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Die strukturelle Semantik als Teildisziplin des Strukturalismus. Erschließung der Wortbedeutung anhand der Semanalyse

Welche Vor- und Nachteile ergeben sich und zählt sie zu den einzigen Möglichkeiten zur Bildung von Wortbedeutungen?

Título: Die strukturelle Semantik als Teildisziplin des Strukturalismus. Erschließung der Wortbedeutung anhand der Semanalyse

Trabajo de Seminario , 2016 , 18 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: B.A. Juliane Haas (Autor)

Estudios franceses - Lingüística
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In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts wird Sprache durch die Metapher Lebendiger Organismus definiert: Die Sprache besitzt, analog zu den Organismen, eine innere Struktur. Sie setzt sich also aus einzelnen Teilen zusammen, die im Resultat ein geordnetes System formen. Somit stehen seit den 1920er Jahren nicht nur die Erforschung der historischen Entwicklung der Sprache oder ihre diatopische Existenz im Fokus der Sprachwissenschaft, sondern auch die Beschreibung der inneren Struktur von Sprache, die als eine eigenständige Größe fungiert. Auf diese Weise entstand der Strukturalismus.

Da die Sprache bereits seit dem Mittelalter als organisiertes Zeichensystem aufgefasst wird, gehört die Theorie der Sprache als System erst seit der Veröffentlichung des Cours de linguistique générale des Genfer Linguisten Ferdinand de Saussure zur Grundlage der abendländischen Linguistik. Darin wird erklärt, dass die Linguistik als autonome Wissenschaft das Ziel verfolgt, die Struktur innerhalb der Sprache zu untersuchen und zu deuten.

Im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts setzt sich die Theorie der Sprache als System von Saussure rapide durch und trägt zur Etablierung anderer sprachwissenschaftlicher Disziplinen bei, wie z.B. die der strukturellen Phonologie und der strukturellen Semantik. Besonders die Naturwissenschaften (Chemie, Biologie und Physik) beeinflussten die Linguisten bei der Beschreibung der Sprachstruktur. Laut dem deutschen Romanisten und Germanisten H. Weinrich besteht die Möglichkeit, die sprachlichen Merkmale als die Elemente in der Physik oder Chemie anzusehen.

Saussures Theorie der Sprache als System gehört zu den theoretischen Ansätzen, von denen am meisten Gebrauch gemacht wurde und sich eine Weiterentwicklung ereignete. Sie wurde in diversen strukturalistischen Schulen angewandt, um sprachliche Aspekte und Phänomene zu analysieren und darzustellen. Die Tübinger Schule gilt als zentrale Institution der strukturellen Semantik für solche linguistischen Analysen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung (Entstehung des Strukturalismus)

2 Theorien der strukturellen Linguistik und der Semantik

3 Die strukturelle Merkmalssemantik und die Theorie der Wortfelder

3.1 Begriffe und Anwendung der Semanalyse

4 Lexikalische Relationen

4.1 Die Synonymie

4.2 Inkompatibilität, Hyponymie und Kohyponymie

5 Diverse Beispiele für Semanalysen

5.1 Mögliche Erweiterung der Wortfeldanalyse nach B. Pottier

5.2 Wortfelder mit einem Klassem

6 Erörterung der Semanalyse (Kritik am Strukturalismus)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die strukturelle Semantik als Teildisziplin des Strukturalismus und analysiert die Möglichkeiten sowie Grenzen der Semanalyse zur Erschließung von Wortbedeutungen anhand konkreter theoretischer Modelle und praktischer Beispiele.

  • Entstehung und Grundlagen des Strukturalismus und der strukturellen Semantik.
  • Die Methodik der Merkmalssemantik und der Wortfeldtheorie nach B. Pottier.
  • Untersuchung lexikalischer Relationen wie Synonymie, Hyponymie und Kohyponymie.
  • Kritische Würdigung der Anwendbarkeit und theoretischen Validität von Semanalysen.
  • Analyse der Vorteile und Schwierigkeiten bei der praktischen Anwendung linguistischer Wortfeldmodelle.

Auszug aus dem Buch

Die strukturelle Merkmalssemantik und die Theorie der Wortfelder

Die Merkmalssemantik, die in den 60er und 70er Jahren entstand, gehört der strukturellen Semantik an und geht auf den klassischen Ansatz von Aristoteles zurück. Aufgrund der charakteristischen Eigenschaften, die bestimmte Sachverhalte aufweisen, können Wortbedeutungen erschlossen bzw. gebildet werden. Sobald diese Merkmale gefunden worden sind, erfolgt eine Abgrenzung dieser Merkmale durch Bildung von Oppositionen (Bedeutungsrelationen). Dieser Schritt folgt getreu dem Saussureschen Diktum ab, welches besagt, dass in der Sprache nur Gegensätze festgestellt werden können. Kurz: Bedeutungen werden also kompositionell aus bedeutungsunterscheidenden Einzelmerkmalen gebildet.

Die Merkmalssemantik beruht u.a. auf den Forschungen der Sprachwissenschaftler E. Coseriu, H. Geckeler und B. Pottier.

Diese Vorgehensweise zur Erschließung der Bedeutung wurde zuerst in der Phonologie durchgeführt: Ein Phonem, das die kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit einer Sprache bildet, bekommt seinen Wert dadurch, dass es in einem Oppositionsverhältnis zu anderen Phonemen steht. Die Kontrahenten unterscheiden sich mindestens in einem Merkmal, z.B. stimmlos/stimmhaft (vgl. singen vs. sinken). Anhand dieser Methode entwickelte man die Lautschrift in der Phonologie, die sich für uns bis heute bewährt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung (Entstehung des Strukturalismus): Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des Strukturalismus und die Auffassung von Sprache als organisiertes Zeichensystem nach Ferdinand de Saussure.

