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Möglicher Beitrag von AAT, ANELT und CAL zur Inklusion von aphasischen Schülerinnen und Schülern im Unterricht

Entwurf eines sprachlich-kommunikativen Screenings

Titel: Möglicher Beitrag von AAT, ANELT und CAL zur Inklusion von aphasischen Schülerinnen und Schülern im Unterricht

Bachelorarbeit , 2017 , 74 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Helena Trosin (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich vordergründig mit der kindlichen Aphasie. Zur Förderung der sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten durch die Lehrkräfte bedarf es spezieller Screening-Instrumente. Dies gilt auch für das Screening aphasischer Schülerinnen und Schüler. Die Schwierigkeit liegt jedoch darin, dass es noch keine Instrumente zur Diagnostik der kindlichen Aphasie, die als Grundlage für solch ein Screening-Verfahren dienen könnten, existieren. Zur Diagnostik der Aphasie bei Kindern werden heute immer noch die für Erwachsene konzipierten Testverfahren angewendet.

Im Kapitel 3 dieser Arbeit werden drei solcher Tests - ein neurolinguistisch-formaler (AAT) und zwei pragmatisch-funktionale (ANELT, CAL) vorgestellt. Zuerst werden jedoch im Kapitel 2 die terminologischen Fragen geklärt sowie Ursachen, Symptome und Syndrome der Aphasie erläutert. Im Kapitel 4 werden Überlegungen dazu geäußert, welche Teile bzw. Items der vorgestellten Testverfahren für ein sprachlich-kommunikatives Screening geeignet sind und welche Anforderungen ein solches Screening erfüllen soll. Darauf aufbauend wird ein sprachlich-kommunikatives Screening zur Anwendung bei aphasischen Schülerinnen und Schülern entworfen, welches im Anhang zu finden sein wird. Abschließend werden die wichtigsten Gedanken dieser Arbeit im Kapitel 5 zusammengefasst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aphasie

2.1. Aphasie bei Erwachsenen

2.2. Aphasie bei Kindern

3. Aphasie-Diagnostik

3.1. Aphasie-Diagnostik bei Kindern

3.2. Aphasie-Diagnostik bei Erwachsenen: ausgewählte Testverfahren

3.2.1. Aachener Aphasie Test (AAT)

3.2.2. Amsterdam-Nijmegen Everyday Language Test (ANELT)

3.2.3. Communicative Activity Log (CAL)

3.2.4. Zwischenfazit

4. Sprachlich-kommunikatives Screening zur Anwendung bei aphasischen Schülerinnen und Schülern

4.1. Abgrenzung und Ziele

4.2. Anforderungen, möglicher Aufbau, Durchführung, Auswertung

4.2.1. Sprachliche Modalitäten

4.2.2. Einschätzungsperspektive

4.2.3. Dialogische vs. monologische Kommunikation

4.2.4. Möglicher Aufbau, Durchführung, Auswertung

4.2.5. Items

4.3. Entwurf

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines sprachlich-kommunikativen Screenings, das Lehrkräfte dabei unterstützt, die kommunikative Handlungsfähigkeit und linguistische Fähigkeiten aphasischer Schülerinnen und Schüler einzuschätzen, um daraus geeignete Fördermaßnahmen für eine gelungene Inklusion abzuleiten.

  • Analyse und Differenzierung von Aphasie bei Erwachsenen und Kindern als theoretische Grundlage.
  • Evaluation bestehender diagnostischer Testverfahren (AAT, ANELT, CAL) auf ihre Eignung für das schulische Umfeld.
  • Erörterung der Notwendigkeit und Anforderungen an ein niederschwelliges, lehrergeleitetes Screening-Instrument.
  • Entwurf eines praktischen Screening-Verfahrens unter Einbeziehung von Selbst- und Fremdeinschätzung.

Auszug aus dem Buch

2.1. Aphasie bei Erwachsenen

Aphasie ist eine nach abgeschlossenem Spracherwerb erworbene „Störung aller sprachlichen Modalitäten und Ebenen“ als „Folge einer plötzlichen auftretenden, umschriebenen kortikalen Läsion der linken [sprachdominanten] Hemisphäre“. Im deutschen Sprachraum wird Aphasie in vier Standardsyndrome klassifiziert: globale Aphasie, Wernicke-Aphasie, Broca-Aphasie und amnestische Aphasie. Zwischen Aphasiesyndromen und Orten der Schädigung im Gehirn bestehen häufig Korrelationen. Bei globaler Aphasie ist das gesamte A. cerebri media unterbrochen, was zur Läsion der gesamten perisylvischen Region führt. Betroffen sind dabei üblicherweise das gesamte Broca- und Wernicke-Areal sowie die Verbindung zwischen ihnen – Fasciculus arcuatus. Bei einer Broca-Aphasie liegt die Läsion des Broca-Areals und meist auch der unteren Teile des motorischen Rindenfeldes, der vorderen Insel sowie der darunter liegenden weißen Substanz vor. Bei Wernicke-Aphasie ist das Wernicke-Areal beschädigt. Häufig sind auch Gyrus angularis und Gyrus supramarginalis in ihren Funktionen beeinträchtigt. Die Lokalisation der amnestischen Aphasie fällt am schwierigsten. Angenommen werden Läsionen im Gyrus angularis, im unteren Anteil des Parietallappens, im Temporallappen und im temporoparietalen Grenzgebiet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel verortet die Arbeit im Kontext der UN-Behindertenrechtskonvention und der inklusiven Bildung, wobei der Fokus auf dem Mangel an diagnostischen Instrumenten für Lehrkräfte zum Umgang mit aphasischen Schülern liegt.

