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Doppelbesteuerung im Erbschaftsteuerrecht

Title: Doppelbesteuerung im Erbschaftsteuerrecht

Seminar Paper , 2017 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Alexander Roß (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der erbschaftsteuerlichen Behandlung internationaler Erbfälle und der dabei entstehenden Doppelbesteuerungsproblematik. Ziel der Arbeit ist es, die Problematik der Doppelbesteuerung in der Entstehung aufzuzeigen und zu erläutern, welche Möglichkeiten zur Vermeidung einer solchen Doppelbesteuerung auf nationaler wie auf internationaler Ebene bestehen.

Zunächst wird definiert, worum es sich bei der Erbschaftsteuer handelt und was Doppelbesteuerung bedeutet. Sodann wird in Grundzügen erläutert, welche Tatbestandsvoraussetzungen aus deutscher Sicht erfüllt sein müssen, damit der Steuerfall überhaupt der Erbschaft- und Schenkungsteuer unterworfen werden kann und wie es zu Doppelbesteuerung des Erbfalls kommen kann. Zudem wird ein Überblick über die ökonomischen Folgen einer Doppelbesteuerung gegeben.

In den kommenden Jahren werden in der Bundesrepublik Deutschland große Vermögen der wohlhabenden Nachkriegsgeneration vererbt. Haben diese Vermögen bzw. die an dem Erbfall beteiligten Personen keinen Auslandsbezug, unterliegt der gesamt Erwerb dem deutschen Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht.

Inzwischen ist es keine Seltenheit mehr, wenn das übertragene Vermögen oder die Steuerpflichtigen selbst eine Beziehung zum Ausland aufweisen, was der steuerlichen Behandlung solcher Erbschaften bzw. Schenkungen eine steigende Bedeutung zukommen lässt. Die zunehmende Globalisierung führt zu einer wachsenden Internationalisierung der Vermögen. Zu dieser Verschiebung der Vermögen tragen insbesondere die europarechtlichen Grundfreiheiten, wie die Kapitalverkehrsfreiheit bei. So beinhalten Vermögen immer häufiger im Ausland belegene Vermögensteile, wie etwa ein Ferienhaus in Spanien oder eine Ferienwohnung in der Schweiz. Diese stellen einen Anknüpfungspunkt für die ausländische Steuer dar und verhindern die ausschließliche Anwendung des deutschen Erbschaft-oder Schenkungsteuerrechts. Allerdings kann auch der Steuerpflichtige selbst zum Anknüpfungspunkt der ausländischen Steuer werden. Hier bildet zum Beispiel die Niederlassungsfreiheit den Grundstein für die unproblematische Gründung eines Wohnsitzes im europäischen Ausland. Ist die Steuerhoheit von mehreren Staaten durch einen Erbfall oder eine Schenkung berührt, unabhängig ob dies durch das Steuerobjekt oder das Steuersubjekt ausgelöst wird, spricht man von einem internationalen Erbfall.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Der internationale Erbfall

1. Erbschaftsteuer und Doppelbesteuerung

2. Subjektive Steuerpflicht gem. ErbStG

3. Arten internationaler Erbfälle

4. Doppelbesteuerungsursachen

III. Ökonomische Konsequenzen der Doppelbesteuerung

IV. Strategien zur Vermeidung der Doppelbesteuerung

1. Unilaterale Maßnahmen

2. Bilaterale Maßnahmen

V. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die erbschaftsteuerliche Behandlung von internationalen Erbfällen und die daraus resultierende Problematik der Doppelbesteuerung mit dem Ziel, bestehende Vermeidungsstrategien auf nationaler sowie internationaler Ebene zu erläutern.

  • Rechtliche Grundlagen der unbeschränkten und beschränkten Erbschaftsteuerpflicht.
  • Ursachen und Kollisionspunkte bei internationalen Erbfällen.
  • Ökonomische Bedeutung und Konsequenzen der Doppelbesteuerung.
  • Anwendung der Steueranrechnung gemäß § 21 ErbStG.
  • Rolle bilateraler Doppelbesteuerungsabkommen (DBA).

Auszug aus dem Buch

1. Erbschaftsteuer und Doppelbesteuerung

Die Erbschaftsteuer ist eine Steuer auf das Einkommen i.S. eines Reinvermögensvergleiches. Sie rechtfertigt sich als Bereicherungssteuer und knüpft an die Vermögensmehrung des Empfängers und somit an seine gesteigerte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit an. Bei der Erbschaftsteuer handelt es sich um eine Erbanfallsteuer. Sie besteuert nicht die Nachlassmasse als solch, sondern die Bereicherung bei Erben. Im Gegensatz zur Nachlasssteuer ist die Erbanfallssteuer weder Objektsteuer noch letzte Vermögenssteuer des Erblassers, sondern sie erfasst als Subjektsteuer Einkommen beim Bereicherten. Die Erbschaftsteuer unterscheidet sich allerdings von der Einkommensteuer dadurch, dass sie nicht eine am Markt gebildete Wertschöpfung oder das Markteinkommen besteuert, sondern den Vermögenstransfer. Daher wird die Erbschaftsteuer vom BFH als Verkehrssteuer eingeordnet.

