"If you can't beat the market, join it!" Seit einigen Jahren folgen immer mehr Investoren und Anleger diesem Zitat des US-amerikanischen Ökonomen und Wirtschaftsnobelpreisträger Harry M. Markowitz und investieren in eine passive Investitionsform, die sogenannten Exchange Traded Funds (kurz: ETF).
In den letzten 15 ist Jahren die Anzahl der in Europa verwalteten ETFs von 102 Stück im Jahr 2003 auf 1530 im Jahr 2016 angestiegen. Zudem konnten in den letzten zehn Jahren 98,9 Prozent aller US-Aktienfonds nicht besser "performen" als ihre Benchmark. Investoren und Anleger versprechen sich von dieser passiven Investitionsmöglichkeit eine bessere Performance bei geringeren Kosten als beim Pendant, den aktiv gemanagten Aktienfonds. In dieser Seminararbeit wird die Performance zwischen Aktienfonds und ETFs analysiert, um feststellen zu können ob die Erwartungen der Anleger in die ETFs gerechtfertigt sind und diese eine bessere Performance als Aktienfonds erzielen können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
2 Grundlegende Theorie zum Fondmanagement
2.1 Portfoliotheorie und CAPM
2.2 Aktives vs. Passives Portfoliomanagement
3 Grundlagen Exchange Traded Funds und Aktienfonds
3.1 Exchange Traded Funds
3.1.1 Definition und Funktionsweise
3.1.2 Zielsetzung
3.2 Aktienfonds
3.2.1 Definition und Funktionsweise
3.2.2 Zielsetzung
4 Performancemessung bei Investmentfonds
4.1 Definition von Performance
4.2 Performancekriterien
4.2.1 Rendite
4.2.2 Benchmark
4.2.3 Kostenstruktur
5 Performancevergleich von Aktienfonds und ETFs
5.1 Performance von Aktienfonds
5.2 Renditevergleich
6 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Rendite- und Performanceverhältnis zwischen aktiv verwalteten Aktienfonds und passiven Exchange Traded Funds (ETFs), um zu klären, ob die passive Investitionsstrategie der aktiven überlegen ist. Dabei steht insbesondere die Frage im Fokus, ob aktive Fondsmanager durch gezielte Auswahl den Markt schlagen können oder ob die Kostenvorteile von ETFs für Anleger ausschlaggebend sind.
- Grundlagen der Portfoliotheorie und des Capital Asset Pricing Model (CAPM)
- Gegenüberstellung von aktivem und passivem Portfoliomanagement
- Analyse der Kostenstrukturen (TER und Ausgabeaufschlag)
- Empirischer Leistungsvergleich über verschiedene Märkte und Anlagekategorien
- Bewertung von Branchen-Spezifika beim aktiven Fondsmanagement
Auszug aus dem Buch
Aktives vs. Passives Portfoliomanagement
Das Portfoliomanagement wird in der Literatur allgemein in ein aktives sowie ein in passives Portfoliomanagement untergliedert. Der Kerngedanke des passiven Portfoliomanagements beruht auf den Ergebnissen des CAPMs. Hierbei wird davon ausgegangen, dass sich im Kapitalmarktgleichgewicht dauerhaft keine risikoadjustierten Überrenditen erzielen lassen. Folglich würde jeder Versuch der Generierung einer Outperformance dazu führen, dass unnötige Transaktionskosten verursacht werden. Diese bedingen im Rahmen des Kapitalmarktgleichgewichtes des CAPMs zwangsläufig eine Underperformance. Aus diesem Grund besteht das Ziel des passiven Portfoliomanagements darin, alle vom nicht vergüteten unsystematischen Risiken durch Diversifikation auszuschließen. Dies gelingt aus theoretischer Sicht aber nur dann, wenn das Marktportfolio gehalten wird. Eine solche Strategie weist den Vorteil auf, dass durch den Kauf des MPs nur einmalige Transaktionskosten anfallen würden. Eine Anpassung der Gewichtung des Portfolios ist im Weiteren nicht mehr notwendig. Zur Umsetzung des passiven Portfoliomanagenmentansatzes greifen Anleger häufig ein buy & hold Investment in einen Indexfonds zurück. Das Ziel des Indexfondmanagers besteht darin, eine möglichst exakte Replikation des Index zu gewährleisten, ohne dabei zu hohe Kosten zu verursachen. Somit werden auf der Ebene des Indexfonds weder besondere Timing bzw. Selektionsfähigkeiten seitens eines Fondsmanagers benötigt, noch verursacht ein solches Investment einen Portfolioturnover, wodurch die Kosten i.d.R. geringgehalten werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der passiven Investitionsformen sowie Definition der Problemstellung und Zielsetzung der Seminararbeit.