2. Aphasie: Es erfolgt eine medizinisch-theoretische Fundierung der Aphasie, differenziert nach Erwachsenen und Kindern, wobei Symptome, Syndrome und neurologische Korrelationen erläutert werden.

3. Aphasie-Diagnostik: Vorstellung und kritische Würdigung der drei Testverfahren AAT, ANELT und CAL als Basis für das geplante Screening, unter Berücksichtigung ihrer Vor- und Nachteile.

4. Sprachlich-kommunikatives Screening zur Anwendung bei aphasischen Schülerinnen und Schülern: Das Kernkapitel entwirft ein praxisorientiertes Screening-Verfahren, klärt Anforderungen an Modalitäten, Perspektiven und Durchführung und präsentiert den finalen Entwurf.

5. Zusammenfassung: Das Fazit resümiert die theoretischen Ergebnisse und die Notwendigkeit der Lehrerfortbildung, weist auf die Erprobungsbedürftigkeit des Entwurfs hin und betont den Beitrag der Arbeit zur inklusiven Schulpraxis.

Schlüsselwörter

Aphasie, Inklusion, Aphasie-Diagnostik, Aachener Aphasie Test (AAT), Amsterdam-Nijmegen Everyday Language Test (ANELT), Communicative Activity Log (CAL), Sprachförderung, Inklusive Schule, Kindliche Aphasie, Screening-Verfahren, Kommunikation, Lehrerausbildung, Sprachstörungen, Pädagogik, Sprachverstehen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Screening-Verfahrens für Lehrkräfte, um sprachliche und kommunikative Fähigkeiten aphasischer Schülerinnen und Schüler im Schulalltag besser einschätzen zu können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit verknüpft neurolinguistische Grundlagen der Aphasie mit pädagogischen Anforderungen der inklusiven Bildung und der diagnostischen Praxis in der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist die Bereitstellung eines praxisnahen, leicht handhabbaren Screening-Instruments, das Lehrern hilft, Förderbedarfe aphasischer Kinder zu erkennen und die Teilhabe am Unterricht zu verbessern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse bestehender klinischer Testverfahren (AAT, ANELT, CAL) basiert, um daraus einen deduktiven Entwurf für ein schulpädagogisches Screening-Instrument abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Neben der Definition und Symptomatik der Aphasie bei Kindern und Erwachsenen werden bestehende Testinstrumente auf ihre Eignung geprüft und ein neuer, auf den Schulalltag zugeschnittener Screening-Vorschlag entwickelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Inklusion, Aphasie, Diagnostik, schulische Sprachförderung und kommunikative Handlungsfähigkeit.

Warum wird für das Screening vom Begriff "Diagnostik" Abstand genommen?

Der Begriff "Diagnostik" ist medizinisch konnotiert und impliziert die Identifizierung von Krankheiten, was nicht Aufgabe der Lehrkräfte ist; stattdessen geht es um eine pädagogische Einschätzung der Handlungsfähigkeit.

Welche Rolle spielt die Einbeziehung verschiedener Perspektiven (Selbst- und Fremdeinschätzung) im Screening?

Durch die Kombination von Schüler-Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung durch Lehrkräfte oder Angehörige sollen Verzerrungen vermieden und eine objektivere sowie ganzheitlichere Bewertung der kommunikativen Fähigkeiten erzielt werden.

Ist das entwickelte Screening-Verfahren bereits praxiserprobt?

Nein, der Entwurf im Anhang ist ein theoretisches Modell, das bisher nicht empirisch erprobt wurde und dessen psychometrische Validität noch wissenschaftlich geprüft werden muss.

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Details

Titel
Möglicher Beitrag von AAT, ANELT und CAL zur Inklusion von aphasischen Schülerinnen und Schülern im Unterricht
Untertitel
Entwurf eines sprachlich-kommunikativen Screenings
Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1,0
Autor
Helena Trosin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
74
Katalognummer
V417184
ISBN (eBook)
9783668665552
ISBN (Buch)
9783668665569
Sprache
Deutsch
Schlagworte
möglicher beitrag anelt inklusion schülerinnen schülern unterricht entwurf screenings
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Helena Trosin (Autor:in), 2017, Möglicher Beitrag von AAT, ANELT und CAL zur Inklusion von aphasischen Schülerinnen und Schülern im Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417184
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Leseprobe aus  74  Seiten
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