Die Geschichte des Fußballs, seine Bedeutung und mögliche Kontaktpunkte zur Sozialen Arbeit


Ausarbeitung, 2016

9 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Geschichte des Fußballs

3 Fußball und seine Bedeutung
3.1 Fußball und seine Bedeutung - Früher
3.2 Fußball und seine Bedeutung - Heute
3.3 Begriffserläuterung „Fan"
3.4 Fußball und seine Bedeutung für die Fans

4 Mögliche Kontaktpunkte der Sozialen Arbeit - ein Ausblick

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Fußball, kaum ein Sport spaltet und vereint die Menschen unterschiedlicher Gesellschaften gleichermaßen wie dieser. Bevor in dieser Hausarbeit allerdings auf die eigentliche Fragestellung eingegangen wird, wird zunächst der Begriff „Fußball" näher definiert.

Fußball ist ein Ballspiel für zwei Mannschaften zu je 11 Spielern. Jedes Team hat einen Torhüter und zehn Feldspieler. Es gewinnt die Mannschaft, die mehr Tore erzielt als das gegnerische Team. Torgleichheit wird mit einem „Unentschieden" gewertet. Wie man schon in jedem gängigen Nachschlagewerk erfahren kann, ist „(Fußball) das beliebteste und am weitesten verbreitete Mannschaftsspiel der Welt" (Microsoft Encarta 1998, „Fußball"). Es gibt Regeln, Teams, Strafen und vor allem ein gemeinsames Ziel - der Sieg der eigenen Mannschaft. Obwohl die Menschen heutzutage sowohl über ein immer größeres Freizeitangebot verfügen aber auch immer mehr neue Trendsportarten entstehen, nehmen die Euphorie und die Begeisterung rund um den Fußball immer mehr zu. Gerade vor einigen Wochen, als die Europameisterschaft in Frankreich zu sehen war, wurde die Euphorie des Fußballs sowohl für die Spieler, als auch für die Fans bemerkbar. Erstmals waren dieses Jahr bei der Europameisterschaft, in Frankreich, 24 Mannschaften qualifiziert (vgl. UEFA 2016). Dies hat auch gerade dazu geführt, dass noch viel mehr Fans sich den Fußball sowohl in den Stadien, beim Public-Viewing oder aber auch in gemütlicher Runde zu Hause mit Familie, Bekannten usw. angesehen haben. Doch Fußball ist viel mehr als nur Regeln und 90 Minuten voller Leidenschaft, Spannung, Freude und Wut und dies nicht nur für die Spieler, sondern auch für alle anderen: den Fans. Für viele Fußballfans spielt Fußball eine große und unverzichtbare soziale Rolle. Es lohnt sich also einen genaueren Blick auf das sportliche und soziale Wunder des Fußballs zu werfen.

In dieser Hausarbeit wird zunächst ein kurzer historischer Einblick in den Fußball näher erläutert. Der historische Einblick dient als Grundlage dieser Hausarbeit. Darüber hinaus wird dann die Bedeutung des Fußballs von früher und heute verglichen und im Hauptteil dieser Arbeit werden die möglichen Kontaktpunkte der sozialen Arbeit beschrieben.

2 Die Geschichte des Fußballs

Werfen wir einen Blick in die griechische Antike so lässt sich der Ursprung des Sports und somit auch der des Fußballs deutlich wieder finden. Schon bei den Olympischen Spielen im alten Rom wurden Sportereignisse von Schaulustigen gespannt verfolgt. Neben des eigentlichen Sports, kam den Zuschauern eine entscheidende Rolle beim Spektakel zu. Die Kämpfe der jeweiligen Mannschaften wurden kommentiert, bejubelt und bewertet. Die Zuschauer konnten somit den Verlauf und den Ausgang des Kampfes stark beeinflussen. Die generelle Begeisterung des Volks für Sport lässt sich viele Jahre später ebenfalls wieder finden. Der Ursprung des Fußballs soll im 10. Jahrhundert, in Ashboune, der Grafschaft Derbyshire liegen. Bereits im ausgehenden Mittelalter gab es die Folk Games, die als Frühformen des Fußballs (wie auch des Rugbys) angesehen werden können. Bei diesen Spielen handelte es sich zumeist um Wettkämpfe zwischen zwei Dörfern oder Stadtteilen. Die Spielidee war, einen ballähnlichen Gegenstand in einen bestimmten Zielbereich im Gebiet des Gegners zu bringen. Die lediglich regional bekannten Spiele basierten oftmals auf nur wenigen, kaum formalisierten und zumeist nur mündlich überlieferten Regeln. So waren zum Beispiel das Spielfeld, die Spieldauer sowie die Teilnehmerzahl kaum begrenzt und eine klare Trennung von Teilnehmern und Zuschauern unüblich (vgl. Schulze-Marmeling 2000 S. 11ff). Mithilfe des Spiels konnten bestehenden Konflikte und Rivalitäten ausgetragen werden und somit war der ursprüngliche Fußball auch eine Möglichkeit soziale Konflikte auszutragen (vgl. Kathöfer 2013 S.23f).

