Unschuldige Opfer und skrupellose Verführerinnen. Die Rolle der Frauen in Tirso de Molinas "El burlador de Sevilla y convidado de piedra" und Max Frischs "Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie"


Hausarbeit, 2017

19 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Ehrverständnis im Siglo de Oro

3 Schuld und Unschuld der Frauenfiguren bei Tirso
3.1 Die weiblichen Hauptfiguren in El burlador de Sevilla
3.1.1 Herzogin Isabela
3.1.2 Die Fischerin Tisbea
3.1.3 Doña Ana
3.1.4 Das Bauernmädchen Arminta
3.2 Das Frauenbild bei Tirso
3.3 Die Frauen bei Tirso als (nicht ganz unschuldige) Opfer

4 Don Juans Verhältnis zu Frauen
4.1 Tirso de Molinas Spötter und Entehrer
4.2 Max Frischs Frauenhasser

5 Frauenfiguren bei Frisch
5.1 Die Frauentypen in Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie
5.1.1 Donna Anna – das naive, unschuldige Opfer
5.1.2 Donna Elvira und die übrigen Damen von Sevilla – die skrupellosen Verführerinnen
5.1.3 Miranda – Retterin und Verfechterin der wahren Liebe
5.2 Überzeichnung und Aufwertung des Frauenbilds

Fazit

Literaturverzeichnis.

1 Einleitung

Don Juan ist weit mehr als der Protagonist von Tirso de Molinas 1613 verfasstem Drama El burlador de Sevilla y convidado de piedra und der zahllosen Adaptionen von diesem. Sein Name ist zu einem feststehenden Begriff geworden. Sigrid Anemone Lindner definiert einen Don Juan folgendermaßen:

Typ des Mannes […], dessen Lebensinhalt allein darin zu bestehen scheint, auf mehr oder weniger raffinierte Weise eine möglichst große Anzahl von Frauen zu verführen, um sie sogleich wieder zu verlassen, sobald er das Ziel seiner Wünsche erreicht hat.[1]

Don Juan ist also nicht denkbar ohne Frauen, die er verführen kann. Darum stehen Don Juans Frauen in dieser Hausarbeit im Mittelpunkt. John William Smeed zufolge weist das Don Juan-Thema ihnen über Jahrhunderte hinweg in der Regel die Rolle des Opfers zu, das oft leichtgläubig und emotional instabil ist.[2] In dieser Arbeit wird die Rolle der Frau in der ursprünglichen Fassung von Tirso sowie in der mehr als dreihundert Jahre später entstandenen Adaption von Max Frisch mit dem Titel Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie untersucht. Dabei stehen die Fragen im Fokus, ob die weiblichen Figuren bei Tirso tatsächlich primär als Opfer dargestellt werden und inwiefern sich diese Darstellung bei Frisch verändert. Frischs Komödie ist im Hinblick auf den Vergleich der Frauenfiguren besonders interessant, da sie einen Don Juan zeigt, der sich nicht für Frauen interessiert, aber von ihnen verfolgt wird.

Da die Auffassung von Ehre im Siglo de Oro, die sowohl bei Tirso als auch bei Frisch einfließt, zentral für das Verständnis der Frauenfiguren und deren Bewertung ist, wird der Analyse der Frauenfiguren eine Erläuterung dieses Ehrverständnisses vorangestellt. Anschließend werden die vier zentralen Frauenfiguren aus Tirsos El burlador besonders im Hinblick darauf betrachtet, wie passiv oder aktiv sie agieren und wie unschuldig sie tatsächlich sind. In diesem Zusammenhang wird auf das Bild eingegangen, das die männlichen Figuren bei Tirso von Frauen haben. Von allen männlichen Figuren ist natürlich Don Juans Verhältnis zu Frauen am interessantesten. Auf dieses wird gesondert eingegangen, denn Bohlers auf die Frauenfiguren in Frischs Don Juan bezogene Aussage, ihre Hauptfunktion sei darauf beschränkt, „Don Juans Verhältnis zur Weiblichkeit aufzuzeigen“[3], trifft auch auf die Frauenfiguren in Tirsos El burlador zu. In Bezug auf das Verhältnis zu Frauen wird zum ersten Mal auf Frischs Komödie eingegangen, da die Einstellung von Frischs Protagonisten zu Frauen andere Frauenfiguren erfordert als bei Tirso. Anschließend werden die drei Frauentypen, die in Frischs Don Juan auszumachen sind, nämlich das unschuldige Opfer, die skrupellose Verführerin und die Retterin, vorgestellt und verglichen. Daraus werden Schlüsse auf die Unterschiede des Frauenbildes in Frischs Adaption im Vergleich zu Tirso gezogen.

