Die Hausarbeit handelt inhaltlich von der Analyse der in einem Schulbuchkapitel befindlichen Lernaufgaben zu einer bestimmten Lerneinheit, auf deren Grundlage eine geeignete Prüfungsaufgabe konstruiert und Bewertungskriterien entwickelt werden.
Zunächst erfolgt die Analyse der Lernaufgaben, welche die fachdidaktischen sowie fachinhaltlichen Herausforderungen herausarbeitet, die dann in der Konstruktion einer geeigneten Prüfungsaufgabe münden.
Im dritten Punkt folgt die Entwicklung von Bewertungskriterien nach Lindström. Im vierten Punkt wird in einer Abschlussdiskussion auf die Vor- und Nachteile des erprobten Bewertungsverfahrens eingegangen sowie ein Fazit formuliert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Analyse der Lernaufgaben und Konstruktion der Prüfungsaufgabe
2.1 Einbettung der Aufgaben im Unterrichtsverlauf
2.2 Allgemeindidaktische und fachinhaltliche Analyse:
2.3. Konstruktion der Prüfungsaufgabe
3. Entwicklung von Bewertungskriterien
3.1 Produktkriterien:
3.2 Prozesskriterien:
4. Diskussion und Fazit
5. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Lernaufgaben eines Schulbuchkapitels zur Collage-Technik, um daraus eine fundierte Prüfungsaufgabe sowie ein kriterienorientiertes Bewertungsverfahren nach Lars Lindström zu entwickeln.
- Analyse kunstpädagogischer Lernaufgaben (Thema: Traumwelten)
- Konstruktion kompetenzorientierter Prüfungsaufgaben
- Entwicklung von Produktkriterien für bildnerische Arbeiten
- Festlegung von Prozesskriterien zur Bewertung schöpferischer Tätigkeit
- Diskussion der Herausforderungen bei der Notengebung im Kunstunterricht
Auszug aus dem Buch
2.3. Konstruktion der Prüfungsaufgabe
Am Ende jeder Lerneinheit steht eine Prüfungsaufgabe, die dazu dient das gewonnene Wissen bei den SuS abzufragen. Was nicht explizit mit den SuS durchgenommen und besprochen wurde, darf auch nicht als Bewertungsgrundlage dienen. Wie die Prüfungsaufgabe konzipiert ist, bleibt den Lehrpersonen selbst überlassen. Je nach gewünschter Komplexität muss entschieden weniger bzw. welche Bausteine aus dem erlernten Wissen/ Können zur Lösung des bildnerischen Problems benötigt werden. Dabei soll der fachinhaltliche Kern, die Problemstellung beibehalten werden.
Ausgehend vom Motiv könnte eine geeignete Prüfungsaufgabe folgendermaßen lauten:
Erschaffe dein persönliches Paradies mit der Collagetechnik.
(Material: Zeitschriften/Magazine, Scheren, Klebestifte, festes Zeichenpapier A3 oder A4, Foto von dir)
a) Überlege dir zuerst, wie du dir dein persönliches Paradies vorstellst. Sammle dann Bilder aus Zeitschriften und Magazinen, die deinen Vorstellungen entsprechen und schneide sie sorgfältig aus.
b) Gestalte dein Paradies möglichst bunt und fantasievoll, so wie es nur in einem Traum vorkommen kann. Überlege dir gut, wie die Anordnung der Bilder sein soll, bevor du klebst.
c) Bringe ein möglichst aktuelles Foto von dir mit, das dich ganz zeigt und sich gut ausschneiden lässt. Collagiere dich überdeckend in deine Fantasiewelt, sodass es möglichst echt aussieht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Themas und Einordnung der Arbeit in das Modul-2-Kunststudium sowie kurzer Ausblick auf den methodischen Aufbau.
2. Analyse der Lernaufgaben und Konstruktion der Prüfungsaufgabe: Untersuchung der fachdidaktischen Anforderungen von Lernaufgaben im Bereich Collagen und Ableitung einer konkreten Prüfungsaufgabe.
3. Entwicklung von Bewertungskriterien: Erarbeitung von kriterienorientierten Produkt- und Prozesskriterien nach Lindström zur objektiveren Leistungsbeurteilung im Kunstunterricht.
4. Diskussion und Fazit: Kritische Reflexion des Bewertungsverfahrens, Diskussion über die Rolle des Lehrers sowie die Bedeutung von Teamteaching und Partizipation der Schüler.
5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten fachdidaktischen Quellen und Literatur zur Leistungsbewertung.
Schlüsselwörter
Kunstunterricht, Leistungsmessung, Leistungsbewertung, Collage, Kompetenzorientierung, Prüfungsaufgabe, Produktkriterien, Prozesskriterien, Traumwelten, Schöpferische Tätigkeit, Didaktik, Bildungsplan, Fach Kunst, Leistungsbeurteilung, Portfolio.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen bei der Notengebung im Kunstunterricht und entwickelt ein Konzept zur kompetenzorientierten Leistungsbewertung am Beispiel des Themas "Traumwelten" und der Collage-Technik.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit fokussiert auf die Analyse von Lernaufgaben, die Konstruktion von Prüfungsaufgaben und die Anwendung von Lindströms Kriterienmodell für Produkt- und Prozessbewertung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein transparentes und fachlich fundiertes System zur Bewertung von kreativen Schülerleistungen zu entwerfen, das über subjektive Evidenzurteile hinausgeht.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Es wird eine kriterienorientierte Bezugsnorm nach Lars Lindström angewandt, die den bildnerischen Prozess und das Endprodukt gleichermaßen berücksichtigt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Lernaufgaben aus dem Schulbuch, die praktische Konstruktion einer Prüfungsaufgabe und die detaillierte Ausarbeitung von Bewertungsrastern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Klassische Begriffe sind hierbei Leistungsbewertung, Kunstpädagogik, Collage-Technik, Kompetenzorientierung und kriteriengeleitete Beurteilung.
Warum wird die Portfolio-Methode im Fazit erwähnt?
Die Autorin diskutiert die Portfolio-Methode als reformpädagogische Alternative, um Schüler aktiv in den Bewertungsprozess einzubeziehen und die Eigenverantwortung zu stärken.
Welchen Stellenwert nimmt die "überdeckende Collage" ein?
Sie dient als konkretes Beispiel für eine komplexe künstlerische Strategie, die sowohl handwerkliches Geschick als auch konzeptuelles und metakognitives Wissen erfordert.
Wie bewertet die Autorin die Rolle der Lehrkraft im Kunstunterricht?
Die Autorin betont die Notwendigkeit von Teamteaching und einer kritischen Selbstreflexion, um die Komplexität der Leistungsbewertung in kreativen Fächern besser zu bewältigen.
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- Adrienne Kaergel (Autor), 2016, Leistungsmessung und Leistungsbewertung im Kunstunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417865