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Wie funktioniert die Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung? Die strafbefreiende Selbstanzeige nach § 371 AO

Título: Wie funktioniert die Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung? Die strafbefreiende Selbstanzeige nach § 371 AO

Libro Especializado , 2018 , 89 Páginas

Autor:in: Christian Pütz (Autor)

Derecho - Derecho tributario
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Steuerhinterziehung ist nicht erst seit den Panama Papers ein aktuelles Thema. 2015 gab es in Deutschland eine Gesetzesänderung, die die Lage für Steuersünder deutlich verschärft hat. Doch unter bestimmten Voraussetzungen können sich Steuerbetrüger Straffreiheit verschaffen.

Christian Pütz erklärt in seiner Publikation, wie eine Selbstanzeige nach § 371 AO funktioniert. Ist sie seit der Gesetzesänderung von Anfang 2015 noch sinnvoll? Kann die neue Gesetzeslage eine Steuerhinterziehung weniger attraktiv machen?

Mithilfe eines Kostenvergleichs zeigt Pütz, wie hoch die Kosten einer Selbstanzeige für Steuersünder in verschiedenen Rechtsformen sind. Was passiert zum Beispiel, wenn ein Beamter Steuern hinterzieht? Christian Pütz schafft nach der umstrittenen Gesetzesänderung Klarheit für alle Steuerzahler.

Aus dem Inhalt:
- Steuerhinterziehung;
- Selbstanzeige;
- § 371 AO;
- Abgabenordnung;
- Steuerzahler

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung, Zielsetzung und Forschungsfrage

1.2 Vorgehensweise

2 Grundlagen der Steuerhinterziehung

2.1 Definition

2.2 Aktuelle Situation

2.3 Steuerhinterziehung nach § 370 AO

2.4 Gründe für die Steuerhinterziehung

2.5 Strafzumessung

3 Die Selbstanzeige

3.1 Historische Entwicklung der Selbstanzeige

3.2 Überblick

3.3 Abgrenzung der Selbstanzeige von der Berichtigungserklärung nach § 153 AO

3.4 Voraussetzungen für eine wirksame Selbstanzeige

4 Sonderfälle

4.1 Die Rolle des Steuerberaters bei einer Selbstanzeige

4.2 Selbstanzeige von Gesellschaften

4.3 Selbstanzeige von Beamten und Richtern

4.4 Koordinierte Selbstanzeige

5 Verschärfung der Selbstanzeige durch die Gesetzesänderung zum 1. Januar 2015

5.1 Anwendung der Neuregelung

5.2 Problematik der Vollständigkeit einer Selbstanzeige

5.3 Neue und verschärfte Sperrgründe

6 Finanzielle Belastung durch eine Selbstanzeige nach alter und neuer Rechtslage

6.1 Ausgabenvergleich am Beispiel des Freiberuflers

6.2 Ausgabenvergleich am Beispiel einer Kapitalgesellschaft (GmbH)

6.3 Ausgabenvergleich am Beispiel einer Personengesellschaft (OHG)

6.4 Zusammenfassung der Kostenvergleiche

7 Kritische Betrachtung

8 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Tatbestand der Steuerhinterziehung sowie das Instrument der strafbefreienden Selbstanzeige nach § 371 AO, insbesondere im Kontext der Gesetzesänderungen zum 1. Januar 2015, um zu klären, wie eine korrekte Selbstanzeige straffrei wirkt und ob sie unter der neuen Rechtslage noch sinnvoll ist.

  • Grundlagen und Definition der Steuerhinterziehung (§ 370 AO)
  • Historische und rechtliche Entwicklung der Selbstanzeige
  • Abgrenzung der Selbstanzeige zur Berichtigungserklärung (§ 153 AO)
  • Sonderfälle bei Selbstanzeigen (z. B. Gesellschaften, Beamte)
  • Kostenvergleich und finanzielle Auswirkungen der Gesetzesänderung 2015

Auszug aus dem Buch

3.1 Historische Entwicklung der Selbstanzeige

Auch wenn aufgrund der gegenwärtigen Prozessberichtserstattung insbesondere nach Bekanntwerden der Selbstanzeigen von Uli Hoeneß im Frühjahr 2013 und von Alice Schwarzer im Frühjahr 2014 der Eindruck entstehen könnte, dass es sich bei den Vorschriften zur Selbstanzeige und deren Rechtfertigung um ein neueres Problem handeln würde, so ist doch zu konstatieren, dass die Wurzeln der Möglichkeit zur Selbstanzeige im Steuerstrafrecht bis in das 19. Jahrhundert und weiter zurückgehen und somit bereits eine lange Tradition haben.

Vom 17. bis 18. Jahrhundert wurde die Schadenswiedergutmachung bei einem Diebstahl vor der Tatentdeckung überwiegend strafmildernd gewertet. Damals wurde in bestimmten Fällen ganz auf eine Strafe verzichtet. Insbesondere in Österreich entwickelte sich die Tradition, bei Vermögensdelikten in diesen Fällen gänzlich von einer Strafe abzusehen. Im österreichischen Strafgesetz ist diese Vorgehensweise ist bis heute fester Bestandteil.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle gesetzliche Verschärfung im Bereich der Steuerhinterziehung und führt in die zentrale Forschungsfrage ein, ob Selbstanzeigen nach dem 1. Januar 2015 noch ein sinnvolles Instrument für Steuerpflichtige darstellen.

