Diese Zusammenfassung beschäftigt sich mit dem Modell der gerechten Schulgemeinschaft. Kernpunkt dieses Modells ist die Gemeinschaftsversammlung die alle 2-3 Wochen abgehalten wird. Diese besteht aus Lehrern und Schülern und wird von jeweils zwei Lehrkräften und Schülern geleitet.
Der Hintergrund der Versammlung ist die Erwartung an die Schule neben den intellektuellen Fähigkeiten auch einen moralischen, sozial engagierten, empathiefähigen und diskursgewohnten jungen Menschen heran zu erziehen. Außerdem dient es der Identifikation der Schüler und Lehrpersonen mit der Schule.
Inhaltsverzeichnis
Die gerechte Schulgemeinschaft: Lernen durch Gestaltung des Schullebens
Problemstellung:
Konzept:
Skizze dieses Models:
Idee des Konzeptes:
Prinzipien der Gestaltung der Gerechten Schulgemeinschaft Fallbeispiel: Ein Schüler zerkratzt Tische
Entwicklung als Ziel der Erziehung:
„Abfälle des Lebens“ als Eigenerfahrungen:
Demokratisierung als soziales Prinzip und als Lernangebot:
Rollenübernahme praktizieren:
Geteilte Normen entwickeln:
Eine Welt möglicher sozialer Selbstwirksamkeit schaffen:
Nun bleiben noch zwei Prinzipien übrig, die etwas schwerer im Fallbeispiel einzuarbeiten sind!
Das Verhältnis von Urteil und Handeln verbessern:
“Zumutung“ praktizieren:
Nochmal zusammengefasst!
Die Struktur der Gerechten Schulgemeinschaft:
Die Begleitung des Lehrerkollegiums:
Endergebnis:
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Konzept der „Gerechten Schulgemeinschaft“ als pädagogischen Ansatz, um Schule zu einem Lebensraum für moralisches Lernen und demokratisches Handeln zu gestalten. Im Zentrum steht die Frage, wie durch partizipative Strukturen die moralische Urteilsfähigkeit und soziale Identifikation von Schülern sowie Lehrern gefördert werden können.
- Praktische Umsetzung des konstruktivistisch-strukturgenetischen Ansatzes
- Struktur und Ablauf von Gemeinschaftsversammlungen
- Prinzipien der sozialen Selbstwirksamkeit und Rollenübernahme
- Integration von Dilemma-Diskussionen in den Schulalltag
- Begleitung und Weiterbildung des Lehrerkollegiums
Auszug aus dem Buch
Prinzipien der Gestaltung der Gerechten Schulgemeinschaft Fallbeispiel: Ein Schüler zerkratzt Tische
Entwicklung als Ziel der Erziehung: Fallbeispiel: Die SuS werden mit dem realen Problem des Tischezerkratzen konfrontiert.
„Abfälle des Lebens“ als Eigenerfahrungen: Fallbeispiel: Das Thema Tische zerkratzen (Beschädigung gemeinsamen Eigentums) wird Thema der nächsten Gemeinschaftsversammlung
Demokratisierung als soziales Prinzip und als Lernangebot: Fallbeispiel: Die SuS dürfen nicht nur mitentscheiden, welche Themen in der GV relevant sind, sondern dürfen bzw. sollen an der Diskussion teilnehmen und sollen am Ende mitbestimmen
Rollenübernahme praktizieren: Fallbeispiel: In der GV während der Diskussion können die SuS ihre eigenen Erfahrungen schildern. Eine Schülerin meldet sich und sagt, dass sie mit ihrem Stift durch die Kratzer auf den Tischen ein Loch in ihr Papier gemacht hat. Der Schüler, der diesen Tisch zerkratzt hat, lernt nun die Ansicht (hier die Verärgerung) zu verstehen, kann die nachvollziehen und akzeptiert sie. Er versetzt sich in ihre Lage und erkennt, dass er selber nicht gerne auf einem zerkratzen Tisch schreiben möchte
Zusammenfassung der Kapitel
Die gerechte Schulgemeinschaft: Lernen durch Gestaltung des Schullebens: Einführung in die Problemstellung und das theoretische Konzept der gerechten Schulgemeinschaft nach Kohlberg.
