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Vegane Ernährung aus der Sicht des Anthropozentrismus. Ist die vegane Ernährung aus umweltethischer Sicht sinnvoll?

Titre: Vegane Ernährung aus der Sicht des Anthropozentrismus. Ist die vegane Ernährung aus
umweltethischer Sicht sinnvoll?

Dossier / Travail de Séminaire , 2018 , 19 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Milena Bonifert (Auteur)

Philosophie - Pratique (Ethique, Esthétique, Culture, Nature, Droit, ...)
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In der vorliegenden Arbeit wird die Frage gestellt, inwiefern die vegane Ernährung aus umweltethischer Sicht möglicherweise zu bevorzugen ist und was gegen diese Ernährungsart sprechen könnte. Der Schwerpunkt wird dabei auf anthropozentrischen Argumenten liegen – also solchen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen.

Lange Zeit hat die Frage, wie der Mensch sich seiner nicht-menschlichen Umwelt gegenüber moralisch verhalten soll, keine große Rolle gespielt. Der Mensch wurde zumeist als einziges moralisch relevantes Objekt angesehen und deswegen beschäftigen sich Ethiken oftmals nur mit der Frage, wie er sich gegenüber anderen Menschen verhalten soll.
In Zeiten von globaler Erwärmung, vermehrt vorkommenden Naturkatastrophen und schrumpfender Artenvielfalt wird allerdings die Frage, wie wir unsere Umwelt behandeln sollten, drängend. Neuere Strömungen der Ethik fordern, den Kreis der moralisch relevanten Objekte zu erweitern – je nach Theorie um Tiere, Pflanzen oder ganze Ökosysteme. Die Menschheit steht vor der großen Aufgabe, Wege zu finden, die Umwelt vor der Zerstörung zu bewahren – und sei es nur, um die eigene Existenz nicht zu gefährden. Denn die natürlichen Ressourcen, von denen die Menschheit abhängig ist, werden knapper und die Wahrscheinlichkeit für Naturkatastrophen, die die Lebensräume der Menschen bedrohen, wird durch den Klimawandel erhöht.

Immer mehr Menschen erkennen, dass jeder Einzelne seinen Beitrag zum Schutz und auch zur Zerstörung der Umwelt leistet, und viele möchten ein bewussteres Leben führen. Für die meisten stellt die die Ernährung einen maßgeblichen Bestandteil dieses bewussteren Lebensstils dar. Eine Ernährungsform, die immer mehr Zuspruch gewinnt, ist die vegane Ernährung. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass viele negative Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit, wie ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten, Massentierhaltung, Welthunger, aber eben auch die globale Erwärmung mit übermäßigem Fleischkonsum in Verbindung gebracht werden kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Veganismus

2.1. Die Begriffe vegetarisch und vegan

2.1.1. Mögliche Veganertypen nach Englert

2.2 Verbreitung

3. Anthropozentrismus versus Physiozentrismus

4. Anthropozentrische Argumente für vegane Ernährung

4.1 Das basic-needs-Argument

4.1.1 Das grundlegende Bedürfnis Nahrung

4.1.2 Das grundlegende Bedürfnis Gesundheit

4.1.3 Das grundlegende Bedürfnis Obdach

4.2 Das Heimat-Argument

4.3 Das Argument der Pflichten gegenüber zukünftigen Generationen

4.4 Das pädagogische Argument

5. Probleme und Gegenargumente

5.1 Probleme des basic-needs-Arguments

5.1.1 Probleme veganer Ernährung mit Blick auf das Grundbedürfnis Nahrung

5.1.2 Probleme veganer Ernährung mit Blick auf das Grundbedürfnis Gesundheit

5.1.3 Probleme veganer Ernährung mit Blick auf das Grundbedürfnis Obdach

5.2 Das Problem des Heimat-Arguments

5.3 Probleme des Arguments der Pflichten gegenüber zukünftigen Generationen

5.4. Probleme des pädagogischen Arguments

6. Schlussbemerkungen und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern eine vegane Ernährung aus anthropozentrischer, umweltethischer Perspektive zu bevorzugen ist. Dabei steht nicht das Tierwohl im Zentrum, sondern der instrumentelle Wert der Natur für das menschliche Überleben und ein gutes Leben.

  • Anthropozentrische Begründung für vegane Ernährung
  • Anwendung des "basic-needs"-Arguments (Nahrung, Gesundheit, Obdach)
  • Zusammenhang zwischen Klimawandel und Ernährungsstil
  • Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen
  • Kritische Auseinandersetzung und Gegenargumente

Auszug aus dem Buch

4.1.3 Das grundlegende Bedürfnis Obdach

Bezüglich des grundlegenden Bedürfnisses Obdach ist die Auswirkung einer veganen Ernährung weniger direkt, aber dennoch bedeutungsvoll – der Bezug liegt nämlich im Klimawandel.

Wie die Europäische Kommission konstatiert, erwärmen Treibhausgase2, die durch verschiedene menschliche Aktivitäten entstehen, die Erdatmosphäre. Diesen, vom Menschen verursachten Klimawandel, nennt man anthropogenen Klimawandel oder auch globale Erwärmung (vgl. EUROPEAN COMISSION 2015). Eine der vielen Folgen des Klimawandels, die die Erde und den Menschen bedrohen, ist, dass durch das Schmelzen der Polarkappen die Meereshöhe steigt, wodurch die Existenz vieler tiefliegender Inseln und Küstenorte bedroht ist (vgl. Ebd.) – und somit die Heimat und das Obdach der Menschen, die dort leben. Ebenso häufen sich Dürreperioden und Frostwellen, wodurch die Menschen ebenfalls aus ihren Lebensräumen vertrieben werden. In Zukunft werden viele Klima-Flüchtlinge erwartet, die aus ihrer Heimat (zumeist Dritte-Welt-Länder) durch den Klimawandel vertrieben worden sein werden. Das Obdach vieler Menschen steht somit auf dem Spiel, und es stellt sich die Frage, welche Ursachen genau der anthropogene Klimawandel hat.

