Dieses Skript zur Prüfungsvorbereitung beinhaltet zum einen die Grundlagen der Leistungsbewertung, das heißt Gütekriterien, Funktionen von Zensurengebung und Merkmale guten Unterrichts. Zum anderen werden Definition, Geschichte und Ziele von Schülerselbst- und Mitbewertung besprochen. Außerdem Methoden für die Bewertung in der Didaktik und deren Nachteile, Vorzüge und mögliche Kompromisse. Auch rechtliche Grundlagen werden thematisiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Grundlagen der Leistungsbewertung
2. Definition
3. Methode
4. Bewertung in der Didaktik
5. Rechtliche Vorgaben
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der modernen Leistungsbewertung in der Schule auseinander, wobei der Fokus auf der Implementierung von Schülerselbst- und Mitbewertungsverfahren liegt, um eine neue, förderorientierte Leistungskultur zu etablieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Lernprozesse durch Transparenz, Multiperspektivität und Schülerbeteiligung optimiert werden können.
- Tradierter vs. erweiterter pädagogischer Leistungsbegriff
- Methodische Ansätze zur Selbst- und Gruppenbewertung
- Chancen und didaktische Herausforderungen der Schülereinbeziehung
- Rechtliche Grundlagen und Anforderungen an die Zeugniserstellung
- Verknüpfung von Lernprozesssteuerung und Persönlichkeitsbildung
Auszug aus dem Buch
Definition
Selbstbewertung = SuS lernen eigene Arbeit einzuschätzen, Bezogen auf Lernprozess aufgefordert, eigenes Urteil
Mitbewertung = wechselseitig, Lernpartnerschaft, sachgerechte Einschätzung von Lernprozessen und Produkten + Ausbildung Reflexion und Bewertung
Grundlage: taktvoll und vertrauensvolle Atmosphäre, schüler- und förderorientiert
Geschichte
reformpädagogischer Ursprung Waldorfschule, Montessori
konstruktivistisch: Lernen kann nur angestoßen werden, Wissen wird immer individuell gebildet, eigene Vorstellungen sich entscheidend beim Aufbau von Wissen, Vorstellungen sind abhängig von materialen und sozialen Merkmalen des Unterrichtsarrangements → Unterricht muss vielfältiges Angebot von Lernbedingungen schaffen und Konzepte erproben lassen, Leistung ist beeinflusst von individuellen Vorstellungen und kognitiven Prozessen im Verhältnis zur Lernumwelt und in Begegnung mit anderen Konzepten, Zurückhaltung bei Leistungsbewertung
Zusammenfassung der Kapitel
1. Grundlagen der Leistungsbewertung: Gegenüberstellung eines traditionellen, produktorientierten Leistungsbegriffs mit einem erweiterten, prozessorientierten Ansatz unter Berücksichtigung von Gütekriterien und Funktionen der Zensurengebung.
2. Definition: Herleitung der Begriffe Selbst- und Mitbewertung aus reformpädagogischen und konstruktivistischen Theorien sowie deren Zielsetzung zur Förderung eigenverantwortlichen Lernens.
3. Methode: Detaillierte Darstellung praktischer Verfahren wie Portfolios, Checklisten oder Gruppenpuzzles zur Implementierung der Selbst- und Mitbewertung im Unterricht.
4. Bewertung in der Didaktik: Analyse der pädagogischen Chancen und Perspektiven sowie kritische Auseinandersetzung mit den Einwänden gegen eine stärkere Beteiligung der Lernenden am Bewertungsprozess.
5. Rechtliche Vorgaben: Erläuterung der formalen und rechtlichen Anforderungen an schriftliche Arbeiten sowie der Gestaltung von Zeugnissen als Urkunden.
Schlüsselwörter
Leistungsbewertung, Schülerselbstbewertung, Mitbewertung, pädagogischer Leistungsbegriff, Lernprozess, Kompetenzentwicklung, Konstruktivismus, Didaktik, Feedback, Zeugniserstellung, Gütekriterien, Portfolio, Eigenverantwortung, Metakognition, Schulentwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Neugestaltung der Leistungskultur in Schulen durch die Einbeziehung der Schüler in den Bewertungsprozess.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Der Fokus liegt auf dem erweiterten Leistungsbegriff, den didaktischen Methoden zur Selbstreflexion und den rechtlichen Rahmenbedingungen der Notengebung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Förderung von Eigenverantwortung und Lernkompetenz bei Schülern durch eine transparente und prozessorientierte Leistungsbewertung.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden beleuchtet?
Es werden verschiedene handlungsorientierte Instrumente wie Portfolios, Lerntagebücher, Gruppenpuzzles und Arbeitsprozessberichte diskutiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die praktische Umsetzung von Bewertungsverfahren und die kritische didaktische Evaluation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe umfassen Leistungsbewertung, Schülerselbstbewertung, Mitbewertung, Lernprozesssteuerung und Kompetenzorientierung.
Wie unterscheidet sich der tradierte vom erweiterten Leistungsbegriff?
Während der tradierte Begriff primär auf Ziffernoten und individuelle, produktorientierte Leistungen abzielt, fokussiert der erweiterte Begriff auf komplexe Fähigkeiten und Prozessorientierung.
Welche Rolle spielt der Konstruktivismus bei der Bewertung?
Der Konstruktivismus betont, dass Wissen individuell gebildet wird, was zu einer Zurückhaltung bei standardisierten Leistungsbewertungen führt und einen vielfältigen Lernraum erfordert.
Welche rechtliche Bedeutung haben Zeugnisse?
Zeugnisse sind als Urkunden definiert, die als Grundlage für Verwaltungsakte dienen, weshalb sie Transparenz und Klarheit in den Bewertungsgrundsätzen erfordern.
- Arbeit zitieren
- Anna Kuhlmann (Autor:in), 2016, Prüfungsvorbereitung zum Thema Schülerselbst- und Mitbewertung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416087