Diese Bachelorarbeit untersucht auf Konsumentenebene die maßgeblichen Treiber der Sharing Economy mit besonderem Fokus auf der Automobilbranche (Carsharing). Hierbei werden zunächst im theoretischen Bezugsrahmen die Grundlagen des kollaborativen Konsums näher betrachtet, um ein Grundverständnis für den weiteren Verlauf der Arbeit zu schaffen. Um tiefer in die Thematik einsteigen zu können wird im Anschluss daran das Themengebiet der Shared Mobility mit dem Schwerpunkt auf Car2Go und DriveNow im Free-Floating-Bereich detailliert beschrieben.
Zudem wurde im Zuge dieser wissenschaftlichen Arbeit eine quantitative Studie durchgeführt, welche die aktiven Carsharing-Nutzer sowie die potenzielle Nutzerschaft im Alter zwischen 18 und 60 Jahren zu deren Nutzungsverhalten befragt. Dadurch sollen Erkenntnisse über die Ursachen gewonnen werden, die maßgeblich für den Erfolg der Carsharing-Branche verantwortlich sind. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf mögliche Auswirkungen der Automobilbranche ableiten. Zudem können mit Hilfe der Studie Erkenntnisse über Handlungsempfehlungen und zukünftige Entwicklungen gewonnen werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Themeneinführung und Relevanz
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Bachelorarbeit
2 Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Sharing als Ökonomisches Prinzip
2.2 Das Aufkommen der Sharing Economy
2.3 Grundlagen der Sharing Economy
2.3.1 Die Transaktionsmodelle der Sharing Economy
2.3.2 Segmente der Sharing Economy
2.4 Shared Mobility - Carsharing
2.4.1 Themeneinführung - Carsharing
2.4.2 Arten des Carsharings
2.4.3 Arbeitsrelevante Anbieter des Carsharing
2.4.4 Die Entwicklung der Carsharing-Branche
2.4.4.1 Generationsbedingte Einflüsse
2.4.5 Motive zur Nutzung von Carsharing-Angeboten
2.4.5.1 Ökonomischer Aspekt
2.4.5.2 Ökologischer Aspekt
3 Empirische Studie: Quantitativer Fragebogen zur Akzeptanz der Carsharing-Angebote
3.1 Forschungsfragen
3.2 Forschungshypothesen
3.3 Forschungsmethodisches Vorgehen
3.3.1 Festlegung der Quotenmerkmale
3.3.2 Stichprobengröße
3.3.3 Fragebogen
3.4 Datendarstellung und Auswertung
3.4.1 Der Erfolg der Carsharing-Branche in Abhängigkeit zur Region
3.4.2 Der Erfolg der Carsharing-Branche in Abhängigkeit zum Alter
3.4.3 Die Verschiebung der Werteordnung
3.4.4 Ökologie- und Nachhaltigkeitsgedanke als wesentlicher Faktor
3.4.5 Kostenersparnis als wesentlicher Faktor der Carsharing-Nutzung
3.4.6 Hindernisse der potenziellen Carsharing-Kunden
3.4.7 Das Carsharing-Angebot als etabliertes Trendprodukt
3.5 Interpretation der Ergebnisse
3.5.1 Die maßgeblichen Treiber der Carsharing-Branche
3.5.1.1 Digitalisierung
3.5.1.2 Flexibilität
3.5.1.3 Kostenersparnisse
3.5.1.4 Irrelevante Elemente
3.5.2 Nischenprodukt oder etabliertes Trendprodukt?
3.5.3 Ausblick
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die maßgeblichen Treiber der Sharing Economy mit einem Fokus auf die Automobilbranche (Carsharing). Ziel ist es, das Nutzungsverhalten der Konsumenten zu analysieren, um Erkenntnisse über die Erfolgsursachen zu gewinnen und daraus Handlungsempfehlungen sowie Prognosen für die Automobilindustrie abzuleiten.
- Grundlagen und Geschäftsmodelle der Sharing Economy
- Differenzierung von Carsharing-Anbietern (Free-Floating vs. stationsbasiert)
- Quantitative Analyse der Carsharing-Akzeptanz bei Konsumenten
- Untersuchung von Mobilitätsmotiven und Barrieren
- Zukunftsperspektiven von Carsharing im Kontext der Automobilindustrie
Auszug aus dem Buch
1.1 Themeneinführung und Relevanz
„Someday we´ll look back on the 20th century and wonder why we owned so much stuff” (Walsh, 2011). Bryan Walsh, leitender Redakteur der Time International, hat mit diesem Zitat bereits vor sechs Jahren deutlich gemacht, dass unserer Gesellschaft mit den Folgen der Sharing Economy eine fundamentale Änderung bevorsteht. Denn die Sharing Economy stellt den Beginn einer neuen Ära dar. Einer Ära, die die Wirtschaft in vielen Bereichen grundlegend verändern wird. Rachel Botsman und Roo Rogers deckten in ihrem Buch „What’s Mine is Yours: The Rise of Collaborative Consumption“ auf, wie der neue Trend zu einem Wertewandel im Konsumentenbewusstsein führt. Diese Entwicklung wird unter anderem durch neuartige Technologien und dem Web 2.0 forciert (vgl. Botsman, Rogers, 2011, S. 44).