Die größte Ursache für den Ausstoß von Treibhausgasen und somit Hauptursache für den anthropogenen Klimawandel ist die umfangreiche Nutzung fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdöl und Gas) (vgl. Ebd). Doch auch die Viehwirtschaft ist eine der größten Ursachen für den Ausstoß von Treibhausgasen: Nach Angaben der FAO verursachen Tierhaltung und Fleischkonsum 18 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen (vgl. FAO 2006).3

Gleichzeitig werden laut einem Bericht des WWF 15-20 Prozent der Gesamtemissionen, die jeder einzelne Mensch direkt oder indirekt ausstößt, durch seine Ernährung verursacht – und innerhalb dieser Ernährungs-Emissionen macht wiederum die Erzeugung tierischer Produkte mit 40 Prozent den Hauptanteil der Emissionen aus. Zum Vergleich: Die Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel macht lediglich acht Prozent der Ernährungs-Emissionen aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, warum der Mensch seine Umwelt aus anthropozentrischer Sicht schützen muss und stellt die Forschungsfrage zur veganen Ernährung.

2. Der Veganismus: Dieses Kapitel definiert die Begriffe vegetarisch und vegan, unterscheidet verschiedene Veganertypen und beleuchtet die aktuelle Verbreitung der Ernährungsweise.

3. Anthropozentrismus versus Physiozentrismus: Hier werden die philosophischen Gegensätze zwischen anthropozentrischen (Mensch im Zentrum) und physiozentrischen (Natur hat eigenen Wert) Positionen erläutert.

4. Anthropozentrische Argumente für vegane Ernährung: Das Kapitel führt zentrale Argumente wie das "basic-needs"-Argument, das Heimat-Argument sowie Pflichten gegenüber zukünftigen Generationen und pädagogische Aspekte ein.

5. Probleme und Gegenargumente: Hier werden die im vorherigen Kapitel genannten Argumente einer kritischen Prüfung unterzogen und auf ihre empirische und logische Belastbarkeit hin hinterfragt.

6. Schlussbemerkungen und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass vegane Ernährung positive Impulse für die Menschheit bietet, auch wenn die Datenlage noch nicht abschließend ist.

Schlüsselwörter

Anthropozentrismus, vegane Ernährung, Umweltethik, Klimawandel, Welternährung, Grundbedürfnisse, Nachhaltigkeit, Tierethik, Naturethik, Treibhausgasemissionen, Gesundheit, Fleischkonsum, moralischer Wert, Zukunftsethik, Massentierhaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die vegane Ernährung unter einem spezifisch anthropozentrischen (menschenzentrierten) Blickwinkel der Umweltethik, anstatt sich auf die klassischen tierethischen Argumente zu stützen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die philosophische Begründung des Anthropozentrismus, die Auswirkungen der menschlichen Ernährung auf Klima und Ressourcen sowie die gesundheitlichen Aspekte des Veganismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu klären, ob und warum ein anthropozentrisch denkender Mensch eine vegane Ernährung als vorteilhaft oder geboten ansehen sollte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische und theoretische Analyse auf Basis aktueller Forschungsliteratur sowie umweltethischer Grundbegriffe nach Angelika Krebs.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung anthropozentrischer Argumente (Bedürfnisse nach Nahrung, Gesundheit, Obdach, Heimat) und deren anschließende kritische Prüfung durch Gegenargumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Anthropozentrismus, vegane Ernährung, Klimawandel, Welternährung und Grundbedürfnisse charakterisiert.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)?

Die Arbeit führt die kritische Position der DGE an, die besonders bei vulnerablen Gruppen (Kinder, Schwangere) vor Nährstoffdefiziten warnt und eine Supplementierung, insbesondere von Vitamin B12, als zwingend notwendig erachtet.

Wie steht die Autorin zur Umsetzbarkeit einer veganen Welternährung?

Die Autorin argumentiert, dass eine rein pflanzliche Ernährung theoretisch zwar den Welthunger lindern und Treibhausgase reduzieren könnte, jedoch strukturelle Probleme wie Verteilungsungerechtigkeit und Lebensmittelverschwendung nicht allein durch den Konsumverzicht gelöst werden können.

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Résumé des informations

Titre
Vegane Ernährung aus der Sicht des Anthropozentrismus. Ist die vegane Ernährung aus umweltethischer Sicht sinnvoll?
Université
University of Cologne
Note
1,0
Auteur
Milena Bonifert (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
19
N° de catalogue
V418482
ISBN (ebook)
9783668674691
ISBN (Livre)
9783668674707
Langue
allemand
mots-clé
Veganismus Anthropozentrismus Umweltethik Physiozentrismus vegan vegetarisch Klimawandel Umwelt
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Milena Bonifert (Auteur), 2018, Vegane Ernährung aus der Sicht des Anthropozentrismus. Ist die vegane Ernährung aus umweltethischer Sicht sinnvoll?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418482
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Extrait de  19  pages
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