2 Das Ehrverständnis im Siglo de Oro

Um das Ausmaß von Don Juans Vergehen an den Frauen zu verstehen, ist es wichtig, sich mit der zu Tirsos Lebzeiten geltenden Ehrvorstellung zu befassen, die auch bei Frisch aufgegriffen wird. Während ein Mann ehrenhaft ist, wenn er tapfer und mutig ist, sind für die Ehre einer unverheirateten Frau „Unbescholtenheit und Tugend“ und für die einer verheiratete Frau „Treue und Gehorsam ihrem Ehemann gegenüber“ von größter Bedeutung.[4] Besteht auch nur der Verdacht, eine Frau könne ihre Unschuld vor der Ehe verloren haben, ist ihre Ehre zerstört und kann nur wiederhergestellt werden, indem sie ihren Verführer heiratet oder blutige Rache an diesem verübt wird. So können Verlobte, Ehemänner und Väter im Duell die Ehre ihrer Frauen bzw. Töchter sowie ihre eigene wiederherstellen. Der Ehrverlust des Mannes geht nämlich mit dem der Frau, Braut oder Tochter einher.[5] Im Beispiel Doña Anas büßt nicht nur sie durch Don Juan ihre Ehre ein, sondern auch ihr Vater.[6] Wie Carlos Feal schreibt, liegt die Ehre der Männer in der Hand der Frauen[7] und die Männer scheinen alle Hände voll zu tun zu haben, um die Frauen und somit ihre eigene Ehre zu bewachen. Sarah Lippert sieht den Ehrbegriff des spanischen Siglo de Oros als „Beweis für eine patriarchalische Gesellschaftsordnung, die auf der Unterdrückung der weiblichen Sinnlichkeit besteht“.[8]

3 Schuld und Unschuld der Frauenfiguren bei Tirso

Lindner beschreibt die Frau bei Tirso als naives, unschuldiges Opfer von Don Juans Verführungskünsten.[9] Ob diese Bezeichnung zutrifft, soll durch einen genaueren Blick auf die vier wichtigsten weiblichen Figuren aus El burlador sowie auf das in Tirsos Drama vermittelte Frauenbild überprüft werden.

3.1 Die weiblichen Hauptfiguren in El burlador de Sevilla

In El burlador de Sevilla verführt Don Juan in vier Episoden, die jeweils einem anderen Genre zuzuordnen sind,[10] vier Frauen.

3.1.1 Herzogin Isabela

Die erste von ihnen ist Herzogin Isabela, deren Episode der Haupt- und Staatsaktion entspricht.[11] Sie glaubt, die Nacht mit Herzog Octavio verbracht zu haben, den sie zu heiraten hofft. Erst als er sein Heiratsversprechen wiederholt, macht Isabela Licht und muss erkennen, dass ein fremder Mann – Don Juan – das Bett mit ihr geteilt hat. Vor ihrem Abgang beklagt sie den Verlust ihrer Ehre sowie Don Octavios (Tirso 1613: V. 87f.), was zeigt, dass sie etwas für ihn empfindet. Daher versucht sie im Gespräch mit dem König, die Situation zu ihren Gunsten zu nutzen, indem sie vorgibt, der Fremde sei Octavio gewesen. Sie hofft darauf, auf diese Weise mit ihm verheiratet zu werden, womit gleichzeitig ihre Ehre wiederhergestellt würde.[12] Dies deutet sie selbst dem König gegenüber an: „No será tan grave el yerro / si el Duque Octavio lo enmienda.“ (Tirso 1613: V. 245f.) Gabriele Althoff bezeichnet Isabela treffend als berechnend.[13] Oscar Mandels Beschreibung der Herzogin als skrupellos[14] ist ebenfalls passend, schließlich nimmt sie in Kauf, dass ihr Geliebter aufgrund ihrer falschen Anschuldigungen verhaftet wird. Als die Wahrheit über Isabelas Verführer ans Licht kommt, ordnet der König ihre Hochzeit mit Don Juan an. Dass dies gegen ihren Willen geschieht, erklärt Isabela offen gegenüber Tisbea: „A Sevilla / llévanme a ser esposa / contra mi voluntad.“ (Tirso 1613: V. 2310–2312) Durch Don Juans Tod wird Isabela zur Witwe und kann schließlich doch ihren Octavio heiraten.