Im Verlaufe der Zeit veränderte sich die Rolle des Fußballs jedoch dynamisch. So stellte Fußball im 19. Jahrhundert einen bedeutenden Teil elitärer Bildungsstrukturen dar. Der bis dahin pure Fußball wurde durch viele Regeln und Abläufe standardisiert und als Teil einer schulischen Ausbildung neu installiert. Der neue Fußball bot nun die Möglichkeit die Jugend zu erziehen, Regeln zu vermitteln und ein Gemeinschaftsgefühl zu schaffen.

Es lässt sich sagen, dass diese Elitisierung notwendig sowie auch sinnvoll war, um Fußball in einer geregelten und geordneten Form ausüben zu können. Die Installation des Fußballs an den Schulen führte dazu, dass der Sport unter den Bürgern bekannt wurde. Im Jahre 1846 wurden von einer Schule in Rugby die ersten offiziellen schriftlichen Regeln erlassen. Jedoch unterschieden sich die Regeln von Schule zu Schule erheblich, was das gemeinsame Spiel deutlich erschwerte. So wurden 1848 an der Universität Cambridge die „Cambridge Rules" formuliert, welche im Herbst 1863 als Grundlage der Geburt des modernen Fußballs dienten. Elf Vertreter von Fußballklubs kamen in der Londener Freemason's Tavern zusammen, um einheitliche Fußballregeln festzulegen. Diese Regeln sollten auch außerhalb von Cambrige gültig sein und das gemeinsame Spiel erleichtern. Im Rahmen des Treffens entstand die Footballl Association (FA) und somit der erste nationale Fußballverband auf der Welt. Der moderne Fußball war geboren (vgl. Eisenberg 2004 S. 46).

3 Fußball und seine Bedeutung

Im Folgenden Abschnitt wird die Bedeutung des Fußballs von früher und heute aufgegriffen. Um erst einmal einen Einblick darüber zu bekommen, wie die Bedeutung des Fußballs früher gesehen wurde und wie die Bedeutung heute gesehen wird, werden diese näher beschrieben. Da die Bedeutung des Fußballs von früher zu heute sich stets gewandelt hat, spielt dies in dieser Hausarbeit eine wesentliche Rolle.

3.1 Fußball und seine Bedeutung - Früher

Wie bereits in Punkt zwei kurz angeschnitten, veränderte sich die Bedeutung des Fußballs stetig. In den vormodernen Gesellschaften waren viele Handlungsbereiche wie sowohl das Arbeiten, Erziehen, Herrschen, Rechtsprechen, Glauben, Heilen als auch das Bewegen und Spielen miteinander vermischt. Doch in dem Übergang zur modernen, funktionalen differenzierten Gesellschaft haben sich diese Handlungsbereiche immer mehr voneinander getrennt und zu jeweils eigenständigen gesellschaftlichen Teilsystemen ausdifferenziert. Darunter zählen Teilsysteme wie das Wirtschafts-, Erziehungs-, Politik-, Rechts-, Religions­und Gesundheitssystem. Auch der Sport entstand, indem er sich aus verschiedenen Handlungsbereichen herauslöste, in denen Bewegung, körperliche Leistungsfähigkeit oder Wettkampf eine Rolle spielten, wie zum Beispiel bei kultischen und rituellen Handlungen sowie in den Bereichen der (Leibes-)Erziehung, des Spiels und des überwiegend dem Adel vorbehaltenen Amüsements und Zeitvertreibs. Im Sportsystem der modernen Gesellschaft geht es nunmehr um die Erbringung körperlicher Leistungen, welche um der Leistung willen, also als Selbstzweck, erbracht werden (vgl. Stichweh 1990).

Eine eindeutige Antwort lässt sich allerdings auf die Frage geben, wann und wo sich Fußball zu einer Sportart der modernen Gesellschaft entwickelt hat. Dies geschah im England des 19. Jahrhunderts. Besonders kennzeichnend für den früheren Fußball war das hohe Maß an Aggressivität sowie körperlicher Gewalt. Nicht selten kam es auch nach den Spielen zu starken Ausschreitungen. Der Fußball diente nicht nur sportlicher Leistung und dem Zeitvertreib, sondern vor allem als ein Ventil für soziale Konflikte. Im 19. Jahrhundert wurde Fußball als Mittel zur Erziehung betrachtet. Schüler der Eliteschulen sollten mithilfe von Fußball soziale Kompetenzen erlernen und fördern. Macht- und Prestigekämpfe waren besonders in der Oberschicht ein großes Problem, welches durch sportliches Konkurrenzdenken und durch Fairplays versucht wurde zu lösen (vgl. Eisenberg 2004 S. 43f).

