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Sportvereine in Österreich. Besteuerung inclusive der Neuregelungen für Profibetriebe im Mannschaftssport

Title: Sportvereine in Österreich. Besteuerung inclusive der Neuregelungen für Profibetriebe im Mannschaftssport

Project Report , 2017 , 77 Pages

Autor:in: Rainer Kreuter (Author)

Law - Tax / Fiscal Law
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Diese Projektarbeit gibt eine Übersicht über die Besteuerung von gemeinnützigen Sportvereinen in Österreich und beinhaltet auch die Neuerungen bei der Besteuerung für Profibetriebe im Mannschaftssport.

Ein Sportverein unterliegt wie jeder andere Verein iSd VerG ebenso dem „Gewinnerzielungsverbot“, muss aber die in der Bundesabgabenordnung (BAO) vorgesehenen zusätzlichen Erfordernisse erfüllen um die abgabenrechtlichen Begünstigungen in Anspruch nehmen zu können. Die Zuerkennung der Abgabenbegünstigungen erfolgt durch die einzelnen materiellen Steuergesetze.

Die BAO definiert einen gemeinnützigen Sportverein wie folgt:
Nach Satzung (§ 41 BAO) und tatsächlicher Geschäftsführung (§ 42 BAO) dient der Sportverein ausschließlich (§ 39 BAO) und unmittelbar (iSd § 40 BAO) der Förderung des begünstigten Zweckes (= Körpersport). Weiters muss die Allgemeinheit (iSd 36 BAO) gefördert werden.
Werden diese Gemeinnützigkeitsbestimmungen zur Gänze erfüllt, können die nachstehenden Steuerbegünstigungen beansprucht werden.
• Persönliche Steuerbefreiung bei der Körperschaftssteuer (§ 5 Z 6 KStG)
• Freibetrag (§ 23 KStG)
• Pauschale Betriebsausgaben
• Unechte Steuerbefreiung bei der Umsatzsteuer (§ 6 Abs. 1 Z 14 UStG)

Darüber hinaus besteht für die wirtschaftlichen Tätigkeiten Steuerpflicht sowohl bei der Körperschaftsteuer als auch bei der Umsatzsteuer, sofern keine Ausnahmebestimmungen anwendbar sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. ALLGEMEINES

