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Der Einfluss von Geschlechterdyaden auf den Therapieerfolg bei kognitiver Verhaltenstherapie

Título: Der Einfluss von Geschlechterdyaden auf den Therapieerfolg bei kognitiver Verhaltenstherapie

Tesis (Bachelor) , 2016 , 84 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Stefanie Knoth (Autor)

Psicología - Psicología clínica, Psicopatología, Prevención
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Resumen Extracto de texto Detalles

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob geschlechtsspezifische therapeutische Dyaden Einfluss auf das Therapieergebnis im Rahmen koginitiver Verhaltenstherapie nehmen. Dafür erfolgte ein systematischer Vergleich der vier Dyadenkonstellationen (ww, mw, wm, mm) hinsichtlich deren Veränderungsinformation für mehrere globale Outcome-Maße (i.e., GSI = Global Severity Index, GAF = Global Assessment of Functioning, CGI-I = Clinical Global Impression of Improvement, DST_Global = Globaler Diagnostischer Status). Den theoretischen Hintergrund bildete Literatur bezüglich der verschiedenen Dimensionenund Methoden der Erfolgsoperationalisierung. Ferner wurde die Bedeutsamkeit von Geschlechterstereotypen und damit assoziierten Konzepten diskutiert. Design, Setting und Teilnehmer: Fragestellung und Hypothesen wurden im Rahmen einer naturalistischen Outcome-Studie anhand eines PatientInnen-Kollektivs (ICD-10: F3 und F4) des universitären Ausbildungsinstituts für kognitive Verhaltenstherapie (ZPHU, Berlin) systematisch überprüft.
In die Stichprobe eingeschlossen wurden 545 PatientInnen, die zwischen 2008 und 2015 in der Institutsambulanz psychotherapeutisch versorgt wurden und die Therapie abgeschlossen haben, sowie deren 116 TherapeutInnen.
Messungen: Zur Prüfung von Mittelwertunterschieden zwischen mehreren Gruppen wurden verschiedene parametrische und non-parametrische Verfahren herangezogen. Das Konstrukt Therapieerfolg wurde dabei im Sinne eines methodischen Pluralismus anhand mehrerer abhängiger Variablen erfasst: zum einen über Prä-Post-Effektstärkemaße (indirekte Veränderungsmessung), zum anderen über retrospektive Selbst- und Expertenratings (direkte Veränderungsmessung). Um das Ausmaß der Veränderung zusätzlich zur inferenzstatistischen Absicherung der Ergebnisse gegen den Zufall beurteilen zu können, wurden ferner relative Effektstärkemaße ermittelt.
Resultate und Fazit: Für zwei (GAF, CGI-I) von vier Erfolgsmaßen konnten signifikante Ergebnisse sowie praktisch bedeutsame Effektstärken ermittelt werden. Es scheint demnach glaubwürdig, dass verschiedene Dyadenkonstellationen Einfluss auf die Outcome-Varianz bei kognitiver Verhaltenstherapie nehmen. Methodische Limitationen schränken die externe Validität jedoch ein.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Hinführung