2 Grundlegende Theorie zum Fondmanagement: Erläuterung der theoretischen Basis, insbesondere der Portfoliotheorie, des CAPM sowie der konzeptionellen Unterschiede zwischen aktivem und passivem Management.
3 Grundlagen Exchange Traded Funds und Aktienfonds: Definition, Funktionsweise und Zielsetzungen der beiden primär untersuchten Anlageinstrumente.
4 Performancemessung bei Investmentfonds: Vorstellung der relevanten Indikatoren für den Vergleich, darunter Rendite, Benchmark-Definition und Kostenstrukturen.
5 Performancevergleich von Aktienfonds und ETFs: Empirische Analyse der Performance von Fonds in verschiedenen Märkten sowie direkter Renditevergleich zwischen aktiven und passiven Anlagen.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Einschätzung zukünftiger Investitionstrends.
Schlüsselwörter
Aktienfonds, Exchange Traded Funds, ETF, Portfoliomanagement, Performance, Rendite, Benchmark, CAPM, Investmentfonds, Kostenstruktur, TER, Diversifikation, passives Investieren, aktives Investieren, Kapitalmarkt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Performancevergleich von aktiv gemanagten Aktienfonds gegenüber passiven Indexfonds (ETFs) im Kontext unterschiedlicher Märkte und Anlagekategorien.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen des Portfoliomanagements, die Kostenstrukturen von Fondsprodukten sowie die empirische Auswertung der Renditeentwicklung über drei und fünf Jahre.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist festzustellen, ob die Erwartungen der Anleger an eine bessere Performance passiver ETFs gegenüber aktiven Fonds in der Praxis tatsächlich gerechtfertigt sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es erfolgt ein vergleichender Performance-Chart-Analyse-Ansatz unter Verwendung von Daten der Fondsplattform Morningstar sowie eine Gegenüberstellung von Kostenkennzahlen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Erläuterung der Instrumente (ETFs vs. Aktienfonds), die methodische Herleitung der Performancemessung sowie den konkreten Vergleich in verschiedenen Regionen und Branchen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Performance, Rendite, TER (Total Expense Ratio), aktive und passive Strategien sowie das Marktportfolio (MP).
Warum schneiden Aktienfonds in einigen Branchen besser ab?
In spezifischen Branchen wie Pharma & Gesundheit oder Medien & Kommunikation konnten aktive Fondsmanager aufgrund von technischem Branchenwissen und zeitnaher Reaktion auf Innovationen eine Outperformance gegenüber der Benchmark erzielen.
Welche Rolle spielen die Kosten bei diesem Vergleich?
Kosten (TER und Ausgabeaufschlag) stellen einen entscheidenden Faktor dar; da aktive Fonds deutlich höhere Kosten verursachen, müssen sie eine entsprechende Überrendite erzielen, um mit passiven Produkten konkurrenzfähig zu bleiben.
Wie lautet die Schlussfolgerung des Autors zur Zukunft des Investierens?
Der Autor schließt, dass der Trend zu passiven Exchange Traded Funds in der Zukunft anhalten wird, da diese für Standardwerte eine effizientere und kostengünstigere Lösung darstellen.
- Citar trabajo
- Franz Bauer (Autor), 2018, Performancevergleich zwischen Aktienfonds und Exchange Traded Funds, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416227