Die Entwicklung des Tangos in Mitteleuropa um 1900


Facharbeit (Schule), 2017

31 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Basiselemente in lateinamerikanischen Tänzen und im Standardtanzbereich
2.1 Worin unterscheiden sich lateinamerikanische Tänze von den Standardtänzen?
2.2 Verschiedene Arten von Tanzschuhen

3 Entstehung des Tangos in Argentinien
3.1 Der Name „Tango“
3.2 Deutung des Tangos mit Hilfe seiner Bewegungen
3.3 Reaktionen der Bevölkerung in Argentinien

4 Entstehung des Tangos in Mitteleuropa
4.1 Der Tango in Paris
4.2 Reaktionen der Pariser Bevölkerung auf den Tango
4.3 Der Tango in Berlin
4.4 Reaktionen der Berliner Bevölkerung

5 Veränderungen des Tangos auf dem Weg von Buenos Aires nach Mitteleuropa
5.1 Charakterisierung, Techniken und Merkmale des Tango Argentinos
5.2 Charakterisierung, Techniken und Merkmale des Tangos

6 Schluss

7 Literaturverzeichnis

8 Abbildungsverzeichnis

9 Anhang
9.1 Gespräch mit Patrick Seebauer
9.2 Gespräch mit Birgit Glauninger

Vorwort für Nachdruck

Liebe Freundinnen, liebe Freunde – Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Es freut mich, dass ihr euch für meine vorwissenschaftliche Arbeit interessiert und deshalb, ein Exemplar euer Eigen nennen könnt! Dieses Vorwort habe ich für euch hinzugefügt und es hat mit meiner eigentlichen VWA nichts zu tun!

Leider war es mir nicht erlaubt im ursprünglichen Vorwort all jenen zu danken, die es verdient haben! Ich möchte daher meine aller größten Dankesworte an Claudia und Manfred Zink richten, weil sie jedes Wort, jeden Satzbau und jede Grammatikkonstruktion dieser Arbeit genauestens unter die Lupe genommen haben! Ebenso danke ich meiner Betreuerin Mag. Andrea Böhm, ohne der ich wahrscheinlich eine plumpe Ansammlung an Buchstaben herausgebracht hätte! Danke an die Tanzschuhfirma „Dance and Design“ für das zur Verfügung stellen diverser Tanzschuhe! Und zu guter Letzt noch bei meiner Tanzpartnerin Laura Troger, die zwar bereits im Vorwort erwähnt wurde, aber auch hier noch einmal genannt werden sollte, denn bei der Präsentation meiner Arbeit steht sie mir tänzerisch zur Seite!

Taucht nun mit mir ab in die Welt der Tänzer und schnuppert an der Luft der Bewegungskunst! Nach einer kleinen Einführung in die Tanzwelt folgt die unglaubliche Geschichte eines Tanzes der für lodernde Leidenschaft steht! Viel Spaß euch beim Lesen, ich hoffe ihr habt so viel Freude daran, wie ich am Schreiben!

Leoben, am 13.03.2018

Hannes Schmidt

„Jeder der sagt, dass der Mensch nicht fliegen kann hat noch nie getanzt! Mach die Augen zu und lass dich von der Musik führen, dann schwebst du!“ – Hannes Schmidt (2017)

Abstract

In der folgenden Arbeit wird die Entwicklung des Tangos erläutert. Es beginnt mit einer Gegenüberstellung der beiden Tanzgenres Standard und Lateinamerikanisch, um einen Vergleich zu bekommen. Im Weiteren wird die Entstehung des Tangos in Argentinien beschrieben und sein Weg nach Mitteleuropa. In Europa dienen Paris und Berlin als Beispiele. Es wird genau beschrieben wie der Tango sich in diesen mitteleuropäischen Städten entwickelte und es werden sowohl Proals auch Kontraaussagen zum Tango gebracht. Abschließend wird in einer Gegenüberstellung der Unterschied zwischen Tango Argentino und europäischem Tango geklärt.

Daraus lässt sich dann erschließen, dass der Tango sowohl in seiner Geburtsstadt Buenos Aires als auch in Mitteleuropa gefeiert und geliebt wurde. Doch so schnell wie er Freunde gefunden hat, so hat er auch Feinde gefunden und in Berlin brachte man es so weit, dass der Tango sogar verboten wurde.

