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Die Handelsbeziehung zwischen Deutschland und China

Eine Bewertung anhand des Gravitationsmodells

Título: Die Handelsbeziehung zwischen Deutschland und China

Tesis (Bachelor) , 2016 , 34 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Julian Auge (Autor)

Economía - Relaciones económicas internacionales
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In dieser Arbeit soll die wirtschaftliche Beziehung zwischen Deutschland und China erläutert und mit Hilfe des so genannten Gravitationsmodells bewertet werden. Hierzu wird im ersten Teil der Arbeit die Entwicklung der chinesischen Außenpolitik und Wirtschaftslage ab 1978 beschrieben, um eine Sensibilisierung für den historischen Kontext der Volksrepublik China zu erzielen. Von der anfänglichen Situation ausgehend soll zuerst der Impuls erklärt werden, der zur Öffnung der Grenzen gegenüber der Weltwirtschaft und zum Abbau des Protektionismus geführt hat. Anschließend wird der Beitritt Chinas zur WTO behandelt und eventuelle Auswirkungen auf die eigene Wirtschaftssituation untersucht.

Darauf aufbauend soll die aktuelle Handelsbeziehung zwischen Deutschland und China beschrieben und mit Statistiken belegt werden. Um diesen Ausführungen einen Interpretationsraum zu geben, wird im Anschluss das Gravitationsmodell, als Instrument zur Beurteilung bilateraler Handelsströme zwischen zwei Ländern, eingeführt. Hierzu wird in Kapitel 4 ein Datensatz erstellt, mit dem mehrere Schätzungen durchgeführt werden, um die Im- und Exportvolumina beurteilen zu können. Zum Ende der Arbeit werden die Ergebnisse resümierend zusammengefasst.

In den letzten vier Jahrzehnten ist die Volksrepublik China zu einem der einflussreichsten Wirtschaftsmächte weltweit aufgestiegen. Mit einem Weltmarktanteil von über 10,4%1 liegt das Land in 2014 sogar vor den Vereinigten Staaten von Amerika und führt seitdem die Rangliste der größten Handelsnationen an. Doch das Reich der Mitte hat dafür auch grundlegende Änderungen der eigenen Strukturen vollzogen und sich schrittweise dem Welthandel geöffnet, sodass China nun vollständiges Mitglied in der World Trade Organization ist.

Auch für die Bundesrepublik Deutschland als exportorientierte Nation hat sich China zu einem der bedeutendsten Wirtschaftspartner im asiatischen Raum entwickelt. Deutsche Maschinen und Kraftwagen sind in China sehr beliebt und gerade deutsche PKW werden stark nachgefragt. Neben Volkswagen, welcher der erste deutscher Automobilhersteller in China war, sind auch die Marken BMW und Daimler mit Werken und Niederlassungen vertreten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Motivation

2. Chinas Reformen ab 1978

2.1 Öffnung der Grenzen

2.2 Beitritt zur World Trade Organization

3. Aktueller Außenhandel zwischen Deutschland und China

3.1 Deutsche Firmen in China

3.2 Zahlen zum Außenhandel

4. Gravitationsmodell

4.1 Definition

4.2 Theoretische Grundlage

4.3 Anwendung auf das Beispiel Deutschland China

4.4 Statistischer Hintergrund und Schätzmethode

5. Schätzungen

5.1 Exportbasierte Schätzung

5.2 Importbasierte Schätzung

5.3 Zweite Schätzung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und China unter Anwendung des ökonomischen Gravitationsmodells. Das zentrale Ziel ist es, die Intensität der bilateralen Handelsströme zu bewerten und zu hinterfragen, ob das reale Handelsvolumen mit den theoretischen Vorhersagen des Modells korrespondiert, um potenzielle ökonomische Abhängigkeiten aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung der chinesischen Außenpolitik und Wirtschaftsöffnung seit 1978.
  • Analyse der aktuellen Handelsbeziehungen und wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Deutschland und China.
  • Methodische Anwendung des Gravitationsmodells zur Berechnung und Interpretation bilateraler Handelsströme.
  • Durchführung multipler linearer Regressionen zur Quantifizierung der Einflüsse von BIP und Distanz.
  • Diskussion über die Risiken einer zu engen wirtschaftlichen Abhängigkeit im Kontext globaler Krisen.

Auszug aus dem Buch

4. Gravitationsmodell

Die vorangegangenen Zahlen und Statistiken geben einen ersten Eindruck über die tatsächliche Ausprägung der internationalen Handelsströme zwischen den zwei Ländern. Doch nun stellt sich die Frage der Interpretation dieser Zahlen. Daher soll im Folgenden das so genannte Gravitationsmodell vorgestellt, definiert und dessen wissenschaftliche Bedeutung darlegt werden.

