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Was bedeutet der Brexit für die Limited? Die GmbH-Novelle und weitere Rechtsfragen in Zeiten des Umbruchs

Titel: Was bedeutet der Brexit für die Limited? Die GmbH-Novelle und weitere Rechtsfragen in Zeiten des Umbruchs

Fachbuch , 2018 , 49 Seiten

Autor:in: Kevin Keil (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Großbritannien ist das erste Land, das die Europäische Union verlässt. Zum ersten Mal muss die EU sich mit administrativen und juristischen Konsequenzen eines solchen Austritts auseinandersetzen. Doch auch auf wirtschaftlicher Ebene wird der Brexit sich massiv auswirken.

In den letzten Jahren hat sich die britische Rechtsform der Limited in ganz Europa verbreitet. Welche Folgen hat der Brexit für diese Unternehmen? Wie geht es mit Niederlassungsfreiheit und Freizügigkeit weiter? In seinem Buch klärt Kevin Keil diese und andere wichtige Fragen.

Auch für die prominentesten deutschen Vertreter der Limited wie die Drogeriekette Müller Holding Ltd. & Co. KG steht ein gesellschaftsrechtlicher Umbruch bevor. Keil erklärt die aktuelle Rechtslage solcher Unternehmen und geht dabei auch auf die Neuerungen im GmbH-Recht von 2008 ein. Sein Buch bietet einen umfassenden Überblick zum Thema.

Aus dem Inhalt:
- Brexit;
- EU;
- Limited;
- Rechtsform;
- Europäische Union;
- GmbH

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Deutsches Gesellschaftsrecht

2.1 Allgemeines

2.2 Entwicklung des GmbH-Rechts

2.3 Das MoMiG

2.3.1 Limited als Anstoß zum MoMiG

2.3.2 Veränderungen durch das MoMiG

2.3.2.1 Gründung einer GmbH

2.3.2.2 Kapitalaufbringungen

2.3.2.3 Missbrauchsbekämpfung

2.3.2.4 Satzungs- und Verwaltungssitz

2.3.2.5 Die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)

2.3.3 Beurteilung der Novelle bezüglich des Wettkampfs der Rechtsordnungen

3 Englisches Recht der Limited

3.1 Rechtssystem Großbritanniens

3.2 Englisches Gesellschaftsrecht

3.2.1 Allgemeines zum englischen Gesellschaftsrechts

3.2.2 Die Limited

3.2.2.1 Allgemeines zur Limited und Abgrenzung

3.2.2.2 Gesellschaftsgründung

3.2.2.3 Organe

4 Europarechtlicher Hintergrund

4.1 Allgemeines

4.2 Entwicklung der EuGH-Rechtsprechung

4.2.1 Segers 1984

4.2.2 Daily Mail

4.2.3 Centros

4.2.4 Urteile im Anschluss an Centros

4.2.5 Urteile zum Formwechsel

5 Limited nach dem Brexit

5.1 Probleme nach dem Brexit

5.2 Lösungsmöglichkeiten

5.2.1 Absprachen in Brexitverhandlungen

5.2.2 Anerkennung der Limited in Deutschland

5.2.3 Statutenwechsel

5.2.3.1 Verschmelzung oder identitätswahrender Statutenwechsel

5.2.3.2 Identitätswahrender Statutenwechsel

5.2.4 Liquidation (mit anschließender Neugründung)

6 Kritische Würdigung und Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die rechtlichen Konsequenzen des Brexits für die in Deutschland tätigen englischen Limited-Gesellschaften. Im Fokus steht die Frage, ob und wie diese Unternehmen nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU weiterhin rechtsfähig bleiben und welche Handlungsoptionen – wie etwa ein Statutenwechsel in eine GmbH oder UG – für betroffene Gesellschaften bestehen.

  • Analyse des deutschen GmbH-Rechts und der Auswirkungen des MoMiG.
  • Grundlagen des englischen Rechtssystems und der Limited-Gesellschaftsform.
  • Darstellung des europarechtlichen Rahmens, insbesondere der Niederlassungsfreiheit und EuGH-Rechtsprechung.
  • Evaluation von Lösungsansätzen für Limiteds im Hinblick auf den Brexit.
  • Kritische Würdigung der zukünftigen Entwicklung des Gesellschaftsrechts.

Auszug aus dem Buch

3.1 Rechtssystem Großbritanniens

Das Rechtssystem in Großbritannien unterscheidet sich bis heute sehr stark von dem kontinentaleuropäischen Recht. Auch wenn es durch die europarechtlichen Normen eine Annäherung der Rechtsordnungen gab, so sind die Unterschiede noch immer vorhanden.

Auch wenn das Recht in Großbritannien sich stark ähnelt, beziehen sich die folgenden Ausführungen ausschließlich auf das englische Recht, also das geltende Recht für England und Wales.

Das englische Recht wird gemeinhin als „Common Law“ bezeichnet, dass so viel wie „gemeines/ gemeinsames Recht“ bedeutet. Es bildet den Gegensatz zum kontinentaleuropäischen „Civil Law“. Das englische Recht ist ein historisch gewachsenes Recht, es gab keine Revolution, keinen Bruch oder Neuanfang. Die Entwicklung ist vielmehr evolutionär verlaufen.