2 Theorien der strukturellen Linguistik und der Semantik: Hier werden die theoretischen Grundannahmen von L. Hjelmslev und Saussure sowie deren Übertragung auf die semantische Analyse dargelegt.

3 Die strukturelle Merkmalssemantik und die Theorie der Wortfelder: Dieses Kapitel führt in die methodischen Grundlagen der Merkmalssemantik und die historische Entwicklung der Wortfeldtheorie ein.

3.1 Begriffe und Anwendung der Semanalyse: Fokus auf die praktische Anwendung der Semanalyse zur Identifikation von Sems und deren Zusammenführung in Wortfeldern.

4 Lexikalische Relationen: Untersuchung der Beziehungen zwischen Wörtern im Rahmen der lexikalischen Semantik unter Einbeziehung pragmatischer Ansätze nach J. Lyons.

4.1 Die Synonymie: Analyse der totalen und partiellen Synonymie sowie der kontextabhängigen Verwendung von bedeutungsgleichen oder ähnlichen Ausdrücken.

4.2 Inkompatibilität, Hyponymie und Kohyponymie: Erläuterung der vertikalen und horizontalen Strukturen innerhalb von Wortfeldern sowie der Inklusionsverhältnisse.

5 Diverse Beispiele für Semanalysen: Anwendung der theoretischen Modelle anhand konkreter Wortfeldanalysen.

5.1 Mögliche Erweiterung der Wortfeldanalyse nach B. Pottier: Erweiterung der initialen Minifelder durch Hinzunahme weiterer Kohyponyme und semantischer Merkmale.

5.2 Wortfelder mit einem Klassem: Analyse der Struktur von Wortfeldern unter Berücksichtigung von Klassemen, die große Wortklassen differenzieren.

6 Erörterung der Semanalyse (Kritik am Strukturalismus): Eine kritische Auseinandersetzung mit der Praxisrelevanz, dem Zeitaufwand und den methodischen Schwachstellen der Semanalyse.

Schlüsselwörter

Strukturalismus, Semantik, Wortfeldtheorie, Merkmalssemantik, Semanalyse, Semem, Archisem, Lexikalische Relationen, Synonymie, Hyponymie, Kohyponymie, Sprachstruktur, Saussure, Pottier, Linguistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der strukturellen Semantik als Teildisziplin des Strukturalismus und untersucht die Methode der Semanalyse zur Bestimmung von Wortbedeutungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Merkmalssemantik, der Wortfeldtheorie, verschiedenen lexikalischen Relationen sowie einer kritischen Analyse des theoretischen Nutzens dieser Methoden.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Vor- und Nachteile der strukturellen Semanalyse aufzuzeigen und zu klären, ob sie eine alltagstaugliche Methode zur Wortbedeutungsbildung darstellt oder lediglich theoretischen Charakter besitzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und führt methodisch durch die von B. Pottier etablierte Semanalyse und die Untersuchung lexikalischer Strukturen.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Darstellung von Wortfeldanalysen und deren Relationen sowie eine umfassende kritische Erörterung der strukturalistischen Ansätze.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?

Zentrale Begriffe sind neben Strukturalismus und Semantik vor allem die Begriffe Sem, Semem, Archisem sowie die Unterscheidung zwischen Hyponymie und Kohyponymie.

Wie unterscheidet sich die totale von der partiellen Synonymie laut der Autorin?

Die totale Synonymie beschreibt Wörter, die in der Syntax ohne Bedeutungsverschiebung austauschbar sind, während partielle Synonyme kontextabhängige Ähnlichkeiten aufweisen.

Warum wird die Wortfeldanalyse als theoretisch anspruchsvoll bewertet?

Die Arbeit betont den enormen Zeitaufwand und die Schwierigkeit der Vollständigkeit, da ein einzelnes Wortfeld nur einen minimalen Ausschnitt des Vokabulars abdecken kann.

Welche Schwachstelle bei der Abgrenzung von Merkmalen wird kritisiert?

Kritisiert wird die Schwierigkeit, distinktive Merkmale objektiv festzulegen, da häufig unklar bleibt, welche Merkmale tatsächlich bedeutungsrelevant sind und welche lediglich die Wirklichkeit abbilden.

Wie wird das Problem der Polysemie im Strukturalismus bewertet?

Die Autorin stellt fest, dass der Strukturalismus die Polysemie weitgehend ausschließt, da er meist nur eine Grundbedeutung eines Wortes innerhalb der Merkmalsmatrix betrachtet.

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Detalles

Título
Die strukturelle Semantik als Teildisziplin des Strukturalismus. Erschließung der Wortbedeutung anhand der Semanalyse
Subtítulo
Welche Vor- und Nachteile ergeben sich und zählt sie zu den einzigen Möglichkeiten zur Bildung von Wortbedeutungen?
Universidad
LMU Munich  (Romanische Philologie)
Curso
Proseminar
Calificación
1,7
Autor
B.A. Juliane Haas (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
18
No. de catálogo
V416705
ISBN (Ebook)
9783668663312
ISBN (Libro)
9783668663329
Idioma
Alemán
Etiqueta
französischer Strukturalismus Semanalyse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
B.A. Juliane Haas (Autor), 2016, Die strukturelle Semantik als Teildisziplin des Strukturalismus. Erschließung der Wortbedeutung anhand der Semanalyse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416705
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