2. DAS SPORTLAND ÖSTERREICH

2.1. Organisationsstrukturen im Sport

2.2.1. Spitzensport versus Breitensport

2.2.2. Profisport versus Amateursport

2.2.3. Das Pyramidenmodell des Sports

2.3. Arten von Vereinen und Verbänden im Sport

2.4. Verbände im österreichischen Fußball

2.5. Das Ehrenamt im Sport

2.6. Das Vereinswesen in Zahlen

3. RECHTSGRUNDLAGEN (GESETZE, ERLÄSSE, JUDIKATUR)

3.1. Steuergesetze

3.2. Erlässe

3.3. Judikatur

3.3.1. Körpersport als begünstigter Zweck

3.3.2. Vereinssatzungen

3.3.3. Unmittelbare Förderung

3.3.4. Tatsächliche Geschäftsführung

3.3.5. Mitgliedsbeiträge

3.3.6. Verhältnis zu anderen Steuerbefreiungen

3.3.7. Vorsteuerabzug

3.3.8. Vereinsrecht

3.3.9. Verein und seine Dienstnehmer

3.3.10. Gebühren

3.3.11. Profisport – Gemeinnützigkeit

3.4. Gesetze außerhalb des Abgabenrechts

4. DER VEREIN NACH DEM VEREINSGESETZ 2002

4.1. Allgemeines

4.2. Begriff - Zweck - Statuten – Tätigkeit

4.3. Organe - Prüfer - Mitglieder

4.4. Vereinsgebarung - Rechnungslegungspflichten - Haftung

4.5. Auflösung - Vereinsbehörde

5. ABGABENRECHTLICHE BEGÜNSTIGUNGEN DES SPORTVEREINS

5.1. Überblick und Definition

5.2. Begünstigungsbestimmungen in der BAO

5.2.1. Kriterien der Gemeinnützigkeit

5.2.2. Kriterien der Förderung der Allgemeinheit

5.2.3. Kriterien der ausschließlichen Förderung

5.2.4. Kriterien der unmittelbaren Förderung

5.2.5. Kriterien der Satzung

5.2.6. Kriterien der tatsächlichen Geschäftsführung

5.2.7. Feststellung der Gemeinnützigkeit

5.3. Mittel zur Zweckerreichung

5.3.1. Allgemeines

5.3.2. Vereinsbereich

5.3.3. Vermögensverwaltung

5.3.4. Unentbehrlicher Hilfsbetrieb

5.3.5. Entbehrlicher Hilfsbetrieb

5.3.6. Begünstigungsschädlicher wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb

5.3.7. Gewinnbetrieb

5.3.8. Mischbetrieb

5.3.9. Ausnahmebestimmungen

5.4. Graphische Übersicht

5.5. Begünstigungen im KStG

5.5.1. Umfang der Befreiung gem. § 5 Z 6 KStG

5.5.2. Freibetrag gem. § 23 KStG

5.5.3. Pauschale Betriebsausgaben

5.5.4. Sachliche Steuerbefreiungen

5.6. Begünstigungen im UStG

5.6.1. Die nicht unternehmerische Sphäre des Sportvereins

5.6.2. Steuerbefreiung gem. § 6 Abs. 1 Z 14 UStG

5.6.3. Liebhabereivermutung

5.6.4. Kleinunternehmerregelung

5.6.5. Weitere Steuerbefreiungen im UStG

6. TÄTIGKEITSBEREICHE DES SPORTVEREINS

6.1. Typische Vereinstätigkeiten des Sportvereins

6.2. Neuregelung für den Profibereich im Mannschaftssport

6.2.1. Allgemeines und Ausgangslage bisher

6.2.2. Profisportler - Definition

6.2.3. Einzelsportarten versus Mannschaftssportarten

6.2.4. Profibetrieb - Definition

6.2.5. Vermeidung des Verlusts der Begünstigungen

6.2.6. Steuerliche Konsequenzen durch die Neuregelung

6.2.7. Einzelerledigungen des BMF vom 22.1.2016 zum Profibetrieb

6.3. Zusammenstellung nach Kategorien

7. KÖRPERSCHAFTSSTEUER

7.1. Steuerpflicht

7.2. Gewinnermittlung

7.3. Beispiel für die Ermittlung der Körperschaftsteuer

7.4. Immobilienertragsteuer

8. UMSATZSTEUER

8.1. Steuerpflicht

8.2. Vorsteuerabzug

8.2.1. Voraussetzungen

8.2.2. Ermittlung der Vorsteuer

8.3. Verein und UID-Nummer

8.3.1. Allgemeines

8.3.2. Lieferungen aus der EU und Erwerbsteuer

8.3.1. Dienstleistungen und Werklieferungen aus dem Ausland

8.4. Einzelfragen in Zusammenhang mit Profibetrieben

8.4.1. Abstellgebühren

8.4.2. Erträge aus internationalen Bewerben

8.4.3. Ablösezahlungen

9. DER SPORTVEREIN ALS DIENSTGEBER

9.1. Allgemeines

9.1.1. Abgrenzungskriterien – Zusammenstellung

9.2. Vergütungen an Funktionäre und sonstige Mitarbeiter

9.3. Vergütungen im Rahmen der Sportlerpauschalierung

9.3.1. Alte Rechtslage – der Sportlerfreibetrag

9.3.2. Neue Rechtslage – pauschale Reiseaufwandsentschädigung

