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Mitarbeiterkontrollen. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser?

Kontrolle am Arbeitsplatz ohne und mit technischen Hilfsmitteln. Ein Überblick

Título: Mitarbeiterkontrollen. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser?

Trabajo Escrito , 2018 , 21 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Hannah Voß (Autor)

Gestión de recursos humanos - Otros
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Wir haben uns daran gewöhnt, dass an Straßenecken Überwachungskameras montiert sind, dass unsere Handydaten gespeichert werden und dass die Polizei in unsere Computer eindringen kann. Diese Eingriffe in unsere Privatsphäre sollen der Sicherheit dienen. Wo aber verläuft die Grenze zur Verletzung der Menschenwürde, wenn Angestellte eines Supermarktes mit versteckten Kameras bis auf die Toiletten überwacht werden, wenn sie unter dem Generalverdacht des Diebstahls stehen und wenn sie nicht als Mitarbeiter, sondern als poten-tielle Schädlinge ihres Betriebs betrachtet werden. Ist dann die Schmerzgrenze erreicht?

Ganz im Sinne dieser appellierenden Eingangsworte widmet sich diese Ausarbeitung der Frage der rechtlichen Zulässigkeit von Mitarbeiterkontrollen bzw. Überwachungsformen am Arbeitsplatz.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Klärung verwendeter Begrifflichkeiten

1.2 Gang der Untersuchung

2. Beweggründe des Arbeitgebers

3. Rechtsgrundlagen

3.1 Geschützte Interessen beider Seiten

3.1.1 Rechte des Arbeitnehmers

3.1.2 Rechte des Arbeitgebers

3.2 Mitarbeiterüberwachung generell

3.3 Beteiligung des Betriebsrats

4. Formen der Überwachung & ihre Anwendbarkeit

4.1 Ohne technische Hilfsmittel

4.1.1 Tor- und Taschenkontrollen

4.1.2 Privatdetektive

4.2 Mit technischen Hilfsmitteln

4.2.1 Computerüberwachung (Internet, E-Mail)

4.2.2 Telefonüberwachung

4.2.3 Elektronische Zeiterfassung und Zugangskontrollsysteme

4.2.4 Videoüberwachung

5. Gesonderte Betrachtung: Videoüberwachung

5.1 Zulässigkeiten

5.1.1 Offene Videoüberwachung

5.1.2 Verdeckte Videoüberwachung

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die rechtliche Zulässigkeit verschiedener Methoden der Mitarbeiterkontrolle am Arbeitsplatz, sowohl mit als auch ohne technische Hilfsmittel. Dabei wird analysiert, wie das Spannungsfeld zwischen den berechtigten Interessen des Arbeitgebers an der effizienten Unternehmensführung und dem Schutz der Persönlichkeitsrechte der Arbeitnehmer unter Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit aufgelöst werden kann.

  • Rechtliche Grundlagen und Interessenabwägung im Arbeitsverhältnis
  • Mitarbeiterkontrollen ohne technische Hilfsmittel (z. B. Taschenkontrollen, Privatdetektive)
  • Einsatz technischer Überwachungssysteme (z. B. Computer-, Telefon- und Videoüberwachung)
  • Sonderaspekte der offenen und verdeckten Videoüberwachung
  • Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats bei Überwachungsmaßnahmen

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Rechte des Arbeitnehmers

„Die fortschreitende Erweiterung der technischen Möglichkeiten, die menschlichen Fähigkeiten zu einer sinnlichen Wahrnehmung um ein Vielfaches zu verstärken, stellt einen revolutionären Schritt dar, an dessen Ende die völlige Schutzlosigkeit der Privatsphäre stehen könnte [...]“ (Benda; Maihofer; Vogel 1995: 122).

Aus verständlichen Gründen ist nicht alles erlaubt, was heute technisch möglich ist. Die Kontrollbefugnisse des Arbeitgebers sind nicht schrankenlos. Denn jeder Mitarbeiter hat das Recht zu wissen, „wer welche Informationen bei welcher Gelegenheit über ihn erfasst, speichert, für oder gegen ihn verwendet“ (Tinnefeld; Buchner; Petri 2012: 5). Die Arbeitgeberrechte werden durch das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), das Telekommunikationsgesetz (TKG) und das Telemediengesetz (TMG) eingeschränkt. Folgende Grundrechte bezogen auf die Privatsphäre des Arbeitnehmers bezeichnen die Grenze der Kontrollbefugnisse:

(1) der Schutz der Menschenwürde in Form des Art. 1 GG

(2) das Persönlichkeitsrecht in Form des Art. 2 GG und als arbeitsvertragliche Nebenpflicht in § 242 BGB

(3) zudem besondere Ausprägungen des Persönlichkeitsrechts: das Recht am eigenen Bild in Form des § 22 ff KUG, das Recht am eigenen Wort in Form des § 201 StGB, der Ehrschutz und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung

(4) das Gleichheitsgebot in Form des Art. 3 GG (vgl. Maschmann 2010: 1; Tinnefeld; Buchner; Petri 2012: 113)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der zunehmenden Mitarbeiterüberwachung ein und stellt die zentrale Fragestellung der Arbeit vor.

