Diese Arbeit betrachtet die Megastadt als potenziellen Riskoraum. Im Mittelpunkt steht dabei die fallspezifische, empirische Risikoanalyse von Megacities mithilfe der Software des Lloyd’s City Risk Index 2015 - 2025. Dabei wird sich von einer allgemeinen Analyse nach Risikotypus hin zu einer Einzelfallbetrachtung an konkreten Städtebeispielen bewegt. Hierbei werden Risikoexpertisen in den inhaltlichen Fokus gerückt. Zuvor werden vor dem theoretischen Hintergrund dieser Thematik die Perspektiven der Risikoforschung sowie deren Begrifflichkeiten: Risiko, Vulnerabilität sowie Resilienz näher betrachtet. Ebenfalls werden nochmals inhaltliche Aspekte des Weltriskoberichts des Jahres 2014 aufgegriffen und unter dem Punkt 2.2 „Megacities als globale Risikoräume“ thematisiert. Hierbei wird offengelegt, mit welchen Risiken das Heranwachsen einer Megastadt verbunden ist. Abschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse vor dem Hintergrund der Theorie kritisch bewertet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Grundlagen der geographischen Risikoforschung
2.1.1 Der Risikobegriff
2.1.2 Perspektiven der Risikoforschung
2.1.3. Vulnerabilitäten und Resilienzen
2.2 Megacities als globale Risikoräume
3. Analyse von Risikoexpositionen
3.1 Lloyd’s City Risk Index 2015 - 2025
3.2 Methodisches Vorgehen - Beschreibung der Stichprobe
3.3 Ergebnisse nach Risikotypus (threat)
3.4 Ergebnisse nach Stadt (location)
4. Fazit
5. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht Megacities als potenzielle Risikoräume und führt eine empirische Risikoanalyse mithilfe des Lloyd’s City Risk Index 2015 - 2025 durch, um die finanziellen Auswirkungen verschiedener Katastrophenszenarien auf das lokale Bruttosozialprodukt zu bewerten.
- Grundlagen der geographischen Risikoforschung sowie Begrifflichkeiten wie Risiko, Vulnerabilität und Resilienz.
- Die Rolle von Megacities als globale Risikoräume und deren ambivalente Stellung als Opfer und Erzeuger von Risiken.
- Methodische Anwendung und Analyse des Lloyd’s City Risk Index zur Identifikation von Risikoexpositionen.
- Empirische Auswertung der Gefährdung durch verschiedene Katastrophentypen und spezifische Fallbeispiele von Megastädten.
Auszug aus dem Buch
3.1 Lloyd’s City Risk Index 2015 - 2025
Die global agierende britische Versicherungs- und Rückversicherungsgesellschaft Lloyd’s of London hat im Jahr 2015 in Zusammenarbeit mit dem renommierten Cambridge Centre for Risk Studies (CRS) einen bislang einzigartigen Zusammenhang zwischen der Risikoanfälligkeit von Städten und deren mögliche Auswirkungen auf das lokal erwirtschaftete Bruttosozialprodukt (BSP) herausgebracht (BEALE 2015:1). Ziel war es dabei, mithilfe eines Index die finanziellen Auswirkungen von potenziellen Katastrophenereignissen greifbar zu machen, um Vulnerabilitäten aufzudecken, Resilienzen zu stärken und mögliche Standortinvestitionen abzusichern (ebd. 2015:2).
Für den Lloyd’s City Risk Index 2015-2025 wurden somit die finanziellen Auswirkungen von insgesamt 18 sozialen -, technologischen - sowie natürlichen Katastrophenszenarien (siehe Abbildung 5, Seite 17) auf 301 Großstädte in 90 Staaten untersucht. Die Auswahl der 301 Städte erfolgte nicht nach einem determinierten Gefährdungsmaßstab, sondern anhand der wirtschaftlichen Bedeutung oder Größe einer Stadt. Alle 34 Megacities (Stand 2015) wurden jedoch allein aufgrund ihrer Größe und der daraus resultierenden Risikoexposition in die Betrachtung mit aufgenommen (COBURN 2015:4).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die globale Urbanisierung ein, benennt die Megastadt als potenziellen Risikoraum und umreißt die methodische Herangehensweise der Arbeit mittels des Lloyd’s City Risk Index.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der geographischen Risikoforschung, definiert Begriffe wie Risiko, Vulnerabilität und Resilienz und analysiert Megacities als globale Risikoräume.
3. Analyse von Risikoexpositionen: Hier erfolgt die konkrete Anwendung des Lloyd’s City Risk Index, die Beschreibung der methodischen Vorgehensweise sowie die detaillierte Auswertung der Ergebnisse nach Risikotypen und Städten.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Bedeutung von Wirtschaftsindikatoren für die Risikobewertung und kritisiert die begrenzte Berücksichtigung wirtschaftlich weniger bedeutender, aber hochgefährdeter Megastädte.
Schlüsselwörter
Megacities, Risikoforschung, Risikoexposition, Vulnerabilität, Resilienz, Lloyd’s City Risk Index, Bruttosozialprodukt, Katastrophenszenarien, Urbanisierung, Weltrisikogesellschaft, Wirtschaftsstandort, Risikoanalyse, globale Risikoräume, Finanzschaden, Katastrophenmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht Megacities als Risikoräume und analysiert mithilfe des Lloyd’s City Risk Index, wie anfällig diese Städte für verschiedene Katastrophenszenarien sind.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen gehören die geographische Risikoforschung, das Verständnis von Vulnerabilität und Resilienz, sowie die ökonomische Bewertung von Katastrophenfolgen in urbanen Räumen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Risikoanfälligkeit von Megacities empirisch zu analysieren und aufzuzeigen, wie finanzielle Schadensbilanzen durch Katastrophen entstehen und welche Rolle dabei die spezifische Struktur der Städte spielt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine raumanalytische Herangehensweise genutzt, wobei Daten aus dem Lloyd’s City Risk Index 2015-2025 ausgewertet werden, um Gefährdungen durch 18 Katastrophenszenarien quantitativ zu erfassen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil deckt den theoretischen Hintergrund zu Risikoperspektiven ab und widmet sich der detaillierten Analyse der Risikoexpositionen, unterteilt in die Auswertung nach Risikotypen und nach einzelnen Städtebeispielen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Megacities, Risikoexposition, Vulnerabilität, Resilienz, der Lloyd’s City Risk Index und das Bruttosozialprodukt (BSP).
Warum wird der Begriff „Risiko“ in dieser Arbeit mit „Gefährdung“ gleichgesetzt?
Dies dient zur inhaltlichen Vereinfachung für die vorliegenden Betrachtungen, um im Kontext der geographischen Risikoforschung eine klare analytische Basis zu schaffen.
Welchen Einfluss hat die wirtschaftliche Dominanz einer Stadt auf ihr Risikoergebnis im Index?
Da der Index den finanziellen Schaden am lokalen BSP misst, schneiden wirtschaftlich starke Globalcities im Ranking oft schlechter ab, auch wenn das tatsächliche physische Katastrophenrisiko im Vergleich zu anderen Städten moderat sein mag.
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- Sebastian Nickel (Autor), 2017, Risikoraum Megacity. Lloyd’s City Risk Index 2015 - 2025, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418366