung von Standortfragen und Realisierungsfristen
  • Etablierung eines Referenzertragsmodells für faire Wettbewerbsbedingungen

Auszug aus dem Buch

1. Verfahren der Ausschreibung

In der Ausschreibung nach FFAV sind verschiedene Präqualifikationsanforderungen gem. §§6, 7 FFAV hinsichtlich des Gebots, des Bieters und des Anlagenstandorts zu erfüllen. Dabei ist die Gebotsmenge gem. §6 II 1 FFAV auf 100kW - 10MW beschränkt. Fraglich erscheint, ob sich das Gebot auf die Förderung einer einzelnen WEA beziehen sollte oder auch auf einen Verbund von WEA an einem Standort, also einen Windpark. Nur 15% der installierten Anlagen wurden als Einzelanlagen errichtet, wohingegen ca. 60% der installierten Anlagen Windparks mit bis zu 6 WEA sind. Die Limitierung auf eine einzelne WEA, würde durch einen hohen Aufwand für Bieter und die BNetzA, die Kosten steigen lassen und daher das Ziel der Kosteneffizienz gefährden. Zudem könnte der Mehraufwand und die Realisierungsgefahr auf Genehmigungsebene potentielle Bieter abschrecken und damit die Akteursvielfalt gefährden. Daraus ist zu schlussfolgern, dass ein Gebot sich auch auf einen Windpark beziehen können soll. Ein nutzbarer Skaleneffekt bei Bau und Stromerzeugung würde außerdem die Kosteneffizienz fördern. Wichtig wird jedoch sein, die Effekte so zu gestalten, dass auch kleine Projektierer die Chance haben werden sich gegen größere Projekte durchsetzen zu können. Dies wäre mit einem Höchstgebotswert zu erreichen. 78% des gesamten Anlagenbestands bestehen aus Einzelanlagen und Windparks mit bis zu 10 WEA. Dabei geht der Trend zu weniger Anlagen mit höherer Leistung. Jedoch zeigt sich, dass es bei Windparks mit mehr als 6 WEA vermehrt zu genehmigungsrechtlichen Problemen kommt.

Zusammenfassung der Kapitel

A) Einleitung: Diese Einleitung führt in die Zielsetzung ein, die Übertragbarkeit des FFAV-Modells für PVA auf WEA zu prüfen, wobei der Fokus explizit auf Windenergie an Land liegt.

B) Ausschreibungsmodell nach FFAV: Dieses Kapitel erläutert den gesetzlichen Rahmen und die Systematik der bestehenden Pilotausschreibung für Freiflächenanlagen.

C) Möglichkeiten und Grenzen der Übertragbarkeit: Hier werden zentrale Designelemente wie Präqualifikation, Sicherheiten, Fristen und Vergütungsregeln auf ihre Eignung für den Windenergiemarkt hin untersucht und angepasst.

D) Fazit: Das Fazit stellt fest, dass eine direkte 1:1-Übertragung aufgrund struktureller Marktunterschiede nicht möglich ist, die geplanten Erleichterungen jedoch eine gute Basis für den Erfolg bieten.

Schlüsselwörter

Windenergie, Ausschreibungsmodell, FFAV, EEG, Präqualifikation, Kosteneffizienz, Akteursvielfalt, Bürgerenergie, Förderberechtigung, Referenzertragsmodell, Realisierungswahrscheinlichkeit, Marktprämie, Ausschreibungsdesign, Ausbauziel, Windpark.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen und ökonomischen Untersuchung, ob und wie das bestehende Ausschreibungsmodell für Freiflächen-Photovoltaikanlagen auf die Windenergie an Land übertragen werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Anpassung von Präqualifikationsanforderungen, die Höhe von Sicherheiten, die Festlegung von Realisierungsfristen sowie die Preisgestaltung in Ausschreibungsverfahren.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Identifikation von Gestaltungsparametern, die sowohl die Effizienz der Ausschreibungen steigern als auch die Akteursvielfalt und die Akzeptanz bei kleinen Projektierern und Bürgerenergieprojekten sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird hier vorrangig angewendet?

Es handelt sich um eine energierechtliche Analyse, die gesetzliche Vorgaben (insb. EEG und FFAV) mit aktuellen ökonomischen Marktdaten und Stellungnahmen zur Windenergie verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Verfahrens der Ausschreibung (Präqualifikation, Preisregeln) und die Ausstellung der Förderberechtigung (Realisierungsfristen, Standortflexibilität, Flächenkulisse).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Ausschreibungsmodell, FFAV, Windenergie an Land, Akteursvielfalt, Kosteneffizienz und Bürgerenergieprojekte.

Warum wird im Dokument die "späte Ausschreibung" bei Windenergie diskutiert?

Da Genehmigungsprozesse für WEA langwierig sind, soll sichergestellt werden, dass bereits genehmigte Projekte teilnehmen, um die Realisierungswahrscheinlichkeit hoch zu halten.

Welche Rolle spielt das Referenzertragsmodell im Kontext der Windenergie?

Es ist notwendig, um durch regionale Unterschiede in der Windhöffigkeit bedingte Wettbewerbsnachteile auszugleichen und eine faire Vergütung über den Gebotswert zu ermöglichen.

Wie sollen kleine Projektierer in den Ausschreibungsmodellen gestärkt werden?

Durch gezielte Ausnahmen von strengen Anforderungen, wie etwa geringere finanzielle Sicherheiten oder Befreiungen von bestimmten Genehmigungsvorlagen, um Wettbewerbsnachteile gegenüber großen Akteuren zu minimieren.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Möglichkeiten und Grenzen einer Übertragung des Ausschreibungsmodells nach der FFAV auf Windenergie
Hochschule
Technische Universität Dresden
Veranstaltung
Energierecht
Note
2,3
Autor
Peter Krause (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
21
Katalognummer
V416073
ISBN (eBook)
9783668657762
ISBN (Buch)
9783668657779
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Energierecht Jura Ausschreibung FFAV Windenergie Energiewirtschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Peter Krause (Autor:in), 2016, Möglichkeiten und Grenzen einer Übertragung des Ausschreibungsmodells nach der FFAV auf Windenergie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416073
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Leseprobe aus  21  Seiten
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