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Das Selbstverständnis des Arztes in der römischen Antike und heute

Titre: Das Selbstverständnis des Arztes in der römischen Antike und heute

Thèse Scolaire , 2017 , 33 Pages , Note: ohne

Autor:in: Philipp Müller (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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Der Arztberuf hat eine lange Geschichte und Tradition; schon in der Steinzeit gab es durch die Schamanen einen Vorläufer des Arztes. Allerdings wurde die Medizin als Wissenschaft erst durch die Einführung einer systematischen Forschung möglich. Dies geschah zum Teil schon im antiken Griechenland, wie in den Quellen, die dieser Arbeit zugrunde liegen, deutlich wird.

Aufgrund dieser langen Geschichte unterlag der Beruf des Arztes immer wieder unterschiedlichen Einflüssen von Politik, Gesellschaft und natürlich der Wissenschaften. Diese veränderten das Selbstverständnis des Arztes ständig. In dieser Arbeit soll daher dieses Selbstverständnis in der römischen Antike und heute ausgearbeitet und anschließend verglichen werden.

Im ersten Teil werde ich auf das Selbstverständnis des römischen Arztes eingehen, im zweiten auf das des heutigen. Auch soll im zweiten Teil dargestellt werden, inwiefern sich Traditionen und Grundsätze aus der Antike noch im heutigen Berufsbild finden. Dies wird zur Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Fazit überleiten. Die finale Frage am Ende soll sein, welches das beste Verhältnis aus Forschen, Helfen und Verdienen ist.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Das Selbstverständnis des römischen Arztes

2.1.1 Helfen

2.1.2 Forschen

2.1.3 Verdienen

2.1.4 Zusammenfassung

2.2 Das Selbstverständnis des heutigen Arztes

2.2.1 Helfen

2.2.2 Forschen

2.2.3 Verdienen

3. Fazit

3.1 Zusammenfassung der Ergebnisse

3.2 Nachhaltigkeit

4. Kurzfassung

5. Quellenverzeichnis

6. Anhang

6.1 Dank

6.2 Fragen in den Interviews

6.3 Der Eid des Hippokrates

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das sich wandelnde Selbstverständnis des Arztberufes durch einen Vergleich zwischen der römischen Antike und der heutigen Zeit, wobei das Spannungsfeld aus Forschen, Helfen und Verdienen im Zentrum der Analyse steht.

  • Ethik und Berufsethos in der antiken und modernen Medizin
  • Die Rolle der Forschung und anatomischer Erkenntnisgewinnung
  • Das Spannungsfeld zwischen ökonomischen Interessen und medizinischer Hilfe
  • Interpretation antiker Quellentexte im Kontext zeitgenössischer ärztlicher Praxis
  • Der Einfluss gesellschaftlicher Rahmenbedingungen auf das Arzt-Patienten-Verhältnis

Auszug aus dem Buch

2.1.1.1 Eid des Hippokrates

Im Eid des Hippokrates können zwei Formen des Helfens unterschieden werden: Auf der einen Seite steht die Versorgung der Patienten als naheliegende Aufgabe des Arztes; auf der anderen Seite wird im Eid aber auch die Mitversorgung des Lehrmeisters, wenn dieser Not leidet, angesprochen.

Die zweite Form wird im hippokratischen Eid im zweiten Absatz behandelt. Dort verpflichtet sich der angehende Arzt, „praeceptorem [...] parentum loco habiturum“, d.h. dass er seinen Lehrmeister wie seine Eltern achten werde. Darunter fällt in der Antike auch, „vitam communicaturum“, also den Lebensunterhalt zu teilen. Es wird sogar noch weiter ausgeführt, dass er „ea[...], quibus opus habuerit, impertiturum“, d.h. er wird auch den Lehrmeister mitversorgen, sofern er Not leiden sollte. Darin ist eine Form der Altersvorsorge zu erkennen: Der Lehrmeister sichert sich und seine ganze Familie durch das Ausbilden von neuen Ärzten gegen Not ab.

