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Homosexualität im Blickpunkt von Kirche und Gesellschaft

Gleichgeschlechtliche Liebe segenswürdig?

Título: Homosexualität im Blickpunkt von Kirche und Gesellschaft

Trabajo , 2016 , 31 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Adrienne Kaergel (Autor)

Didáctica - Teología, pedagogía religiosa
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Die Bibelstelle 1. Sam 20, 41 ist nur ein kurzer Ausschnitt aus der Davidgeschichte, die eine sehr innige Beziehung zwischen zwei Männern darstellt. Auch andere Bibelstellen stellen Intimitäten zwischen Mann und Mann sowie Frau und Frau dar, die man aus heutiger Sicht durchaus mit einer gewissen homosexuellen Akzentuierung lesen könnte. Andererseits gibt es wiederum Textstellen, die diesbezüglich einen klar ablehnenden Charakter aufweisen.

Unumstritten ist, dass es Textstellen in der Bibel gibt, die aus heutiger Sicht homosexuelle Handlungen darstellen. Die Frage ist nun, wie man diese Stellen deuten kann. Besonders die aktuelle Debatte um die Einführung von Homosexuellen-Ehen führt unter Christen zu kontroversen Diskussionen, die unter anderem mit gewissen Bibelstellen argumentiert werden. Die Frage, die im Zentrum der christlichen Tradition steht ist: Wird Homosexualität akzeptiert/befürwortet oder ist sie nur eine „schändliche Leidenschaft“, eine „widernatürliche Verirrung“? Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ist Homosexualität in der Gesellschaft inzwischen weitestgehend akzeptiert. Zwei Drittel der Menschen in Deutschland sind sogar dafür, dass auch homosexuelle Paare eine Ehe schließen dürfen.

Allerdings stößt das Thema seitens der katholischen Kirche immer noch auf klare Ablehnung. Was ist jedoch mit katholischen Mitbürgern, die gerne Gottes Segen erhalten würden, aber aufgrund ihrer sexuellen Orientierung von ihrer eigenen Glaubensgemeinschaft ausgeschlossen werden? Ist die Bibel als Argumentationsgrundlage gegen Homosexualität anzuführen? Wie können Kirche und Gesellschaft diesbezüglich zusammenfinden? Diese Fragen sollen im Folgenden diskutiert und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Hinführung zum Thema

2. Begriffsdefinitionen

3. Historische Hintergründe

3.1 Homosexualität in der Antike

3.2 Homosexualität im römischen Reich

3.3 Homosexualität im Mittelalter

4. Homosexualität im Diskurs der heiligen Schrift

4.1 Gesetzliche Stellen (AT)

4.2 Geschichtliche Stellen (AT)

4.3 Paulinische Stellen (NT)

4.4 Projudäische Stellen (AT)

5. Zusammenfassung/ Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Homosexualität im Spannungsfeld zwischen christlicher Tradition, kirchlicher Lehre und gesellschaftlicher Entwicklung. Unter der Leitfrage „Gleichgeschlechtliche Liebe – segenswürdig?“ wird analysiert, inwieweit biblische Texte als Argumentationsgrundlage gegen Homosexualität herangezogen werden können und welche theologischen sowie gesellschaftlichen Perspektiven eine moderne Bewertung ermöglichen.

  • Historische Betrachtung homosexueller Beziehungsformen von der Antike bis zum Mittelalter.
  • Hermeneutische Analyse biblischer Textstellen aus dem Alten und Neuen Testament.
  • Diskurs über die Vereinbarkeit von kirchlicher Lehre und moderner Lebenswirklichkeit.
  • Politische Debatte um die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften und die Anerkennung der Ehe.

Auszug aus dem Buch

3.1 Homosexualität in der Antike

Homosexualität ist kein neuzeitliches Phänomen, sondern eine der ältesten und verbreitetsten Beziehungsformen der globalen Kulturgeschichte. Da der moderne Begriff jedoch erst im 19. Jh. entstanden ist, handelt es sich in der Diskussion in Bezug auf die Bibel um einen Anachronismus (griechisch ἀναχρονισμός anachronismós „Verwechslung der Zeiten“), was bedeutet, dass es um zwei Komponenten geht, die erst miteinander in Beziehung gesetzt werden müssen, um aussagekräftig zu sein. Daher sollen zunächst die gesellschaftsgeschichtlichen Bedingungen zu Zeiten der Bibelentstehung betrachtet werden um eine begründete Interpretation der entsprechenden Textstellen zu gewährleisten.

Nach Prof. Dr. Markus Zehnder, Dozent an der theologischen Fakultät der Universität Basel, kann nur „[…] eine genaue Analyse der Texte und Bilder jener Welt […] – a posteriori – entscheiden, inwiefern Berührungen zwischen dem modernen Konzept „Homosexualität“ und gleichgeschlechtlichen Beziehungen in der Antike bestehen.“ Archäologische Funde von lyrischen Texten, bemalten Vasen sowie Graffiti aus der Antike zeigen Männer bei sexuellen Handlungen. Daher gehen Historiker davon aus, dass dies im alten Griechenland gesellschaftlich akzeptiert und nicht verurteilt wurde.