Mit Zitaten aus Zeitungen und Zeitschriften der damaligen Zeit wird ein besonders genauer und guter Einblick in die Materie geboten. Auch das große Spektrum an Literatur zeigt, dass es eine Arbeit ist, welche aufgrund ihrer vielen verschiedenen Einflüsse, ein sehr genaues und unbeeinflusstes Ergebnis liefert.

Vorwort

Seit ich denken kann, ist Musik eine der wichtigsten Grundlagen meines Lebens und ohne sie würde mir etwas sehr Bedeutsames fehlen. Schon sehr früh begann ich zur Musik zu singen, zu klopfen und zu tanzen. Ich tanze also seit ich klein bin und erfreue mich bis heute daran. In meinen Kindergartentagen habe ich einen Kindertanzkurs besucht und während meiner Volksschulzeit tanzte ich eigene Choreografien zu meinen damaligen Lieblingssongs. Im Jahr 2013 begann ich in der Tanzschule Glauninger Paartänze zu erlernen und bis heute tanze ich dort. 2015 startete ich in der Formationsgruppe der genannten Tanzschule mit einer Tango-Salsa Formation. Zur Zeit verbringe ich 21 Stunden pro Woche mit Tanzen. Dazu kommen durchschnittlich 11 gebuchte Auftritte pro Jahr mit der Formationsgruppe in ganz Österreich. Ich choreografiere Mitternachtseinlagen, sowie Hochzeitsund Partytänze. Der Höhepunkt meiner Tanzziele ist aber mit 2018 erreicht, wo ich gemeinsam mit meiner Tanzpartnerin Katharina Hölzl am 08. Februar am Wiener Opernball im jungen Herrenund Damenkomitee mitwirken darf.

Im Laufe der Jahre habe ich mir mehr als 25 Tänze angeeignet und für 5 davon befinde ich mich gerade in der Ausbildung zum lateinamerikanischen Turniertänzer. Denn ich strebe an, einmal Turniertänzer zu werden.

Bedanken möchte ich mich bei Birgit Glauninger und Patrick Seebauer für die Unterstützung bei meiner VWA, aber auch für die vielen Jahre in denen sie mich bei meiner tänzerischen Karriere begleitet und gefördert haben! Ebenso möchte ich mich bei meinen Tanzpartnerinnen Elisabeth Sölkner, Elke Reichenpfader, Katharina Hölzl, Laura Troger, Nadine Ertler und Ulla Brochmann bedanken.

Leoben, am 28. Jänner 2018

Hannes Schmidt

1 Einleitung

„Tanzen ist die schönste Nebensache der Welt…“

Das ist bestimmt ein sehr bekanntes Zitat, welches aber keinen genauen Urheber hat, es ist eher eine Redewendung.

Ganz besonders treffend ist dieses Zitat aber beim Thema Tango. Ein Tanz, der in seiner Geschichte sowohl fasziniert, als auch angewidert hat. Mich hat seine historische Laufbahn so interessiert, dass ich diese in meiner vorwissenschaftlichen Arbeit näher erläutern möchte.

Anfangs beschreibe ich die Grundbausteine des lateinamerikanischenund des Standardtanzes. Es soll einen Einblick gewähren wie sich die beiden Tanzgenres voneinander unterscheiden.

Im Weiteren werde ich erzählen, wie der Tango in Buenos Aires entstand und auch näher auf die Zweideutigkeit des obigen Zitates eingehen, denn der Tango wurde durch seine Erotik auch im Rotlichtmilieu angetroffen.

Danach komme ich zum Herzstück meiner Arbeit, der Entwicklung in Mitteleuropa. Erst beschreibe ich wie der Tango in Paris die Gesellschaft verzauberte und wie er durch die Worte der Kritiker zensiert und nach Deutschland exportiert wurde. Daran knüpfe ich mit dem nächsten Unterkapitel an, indem ich von dem Tangofieber in Berlin berichte. Auch hier werde ich wieder die kritischen Stimmen näher beleuchten, um Ihnen zu zeigen, dass der Tango für die damalige Bevölkerung eine Zumutung sowie eine Zuneigung darstellte.

In der heutigen Zeit ist der Tango in unseren Kreisen hauptsächlich in zensierter Form zu finden und auch, wenn es einmal der originale Tango Argentino ist, wird sich niemand beschweren. Die Zeiten haben sich geändert!