1. Theorie

1.1 Messung des Therapieerfolgs

1.1.1 Methoden der Erfolgsmessung

1.1.1.1 Indirekte und direkte Veränderungsmessung

1.1.1.2 Statistische und klinische Signifikanz

1.2 Die Variable Geschlecht: Terminologie und Theorien

1.2.1 Geschlechtsspezifische und geschlechtstypische Unterschiede

1.2.2 Sex versus Gender

1.2.3 Geschlechterschemata und Geschlechterstereotypen

1.3 Einordnung der Fragestellung in den Forschungskontext

1.3.1 Zur Bedeutung von Geschlechterstereotypen im psychotherapeutischen Kontext

1.3.2 Geschlechtszugehörigkeit als Prädiktor für Therapieerfolg

1.4 Modelle

1.4.1 Das Allgemeine Modell der Psychotherapie

1.4.2 Ein Integratives Modell - Das Ko-respondenzmodell

2. Fragestellung und Hypothesen

3. Methode

3.1 Setting

3.2 Untersuchungsstichprobe

3.3 Klinische Diagnostik

3.3.1 Statusdiagnostik

3.3.2 Prozessdiagnostik

3.3.2.1 Maße der indirekten Veränderungsmessung

3.3.2.2 Maße der direkten Veränderungsmessung

3.4 Statistische Analysemethoden

3.4.1 Überprüfung der Voraussetzungen

3.4.2 Deskriptive Statistik und Inferenzstatistik

3.4.2.1 Verfahren zur Analyse von Unterschiedshypothesen

3.4.3 Effektstärkemaße

4. Ergebnisse

4.1 Überprüfung der Voraussetzungen

4.1.1 Indirekte Veränderungsmaße

4.1.2 Direkte Veränderungsmaße

4.2 Deskriptive und Inferenzstatistik

4.2.1 Ergebnisse Hypothese 1

4.2.2 Ergebnisse Hypothese 2

4.2.3 Ergebnisse Hypothese 3

4.2.4 Ergebnisse Hypothese 4

5. Diskussion

5.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse

5.2 Anmerkungen zur Methode

5.2.1 Stichprobenzusammensetzung und Missing Values

5.2.2 Unbalanciertes Design

5.2.3 Diagnostik

5.2.4 Moderatorvariablen

5.3 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von geschlechtsspezifischen Therapeut-Patient-Dyaden auf den Therapieerfolg in der kognitiven Verhaltenstherapie, um zu klären, ob die Dyadenkonstellation die Outcome-Varianz beeinflusst. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf Unterschiede zwischen den vier möglichen Kombinationen (weiblicher/männlicher Therapeut mit weiblicher/männlicher Patient).

  • Analyse der Bedeutung von Geschlechterstereotypen im psychotherapeutischen Kontext.
  • Untersuchung der Veränderungsmessung mittels globaler Outcome-Maße (GSI, GAF, CGI-I, DST_Global).
  • Methodischer Vergleich zwischen indirekter Prä-Post-Messung und direkter retrospektiver Beurteilung.
  • Auswertung von Daten eines universitären Ausbildungszentrums (ZPHU) über einen Zeitraum von sieben Jahren.

Auszug aus dem Buch

1.1.1.1 Indirekte und direkte Veränderungsmessung

Obgleich dieses relativen Chaos in der Psychotherapieforschung (Froyd, Lambert, & Froyd, 1996; Reinecker, 2009), herrscht inzwischen weitgehend Einigkeit darüber, Therapieerfolg über differente Ebenen im Sinne eines methodischen Pluralismus (Reinecker, 2009), d.h. sowohl mit unterschiedlichen Methoden (indirekte und direkte Veränderungsmessung) als auch Datenquellen (e.g., PatientIn, TherapeutIn, Bezugspersonen etc.) zu erfassen ( Hill & Lambert, 2004; Schulte, 1993). Mit anderen Worten: Wenn ein Ziel einer Therapie in der Heilung bzw. Linderung von Störungen mit Krankheitswert liegt, dann sollte Therapieerfolg einerseits über den Rückgang von Beschwerden und ihrer Folgen definiert werden; andererseits sollte auch die Perspektive der unterschiedlichen Beteiligten adäquate Berücksichtigung finden. Denn eine Therapie, die zwar (objektiv) deutliche Veränderungen bewirkt, jedoch nicht zu einem befriedigenden Zustand aus Perspektive der PatientIn als auch der TherapeutIn führt, kann kaum als erfolgversprechend bezeichnet werden.

Faktorenanalytische Studien verweisen dahingehend auf zwei Dimensionen von Methodenfaktoren, welche von großer Relevanz für die ambulante psychotherapeutische Forschung und Versorgung sind (im Überblick Hill & Lambert, 2004). Es handelt sich dabei zum einen um Maße der indirekten Veränderungsmessung (Prä-Post-Effektstärkemaße), die sich in den letzten Jahren weitgehend als Standard durchgesetzt haben, zum anderen um Maße der direkten Veränderungsmessung, welche den retrospektiven Maßen zugeordnet werden. Drei basale Unterschiede dieser beiden Erfolgs-Operationalisierungen sind nach Stieglitz und Baumann (2001) anzuführen:

I) die Anzahl der notwendigen Messpunkte (Ein- vs. Zweipunkterhebungen)

II) die Bildung der Messwerte (abgeleitet vs. direkt)

III) die Art des Messvorgangs (Status vs. Retrospektion)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theorie: Dieser Abschnitt erörtert die Konzepte der Erfolgsmessung, die Rolle des Geschlechts in der Psychologie sowie theoretische Modelle zur psychotherapeutischen Interaktion.