3.1.2 Die Fischerin Tisbea

Tisbea, die zweite Verführte, sticht unter den übrigen Frauenfiguren durch ihre deutlich höheren Redeanteile hervor. Dies ist jedoch der Tatsache geschuldet, dass ihre Episode, im Genre der Schäfer- bzw. Fischer-Idylle verfasst ist.[15] Bei ihr handelt es sich nicht um die realitätsgetreue Darstellung einer jungen Frau aus dem einfachen Volk, sondern eine vom Genre verlangte Kunstfigur.[16] Sie ist außenordentlich schön (Tirso 1613: V. 762). So ist es kein Wunder, dass sie von zahlreichen Fischern, allen voran Anfriso, verehrt wird. Bisher hat sie sich allerdings nie in einen Mann verliebt, worauf sie stolz ist.[17] Die Liebe verbindet sie mit einem Gefängnis (Vgl. Tirso 1613: V. 449). Nicht zu lieben bedeutet für sie somit Freiheit und dadurch wird sie Feal zufolge zu einer Gefahr für den Mann.[18] Ihren Verehrern gegenüber zeigt sie sich alles andere als freundlich: „a sus suspiros, sorda; / a sus ruegos, terrible; / a sus promesas, roca.“ (Tirso 1613: V. 499–501) Nachdem sie von Don Juan getäuscht wurde, gibt sie zu, die Männer vielmals verspottet zu haben (Tirso 1613: V. 1104f.). Althoff stellt fest, dass Tisbea sich der Macht bewusst ist, die sie durch ihre abweisende Haltung Männern gegenüber gewinnt, und dass sie diese genießt. Obwohl ihre Verehrer vom gleichen sozialen Stand sind, benehmen sie sich wie Tisbeas Diener.[19] Erst Don Juan schafft es, Gefühle in ihr zu wecken, Hiltrud Gnüg zufolge schon ab dem Moment, als er vor dem Ertrinken gerettet in ihren Armen liegt. Dass sie dennoch zögert, führt Gnüg auf Tisbeas Ehrverständnis zurück.[20] Ihre Ehre ist Tisbeas höchstes Gut, das sie wie einen kostbaren Schatz hütet. Don Juan kann sie nur durch ein Heiratsversprechen davon überzeugen, sich ihm hinzugeben.[21] Dass sie ins Meer läuft, nachdem sein Betrug offenbar geworden ist, deutet Mandel als Selbstmordversuch aufgrund ihres zerstörten Rufs.[22] Mit ihrer Ehre und ihrem Ruf verliert die Fischerin auch ihre Unabhängigkeit und muss sich am Ende doch auf eine Heirat mit Anfriso einlassen, den sie zuvor verschmähte. Deshalb ist sie für Althoff die einzige der vier weiblichen Hauptfiguren, die „dauerhaft geschädigt und entmachtet wurde“.[23]