Neben dieser einen denkbaren Form der Hilfeleistung stand damals wie heute aber die andere im Vordergrund, nämlich die der Versorgung von Patienten. Absatz drei des Hippokratischen Eides fasst das Grundprinzip des Arztberufes kurz und prägnant zusammen. Die Bezeichnung der Kranken als „aegros [...] sanandos“, also als zu heilende Kranke, zeigt den Anspruch des Arztes auf: Er sieht seine Aufgabe darin, die Kranken wirklich zu heilen und ihnen somit dauerhaft zu helfen. Die Aussage, er werde seine Verordnungen „pro facultate et iudicio [suo]“ treffen, impliziert aber ein erstes Problem in der Hilfeleistung: Sie zeigt, dass der Arzt immer nur seinen persönlichen Fähigkeiten (lat. facultates) nach handeln kann. Auch können verschiedene Ärzte dieselbe Situation unterschiedlich bewerten. Dies zeigt sich an der Einschränkung „iudicio [suo]“, d.h. seinem Urteil nach. Daraus können durchaus Meinungsverschiedenheiten unter verschiedenen Ärzten resultieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt das historische Spannungsfeld des Arztberufes vor und definiert das Forschungsziel: den Vergleich des ärztlichen Selbstverständnisses von der Antike bis heute.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die drei Kernaspekte Forschen, Helfen und Verdienen, indem er antike Quellen kritisch betrachtet und diese mit aktuellen Experteninterviews verknüpft.

3. Fazit: Das Fazit synthetisiert die Ergebnisse und überträgt das Modell des Spannungsfeldes in ein Konzept der Nachhaltigkeit für den modernen ärztlichen Berufsstand.

4. Kurzfassung: Die Kurzfassung rekapituliert die wesentlichen Erkenntnisse über die Konstanz medizinischer Grundprobleme sowie die Notwendigkeit eines ausgewogenen Verhältnisses der drei zentralen Berufsaspekte.

5. Quellenverzeichnis: Das Verzeichnis listet sämtliche verwendete Bücher, Zeitungsartikel und Internetquellen auf, die der Untersuchung zugrunde liegen.

6. Anhang: Der Anhang enthält den Dank, den Leitfaden der geführten Interviews sowie den lateinischen Originaltext des Eides des Hippokrates.

Schlüsselwörter

Arztberuf, Medizingeschichte, Eid des Hippokrates, Ethik, Forschung, Vivisektion, Helfen, Verdienen, Patientenwohl, Arzt-Patient-Verhältnis, Antike, Nachhaltigkeit, Berufsordnung, Sterbehilfe, Stammzellenforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht das sich entwickelnde Selbstverständnis des Arztes, indem sie antike Werte und Praktiken mit heutigen Gegebenheiten vergleicht.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die drei Hauptsäulen des Arztberufes bilden den thematischen Rahmen: Forschen, Helfen und Verdienen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Spannungsverhältnis zwischen medizinischem Fortschritt, ethischer Verpflichtung und wirtschaftlichen Aspekten zu identifizieren und dessen Auswirkungen auf das heutige Berufsbild zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Neben einer quellenkritischen Analyse antiker Texte nutzt der Autor geführte Experteninterviews mit praktizierenden Medizinern, um eine Brücke zur heutigen Realität zu schlagen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des römischen Selbstverständnisses anhand antiker Quellen und die Reflexion der heutigen Situation durch die Interviews, unterteilt in die Kapitel Helfen, Forschen und Verdienen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben dem Arztberuf vor allem Medizinethik, der hippokratische Eid, das Spannungsfeld zwischen Forschung und Patientenwohl sowie die Nachhaltigkeit im Berufsbild.

Wie wird das Thema Vivisektion in der Arbeit bewertet?

Der Autor beleuchtet die Vivisektion als drastisches Beispiel für den Konflikt zwischen notwendiger Forschung und ethischen Grundsätzen, wobei der Kontrast zwischen anatomischem Erkenntnisgewinn und dem Wohl des Individuums herausgearbeitet wird.

Was bedeutet Nachhaltigkeit in diesem speziellen Kontext?

Nachhaltigkeit wird hier als ein ausgewogenes Verhältnis der drei Aspekte (Forschen, Helfen, Verdienen) definiert, das weder die ethische Fürsorge vernachlässigt noch die ökonomische Existenzgrundlage verkennt.

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Résumé des informations

Titre
Das Selbstverständnis des Arztes in der römischen Antike und heute
Note
ohne
Auteur
Philipp Müller (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
33
N° de catalogue
V417320
ISBN (ebook)
9783668672857
ISBN (Livre)
9783668672864
Langue
allemand
mots-clé
selbstverständnis arztes antike
Sécurité des produits
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Citation du texte
Philipp Müller (Auteur), 2017, Das Selbstverständnis des Arztes in der römischen Antike und heute, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417320
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Extrait de  33  pages
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