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Farbkonzepte bei Kindern und Jugendlichen. Fachdidaktische Forschung in der Kunstpädagogik

Titre: Farbkonzepte bei Kindern und Jugendlichen. Fachdidaktische Forschung in der Kunstpädagogik

Dossier / Travail , 2017 , 16 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Adrienne Kaergel (Auteur)

Pédagogie - Éducation artistique
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Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, einen möglichen Zusammenhang von Sprache und künstlerisch bildnerischen Prozessen von Schülerinnen und Schülern einer fünften Jahrgangsstufe empirisch zu untersuchen.

Während sich zur zeichnerischen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen einschlägige Literatur findet, etwa zu Stufenmodellen, welche die Entwicklung der entsprechenden Fertigkeiten und der dazugehörigen Aspekte der Entwicklung der Kognition, Persönlichkeit und visuellen Wahrnehmung untersuchen, sind kunstdidaktische Forschungsergebnisse im Bereich der Sprachentwicklung und der damit verbundenen Zugänge zur Kunst noch sehr rar. Forschungsergebnisse zur Parallelisierung von Spracherwerb und bildhaften Äußerungen beziehen sich meist auf das Sprechen und nicht auf das Schreiben und nehmen daher oft nur die frühkindliche Entwicklung bis ins Grundschulalter ins Blickfeld. Daher ist es mein Anliegen, mögliche Zugänge durch schriftliche Bildbeschreibungen in der Sekundarstufe I zu untersuchen. Die im Rahmen einer Dissertationsarbeit von Martin Oswald durchgeführten Studien bieten diesbezüglich gute Ansatzpunkte, die mich zu weiteren Untersuchungen auf dem Gebiet motiviert und zu folgender zentralen Forschungsfrage gebracht haben:

Gibt es eine Korrelation zwischen der Qualität der Beschreibung eines Bildes und der Qualität der bildnerischen Arbeiten?
„Qualität“ ist dabei als objektiver Maßstab zu verstehen, welcher mit Hilfe gewisser Kriterien die Ergebnisse zu quantifizieren sucht. Dies ist Teil des methodischen Vorgehens, welches in Kapitel 2 beschrieben wird. Dem voraus gehen in Kapitel 1 die Beschreibung der Aufgabenstellung, der Rahmenbedingungen, sowie weitere Teilfragen und Hypothesen, die sich daraus ergeben. Das Kernstück der Arbeit bildet unter Punkt 3 die Auswertung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse. Unter dem letzten Punkt 4 erfolgt eine abschließende Zusammenführung der Ergebnisse und ein Fazit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Aufgabenstellung, Rahmenbedingungen und Hypothesen

1.1 Aufgabenstellung

1.2 Rahmenbedingungen

1.3 Hypothesen

2. Datenerhebung und -auswertung

2.1. Datenerhebung

2.2 Datenauswertung

2.3 Befunde

3. Ergebnisse und Diskussion

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht empirisch den Zusammenhang zwischen sprachlichen Bildbeschreibungen und der Qualität künstlerisch-bildnerischer Prozesse bei Schülern einer fünften Jahrgangsstufe, um zu klären, ob eine vorherige schriftliche Fixierung des Gesehenen die bildnerische Darstellung beeinflusst.

  • Empirische Untersuchung von Kausalzusammenhängen zwischen Sprache und bildnerischem Ausdruck
  • Einfluss von Bildvorlagen-Permanenz auf die Qualität der künstlerischen Umsetzung
  • Analyse geschlechtsspezifischer Unterschiede bei Bildbeschreibungen und -darstellungen
  • Erprobung eines Mixed-Methodologies-Modells in der kunstpädagogischen Forschung
  • Überprüfung von Entwicklungsstufen in der Objekt- und Raumwahrnehmung

Auszug aus dem Buch

3. Ergebnisse und Diskussion

Aufgrund der Befunde kann davon ausgegangen werden, dass eine positive Korrelation zwischen der schriftlichen Bildbeschreibung und den bildnerischen Ergebnissen besteht. Diese Ergebnisse würden Hypothese 1 (Die vorherige schriftliche Beschreibung führt zu besseren bildnerische Ergebnissen) bestätigen. Besonders auf das Erinnerungsvermögen kompositorischer und räumlicher Bildordnungsprinzipien scheint eine vorherige Bildbeschreibung einen großen Einfluss auszuüben. Dabei ist davon auszugehen, dass die Qualität der Bildbeschreibung jedoch eine eher untergeordnete Rolle spielt. Dies lässt sich daraus ableiten, dass die Beschreibung aller drei Details, besonders Detail III (Anordnung der Elemente im Raum) bei allen Probanden sehr lückenhaft war. Die Probanden beschränkten sich bei der Bildbeschreibung fast durchgehend auf erkannte Objekte und Farben. Diese wurden jedoch auch wenig charakterisiert. Eine mögliche Erklärung für das Fehlen der Beschreibung räumlicher Aspekte könnte der altersspezifische Entwicklungsstand der Probanden sein. Empirische Untersuchungen zur Entwicklung von Farb- und Raumverständnis lassen Vermutungen zu, dass eine differenzierte Kombination der Komponenten „Farbe“ und „Raum“ erst ab Altersstufe 16 zu erwarten ist (vgl. Oswald, 2013, S.159).