3.1.3 Doña Ana

Doña Ana, deren Episode der Mantel- und Degenkomödie entspricht,[24] hebt sich gleich durch zwei Besonderheiten von den übrigen Frauenfiguren ab. Erstens ist unklar, ob Don Juan soweit gekommen ist, den Liebesakt mit ihr zu vollziehen.[25] Er selbst behauptet gegenüber der Statue des verstorbenen Don Gonzalo, er habe dessen Tochter nicht entehrt, da sie seinen Betrug zuvor durchschaut habe (Tirso 1613: V. 2954f.). Fraglich ist dann allerdings, warum sie selbst Don Juan als Zerstörer ihrer Ehre bezeichnet (Tirso 1613: V. 1657). Zweitens ist sie nie auf der Bühne zu sehen, weshalb Althoff sie als „ die Frau die nicht existiert[26] bezeichnet. Informationen über sie erhält man fast ausschließlich aus Gesprächen von Männern über sie, was Ana in Althoffs Augen zu einem „sprachlich konstituierten Wunschbild, in dem die männlichen Imaginationen aufgehäuft sind“[27] macht. Selbst in der Szene, in der Don Juan nachts bei ihr ist, ist sie nur als Stimme hinter dem Vorhang zu vernehmen. Zuerst erfährt man von ihr, als ihr Vater Don Gonzalo de Ulloa dem König von ihr vorschwärmt (Vgl. Tirso 1613: V. 936–941), der ihm verspricht, Ana mit Don Juan zu vermählen. Was für den Vater eine Ehre ist, ist für Ana ein Problem, denn sie ist in ihren Cousin, den Grafen de la Mota, verliebt, der ihre Liebe erwidert. Er schwärmt seinem Freund Don Juan von Ana und ihrer Schönheit vor (Vgl. Tirso 1613: V. 1350–1356). Diese sowie Anas Tugend lobt auch der König gegenüber Octavio (Vgl. Tirso 1613: V. 1190–1199). Damit werden ihr, wie Althoff es ausdrückt „alle konstitutiven Merkmale des Weiblichkeitsideals zugestanden“.[28] Die musterhaft gehorsame Frau ist Ana dennoch nicht, denn sie widersetzt sich ihrem Vater und sogar dem König, indem sie einen anderen Mann dem ihr von den beiden Zugedachten vorzieht.[29] Als sie erfährt, dass sie gegen ihren Willen verheiratet werden soll, lädt sie ihren Geliebten zu einem heimlichen Treffen ein. Althoff erklärt, dass Ana damit die gesellschaftlich gerade noch anerkannte List bezweckt, die Heirat mit ihrem Geliebten zu erzwingen, indem sie sich von ihm entehren lässt.[30] Sie nimmt ihr Schicksal auch nach dem Missglücken ihres Plans in die Hand, indem sie mit Unterstützung der Königin darum bittet, dass Mota begnadigt und mit ihr verheiratet wird. Als Argument wird angebracht, dass sie als Waise einen Ehemann braucht (Tirso 1613: V. 2660f.). Dass Ana nicht mit den anderen Frauen vor dem König Rache an Don Juan für den Tod ihres Vaters verlangt, erklärt Feal damit, dass Don Juan sie von ihrem Vater befreit hat, der ihre Rechte einschränkte.[31]

3.1.4 Das Bauernmädchen Arminta

Arminta ist Don Juans letztes weibliches Opfer. Ihre Episode hat Tirso im Stil der bäuerlichen Farce verfasst.[32] Wie ihre Vorgängerinnen ist auch Arminta schön (Vgl. Tirso 1613: V. 1776; V. 1901; V. 1912). Sie heiratet gerade Batricio, als Don Juan auftaucht, und ist am schwersten zu verführen. Dafür ist ihre Verführung die wirkungsvollste, denn sie glaubt selbst nach Don Juans Flucht, rechtmäßig mit ihm verheiratet zu sein.[33] Er hat sie überzeugt, in seinen Stand aufgestiegen zu sein, worüber sich Don Juan amüsiert (Vgl. Tirso 1613: 2385–2389). Ihren Anspruch auf Don Juans Hand versucht Arminta sogar vor dem König geltend zu machen. Dass sie den Betrug nach Don Juans Verschwinden nicht begreift, lässt die Bauerntochter dumm und naiv wirken. Althoff zufolge gibt die Aussicht auf die von Don Juan versprochenen Reichtümer für Arminta den Ausschlag, sich Don Juan hinzugeben, wodurch sie „dumm, eitel und unwissend“ wirke.[34] Dabei widersteht sie dem Adeligen zunächst vehement. Erst als dieser behauptet, Batricio habe sie bereits aufgegeben und ihr Vater habe in die Heirat eingewilligt, beginnt sie einzulenken. So ist es vermutlich eher wie Lindner schreibt auf Armintas Enttäuschung und Trotz zurückzuführen, dass sie nachgibt.[35] Genau wie Tisbea lässt sie Don Juan erst schwören, dass sein Eheversprechen ernst gemeint ist, bevor sie das Bett mit ihm teilt.