2. Fragestellung und Hypothesen: Hier werden die Forschungsfrage und die vier spezifischen Hypothesen zur Differenzierung der Therapieerfolge in Abhängigkeit von der Dyadenkonstellation formuliert.

3. Methode: Das Kapitel beschreibt das Setting des ZPHU, die Stichprobenzusammensetzung, die klinische Diagnostik sowie die verwendeten statistischen Analyseverfahren.

4. Ergebnisse: Dieser Teil präsentiert die statistische Auswertung der Hypothesenprüfungen unter Berücksichtigung der Voraussetzungen und verschiedener Effektstärkemaße.

5. Diskussion: Der Abschluss interpretiert die Ergebnisse, reflektiert methodische Limitationen der Studie und gibt einen Ausblick auf die Relevanz geschlechtersensibler Forschung.

Schlüsselwörter

Geschlechterdyaden, Therapieerfolg, kognitive Verhaltenstherapie, Outcome-Analyse, Geschlechterstereotypen, psychotherapeutischer Prozess, GAF, CGI-I, GSI, Veränderungsmessung, Gender-Sozialisation, klinische Signifikanz, Dyadenkonstellation, PatientInnen, TherapeutInnen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit untersucht, ob die geschlechtsspezifische Zusammensetzung von Behandlungsdyaden (weiblich/männlich) einen Einfluss auf den Therapieerfolg bei kognitiver Verhaltenstherapie hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Themen Geschlechterrollen, Stereotypisierungen in der Psychotherapie, psychotherapeutische Interaktionsmodelle sowie methodische Aspekte der Erfolgsmessung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob es signifikante Unterschiede in der Outcome-Varianz gibt, wenn man Therapeuten und Patienten in unterschiedlichen Geschlechterkonstellationen vergleicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine naturalistische Outcome-Studie, in der Daten von 545 Patienten mittels parametrischer und non-parametrischer statistischer Verfahren (u.a. Varianzanalysen, t-Tests) ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Geschlechterproblematik, die methodische Beschreibung des Settings und der Stichprobe sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der statistischen Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Geschlechterdyaden, kognitive Verhaltenstherapie, Therapieerfolg, Veränderungsmessung und Gender-Sozialisation.

Welche Rolle spielen die globalen Outcome-Maße wie GSI oder GAF?

Diese Maße dienen der mehrdimensionalen Erfassung des Therapieerfolgs, wobei der GAF als Fremdbeurteilungsmaß für das allgemeine Funktionsniveau eine zentrale Rolle bei den signifikanten Ergebnissen spielt.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Dyadenkonstellation?

Die Autorin stellt fest, dass Geschlecht in einer interaktionalen Betrachtung mehr als eine reine Hintergrundvariable darstellt, wobei insbesondere in der GAF-Skala weibliche Patienten teilweise höhere Verbesserungen zeigten.

Final del extracto de 84 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Einfluss von Geschlechterdyaden auf den Therapieerfolg bei kognitiver Verhaltenstherapie
Universidad
University of Potsdam
Calificación
1,3
Autor
Stefanie Knoth (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
84
No. de catálogo
V418182
ISBN (Ebook)
9783668672734
ISBN (Libro)
9783668672741
Idioma
Alemán
Etiqueta
Geschlechterstereotype Geschlechterdyaden Therapieerfolg Kognitive Verhaltenstherapie Ausbildungsinstitut
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefanie Knoth (Autor), 2016, Der Einfluss von Geschlechterdyaden auf den Therapieerfolg bei kognitiver Verhaltenstherapie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418182
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