So findet man auch Belege in der Literatur Platons. In seinem Dialog „Symposium“ erzählt der bekannte Komödiendichter Aristophanes, von einem dritten Geschlecht, dem „Kugelmenschen“. Diese dritte Form, der androgynos (griechisch ἀνδρόγυνος, wörtlich „Mannfrau“) war sowohl männlich, als auch weiblich. Dieser Mythos stellt vermutlich die erste Theorie zur Homosexualität in der Antike dar. Zudem beschreibt Platon in "Symposium" die Beziehung zu seinem Lehrer Sokrates auf sehr innige Art und Weise, weshalb sie auch als Verteidigungsschrift für die Liebe unter Männern bezeichnet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des Themas, der Leitfrage sowie der methodischen Herangehensweise der Hausarbeit.

1. Hinführung zum Thema: Diskussion der aktuellen gesellschaftlichen Akzeptanz von Homosexualität im Kontrast zur ablehnenden Haltung der katholischen Kirche.

2. Begriffsdefinitionen: Erläuterung der Herkunft und des Bedeutungswandels des Begriffs Homosexualität sowie der zugehörigen Adjektive.

3. Historische Hintergründe: Untersuchung der soziokulturellen Rahmenbedingungen gleichgeschlechtlicher Beziehungen in der Antike, dem römischen Reich und dem Mittelalter.

4. Homosexualität im Diskurs der heiligen Schrift: Hermeneutische Analyse biblischer Stellen (gesetzliche, geschichtliche, paulinische und projudäische Texte) in Bezug auf homosexuelle Handlungen.

5. Zusammenfassung/ Diskussion: Zusammenführung der Ergebnisse und Reflexion über die künftige Gestaltung eines ethisch verantwortlichen Umgangs mit homosexuellen Paaren in Kirche und Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Homosexualität, Kirche, Gesellschaft, Bibel, Hermeneutik, Segenswürdigkeit, Antike, Mittelalter, Ehe, Diskriminierung, Ethik, Schöpfungsordnung, Katechismus, Theologie, Liebesgebot.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der gesellschaftlichen und kirchlichen Einordnung homosexueller Liebe und der Frage, ob diese als segenswürdig betrachtet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Historische Perspektiven, die hermeneutische Auslegung biblischer Texte sowie die aktuelle kirchenpolitische und rechtliche Debatte um die gleichgeschlechtliche Ehe.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch die Untersuchung biblischer und historischer Kontexte eine fundierte Antwort auf die Frage zu finden, ob die Bibel als Argumentationsgrundlage gegen Homosexualität ausreicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine hermeneutische Untersuchung der relevanten biblischen Bibelverse sowie die Analyse verschiedener Positionen von Publizisten und Theologen aus Fachkreisen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Es werden die historischen Rahmenbedingungen, eine detaillierte Analyse der Bibelstellen nach verschiedenen Kategorien sowie die Diskussion theologischer Sichtweisen wie dem Konstruktivismus und Essentialismus behandelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Homosexualität, Kirche, Gesellschaft, Bibel, Hermeneutik, Segenswürdigkeit, Ethik und Ehe.

Wie bewertet die Autorin die Haltung der katholischen Kirche?

Sie kritisiert eine Diskrepanz zwischen kirchlichen Lehren und der heutigen Lebenswirklichkeit und weist auf die entfremdende Wirkung fundamentalistischer Positionen hin.

Welche Bedeutung kommt der David-Jonatan-Beziehung zu?

Die Beziehung dient als Fallbeispiel für die hermeneutische Diskussion, da sie sowohl als innige Freundschaft als auch als homoerotische Verbindung interpretiert wird.

Was ist das Fazit der Arbeit zur Leitfrage?

Basierend auf den untersuchten historischen Kontexten und dem christlichen Liebesgebot beantwortet die Autorin die Frage „Gleichgeschlechtliche Liebe – segenswürdig?“ mit einem klaren Ja.

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Detalles

Título
Homosexualität im Blickpunkt von Kirche und Gesellschaft
Subtítulo
Gleichgeschlechtliche Liebe segenswürdig?
Universidad
University of Education Weingarten
Calificación
1,0
Autor
Adrienne Kaergel (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
31
No. de catálogo
V417870
ISBN (Ebook)
9783668676145
ISBN (Libro)
9783668676152
Idioma
Alemán
Etiqueta
homosexualität blickpunkt kirche gesellschaft gleichgeschlechtliche liebe
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Adrienne Kaergel (Autor), 2016, Homosexualität im Blickpunkt von Kirche und Gesellschaft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417870
Leer eBook
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