Das Common Law hat seinen Ursprung im 12. Jahrhundert in der Gerichtsreform von Henry II. Im Zuge der Reform wurden die „Baron Courts“ zugunsten der königlichen Gerichte zurück gedrängt. Die Reform wurde dadurch umgesetzt, dass Richter im Auftrag des Königs durch das Land zogen und Recht sprachen, welches sich allmählich gegen die bis dahin bestehenden unterschiedlichen Regeln des Gewohnheitsrechts durchsetzte. So konnte sich Mitte des 13. Jahrhunderts das Case Law/ Richterrecht erfolgreich etablieren. Um ein Gerichtsverfahren einzuleiten, musste ein Kläger einen „Writ“ beantragen, die Bitte um einen schriftlichen Befehl des Königs an einen Beamten. Es entwickelte sich eine feste Sammlung von Writs, die für eine bestimmte Art von Fällen galten und ein bestimmtes Verfahren einleiteten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Turbulenzen im Gesellschaftsrecht durch den Brexit und skizziert das Ziel der Arbeit, die Zukunft der Limited unter Berücksichtigung des MoMiG zu beleuchten.

2 Deutsches Gesellschaftsrecht: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des deutschen Gesellschaftsrechts, die historische Entwicklung des GmbH-Rechts sowie die Auswirkungen des MoMiG, insbesondere zur Attraktivitätssteigerung gegenüber der Limited.

3 Englisches Recht der Limited: Es erfolgt eine Einführung in das englische Common Law System sowie eine detaillierte Erläuterung der Limited-Gesellschaftsform, deren Gründung und Organstruktur.

4 Europarechtlicher Hintergrund: Das Kapitel analysiert die Bedeutung der europäischen Niederlassungsfreiheit und die Entwicklung der wegweisenden EuGH-Rechtsprechung für Gesellschaften.

5 Limited nach dem Brexit: Hier werden die rechtlichen Problematiken für die Limited nach dem Brexit erörtert und verschiedene Lösungsstrategien wie Statutenwechsel oder Liquidation diskutiert.

6 Kritische Würdigung und Stellungnahme: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die Zukunft des Gesellschaftsrechts und die Notwendigkeit weiterer Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Rechtsformen zu sichern.

Schlüsselwörter

Brexit, Limited, GmbH, MoMiG, Niederlassungsfreiheit, EuGH, Gesellschaftsrecht, Rechtsform, Kapitalgesellschaft, Common Law, Sitztheorie, Gründungstheorie, Statutenwechsel, Rechtsvergleichung, Haftungsbeschränkung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den rechtlichen Auswirkungen des Brexits auf in Deutschland agierende Limited-Gesellschaften, da deren Fortbestand durch den Austritt Großbritanniens aus der EU gefährdet ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen das deutsche GmbH-Recht, das englische Limited-Recht, die europarechtliche Niederlassungsfreiheit sowie verschiedene Lösungsstrategien für betroffene Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Zukunft der Limited in Europa unter Betrachtung des MoMiG zu klären und aufzuzeigen, wie Unternehmen auf die geänderte Rechtslage reagieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine rechtswissenschaftliche Analyse durchgeführt, die primär auf der Auswertung von Gesetzestexten, Literatur und der ständigen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das MoMiG, die Grundzüge des englischen Common Law, die Entwicklung der EuGH-Rechtsprechung (z.B. Centros, Vale) sowie konkrete Umwandlungsoptionen analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Brexit, Limited, GmbH, Niederlassungsfreiheit, Gesellschaftsrecht und Rechtsformwechsel charakterisiert.

Warum ist die Sitztheorie nach dem Brexit für Limiteds problematisch?

Da Großbritannien nach dem Brexit als Drittstaat gilt, droht bei Anwendung der deutschen Sitztheorie der Verlust der Haftungsbeschränkung, da die Limited dann als Personengesellschaft behandelt werden könnte.

Ist ein Formwechsel einer Limited zur GmbH rechtlich möglich?

Ja, ein identitätswahrender Formwechsel ist möglich, allerdings sind hierbei die deutschen Umwandlungsvorschriften und Anforderungen an die wirtschaftliche Tätigkeit im Zielstaat zu beachten.

Welche Rolle spielt das MoMiG für die Attraktivität des deutschen Rechts?

Das MoMiG wurde unter anderem erlassen, um die GmbH durch Vereinfachungen und die Einführung der UG konkurrenzfähiger gegenüber der Limited zu machen.

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Details

Titel
Was bedeutet der Brexit für die Limited? Die GmbH-Novelle und weitere Rechtsfragen in Zeiten des Umbruchs
Autor
Kevin Keil (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
49
Katalognummer
V417994
ISBN (eBook)
9783960952862
ISBN (Buch)
9783960952879
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gesellschaftsrecht Brexit Limited Novelle 2018 GmbH Bachelor Rechtswissenschaften Wirtschaftsrecht Privatrecht MoMiG Europarecht EuGH Rechtsprechung Deutsches Recht Englisches Recht GmbHG Companies Act 2006 AEUV Air Berlin Müller Holding Ltd. & Co. KG Rechtsform EU Europäische Union
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kevin Keil (Autor:in), 2018, Was bedeutet der Brexit für die Limited? Die GmbH-Novelle und weitere Rechtsfragen in Zeiten des Umbruchs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417994
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  49  Seiten
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