Prinzipien der Gestaltung der Gerechten Schulgemeinschaft Fallbeispiel: Ein Schüler zerkratzt Tische: Darstellung der pädagogischen Prinzipien anhand eines konkreten Konfliktbeispiels aus dem Schulalltag.
Nun bleiben noch zwei Prinzipien übrig, die etwas schwerer im Fallbeispiel einzuarbeiten sind!: Erläuterung der Prinzipien zur Verknüpfung von moralischem Urteil und Handeln sowie der pädagogischen Zumutung.
Die Struktur der Gerechten Schulgemeinschaft: Beschreibung der organisatorischen Elemente wie Gemeinschaftsversammlung, Vorbereitungsgruppe und Vermittlungsausschuss.
Die Begleitung des Lehrerkollegiums: Erläuterung der notwendigen Fortbildungen und der Rolle der Lehrkräfte als Unterstützer des Modells.
Endergebnis: Bilanzierung der positiven Effekte auf die moralische Atmosphäre und das Schulklima.
Schlüsselwörter
Gerechte Schulgemeinschaft, Gemeinschaftsversammlung, Moralische Erziehung, Demokratisierung, Rollenübernahme, Soziale Selbstwirksamkeit, Dilemma-Diskussion, Konstruktivismus, Schulentwicklung, Partizipation, Verantwortungsübernahme, Schulalltag, Soziomoralische Fähigkeiten, Lehrerkollegium, Moralische Urteilsfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Modell der „Gerechten Schulgemeinschaft“ als pädagogisches Konzept, um Schüler durch aktive Mitgestaltung des Schullebens zu moralisch verantwortlichem Handeln zu erziehen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Themen sind die demokratische Teilhabe, die Entwicklung geteilter Normen, die Bearbeitung realer Schulkonflikte und die Förderung moralischer Urteilskompetenz.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Schule durch Partizipation und die Gestaltung eines sozialen Lebensraums die moralische Entwicklung und soziale Identifikation der Beteiligten fördern kann.
Welche wissenschaftliche Methode liegt dem Modell zugrunde?
Das Modell basiert auf der Theorie von Lawrence Kohlberg und dem konstruktivistisch-strukturgenetischen Ansatz von Jean Piaget, ergänzt durch praktische Schulerfahrungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Prinzipien der Gestaltung, die konkrete Anwendung in Fallbeispielen und die strukturelle Organisation der verschiedenen Gremien.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Gemeinschaftsversammlung, soziale Selbstwirksamkeit, Rollenübernahme und die Verbindung von Urteilsbildung und Handeln.
Wie wirkt sich die „Zumutung“ als pädagogisches Prinzip aus?
Die „Zumutung“ fordert Schüler heraus, Aufgaben zu übernehmen, die über ihre bisherigen Kompetenzen hinausgehen, um so neue soziale und moralische Fähigkeiten zu entwickeln.
Welche Rolle spielt der Vermittlungsausschuss im Modell?
Er fungiert als ausführendes Organ, das sicherstellt, dass demokratisch gefasste Beschlüsse umgesetzt werden und vermittelt bei Konflikten zwischen Schülern.
Warum ist die Begleitung des Lehrerkollegiums so wichtig?
Lehrkräfte müssen das Modell verstehen und mittragen, da es einen kontinuierlichen Lernprozess darstellt, der eine ständige Reflektion des eigenen Lehrerverhaltens erfordert.
Was zeigt das Fallbeispiel der zerkratzten Tische auf?
Es illustriert praxisnah, wie Schüler durch Mitsprache und gemeinsame Lösungsfindung von der bloßen Regelbefolgung zur Akzeptanz selbst entwickelter Normen gelangen.
- Citation du texte
- Saskia Mewes (Auteur), 2017, Gerechte Schulgemeinschaft. Lernen durch Gestaltung des Schullebens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418202