Wenn in der Arbeit nur Tango geschrieben steht, so handelt es sich um den europäischen.

2 Basiselemente in lateinamerikanischen Tänzen und im Standardtanzbereich

Zu den lateinamerikanischen Tänzen zählen Rumba, ChaChaCha, Jive, Paso Doble und Samba. Es gibt noch viele weitere, aber diese fünf Tänze wurden von weltweiten Tanzsportverbänden als lateinamerikanische Turniertänze festgelegt.[1]

Als Standardtänze kennen wir den Langsamen Walzer, den man oft auch als English Waltz bezeichnet, den Tango, den Wiener Walzer, den Slowfox und den Quickstep.

2.1 Worin unterscheiden sich lateinamerikanische Tänze von den Standardtänzen?

Um einen bildlichen Vergleich zu gewinnen, verwende ich verschiedene Tänze aus beiden Tanzbereichen.

Typisch für die Rumba sind geschmeidige, aber zackige Bewegungen der Beine und vor allem der Hüfte. Ein Schritt, den man in fast allen lateinamerikanischen Tänzen findet, beziehungsweise eine Bewegung, ist der Cucaracha, bei dem die Belastung vom Standfuß auf das zur Seite gestellte Bein übertragen wird und die Hüfte einen liegenden Achter formen soll.

Ebenso nimmt man bei der Rumba Abstand vom Tanzpartner. Abgesehen von den Händen berühren sich die Körper während des Tanzens nicht, es sei denn, man macht eine dementsprechende Figur. Bei manchen Tänzen, wie beispielsweise beim Tango Argentino, ist es üblich, dass sich die Stirnen der Tänzer berühren. Aber auch bei diesem Tanz gibt es nach unten hin ein striktes Berührungsverbot. Auch werden im Jive nicht nur die Beine und die Hüfte bewegt, sondern ebenso der Oberkörper darf sich bei einigen Figuren, zum Beispiel bei einem Stop and Go, Link and Whip, Chicken Walks oder von Choreografie abhängigen Handbewegungen mitbewegen. Die Samba-Rolle ist wahrscheinlich eines der berühmtesten Elemente im Samba, bei der der Oberkörper und die Hände eine Hochund Tiefbewegung machen, während sich die Körper der Tänzer nach links drehen.[2]

Als Gegensatz dazu nun ein paar typische Elemente aus den Standardtänzen.

Im Langsamen Walzer werden große Schritte nach vorne und zur Seite gesetzt, um elegant über das Parkett schreiten zu können. Dabei tritt der Herr beim Vorwärtssteigen immer zuerst mit der Ferse oder flach mit dem Fuß auf.

Gut kann man im Wiener Walzer erkennen, dass sich nicht nur die Hände berühren, sondern auch die Mitte der beiden Tänzer auf Tuchfühlung geht. Der Oberkörper lehnt sich nach hinten und der Kopf schaut starr nach links oben.

Ganz im Gegensatz zu den lateinamerikanischen Tänzen ist die Verwendung der Hüfte untersagt. Angedachte Hüftbewegungen, wie beim Wiegeschritt im europäischen Tango („zensierter“ Standardtango), werden durch eine Belastung der Beine und einer Bogenbewegung des Körpers umgangen.[3]

[...]


[1] Vgl. Götz, Hermann: Tanzsportverband Österreich, Lateinamerikanische Tänze. März 2013. URL: http://www.tanzsportverband.at/lateinamerikanische_taenze.html (Zugriff: 01. Juli 2017)

[2] Vgl. Seebauer, Patrick (lateinamerikanischer Turniertänzer): Basiselemente in lateinamerikanischen Tänzen, Gespräch, 11. Juli 2017

[3] Vgl. Glauninger, Birgit (Tanzlehrerin): Basiselemente in Standardtänzen, Gespräch, 04. Juli 2017

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Die Entwicklung des Tangos in Mitteleuropa um 1900
Autor
Jahr
2017
Seiten
31
Katalognummer
V417274
ISBN (eBook)
9783668676732
ISBN (Buch)
9783668676749
Dateigröße
1863 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklung, tangos, mitteleuropa, Tango, Tango Argentino, tanzen, musik
Arbeit zitieren
Hannes Schmidt (Autor), 2017, Die Entwicklung des Tangos in Mitteleuropa um 1900, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417274

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