3.2 Fußball und seine Bedeutung - Heute

Die Veränderung zu einem eigenständigen Handlungsfeld prägt den heutigen Fußball stark. Leistungs- sowie Konkurrenzdenken stellen zentrale Aspekte des heutigen Fußballsports dar. Heute geht es insbesondere um dauerhafte siegbringende körperliche Leistung sowie regelmäßige Leistungsvergleiche, Leistungssteigerung und insbesondere darum das Spiel für sich zu entscheiden. Niederlagen wollen unbedingt vermieden werden. Relevant für den Sieg und die Bewertung ist ausschließlich die erbrachte Leistung, unabhängig von außersportlichen Aspekten wie Bildung, Schönheit oder Status. Durch den Zusammenschluss des FA wurde das heutige Verständnis von Fußball erheblich geprägt und beeinflusst. Ohne Frage kann der erzieherische Nebeneffekt auch heute noch nicht geleugnet werden. Das Einhalten und beachten von spezifische Regeln, agieren im Team und persönliche Disziplin stellen nur einen

Bruchteil der sozialen Kompetenzen dar, die durch den Sport Fußball erlangt werden. Die bisher genannten Aspekte zielen vor allem auf die Bedeutung für die Spieler ab, jedoch ist auch die Bedeutung des Fußballs für die Fans erheblich (vgl. Eisenberg 2004 S.55ff).

3.3 Begriffserläuterung „Fan“

Um die Bedeutung des Fußballs für Fans deutlich zu machen, wird hier zunächst eine kurze Begriffsdefinition vorgenommen. Das Wort Fan findet seine Wurzeln in dem Begriff „fanatic" und beschreibt somit das besessene Verhalten von Personen, welches sich auf ein bestimmtes Vorhaben oder Ziel richtet. Nach Otte ist ein Fan eine Person, welcher „einem in der Öffentlichkeit stehenden, nicht zum persönlichen Netzwerk gehörenden Objekt Verehrung" (Otte 2010 S.75) zukommen lässt. Unter Verehrung ist hierbei eine besondere Art der Wertschätzung zu verstehen (vgl. Kathöfer 2013 S.28f).

3.4 Fußball und seine Bedeutung für die Fans

Fußball findet nicht nur auf dem Spielfeld selbst statt. Zuschauer und Fans gehören zu dem bedeutendsten Bestandteil eines jeden Fußballspiels. Wie in der Einleitung kurz erwähnt führt Fußball unterschiedlichste Menschen zusammen. Fußball bietet die Möglichkeit, dass jeder mit jedem über dieses Thema in Kontakt treten kann. Gemeinsames Interesse ist der Fußball und somit entsteht eine Kommunikationsgemeinschaft. Durch eine aktive Identifikation mit dem Sport und den Spielern, ist das Erleben des Spiels der Zuschauer ähnlich dem Erleben der Spieler. Das Spiel findet durch beispielsweise Klatschen, Gesänge oder Choreographien auch auf den Rängen statt und es entsteht eine Gemeinschaft. Ähnlich wie auch bei dem reinen Spiel der Dörfer, kann dies als Ventil für Gefühle und Emotionen des Alltags genutzt werden. Fußball bietet somit für die Fans die Möglichkeit relevante Probleme und Themen zu verarbeiten und/oder deutlich zu machen. Durch das Gemeinschaftsgefühl, verlieren soziale und private Unterschiede zunächst augenscheinlich an Bedeutung (vgl. Kathöfer 2013 S.30). Fußball ist somit ein idealer Zufluchtsort, um Probleme und Ungleichheit zu vergessen und ein Gefühl der Gemeinschaft, Macht und Zugehörigkeit zu erfahren. Für viele Menschen sind das Stadion, die Fußballspiele, der Verein und die eigene Rolle in diesem System eine extrem wichtige Stütze um die alltäglichen Belastungen des Lebens zu bewältigen. Dieses starken Einflusses sollte sich die Profession der Sozialen Arbeit bewusst sein und ihn bewusst nutzen, um mit Klienten in Kontakt zu treten.

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Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Die Geschichte des Fußballs, seine Bedeutung und mögliche Kontaktpunkte zur Sozialen Arbeit
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
9
Katalognummer
V416761
ISBN (eBook)
9783668670921
Dateigröße
665 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Arbeit, Fußball, Kontaktpunkte
Arbeit zitieren
Jacqueline Ehlert (Autor), 2016, Die Geschichte des Fußballs, seine Bedeutung und mögliche Kontaktpunkte zur Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416761

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