Diese Hausarbeit soll einen Einblick in das „Lernen mit allen Sinnen“ geben.
Zunächst soll auf die verschiedenen Sinne eingegangen werden. Anschließend wird die Bedeutung dieser Sinne beim Lernen und im Unterricht betrachtet. Zudem soll kurz darauf geblickt werden, ob das Lernen mit allen Sinnen schon früher eine Rolle im Unterricht spielte. Danach soll kurz umrissen werden, was beim Lernen mit allen Sinnen zu beachten ist und wieso es gerade heutzutage ein wichtiger Aspekt des Lernens ist.
Im Anschluss daran sollen praktische Beispiele gegeben werden, wie Lernen mit allen Sinnen durchzuführen ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Sinne
3. Zur Geschichte des Lernens mit allen Sinnen
4. Wieso mit allen Sinnen lernen?
5. Sinnesübungen
6. Praktische Übungen
6.1 Hören
6.1.1 Geräusch-Memory
6.1.2 Geräusche wahrnehmen und erkennen
6.1.3 Geräusch-Lawine
6.2 Riechen
6.2.1 Duft-Memory
6.3 Schmecken
6.3.1 Was schmecke ich?
6.4 Tasten/Fühlen
6.4.1 Tastkasten
6.4.2 Tast-Pfad
6.4.3 Dinge begreifen
6.5 Sehen
6.5.1 Vexierbilder
6.5.2 Das Lerntagebuch
6.6 Bewegen
6.6.1 Bewegungsalphabet
6.6.2 Anweisungsspiel
7. Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Konzept des Lernens mit allen Sinnen in der Grundschule. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Bedeutung die ganzheitliche Aktivierung der Sinne für den Lernerfolg hat, wie diese Methode historisch verankert ist und wie sie praktisch im Unterricht umgesetzt werden kann, um Lernmotivation und Kompetenzerwerb zu fördern.
- Grundlagen der Fern- und Nahsinne und deren Bedeutung für das Lernen.
- Historische Entwicklung des ganzheitlichen Lernens.
- Notwendigkeit des Lernens mit allen Sinnen in der heutigen Kindheit.
- Praktische Anwendungsbeispiele für verschiedene Sinne (Hören, Riechen, Schmecken, Tasten, Sehen, Bewegen).
- Einsatz des Lerntagebuchs zur Steuerung der Lernmotivation.
Auszug aus dem Buch
6.1 Hören
Ein Geräusch-Memory lässt sich einfach selbst herstellen. Hierzu benötigt man z. B. Filmdöschen oder Überraschungsei-Hüllen. Hier von sollte man mindestens zwanzig zusammen sammeln, damit man zumindest zehn verschiedene Paare zum Spielen hat. Man füllt jeweils zwei Behälter mit dem gleichen Inhalt. Hierbei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Naturmaterialien, Gewürze oder Gegenstände aller Art. Ein Beispiel für ein Geräusch-Memory liegt dieser Hausarbeit bei.
Die Regeln sind wie beim normalen Memory. Man muss jeweils zwei Behälter nacheinander auswählen und schütteln um so das Geräusch vergleichen zu können. Ist bei beiden Döschen das Geräusch identisch darf man das Paar nehmen. Wer am Ende die meisten Paare erspielt hat, ist der Gewinner.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema des ganzheitlichen Lernens ein und umreißt die geplanten inhaltlichen Schwerpunkte sowie die praktische Zielsetzung.
2. Die Sinne: Dieses Kapitel differenziert zwischen Fern- und Nahsinnen und erläutert die neurologische Notwendigkeit der Aktivierung beider Hirnhälften für die Informationsverarbeitung.
3. Zur Geschichte des Lernens mit allen Sinnen: Der historische Abriss zeigt auf, dass ganzheitliches Lernen kein modernes Phänomen ist, sondern bereits von Denkern wie Aristoteles, Comenius und Reformpädagogen gefordert wurde.
4. Wieso mit allen Sinnen lernen?: Hier wird die Relevanz des Themas angesichts einer zunehmend technisierten Kindheit und der Gefahr der Reizüberflutung der Fernsinne bei gleichzeitiger Verkümmerung der Nahsinne begründet.
5. Sinnesübungen: Es wird dargelegt, dass gezielte Sinnesübungen notwendig sind, um multisensorisches Lernen zu ermöglichen und Konzentration sowie aktive Erfahrungen zu fördern.
6. Praktische Übungen: Dieses Kapitel liefert konkrete Anleitungen und Ideen für den Unterrichtseinsatz, um die verschiedenen Sinne sowie Bewegung und Reflexion (Lerntagebuch) praktisch zu schulen.
7. Schlusswort: Das Fazit bestätigt die hohe Bedeutung des ganzheitlichen Lernens für die Unterrichtsgestaltung und betont das motivierende Potenzial dieser Methode für Schüler und Lehrer.
Schlüsselwörter
Lernen mit allen Sinnen, Grundschule, Sinnesübungen, Multisensorisches Lernen, Nahsinne, Fernsinne, Wahrnehmung, Lerntagebuch, Ganzheitlichkeit, Bewegungsspiele, Lernmotivation, Didaktik, Geräusch-Memory.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Methode des „Lernens mit allen Sinnen“ im Kontext des Grundschulunterrichts.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Zentrale Themen sind die physiologischen Grundlagen der menschlichen Sinne, die historische Entwicklung dieser Lernmethode, die Begründung ihrer Notwendigkeit in der heutigen Zeit sowie die praktische Umsetzung im Unterricht.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch die Einbeziehung verschiedener Sinne und Bewegung die Lernmotivation und die kognitive Verarbeitung bei Grundschulkindern verbessert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Aufarbeitung didaktischer Fachliteratur und verknüpft diese mit praktischen Anwendungsbeispielen für den Schulalltag.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu den Sinnen und der Historie sowie in einen ausführlichen Praxisteil mit Übungen zu Hören, Riechen, Schmecken, Tasten, Sehen und Bewegen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Multisensorisches Lernen, Nahsinne, Wahrnehmungsförderung, Lernmotivation und ganzheitliches Begreifen.
Was genau ist ein Lerntagebuch laut der Arbeit?
Es ist ein Instrument zur Förderung der Lernmotivation, das aus den Elementen Lernbogen, Lernkonferenz und Wochenrückblick besteht, um Kindern zu helfen, ihre Stärken und Schwächen bewusster zu steuern.
Warum sind gerade die Nahsinne heute besonders relevant?
Laut der Arbeit sind Kinder heute einer Reizüberflutung der Fernsinne durch Medienkonsum ausgesetzt, weshalb die gezielte Förderung der Nahsinne notwendig ist, um dem entgegenzuwirken.
- Quote paper
- Kathrin Brandt (Author), 2005, Lernen mit allen Sinnen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41774