Der Tatbestand der Doppelbesteuerung ist dann erfüllt, wenn derselbe Steuerpflichtige mit denselben Einkünften oder Vermögenswerten gleichzeitig in zwei oder mehreren Staaten mit gleichen oder vergleichbaren Steuern besteuert wird. Die Ursache dieser Problematik liegt im Prinzip der weltweiten Besteuerung i.S.d. Welteinkommen- bzw. Weltvermögensprinzips. Dieses wird an den Wohnsitz, gewöhnlichen Aufenthalt oder Sitz (§§ 8-11 AO) geknüpft. Hieraus resultiert die Befähigung des entsprechenden Staates, die steuerliche Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen umfassend zu besteuern (unbeschränkte Steuerpflicht). Demgegenüber reduziert sich der Zugriff auf das inländische Vermögen, wenn der Steuerpflichtige im Ausland wohnt. Die Besteuerung erfolgt dann nach dem Quellenprinzip, auch Ursprungs- oder Territorialitätsprinzip genannt. Die Kollision dieser beiden Prinzipen kann somit zur Doppelbesteuerung führen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung internationaler Erbfälle aufgrund der Globalisierung und skizziert das Ziel der Arbeit, Doppelbesteuerungsproblematiken sowie deren Vermeidungsstrategien zu untersuchen.

II. Der internationale Erbfall: Dieses Kapitel definiert die erbschaftsteuerliche Systematik, erläutert die verschiedenen Steuerpflichten (unbeschränkt, erweitert unbeschränkt, beschränkt) und analysiert die Ursachen, die bei grenzüberschreitenden Erbfällen zur Doppelbesteuerung führen.

III. Ökonomische Konsequenzen der Doppelbesteuerung: Das Kapitel bewertet die Bedeutung der Erbschaftsteuer aus makroökonomischer Sicht und erörtert, weshalb die Doppelbesteuerung besonders für Familienunternehmen eine existenzielle Herausforderung darstellen kann.

IV. Strategien zur Vermeidung der Doppelbesteuerung: Hier werden unilaterale Maßnahmen, insbesondere die Steueranrechnung nach § 21 ErbStG, sowie bilaterale Abkommen und das OECD-Musterabkommen als Lösungsansätze für die Doppelbesteuerung detailliert beschrieben.

V. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine intensivere internationale Abstimmung sowie den vermehrten Abschluss von Doppelbesteuerungsabkommen, um der wachsenden Zahl grenzüberschreitender Erbfälle gerecht zu werden.

Schlüsselwörter

Erbschaftsteuer, Doppelbesteuerung, Internationaler Erbfall, Unbeschränkte Steuerpflicht, Beschränkte Steuerpflicht, Quellenprinzip, Welteinkommensprinzip, Steueranrechnung, § 21 ErbStG, Doppelbesteuerungsabkommen, DBA, OECD-Musterabkommen, Territorialitätsprinzip, Erbanfallsteuer, Familienunternehmen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die steuerliche Problematik bei internationalen Erbfällen und untersucht, wie Deutschland Doppelbesteuerungen bei grenzüberschreitenden Erbschaften verhindert oder mildert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Definition der internationalen Erbfälle, die Unterscheidung zwischen verschiedenen Steuerpflicht-Typen, die ökonomischen Auswirkungen der Doppelbesteuerung auf Unternehmen und die Analyse von Vermeidungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Entstehung der Doppelbesteuerung bei internationalen Erbfällen aufzuzeigen und die rechtlichen Möglichkeiten zur Vermeidung dieser Doppelbesteuerung auf nationaler und bilateraler Ebene zu bewerten.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische und rechtliche Analyse der geltenden Gesetze (insbesondere ErbStG, AO, BewG), kombiniert mit einer Auswertung der aktuellen Fachliteratur und einschlägiger Rechtsprechung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der steuerlichen Grundlagen, die Analyse der Ursachen von Doppelbesteuerungen sowie die detaillierte Darstellung unilateraler Anrechnungsmethoden und bilateraler Doppelbesteuerungsabkommen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Erbschaftsteuer, Doppelbesteuerung, Internationaler Erbfall, § 21 ErbStG und Doppelbesteuerungsabkommen.

Was versteht man im Kontext der Arbeit unter einer „virtuellen Doppelbesteuerung“?

Hierbei handelt es sich um Konstellationen, in denen der Steuerpflichtige zwar theoretisch in zwei Staaten steuerpflichtig ist, die Doppelbesteuerung in der Praxis jedoch selten eintritt, da meist entsprechende Vermeidungsmaßnahmen greifen.

Wie unterscheidet sich die Anrechnungsmethode von der Freistellungsmethode?

Bei der Anrechnungsmethode wird die ausländische Steuer auf die deutsche Steuerschuld angerechnet, während bei der Freistellungsmethode bestimmte Vermögensteile komplett aus der Bemessungsgrundlage des Wohnsitzstaates herausgenommen werden.

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Details

Title
Doppelbesteuerung im Erbschaftsteuerrecht
College
University of Göttingen  (Institut für deutsche und internationale Besteuerung)
Grade
1,7
Author
Alexander Roß (Author)
Publication Year
2017
Pages
19
Catalog Number
V416399
ISBN (eBook)
9783668665415
ISBN (Book)
9783668665422
Language
German
Tags
doppelbesteuerung erbschaftsteuerrecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Roß (Author), 2017, Doppelbesteuerung im Erbschaftsteuerrecht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416399
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