2. Beweggründe des Arbeitgebers: Dieses Kapitel erläutert die ökonomischen und sicherheitsrelevanten Motive, warum Arbeitgeber Kontrollmaßnahmen zur Effizienzsteigerung und zum Schutz von Betriebsvermögen einsetzen.

3. Rechtsgrundlagen: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie das Verhältnis der Grundrechte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern zueinander beleuchtet.

4. Formen der Überwachung & ihre Anwendbarkeit: Das Kapitel differenziert zwischen verschiedenen Methoden der Kontrolle, unterteilt in Maßnahmen ohne und mit technischen Hilfsmitteln.

5. Gesonderte Betrachtung: Videoüberwachung: Dieser Abschnitt widmet sich vertieft der komplexen Rechtslage bei offener und verdeckter Videoüberwachung am Arbeitsplatz.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zur Interessenabwägung zusammen und reflektiert die zukünftige Entwicklung durch den technologischen Fortschritt.

Schlüsselwörter

Mitarbeiterkontrolle, Videoüberwachung, Arbeitsrecht, Datenschutz, Interessenabwägung, Persönlichkeitsrecht, Verhältnismäßigkeit, Betriebsrat, Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Privatsphäre, technische Hilfsmittel, Internetüberwachung, Telefonüberwachung, Straftatprävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der rechtlichen Zulässigkeit von Mitarbeiterkontrollen am Arbeitsplatz und untersucht, in welchem Maße Arbeitgeber ihre Angestellten überwachen dürfen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die Beweggründe für Kontrollen, die rechtlichen Grundlagen (Arbeits-, Zivil-, Straf- und Datenschutzrecht) sowie spezifische Methoden wie Taschenkontrollen oder Videoüberwachung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, einen Überblick über die rechtliche Zulässigkeit von Überwachungsformen zu geben und aufzuzeigen, wo die Grenzen des Kontrollrechts angesichts von Persönlichkeitsrechten der Arbeitnehmer liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine juristisch orientierte Literaturanalyse, die einschlägige Gesetze, Grundrechte und Gerichtsurteile auf das Arbeitsverhältnis anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Arbeitgeberinteressen, die rechtliche Einordnung, die Beschreibung verschiedener Überwachungsformen sowie eine detaillierte Analyse der Videoüberwachung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Mitarbeiterkontrolle, Videoüberwachung, Interessenabwägung, Verhältnismäßigkeit, Datenschutzrecht und Persönlichkeitsrechte.

Darf ein Arbeitgeber seine Mitarbeiter generell per Video überwachen?

Nein, die Videoüberwachung unterliegt strengen Regeln. Sie darf nicht der bloßen Leistungskontrolle dienen und muss stets verhältnismäßig sein.

Welche Voraussetzungen gelten für eine verdeckte Videoüberwachung?

Sie ist nur als letztes Mittel zulässig, wenn ein konkreter, nachprüfbarer Verdacht auf eine Straftat gegen eine bestimmte Person vorliegt und kein gleich geeignetes, milderes Mittel zur Verfügung steht.

Wann darf ein Arbeitgeber E-Mails seiner Mitarbeiter kontrollieren?

Die Zulässigkeit hängt stark davon ab, ob eine private Nutzung von Internet und E-Mail erlaubt, untersagt oder nur geduldet ist. Bei gestatteter privater Nutzung sind Kontrollen in der Regel verboten.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Mitarbeiterkontrollen. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser?
Subtítulo
Kontrolle am Arbeitsplatz ohne und mit technischen Hilfsmitteln. Ein Überblick
Universidad
Leuphana Universität Lüneburg
Calificación
1,3
Autor
Hannah Voß (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
21
No. de catálogo
V417345
ISBN (Ebook)
9783668668935
ISBN (Libro)
9783668668942
Idioma
Alemán
Etiqueta
mitarbeiterkontrollen vertrauen kontrolle arbeitsplatz hilfsmitteln überblick
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Hannah Voß (Autor), 2018, Mitarbeiterkontrollen. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417345
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