Die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung prägt zunehmend all unsere Lebensbereiche. Auch die Geographie als Unterrichtsfach kann sich nicht vor den neuen Ansprüchen einer digitalen Zukunft verschließen. Digitale Medien können die ganze Welt ins Klassenzimmer bringen. Außerdem bieten sie eine hervorragende Eignung für selbstorganisiertes Lernen in der Schule oder Zuhause und die Aneignung methodischer, sozialer und medialer Kompetenzen.
Was so schön und einfach klingt, lässt sich bisweilen jedoch nur schwer praktisch umsetzen. In vielen Schulen fehlen das Material sowie die technischen Kenntnisse. Zudem eignen sich nicht alle Anwendungen gleichermaßen für die Nutzung im Unterricht. Martin Schaller stellt in seiner Publikation deshalb vier neue Lernmedien genau vor.
Dabei hilft er mit konkreten Tipps auch bei der Umsetzung im eigenen Klassenzimmer. Anhand der onlinebasierten Lernplattform geo:spektiv, der Lern-App Dynamic Plates, der VR-Software Expeditions und der AR-App TamAR zeigt Schaller, wie die neuen Medien den Unterricht bereichern können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Annäherung an die Forschungsfrage
1.3 Methodik und Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Geographie als Wissenschaft und Schulfach
2.2 Lerntheoretische Hintergründe
2.3 Medien im Geographieunterricht
3 Chancen und Risiken digitaler Medien für die Arbeit im Geographieunterricht
3.1 Onlinebasierte Lernumgebung am Bsp. „geo:spektiv“
3.2 Lern-Apps für Tablet und Smartphone am Beispiel der App „Dynamic Plates“
3.3 Virtual Reality am Beispiel der App „Expeditions“
3.4 Augmented Reality am Beispiel der App „TamAR“
4 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die didaktischen Herausforderungen digitaler Medien für den Geographieunterricht. Ziel ist es, durch die Analyse ausgewählter Medien eine fundierte Einschätzung ihrer Chancen und Risiken für moderne Unterrichtskonzepte zu gewinnen und handlungsorientierte Empfehlungen abzuleiten.
- Didaktische Einordnung digitaler Medien in den Geographieunterricht
- Analyse verschiedener Medientypen (Lernplattformen, Apps, VR, AR)
- Prüfung der Passung zwischen digitalen Medien und fachspezifischen Unterrichtsprinzipien
- Herausarbeitung von Gelingensbedingungen für selbstreguliertes und kooperatives Lernen
- Kritische Reflexion der Medienkompetenz als Voraussetzung für effektive Mediennutzung
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
Der private wie berufliche Alltag der Menschen wird zunehmend von einer immer schneller fortschreitenden Digitalisierung und Vernetzung aller Lebensbereiche geprägt. Und auch die Geographie als Unterrichtsfach der allgemeinbildenden Schulen kann sich nicht vor den Realitäten und (Bildungs-)Ansprüchen einer digitalen Zukunft verschließen. Einerseits, da in der Geographie als Zentrierungsfach Erkenntnisse und Methoden anderer von der Digitalisierung betroffener Fächer zusammenfließen und zum anderen, da die Geographie selbst auf vielfältige Art und Weise von jener beeinflusst wird. Wissenschaftlich-geographische Methoden, Arbeitsmittel und Medien erfuhren durch den technischen Fortschritt der letzten Jahrzehnte eine deutliche Pluralisierung im Sinne einer quantitativen Zunahme und qualitativen Aufwertung.
Insbesondere nennt die Fachliteratur Methoden der sekundären Datenaufnahme (z.B. Datengewinnung aus GIS, Luft- oder Satellitenbildern), der Datengewinnung im Labor (z.B. chemischen Analysen, Datierungen), sowie der Datenanalyse und Datenaufbereitung (z.B. Systemanalysen mithilfe komplizierter mathematisch-statistischer Verfahren aus großen Datenmengen), welche sich heute der neuen Möglichkeiten moderner Hard- und Software bedienen. Die Ergebnisse geographischer Arbeit werden mithilfe des Internets der weltweiten Forschergemeinde zugänglich gemacht. Auch bedingen bildungspolitische Vorgaben einen Wandel des Schulunterrichts. Die KMK betont, dass die Beherrschung von Computer-, Informations- und Kommunikationstechnologie heute eine elementare Kulturtechnik zur Teilhabe an Politik, Kultur und Gesellschaft, sowie zum Bestehen der Anforderungen der gegenwärtigen und zukünftigen Welt darstellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, skizziert die Problemstellung im Kontext der Digitalisierung und definiert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die bildungstheoretischen Fundamente, lerntheoretische Hintergründe sowie die spezifischen Unterrichtsprinzipien des Geographieunterrichts dargelegt.
3 Chancen und Risiken digitaler Medien für die Arbeit im Geographieunterricht: In diesem Hauptteil werden konkrete digitale Medien anhand der zuvor definierten Kriterien analysiert, auf ihre didaktische Eignung geprüft und in Unterrichtsbeispielen angewendet.
4 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und gibt abschließende Handlungsempfehlungen für die Gestaltung digitaler Lernszenarien im Geographieunterricht.
Schlüsselwörter
Geographieunterricht, Digitale Medien, Medienkompetenz, Blended Learning, Flipped Classroom, Virtual Reality, Augmented Reality, geo:spektiv, Dynamic Plates, Expeditions, TamAR, Unterrichtsprinzipien, Umwelterziehung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Selbstreguliertes Lernen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Integration digitaler Medien in den Geographieunterricht an allgemeinbildenden Schulen unter Berücksichtigung von Chancen und Risiken.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Fokus stehen Unterrichtsprinzipien, Medientheorie, die didaktische Analyse konkreter Softwarelösungen und die Anforderungen an Lehrende und Lernende.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie digitale Medien fachgerecht eingesetzt werden können, um Lernprozesse zu individualisieren und die Kompetenzentwicklung der Schüler zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die eine argumentativ-deduktive Analyse relevanter Forschungsliteratur und empirischer Befunde vornimmt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert exemplarisch vier spezifische digitale Medien: die Plattform "geo:spektiv", die App "Dynamic Plates", die VR-Anwendung "Expeditions" und die AR-App "TamAR".
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?
Wesentliche Begriffe sind Medienkompetenz, Selbsttätigkeit, Anschaulichkeit, Realbegegnung sowie der konstruktivistische Lernbegriff.
Wie bewertet der Autor den Einsatz von Virtual Reality?
Virtual Reality wird als hochgradig motivierend bewertet, da sie eine "Immersion" ermöglicht, die bisher unzugängliche Orte für den Unterricht erlebbar macht.
Warum wird die AR-App "TamAR" kritisch gesehen?
Die Kritik beruht primär auf der fehlenden didaktischen Aufbereitung, dem hohen sprachlichen Anforderungsniveau und der mangelnden Zielgruppenorientierung der App.
- Arbeit zitieren
- Martin Schaller (Autor:in), 2018, Geographieunterricht 4.0: Chancen und Risiken digitaler Medien für die Arbeit im Geographieunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418294