In den letzten Jahren sind vermehrt Plattformen entstanden, die den kollaborativen Konsum im Mittelpunkt stellen und so alle Menschen vereinen, die an der eigentumslosen Konsumform teilhaben möchten. Gerade bei der „Generation Y and Z“ zeichnet sich eine neue sozioökonomische Bewegung ab, die das Phänomen der Sharing Economy stark vorantreibt. Insgesamt gaben 82 Prozent der 18 - 29-Jährigen an, mindestens eines der vielen Sharing Angebote genutzt zu haben (vgl. PricewaterhouseCoopers GmbH, 2015, S. 7). Dadurch müssen sich auch die Unternehmen laufend verändern und zukünftige strategische Ausrichtungen überdenken.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Relevanz der Sharing Economy und Zielsetzung der wissenschaftlichen Untersuchung.
2 Theoretischer Bezugsrahmen: Definition des Sharing-Begriffs sowie Erläuterung der ökonomischen Grundlagen und verschiedenen Transaktionsmodelle.
3 Empirische Studie: Quantitativer Fragebogen zur Akzeptanz der Carsharing-Angebote: Beschreibung der methodischen Durchführung der Online-Befragung und Analyse der gewonnenen Daten zur Carsharing-Nutzung.
4 Fazit: Zusammenfassung der wesentlichen Treiber des Carsharing-Erfolgs sowie kritische Reflexion des Forschungsvorgehens.
Schlüsselwörter
Carsharing, Sharing Economy, Digitalisierung, Mobilität, kollaborativer Konsum, Free-Floating, stationsbasiertes Carsharing, Konsumentenverhalten, Geschäftsmodelle, Nachhaltigkeit, Kostenersparnis, Flexibilität, Generation Y, Generation Z, Shared Mobility.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Mechanismen und Treiber der Sharing Economy am Beispiel der Carsharing-Branche, um deren Entwicklungspotenzial und Auswirkungen auf die Automobilindustrie zu beleuchten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentral sind die theoretischen Grundlagen des kollaborativen Konsums, die Analyse verschiedener Carsharing-Modelle (insbesondere Free-Floating vs. stationär) sowie die Auswertung des Konsumentenverhaltens.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Identifikation der wesentlichen Treiber für den Erfolg von Carsharing-Angeboten und die Beantwortung der Frage, ob Carsharing ein Nischenphänomen bleibt oder ein etablierter Massenmarkt-Trend ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde eine quantitative Methode in Form einer Online-Befragung mit 174 Teilnehmern gewählt, um Erkenntnisse über das Nutzungsverhalten und die Einstellung der Zielgruppe zu gewinnen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl der theoretische Bezugsrahmen als auch die empirische Auswertung der Umfragedaten präsentiert, die verschiedene Hypothesen zu Nutzergruppen, Beweggründen und Zukunftsprognosen prüfen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit fokussiert sich primär auf die Begriffe Carsharing, Sharing Economy, Digitalisierung, Flexibilität, Kosteneffizienz und den kollaborativen Konsum.
Wie spielt das Alter bei der Carsharing-Nutzung eine Rolle?
Die Arbeit untersucht, ob die Generation Y und Z aufgrund ihrer Affinität zur Digitalisierung und veränderter Wertevorstellungen eine höhere Nutzungsintensität aufweisen, wobei die 23- bis 27-Jährigen als Hauptzielgruppe identifiziert wurden.
Was ist das wichtigste Ergebnis bezüglich der Barrieren?
Entgegen der Annahme, dass die Angst vor Mobilitätseinschränkungen das größte Hindernis ist, zeigt die Studie, dass viele potenzielle Kunden bisher einfach noch nicht ernsthaft über Carsharing als Alternative nachgedacht haben.
Wie bewerten die Nutzer die Zukunft des Carsharings?
Die überwältigende Mehrheit der befragten Teilnehmer (94%) betrachtet Carsharing als ein nachhaltiges Phänomen und nicht nur als einen kurzzeitigen Trend oder "Hype".
Welchen Einfluss haben Kostenersparnisse auf die Entscheidung?
Kostenersparnisse stellen neben der Flexibilität einen maßgeblichen Treiber dar, weshalb das Carsharing-Modell von vielen Nutzern als ökonomisch vorteilhafte Alternative zum eigenen Pkw wahrgenommen wird.
- Arbeit zitieren
- Corey Ellis (Autor:in), 2018, Teilen statt Erwerben. Das Aufkommen, die Entwicklung und Zukunftsprognosen der Sharing Economy am Beispiel der Automobilbranche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416923