3.2 Das Frauenbild bei Tirso

Obwohl die vier analysierten Frauenfiguren Opfer von Don Juans Streichen sind und ihre Ehre am Ende durch Heirat wiederherstellen können, werden sie insgesamt negativ dargestellt. Dieser Meinung ist auch Feal. Ihm zufolge liegt der Verführung Isabelas das mythische Modell der biblischen Schlange zugrunde. Don Juan ist in diesem Fall das teuflische Wesen, also die Schlange. Dadurch fällt der Frau als derjenigen, die auf die Verführung eingeht, die Rolle der Eva und somit ein Teil der Schuld zu.[36] Den Frauenfiguren wird also eine Mitschuld an ihrer Entehrung unterstellt. Zwar bemühen die beiden Adeligen Isabela und Ana sich nicht um Don Juan, aber sie sorgen selbst dafür, dass die von ihnen begehrten Männer ihnen nächtliche Besuche abstatten können. Ohne Anas Einladung an den Grafen de la Mota wäre Don Juan nicht zu ihr vorgedrungen. Auch Isabela lässt sich bereitwillig mit ihrem Verführer ein, solange sie glaubt, es handele sich um Octavio.

Mandel schreibt, Tirso bemühe sich zwar nicht allzu sehr, Frauen zu attackieren, aber er stelle es als selbstverständlich dar, dass sie falsche Spielchen treiben.[37] Dies zeigt sich besonders an den Reaktionen der männlichen Figuren, wenn sie von der Untreue ihrer Bräute erfahren. So sehr es Octavio schmerzt, zu erfahren, dass Isabela mit einem anderen Mann entdeckt wurde, überrascht es ihn dennoch nicht: „no hay cosa que me espante, / que la mujer más constante / es, en efecto, mujer.“ (Tirso 1613: V. 423–425) Von Frauen wird erwartet, dass sie sich der Lust hingeben und es den Männern schwermachen, ihre Ehre zu bewahren. Armintas frisch angetrauter Ehemann Batricio reagiert ähnlich, als Don Juan ihm erzählt, er habe Arminta schon vor einiger Zeit entehrt: „al fin es mujer.“ (Tirso 1613: V. 1987) Feal sieht darin, wie schnell Batricio bereit ist, einem Fremden zu glauben, Arminta hätte bereits einen Mann gehabt, einen Beweis für die negative Auffassung von Frauen.[38] Besonders deutlich wird das negative Frauenbild ihm zufolge im Dialog zwischen Don Juan und de la Mota über die Frauen Sevillas, da alle Frauen, nach denen sich Don Juan erkundigt, als lüsterne Wesen dargestellt werden, deren ungezügelte Sinnlichkeit sie in einen Zustand des Verfalls geführt hat.[39]

[...]


[1] Lindner, Sigrid Anemone: Der Don Juan-Stoff in Literatur, Musik und bildender Kunst, S. 7.

[2] Smeed, John Wiliam, Don Juan. Variations on a Theme, S. 149.

[3] Bohler, Liette, Der Mythos der Weiblichkeit in den Werken Max Frischs, S. 67.

[4] Lindner, Sigrid Anemone: Der Don Juan-Stoff in Literatur, Musik und bildender Kunst, S. 24.