Andere Einflussfaktoren auf die Bildbeschreibung könnten aber auch äußere Rahmenbedingungen gewesen sein, wie etwa fehlende Erfahrung der SuS mit Bildanalysen. Auch möglicher Zeitdruck oder Produktorientierung der Probanden auf die bildnerische Lösungen könnten zu einer Vernachlässigung der Bildbeschreibung beigetragen haben. Hypothese 2 (Die Qualität der bildnerischen Ergebnisse ist höher bei der Permanenz der Bildvorlage) scheint sich – zumindest in den Details I und III zu bestätigen. Sowohl bei der Versuchsgruppe (V2), als auch bei der Kontrollgruppe (K2) ist der MW entsprechend höher. Interessant ist, dass Detail II (Anzahl der verwendeten Farben) trotz Bildpermanenz abnimmt. Zu erklären wäre dies mit einer vermehrten Konzentration der Probanden aus V2 auf die dargestellten Objekte. Die Farben scheinen bei der Bemühung ein Bild möglichst „genau“ nachzumalen nicht im Vordergrund gestanden zu sein. Möglicherweise hemmen aber auch erste Versuche einer räumlichen Darstellung die Konzentration auf die Farbigkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es wird das Ziel formuliert, den Zusammenhang zwischen Sprache und künstlerischem Prozess bei Schülern der fünften Klasse zu untersuchen und die Forschungsfrage zur Korrelation zwischen Bildbeschreibung und Bildqualität aufgestellt.

1. Aufgabenstellung, Rahmenbedingungen und Hypothesen: Dieses Kapitel erläutert den Versuchsaufbau mit 16 Probanden, die methodische Einteilung in Gruppen sowie die konkreten Arbeitshypothesen zur Qualität bildnerischer Ergebnisse.

2. Datenerhebung und -auswertung: Hier werden das experimentelle Forschungsdesign sowie die verwendeten Bewertungskriterien für die Auszählung von Objekten, Farben und räumlichen Verhältnissen dargelegt und die erhobenen Rohdaten tabellarisch aufbereitet.

3. Ergebnisse und Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, wobei die Korrelation zwischen Beschreibung und Bildqualität bestätigt, aber auch der Einfluss von Alter und Entwicklungsstand diskutiert wird.

4. Fazit: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung im Kontext des Bildungsplans und betont die Notwendigkeit von differenziertem, schülerzentriertem Kunstunterricht.

Schlüsselwörter

Kunstpädagogik, Bildbeschreibung, Fachdidaktik, bildnerische Prozesse, Schüler, Empirische Forschung, Kognition, Farbwahrnehmung, Raumwahrnehmung, Mixed Methodologies, Sekundarstufe I, Bildungsplan, Gedächtnisleistung, Objektwahrnehmung, Unterrichtsforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss von sprachlichen Bildbeschreibungen auf die Qualität nachfolgender bildnerischer Arbeiten von Schülern der fünften Klasse.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?

Zentrale Themen sind die kognitive Verarbeitung visueller Informationen, die Entwicklung der Wahrnehmung bei Kindern und die Frage, ob Schreiben als Hilfsmittel den künstlerischen Prozess strukturiert.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Kernfrage lautet: Gibt es eine Korrelation zwischen der Qualität der schriftlichen Beschreibung eines Bildes und der Qualität der daraus resultierenden bildnerischen Arbeiten?

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird ein experimentelles „Mixed Methodologies“-Modell angewandt, das qualitative und quantitative Methoden kombiniert, um mittels Auszählung von Details (Objekte, Farben, Raum) statistische Daten zu erheben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die detaillierte Versuchsplanung, die Durchführung des Experiments mit 16 Probanden sowie die Auswertung und Diskussion der erhobenen Daten im Hinblick auf die Hypothesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Typische Schlüsselbegriffe sind Kunstpädagogik, Bildbeschreibung, Fachdidaktik, kognitive Entwicklung, Farbwahrnehmung und Empirische Forschung.

Wie unterscheidet sich die Leistung von männlichen und weiblichen Probanden?

Die Studie zeigt, dass zwar Mädchen die Objekte in der Beschreibung teils detaillierter erfassten, die Jungen jedoch in der bildnerischen Umsetzung der Objekte eine höhere Quantität und Qualität aufwiesen.

Welchen Einfluss hat die Permanenz der Bildvorlage auf das Ergebnis?

Die ständige Sichtbarkeit der Bildvorlage während des Malens führte zwar zu besseren Ergebnissen in der Objektdarstellung, aber nicht zwingend zu einer besseren Farbwiedergabe.

Warum wurde das Gemälde von August Macke als Vorlage gewählt?

Das Werk wurde aufgrund seiner konkret-gegenständlichen Darstellung ausgewählt, die für Schüler der fünften Klasse eine angemessene Herausforderung bei der Beschreibung und dem Nachzeichnen bot.

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Résumé des informations

Titre
Farbkonzepte bei Kindern und Jugendlichen. Fachdidaktische Forschung in der Kunstpädagogik
Université
University of Education Weingarten
Note
1,0
Auteur
Adrienne Kaergel (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
16
N° de catalogue
V417869
ISBN (ebook)
9783668669338
ISBN (Livre)
9783668669345
Langue
allemand
mots-clé
farbkonzepte kindern jugendlichen fachdidaktische forschung kunstpädagogik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Adrienne Kaergel (Auteur), 2017, Farbkonzepte bei Kindern und Jugendlichen. Fachdidaktische Forschung in der Kunstpädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417869
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Extrait de  16  pages
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