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Wenn man vom Teufel spricht. Motivkritik eines Begriffs anhand der lukanischen Versuchungsgeschichte

Título: Wenn man vom Teufel spricht. Motivkritik eines Begriffs anhand der lukanischen Versuchungsgeschichte

Trabajo Escrito , 2017 , 23 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Tobias Laubrock (Autor)

Teología - Estudio bíblico
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Der Teufel steckt im Detail. - Nicht selten hört man diese Formulierung, wenn es um das detaillierte Suchen von Fachtermini in wissenschaftlicher Literatur geht.
Doch der Teufel versteckt sich keineswegs nur in den Untiefen so mancher wissenschaftlicher Literatur. Auch in der Bibel findet er Erwähnung.
Als eine der berühmtesten - und am häufigsten rezipierten - Geschichten der Bibel, in denen der Teufel eine Rolle spielt, darf wohl die Versuchungsgeschichte aus dem Lukasevangelium gelten (Lk 4,1-13). Anhand der Methoden der historisch-kritischen Exegese lege ich in dieser Arbeit dar, welche Rolle der "Durcheinanderwerfer" in dieser lukanischen Geschichte einnimmt. Dabei beschränke ich mich jedoch nicht allein auf die vorliegende Erzählung, sondern werde motivkritisch zeigen, aus welchen historischen Quellen der Autor des Lukasevangeliums bei dieser Figur schöpfte. Somit fließen auch einige Bücher der Hebräischen Bibel sowie die Thesen der wissenschaftlichen Zweiquellentheorie mit in die Ausarbeitung ein.
Selbstverständlich sind die entscheidenden biblischen Zeugnisse an den wichtigen Stellen auch in griechischer und hebräischer Sprache zitiert.
Viel Freude beim Lesen! :)

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A Einleitung

B Textpräsentation und sprachliche Analyse

I. Gliederung einzelner Sinnabschnitte

1. Lk 4,1-2: Jesu Aufenthalt in der Wüste

2. Lk 4,3-4: Verwandlung eines Steins zu Brot

3. Lk 4,5-8: Übergabe der Vollmacht an Jesus

4. Lk 4,9-12: Der Sturz vom Jerusalemer Tempel

5. Lk 4,13: Das Ende der Versuchungen

II. Textanalyse Beobachtungen

1. Grundlegende textmorphologische Beobachtungen

2. Komplementäre Begriffspaare

3. Blick auf die Subjekte – Syntaktische Beobachtungen

III. Gesamtergebnis der Textanalyse

C Kontextanalyse

I. Was geht der Versuchungsgeschichte voraus?

1. Die Abstammung Jesu

2. Taufe und Erfüllung mit dem Heiligen Geist

II. Was folgt der Versuchungsgeschichte?

D Form- und Gattungskritik

E Motivkritik und Traditionsgeschichte

I. Der Auctor ad Theophilum

1. Erkenntnisse der Einleitungswissenschaft

2. Lukas – Heidenchrist oder Judenchrist?

II. טןָשׂ – Motivkritik am Alten Testament

1. טןָשׂ in der Hebräischen Bibel

2. Verbindung zum Lukasevangelium

III. Neutestamentliche Parallelen

1. Der synoptische Vergleich

2. Die Zweiquellentheorie

3. Synoptischer Vergleich zwischen Lukas und Matthäus

4. Zusammenfassung der Ergebnisse

5. Schlussfolgerung des synoptischen Vergleichs

IV. „Q“ – oder: die Logienquelle

V. Schlussfolgerung aus der Quellensichtung

F Schlussfolgerung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die lukanische Versuchungsgeschichte (Lk 4,1-13) durch eine methodische Kombination aus Textanalyse, Kontextanalyse und Traditionsgeschichte, um den Ursprung des Teufelsmotivs und die spezifische Charakterisierung der Akteure zu ergründen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, aus welchen Quellen Lukas seine Kenntnis über den Teufel bezieht und warum er auf eine explizite Einführung der Figur im Evangelium verzichtet.

  • Sprachliche und morphologische Analyse der lukanischen Versuchungserzählung.
  • Kontextuelle Einordnung der Versuchung in den biographischen Rahmen des Lukasevangeliums.
  • Traditionsgeschichtliche Motivkritik unter Einbeziehung des Alten Testaments und der hebräischen Begriffe.
  • Synoptischer Vergleich zur Herleitung der Quellenabhängigkeit, insbesondere hinsichtlich der Logienquelle (Q).

Auszug aus dem Buch

B.II. Textanalytische Beobachtungen

Nach dieser groben Handlungsdarstellung des Textes werde ich mich nun einem weiteren Methodenschritt der synchronen Exegese zuwenden: der Textanalyse. Mithilfe textlinguistischer Instrumente werde ich die sprachlichen Besonderheiten des Textes herausarbeiten und darlegen, wie diese Charakteristika sich auf der inhaltlichen Ebene bemerkbar machen. Denn so viel sei verraten: die sprachlichen Kernelemente der Erzählung ziehen eine Reihe von inhaltlichen Beobachtungen nach sich.

B.II.1. Grundlegende textmorphologische Beobachtungen

Untersucht man die Versuchungsgeschichte in Lk 4,1-13 aus morphologischer Perspektive, so kommt man zunächst zu folgenden (rein quantitativen) Ergebnissen: die Erzählung enthält insgesamt 35 Substantive. Da einige dieser Substantive mehrmals vorkommen (διάβολος und θεός etwa werden jeweils viermal genannt), zählt man in der gesamten Versuchungsgeschichte insgesamt 23 verschiedene Substantive.