[5] Vgl. Gnüg, Hiltrud, Don Juan, S. 16; Lindner, Sigrid Anemone: Der Don Juan-Stoff in Literatur, Musik und bildender Kunst, S. 24.

[6] Lindner, Sigrid Anemone: Der Don Juan-Stoff in Literatur, Musik und bildender Kunst, S. 67.

[7] Feal, Carlos: En nombre de Don Juan, S. 10.

[8] Lippert, Sarah, „Figurationen des Don Juan. Vom sinnlichen Monster zum gesellschaftlichen Außenseiter“, S. 507.

[9] Lindner, Sigrid Anemone: Der Don Juan-Stoff in Literatur, Musik und bildender Kunst, S. 360.

[10] Vgl. Gnüg, Hiltrud, Don Juan, S. 19.

[11] Ebd.

[12] Vgl. Lindner, Sigrid Anemone: Der Don Juan-Stoff in Literatur, Musik und bildender Kunst, S. 78.

[13] Althoff, Gabriele, Weiblichkeit als Kunst, S. 132.

[14] Mandel, Oscar, The Theatre of Don Juan, S. 44.

[15] Gnüg, Hiltrud, Don Juan, S. 19.

[16] Ebd.

[17] Vgl. ebd. S. 20; Lindner, Sigrid Anemone: Der Don Juan-Stoff in Literatur, Musik und bildender Kunst, S. 80.

[18] Vgl. Feal, Carlos: En nombre de Don Juan, S. 11.

[19] Vgl. Althoff, Gabriele, Weiblichkeit als Kunst, S. 132f.

[20] Vgl. Gnüg, Hiltrud, Don Juan, S. 25.

[21] Vgl. ebd.

[22] Vgl. Mandel, Oscar, The Theatre of Don Juan, S. 44.

[23] Althoff, Gabriele, Weiblichkeit als Kunst, S. 133.

[24] Gnüg, Hiltrud, Don Juan, S. 27.

[25] Vgl. Lindner, Sigrid Anemone: Der Don Juan-Stoff in Literatur, Musik und bildender Kunst, S. 54.

[26] Althoff, Gabriele, Weiblichkeit als Kunst, S. 131.

[27] Ebd.

[28] Ebd. S. 132.

[29] Vgl. Feal, Carlos: En nombre de Don Juan, S. 114.

[30] Vgl. Althoff, Gabriele, Weiblichkeit als Kunst, S. 134.

[31] Vgl. Feal, Carlos: En nombre de Don Juan, S. 114.

[32] Gnüg, Hiltrud, Don Juan, S. 30.

[33] Vgl. Lindner, Sigrid Anemone: Der Don Juan-Stoff in Literatur, Musik und bildender Kunst, S. 88.

[34] Althoff, Gabriele, Weiblichkeit als Kunst, S. 134.

[35] Lindner, Sigrid Anemone: Der Don Juan-Stoff in Literatur, Musik und bildender Kunst, S. 87.

[36] Feal, Carlos: En nombre de Don Juan, S. 9.

[37] Mandel, Oscar, The Theatre of Don Juan, S. 44.

[38] Feal, Carlos: En nombre de Don Juan, S. 18.

[39] Ebd. S. 14.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Unschuldige Opfer und skrupellose Verführerinnen. Die Rolle der Frauen in Tirso de Molinas "El burlador de Sevilla y convidado de piedra" und Max Frischs "Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie"
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für Romanistik)
Veranstaltung
Das Theater des Siglo de Oro
Note
1,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V417146
ISBN (eBook)
9783668664906
ISBN (Buch)
9783668664913
Dateigröße
560 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Don Juan, Tirso de Molina, Max Frisch, Rolle der Frau
Arbeit zitieren
Anne Zeiß (Autor), 2017, Unschuldige Opfer und skrupellose Verführerinnen. Die Rolle der Frauen in Tirso de Molinas "El burlador de Sevilla y convidado de piedra" und Max Frischs "Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417146

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Unschuldige Opfer und skrupellose Verführerinnen. Die Rolle der Frauen in Tirso de Molinas "El burlador de Sevilla y convidado de piedra" und Max Frischs "Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie"



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden