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Wohlfahrtsargumente gegen Freihandel und ihre politischen Implikationen

Title: Wohlfahrtsargumente gegen Freihandel und ihre politischen Implikationen

Bachelor Thesis , 2017 , 36 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Moritz Reiss (Author)

Economics - Foreign Trade Theory, Trade Policy
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Diese Arbeit untersucht Wohlfahrtsargumente, die gegen Freihandel sprechen. Eine kurze Zusammenfassung der neoklassischen Außenhandelslehre ist grundlegend für das Verständnis der Gegenargumente. Zuerst wird das Terms-of-Trade Argument für die Einführung eines Zolls beschrieben, aus welcher die Theorie des Optimalzolls hervorgeht. Zudem wird der Gebrauch von Handelspolitik zur Beseitigung von inländischem Marktversagen dargestellt.

Weiterführend zur gesamtwohlfahrtlichen Betrachtung werden Umverteilungseffekte innerhalb einer Volkswirtschaft erarbeitet. Außerdem werden Möglichkeiten zur Kompensierung möglicher Nettoverlierer aufgezeigt. Das Infant-Economy-Argument zeigt, dass befristete Protektion einer jungen Industrie zu Wohlfahrtswachstum führen kann. Um die theoretischen Grundlagen der Wohlfahrtseffekte zu untermauern, werden empirische Belege für die Gültigkeit dieser Argumente gesucht. Des Weiteren werden politische Implikationen für unterschiedliche Volkswirtschaften betrachtet.

Es wird vor allem zwischen einer Kompensierung der Freihandelsverlierer und der Schaffung einer neuen Handelsordnung abgewogen. Zum Schluss folgt eine Aussicht auf die mögliche zukünftige Entwicklung der globalen Handelsliberalisierung und deren Einflüsse auf nationale sowie internationale Wirtschaftspolitik.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wohlfahrtsargumente gegen Freihandel

2.1. Die neoklassische Freihandelslehre

2.2. Das Argument der Terms-of-Trade

2.3. Marktversagen im Inland

2.4. Einkommensverteilung im Inland

2.5. Das Infant-Economy-Argument

3. Empirische Evidenz

4. Politische Implikationen

5. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht theoretische und empirische Wohlfahrtsargumente, die gegen den Freihandel sprechen, und analysiert die daraus resultierenden politischen Implikationen sowie die Notwendigkeit von Kompensationsmechanismen für Freihandelsverlierer.

  • Neoklassische Freihandelstheorie und ihre Grenzen
  • Terms-of-Trade-Effekte bei protektionistischer Handelspolitik
  • Bedeutung von Marktversagen und externen Effekten
  • Verteilungseffekte von Handelsliberalisierungen
  • Das Infant-Economy-Argument zur Förderung heimischer Industrien

Auszug aus dem Buch

2.2. Das Argument der Terms-of-Trade

Die Terms-of-Trade, auf Deutsch auch reales Austauschverhältnis, bezeichnen das Verhältnis der Exporte zu den Importen einer Volkswirtschaft. Vereinfacht erklärt beschreiben die Terms-of-Trade, welche Menge an Importgütern im Austausch für eine Einheit des eigenen Exportgutes erworben werden kann. Zu einer Verbesserung der Terms-of-Trade kommt es, wenn das reale Austauschverhältnis steigt, die Anzahl an Importgütern pro exportiertem Gut also zunimmt.

John Stuart Mill beschrieb dieses Phänomen 1844 in einem Zwei-Länder-Zwei-Güter Modell, in dem ein kleines und ein großes Land miteinander Handel betreiben. Kleine Länder sehen sich in diesem Modell gegebenen Weltmarktpreisen, sowie einer vollkommen preiselastischen Angebotsfunktion des Auslands gegenüber. Betreibt ein kleines Land also protektionistische Handelspolitik kommen keine Importe mehr zustande. Die Einführung eines Importzolls würde durch eine resultierende Umverteilung von inländischer Konsumentenrente zu inländischen Produzentenrente und aufkommende Wohlfahrtsverluste durch verzerrte Produktion sowie Konsum im Inland demnach zu einem Gesamtrückgang der inländischen Wohlfahrt führen (vgl. Gerken, 1999: 35).

Große Länder können die Terms-of-Trade jedoch zu ihren Gunsten verbessern, da das Exportangebot und die Importnachfrage des kleinen Landes nicht vollkommen elastisch sind. Dies resultiert aus ihrer Stellung als einziger relevanter Anbieter und Produzent. Hier wird deutlich, dass Ansätze der neuen Außenhandelstheorie von der Annahme der vollkommenen Konkurrenz abweichen. Das große Land agiert in diesem Modell als Monopolist bzw. Monopson (vgl. Siebert 1988: 2; Gerken, 1999: 33).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Motivation der Arbeit dar, das neoklassische Freihandelsmodell kritisch zu hinterfragen und die Rolle von Wohlfahrtsargumenten gegen den Freihandel zu beleuchten.

2. Wohlfahrtsargumente gegen Freihandel: In diesem Kapitel werden theoretische Ansätze dargelegt, in denen Freihandel nicht zwangsläufig das Wohlfahrtsoptimum darstellt, darunter Terms-of-Trade-Effekte, Marktversagen, Verteilungseffekte und das Infant-Economy-Argument.

3. Empirische Evidenz: Hier wird geprüft, inwiefern die theoretisch hergeleiteten Argumente durch historische Beispiele und empirische Analysen verschiedener Volkswirtschaften gestützt werden können.

4. Politische Implikationen: Dieses Kapitel diskutiert Handlungsempfehlungen für die nationale und internationale Wirtschaftspolitik, insbesondere im Kontext von Handelsabkommen und der Kompensation von Verlierern der Globalisierung.

5. Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der globalen Handelsliberalisierung.

Schlüsselwörter

Freihandel, Protektionismus, Wohlfahrt, Terms-of-Trade, Marktversagen, Einkommensverteilung, Infant-Economy-Argument, Handelsliberalisierung, WTO, GATT, Außenhandelstheorie, Kompensation, Globalisierung, Zollpolitik, Industriegüter

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretischen und empirischen Argumente, die gegen den uneingeschränkten Freihandel sprechen, und betrachtet dabei, warum dieser nicht immer zu einer Wohlfahrtssteigerung für alle Beteiligten führt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die klassische Freihandelslehre, die Auswirkungen von Schutzzöllen auf die Terms-of-Trade, das Konzept des Marktversagens sowie die Verteilungseffekte, die durch Handelsliberalisierungen innerhalb einer Volkswirtschaft entstehen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen protektionistische Maßnahmen theoretisch begründbar sind und welche politischen Implikationen sich daraus für eine gerechte Gestaltung der globalen Handelsordnung ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine empirische Betrachtung historischer und aktueller Fallbeispiele aus der Außenwirtschaftslehre.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Wohlfahrtsargumente, die empirische Überprüfung dieser Argumente an Hand verschiedener Länderbeispiele sowie die Diskussion politischer Implikationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Freihandel, Protektionismus, Terms-of-Trade, Infant-Economy-Argument und die Kompensation von Handelsverlierern.

Wie beeinflussen Terms-of-Trade das Handelsargument?

Große Länder können durch eine geschickte Zollpolitik ihre Terms-of-Trade zu eigenen Gunsten verbessern, indem sie Preise auf dem Weltmarkt beeinflussen, was im Gegensatz zum Freihandelsmodell der vollkommenen Konkurrenz steht.

Warum ist die Kompensation von Verlierern so wichtig?

Da Handelsliberalisierung oft zu einer ungleichen Verteilung von Gewinnen und Verlusten führt, ist die Kompensation der Verlierer entscheidend, um den sozialen Zusammenhalt und die Akzeptanz für offenen Handel zu wahren.

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Details

Title
Wohlfahrtsargumente gegen Freihandel und ihre politischen Implikationen
College
University of Freiburg  (Walter Eucken Institut)
Grade
1,7
Author
Moritz Reiss (Author)
Publication Year
2017
Pages
36
Catalog Number
V417248
ISBN (eBook)
9783668672772
ISBN (Book)
9783668672789
Language
German
Tags
Freihandel Optimalzoll WIfrtschaftspolitik Ricardo Rodrik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Moritz Reiss (Author), 2017, Wohlfahrtsargumente gegen Freihandel und ihre politischen Implikationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417248
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