Auf die gesamte Erzählung verteilt lassen sich außerdem 36 Verben identifizieren. Davon wird allein die Verbform εἶπεν sechsmal erwähnt. Insgesamt kommt man auf eine Zahl von 27 verschiedenen Verben. Sehr interessant ist dabei, dass die Mehrheit dieser Verben einen sehr dynamischen Charakter hat. Dies gilt besonders für jene Verben, die am Anfang der oben eingeteilten Sinnabschnitte stehen. Beispiele hierfür sind etwa die Verbformen ὑπέστρεψεν (zurückkehren), ἔδειξεν (zeigen), Ἤγαγεν (führen) und ἀπέστη (ablassen). Ein Großteil der in der Erzählung vorkommenden Verben hat genau diesen dynamischen – die Handlung vorantreibenden – Charakter. Denn es sind diese Verben, die auf morphologischer Ebene zeigen, dass ihre zugehörigen Subjekte die Initiative ergreifen.

Dem gegenüber stehen die statischen Verben, die eher einen Zustand ausdrücken, als einen Handlungsfortlauf zu beschreiben. In der vorliegenden Erzählung kommen diese Formen jedoch bemerkenswert selten vor: γένηται und γέγραπται etwa, die tatsächlich nur etwas Vorliegendes beschreiben, werden zusammen nur fünfmal erwähnt.

Zusammenfassung der Kapitel

A Einleitung: Einführung in die Thematik der Versuchungsgeschichte Jesu und die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

B Textpräsentation und sprachliche Analyse: Analyse der inhaltlichen Sinnabschnitte sowie der sprachlich-morphologischen Besonderheiten und der dynamischen Charakteristik des griechischen Textes.

C Kontextanalyse: Einordnung der Versuchungsgeschichte in den größeren biographischen Kontext des Lukasevangeliums, insbesondere in Bezug auf Jesu Abstammung und Taufe.

D Form- und Gattungskritik: Klassifizierung der Erzählung als Apophthegma innerhalb der Gattung der Biographie, um die transzendente Bedeutung des Schlagabtauschs zu verdeutlichen.

E Motivkritik und Traditionsgeschichte: Untersuchung der Herkunft des Teufelsmotivs durch Vergleich mit dem Alten Testament, den anderen Synoptikern und der Logienquelle (Q).

F Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse mit dem Fazit, dass Lukas die Logienquelle als zentrale Inspirationsquelle für seine Teufelsdarstellung nutzte.

Schlüsselwörter

Lukas, Versuchungsgeschichte, Teufel, Motivkritik, Traditionsgeschichte, Zweiquellentheorie, Logienquelle, Exegese, Apophthegma, Satan, Diabolos, Lk 4,1-13, neutestamentliche Exegese, Synoptiker, Hebräische Bibel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Motiv des Teufels in der lukanischen Versuchungsgeschichte (Lk 4,1-13) und untersucht, wie Lukas diese Figur in seinem Evangelium einführt und charakterisiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der sprachlichen Struktur des Textes, der Kontextualisierung im lukanischen Werk sowie der traditionsgeschichtlichen Herleitung des Teufelsbegriffs aus antiken Quellen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu klären, woher Lukas seine Kenntnis über den Teufel bezieht und warum er auf eine explizite Einführung der Person vor der Versuchungsszene verzichtet.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es kommen Methoden der synchronen Exegese, wie die Textanalyse und Gattungskritik, sowie diachrone Methoden wie der synoptische Vergleich und die Quellensichtung (Zweiquellentheorie) zum Einsatz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert zunächst die sprachliche Dynamik, ordnet die Erzählung in den biographischen Rahmen des Evangeliums ein und untersucht anschließend die biblischen und neutestamentlichen Parallelen zum Teufelsmotiv.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Lukas, Versuchungsgeschichte, Diabolos, Logienquelle, Traditionsgeschichte und der synoptische Vergleich.

Warum wird der Teufel bei Lukas nicht näher eingeführt?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Lukas bei seinen Adressaten ein Vorwissen über die Teufelsgestalt voraussetzte, das diese aus anderen Quellen, insbesondere der Logienquelle (Q), bereits erworben hatten.

Welche Rolle spielt das Alte Testament für das Teufelsmotiv bei Lukas?

Obwohl Lukas Schriftzitate aus dem Alten Testament verwendet, zeigt die Motivkritik, dass der Begriff des Satans dort nur selten explizit als Eigenname vorkommt, weshalb das Alte Testament allein keine ausreichende Wissensbasis für die lukanische Darstellung bietet.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Wenn man vom Teufel spricht. Motivkritik eines Begriffs anhand der lukanischen Versuchungsgeschichte
Universidad
University of Münster  (Seminar für Exegese des Neuen Testaments)
Curso
Basismodul-Proseminar: "Einführung in die Methoden der neutestamentlichen Exegese"
Calificación
1,7
Autor
Tobias Laubrock (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
23
No. de catálogo
V416081
ISBN (Ebook)
9783668657922
ISBN (Libro)
9783668657939
Idioma
Alemán
Etiqueta
Teufel Motivkritik Exegese
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tobias Laubrock (Autor), 2017, Wenn man vom Teufel spricht. Motivkritik eines Begriffs anhand der lukanischen Versuchungsgeschichte, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416081
Leer eBook
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