2 Grundlagen der Steuerhinterziehung: Dieses Kapitel definiert den Tatbestand der Steuerhinterziehung nach § 370 AO und erläutert sowohl den objektiven als auch den subjektiven Tatbestand sowie die Grundsätze der Strafzumessung.

3 Die Selbstanzeige: Hier wird das Rechtsinstitut der Selbstanzeige historisch hergeleitet, der Regelungsinhalt sowie der Zweck analysiert und die Voraussetzungen für eine wirksame Selbstanzeige detailliert dargelegt.

4 Sonderfälle: Dieses Kapitel widmet sich spezifischen Konstellationen, wie der Rolle des Steuerberaters, Selbstanzeigen von Gesellschaften sowie besonderen Aspekten bei der Selbstanzeige von Beamten und Richtern.

5 Verschärfung der Selbstanzeige durch die Gesetzesänderung zum 1. Januar 2015: Der Fokus liegt hier auf den rechtlichen Änderungen, insbesondere den verschärften Sperrgründen und der neuen Fristenregelung, sowie deren Auswirkungen auf die Wirksamkeit einer Selbstanzeige.

6 Finanzielle Belastung durch eine Selbstanzeige nach alter und neuer Rechtslage: In diesem praxisorientierten Teil werden anhand verschiedener Rechtsformen (Freiberufler, GmbH, OHG) die finanziellen Folgen einer Selbstanzeige berechnet und verglichen.

7 Kritische Betrachtung: Eine reflektierende Analyse der gesetzlichen Entwicklungen und der daraus resultierenden Herausforderungen für Steuerpflichtige und Berater.

8 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Selbstanzeige vor dem Hintergrund der zunehmenden Transparenz und Digitalisierung im Steuerrecht.

Schlüsselwörter

Steuerhinterziehung, Selbstanzeige, § 371 AO, § 370 AO, Steuerstrafrecht, Strafzumessung, Gesetzesänderung 2015, Berichtigungserklärung, § 153 AO, Sperrgründe, Kostenvergleich, Steuerfahndung, Kapitalgesellschaft, Personengesellschaft, Fiskalische Interessen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Rechtsinstitut der Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung vor dem Hintergrund der gesetzlichen Verschärfungen zum 1. Januar 2015 und deren Auswirkungen auf die steuerliche Praxis.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Definition der Steuerhinterziehung, die rechtlichen Voraussetzungen für eine wirksame Selbstanzeige, die Abgrenzung zur Berichtigung nach § 153 AO sowie ein umfassender Kostenvergleich für verschiedene Rechtsformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wie eine korrekte Selbstanzeige straffrei wirkt und ob sie nach den Neuregelungen in der Abgabenordnung zum 1. Januar 2015 noch als sinnvolles Mittel zur Straffreiheit betrachtet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer rechtlichen Analyse der einschlägigen Paragraphen der Abgabenordnung (AO) und ergänzt diese durch praxisnahe Fallbeispiele sowie quantitative Kostenvergleiche für unterschiedliche Unternehmensformen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Steuerhinterziehung, die detaillierte Darstellung des Instituts der Selbstanzeige, die Behandlung von Sonderfällen und die detaillierte Analyse der finanziellen Mehrbelastung durch die Gesetzesänderungen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Selbstanzeige, Steuerhinterziehung, Abgabenordnung (AO), Sperrgründe, Straffreiheit und Kostenvergleich beschreiben.

Was unterscheidet eine Selbstanzeige nach § 371 AO von einer Berichtigung nach § 153 AO?

Der wesentliche Unterschied liegt in der Schuldform: Die Selbstanzeige setzt eine vorsätzliche Steuerhinterziehung voraus, während die Berichtigungserklärung nach § 153 AO ein Verhalten ohne Vorsatz bei nachträglicher Erkennung der Unvollständigkeit erfordert.

Welchen Einfluss hat die Gesetzesänderung zum 1. Januar 2015 auf die Kosten einer Selbstanzeige?

Die Änderung führt durch gesunkene Schwellenwerte für Sperrgründe (EUR 25.000 statt EUR 50.000) und geänderte Zuschlagssätze zu einer signifikanten Mehrbelastung für Steuersünder im Vergleich zur alten Rechtslage.

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Detalles

Título
Wie funktioniert die Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung? Die strafbefreiende Selbstanzeige nach § 371 AO
Autor
Christian Pütz (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
89
No. de catálogo
V418165
ISBN (Ebook)
9783960952886
ISBN (Libro)
9783960952893
Idioma
Alemán
Etiqueta
Steuerhinterziehung Selbstanzeige § 371 AO Abgabenordnung Steuerzahler
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Pütz (Autor), 2018, Wie funktioniert die Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung? Die strafbefreiende Selbstanzeige nach § 371 AO, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418165
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