9.4. Vergütungen an ausländische Spieler bzw. Trainer

9.5. Vergütungen an Profisportler

9.6. Meldeverpflichtungen

9.6.1. Verpflichtungen im EStG

9.6.2. Verpflichtungen nach dem ASVG

9.7. Exkurs – Besteuerung der Schiedsrichter

9.8. Übersicht: Einkunftsarten von für den Sportverein tätigen Personen

10. WEITERE ABGABENVERPFLICHTUNGEN

10.1. Kommunalsteuer

10.2. Werbeabgabe

10.2.1. Ausnahmeregelung für gemeinnützige Sportvereine

10.3. Grundsteuer

10.4. Glücksspielabgabe

10.5. Gebühren

11. REGISTRIERKASSENPFLICHT FÜR SPORTVEREINE

12. MUSTERSTATUTEN

13. BEISPIEL(E) ZUR BESTEUERUNG EINES SPORTVEREINS

14. LITERATUR UND SONSTIGE QUELLEN

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die steuerrechtliche Behandlung österreichischer Sportvereine umfassend darzustellen, wobei insbesondere die Auswirkungen des Vereinsrechts sowie die spezifischen steuerlichen Neuregelungen für Profibetriebe im Mannschaftssport analysiert werden, um Sportvereinen Rechtssicherheit in ihrer Gebarung zu bieten.

  • Grundlegende organisationsstrukturelle Anforderungen und Rechtsformen für Sportvereine.
  • Differenzierung zwischen ideellen Vereinstätigkeiten, Hilfsbetrieben und steuerpflichtigen Wirtschaftsbetrieben.
  • Analyse der Gemeinnützigkeitskriterien gemäß Bundesabgabenordnung (BAO).
  • Steuerliche Konsequenzen bei der Ausgliederung von Profibetrieben in Kapitalgesellschaften.
  • Praktische Aspekte wie Umsatzsteuer, Vorsteuerabzug, Lohnverrechnung und die Registrierkassenpflicht.

Auszug aus dem Buch

6.2.1. Allgemeines und Ausgangslage bisher

Die Förderung des Körpersports ist gem. § 35 Abs. 2 BAO explizit ein gemeinnütziger Zweck. Nach der bisherigen Rechtsansicht ist nicht nur der Amateursport förderungswürdig, sondern auch das Unterhalten eines Profiteams durch einen Sportverein, wenn der überwiegende Teil der Personen, der zum Einsatz in Mannschaften vorgesehen ist, nicht entgelte bezahlt bekommt, die die Bestreitung des Lebensunterhalts ermöglichen („Einsatz im Amateurbereich“). Bei Vorhandenseins von Jugend- und Amateurmannschaften galt der Spielbetrieb der Profimannschaften auch als unentbehrlicher Hilfsbetrieb – die Steuerbegünstigungen gingen somit nicht verloren.

Mit dem Wartungserlass 2015 zu den Vereinsrichtlinien wurde die bisherige Verwaltungspraxis zum Profisport grundlegend neu geregelt, sodass für Profisportvereine im Mannschaftssport die Gemeinnützigkeitsbestimmungen der BAO nicht mehr anwendbar sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Allgemeines: Das Kapitel verankert das Grundrecht der Vereinsfreiheit als essenziellen Pfeiler der modernen Demokratie und die Basis für die Vereinsgründung.

2. Das Sportland Österreich: Es werden die Organisationsstrukturen im Sport, das Pyramidenmodell und die Bedeutung des Ehrenamtes für die österreichische Sportlandschaft erläutert.

3. Rechtsgrundlagen (Gesetze, Erlässe, Judikatur): Ein Überblick über die steuergesetzlichen Grundlagen, Erlässe und die für Sportvereine relevante Rechtsprechung zur Gemeinnützigkeit.

4. Der Verein nach dem Vereinsgesetz 2002: Dieses Kapitel behandelt die rechtliche Definition des Vereins, die Pflichtinhalte der Statuten sowie die Anforderungen an Organe, Gebarung und Haftungsfragen.

5. Abgabenrechtliche Begünstigungen des Sportvereins: Hier werden die Kriterien der Gemeinnützigkeit und die steuerliche Einteilung der Vereinstätigkeiten in unternehmerische und nichtunternehmerische Bereiche detailliert dargestellt.

6. Tätigkeitsbereiche des Sportvereins: Eine detaillierte Aufschlüsselung typischer Vereinstätigkeiten und der Neuregelungen für Profibetriebe im Mannschaftssport sowie deren Kategorisierung.