Das Gravitationsmodell wurde 1962 erstmals von Jan Tinbergen44 aus der Physik abgeleitet und für außenwirtschaftliche Zusammenhänge angepasst. Dies führte zu einem Modell, welches viele Bewegungen zwischen Ländern erklären konnte, unter anderem Migration, Tourismus und der in dieser Arbeit im Vordergrund stehende Handel45. In vielen Studien der letzten zehn Jahre konnte das Modell die Handelsströme zwischen Ländern hinreichend genau vorhersagen46, sodass es internationale Bekanntheit erlangte. Es wurde daraufhin von diversen Ökonomen erweitert und ergänzt, mit der Absicht die Realität immer genauer abbilden zu können.

Im Folgenden soll es definiert und theoretisch begründet werden. Anschließend wird es auf die Beispielländer Deutschland und China angewendet. Dies soll Aufschluss darüber geben, inwieweit die aktuellen Handelsvolumina modelliert werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Motivation: Einführung in die ökonomische Relevanz der Handelsbeziehung zwischen China und Deutschland und Darstellung der Forschungsabsicht mittels des Gravitationsmodells.

2. Chinas Reformen ab 1978: Historischer Rückblick auf die Öffnungspolitik Chinas, beginnend mit dem Ende der Ära Mao Zedong bis hin zum WTO-Beitritt.

3. Aktueller Außenhandel zwischen Deutschland und China: Analyse der gegenwärtigen wirtschaftlichen Verflechtungen sowie der Risiken einer zu starken Abhängigkeit durch deutsche Firmen.

4. Gravitationsmodell: Theoretische Einführung in das ökonomische Gravitationsmodell und dessen Anpassung für die Analyse internationaler Handelsströme.

5. Schätzungen: Durchführung und Auswertung empirischer Schätzungen mittels multipler linearer Regressionen zur Überprüfung der bilateralen Handelsströme.

6. Fazit: Zusammenfassende Interpretation der Ergebnisse und Diskussion der Erkenntnisse hinsichtlich der wirtschaftlichen Abhängigkeit zwischen beiden Nationen.

Schlüsselwörter

Handelsbeziehungen, Deutschland, China, Gravitationsmodell, Außenhandel, Wirtschaftswachstum, Welthandel, WTO, BIP, Regression, Handelsvolumen, Handelskonzentration, Export, Import, Abhängigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die engen Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und China und bewertet diese kritisch mithilfe eines ökonomischen Modells.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die wirtschaftliche Öffnung Chinas, die aktuelle Bedeutung Chinas als Handelspartner für Deutschland sowie die theoretischen Grundlagen des Gravitationsmodells.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist zu untersuchen, wie sich die Handelsströme zwischen beiden Ländern interpretieren lassen und ob diese im Verhältnis zur wirtschaftlichen Größe und Distanz gemäß dem Gravitationsmodell als "zu intensiv" einzustufen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Analyse basiert auf dem Gravitationsmodell, wobei zur Quantifizierung der Zusammenhänge multiple lineare Regressionen durchgeführt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der chinesischen Reformpolitik, eine Bestandsaufnahme der aktuellen Handelsbeziehungen und einen umfangreichen statistischen Teil mit Regressionsanalysen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Handelsbeziehungen, Gravitationsmodell, China-Euphorie, Außenwirtschaft und Regressionsanalyse beschreiben.

Warum wurde China als Fallbeispiel gewählt?

China hat sich seit 1978 von einer abgeschotteten Wirtschaft zur weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft entwickelt und stellt für die exportorientierte deutsche Industrie den bedeutendsten asiatischen Handelspartner dar.

Welches Ergebnis liefern die Regressionsmodelle zur Handelsbeziehung?

Die Schätzungen deuten darauf hin, dass die Handelsvolumina zwischen Deutschland und China über den theoretischen Werten liegen, was als Anzeichen für eine besonders intensive und damit potenziell abhängige Handelsbeziehung interpretiert wird.

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Detalles

Título
Die Handelsbeziehung zwischen Deutschland und China
Subtítulo
Eine Bewertung anhand des Gravitationsmodells
Universidad
Bielefeld University
Calificación
1,0
Autor
Julian Auge (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
34
No. de catálogo
V417803
ISBN (Ebook)
9783668669499
ISBN (Libro)
9783668669505
Idioma
Alemán
Etiqueta
China Deutschland Gravitationsmodell Handel Handelsbeziehung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julian Auge (Autor), 2016, Die Handelsbeziehung zwischen Deutschland und China, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417803
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