7. Körperschaftssteuer: Dieses Kapitel beschreibt die Steuerpflicht, die Gewinnermittlung und bietet ein Berechnungsbeispiel für Vereine.

8. Umsatzsteuer: Analyse der Umsatzsteuerpflicht, des Vorsteuerabzugs und besonderer Fragestellungen wie grenzüberschreitende Lieferungen und Ablösezahlungen.

9. Der Sportverein als Dienstgeber: Detaillierte Betrachtung der Vergütung von Mitarbeitern, Funktionären und Profisportlern inklusive der Meldeverpflichtungen.

10. Weitere Abgabenverpflichtungen: Informationen zu Kommunalsteuer, Werbeabgabe, Grundsteuer und Glücksspielabgabe für Sportvereine.

11. Registrierkassenpflicht für Sportvereine: Erläuterung der Anforderungen an die Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht für Vereine ab 2016.

12. Musterstatuten: Verweise auf Vorlagen für statutarische Regelungen.

13. Beispiel(e) zur Besteuerung eines Sportvereins: Hinweise auf praktische Berechnungsbeispiele im VereinsR.

14. Literatur und sonstige Quellen: Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Sportverein, Gemeinnützigkeit, Steuerrecht, Körperschaftsteuer, Umsatzsteuer, Profisport, Mannschaftssport, Vereinsgesetz, Ehrenamt, Vorsteuerabzug, Betriebsausgaben, Registrierkassenpflicht, BAO, Vereinsrichtlinien, Sportlerpauschalierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die steuerrechtliche Situation von österreichischen Sportvereinen, insbesondere im Kontext ihrer Gemeinnützigkeit und der Abgrenzung zwischen ideeller Tätigkeit und wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Vereinsrecht, steuerliche Begünstigungen (KSt, USt), die Behandlung von Profibetrieben im Mannschaftssport sowie administrative Pflichten wie die Registrierkassenpflicht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Sportvereinen eine klare Orientierungshilfe zur rechtssicheren Handhabung ihrer finanziellen und steuerlichen Verpflichtungen zu geben, besonders unter Berücksichtigung neuerer gesetzlicher Änderungen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse des geltenden Steuerrechts, der Vereinsrichtlinien, aktueller Erlässe des BMF und der einschlägigen Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung rechtlicher Rahmenbedingungen, die detaillierte Klassifizierung von Einnahmen (Vereinsbereich, Hilfsbetriebe, Wirtschaftsbetriebe) und die spezifischen steuerlichen Folgen für Profivereinsteilungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Gemeinnützigkeit, Sportverein, Umsatzsteuer, Körperschaftsteuer, Profibetrieb und Vereinsgesetz.

Was hat sich durch die Neuregelungen im Profibetrieb für Mannschaftssportarten geändert?

Für Profisportvereine im Mannschaftssport sind die Gemeinnützigkeitsbestimmungen der BAO nicht mehr ohne Weiteres anwendbar, was eine Ausgliederung des Profibetriebs in eine Kapitalgesellschaft oder einen eigenen Rechnungskreis notwendig macht.

Wann ist ein Vereinsfest steuerlich als "klein" einzustufen?

Ein Fest gilt als "klein", wenn die Organisation primär durch Vereinsmitglieder erfolgt, die Verpflegung nicht ausschließlich durch Externe übernommen wird und gewisse Umsatz- sowie Dauer-Grenzwerte (z.B. 72-Stunden-Regel) eingehalten werden.

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Details

Title
Sportvereine in Österreich. Besteuerung inclusive der Neuregelungen für Profibetriebe im Mannschaftssport
Author
Rainer Kreuter (Author)
Publication Year
2017
Pages
77
Catalog Number
V416690
ISBN (eBook)
9783668662483
ISBN (Book)
9783668662490
Language
German
Tags
Verein - Gemeinnützigkeit - Besteuerung - Österreich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rainer Kreuter (Author), 2017, Sportvereine in Österreich. Besteuerung inclusive der Neuregelungen für Profibetriebe im Mannschaftssport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416690
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