Den größten Anteil am verarbeitenden Gewerbe in der Bundesrepublik Deutschland hat die Automobilbranche. Mit 404 Mrd. Euro Umsatz und in 2015 mit ca. 790.000 Arbeitnehmern trägt sie einen großen Anteil zur deutschen Gesamtwirtschaft bei. Dreiviertel des Gesamtumsatzes werden von den Fahrzeugherstellern generiert, der Rest durch die Zulieferer erwirtschaftet. Zu den größten Automobilherstellern in Deutschland nach Anzahl der produzierten Fahrzeuge zählen Marken der Konzerne Volkswagen Group, Daimler AG und die BMW Gruppe. Die BMW Group ist die Tochtergesellschaft der im DAX vertretenen bayrischen Motorenwerke AG mit den Fahrzeugproduzenten Rolls-Royce, MINI sowie den Submarken BMW M und BMW i. Eine zentrale Säule des weltweiten Erfolges von BMW ist ihre Innovationsbereitschaft. Diese Bereitschaft, immer neue Produkte und Technologien zur Marktreife zu treiben, ist für BMW notwendig, um auch in Zukunft den wirtschaftlichen Erfolg zu sichern.
Eines solcher neuen Produkte und Technologien sollte im Jahr 2013 die Produkteinführung eines neuen Elektrofahrzeuges darstellen, nämlich die des BMW i3. Die zentrale Frage dieser Arbeit ist, wie genau der BMW i3 im Jahr 2013 eingeführt wurde. Die daraus abgeleiteten Fragen, wie die Gestaltung des Marketing-Mix, welche Strategie gewählt wurde und wie die Unternehmensumwelt zum damaligen Zeitpunkt gestaltet war, werden im Laufe der Arbeit beantwortet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2. Vorgehensweise
1.3. Produktvorstellung
2. Marktanalyse und Strategie
2.1. Zielgruppenanalyse
2.1.1. Charakterisierung der Kaufentscheidung eines Endkunden im Automobilhandel
2.2. Wettbewerbsanalyse
2.3. Branchenanalyse
2.4. Marktstrategie
3. Marketing-Mix
3.1. Produktpolitik
3.2. Preispolitik
3.3. Kommunikationspolitik
3.3.1. Instrumente des Kommunikationsmix
3.3.2. Produktpositionierung
3.4. Distributionspolitik
4. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht die Markteinführung des BMW i3 im Jahr 2013, analysiert die damals vorherrschenden Rahmenbedingungen, die gewählte Marketingstrategie sowie die Gestaltung des Marketing-Mix, um den Erfolg der Produkteinführung im Kontext der Elektromobilität zu bewerten.
- Analyse der Marktsituation und Wettbewerbsumfelds für Elektrofahrzeuge im Jahr 2013
- Untersuchung der Zielgruppenstrukturen und Kaufentscheidungsprozesse bei Automobil-Endkunden
- Anwendung des Porter-Modells zur Einordnung der Marktstrategie des BMW i3
- Detaillierte Betrachtung des Marketing-Mix (Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Distributionspolitik)
Auszug aus dem Buch
1.3. Produktvorstellung
Der am 29.7.2013 der Weltöffentlichkeit vorgestellte und seit November 2013 erhältliche BMW i3 ist das erste Serienfahrzeug der BMW Group, das rein elektrisch angetrieben wird. Für den Antrieb des Fahrzeugs sorgt ein ca. 50 kg schwerer und im Heck befindlicher Elektromotor mit einer Höchstleistung von 125kW/170 PS. Dieser erzeugt ein maximales Drehmoment von 250 Newtonmeter und übertägt die Kraft an die Hinterräder. Der Elektromotor erhält seine Energie aus Lithium-Ionen Speicherzellen. Der 230 kg schwere Hochvoltspeicher besteht aus 8 Modulen mit jeweils 12 Einzelteilen und erzeugt eine Nominalspannung von 360 Volt und stellt somit eine Energiemenge von ca. 22 Kilowattstunden bereit.
Um eine optimale Betriebstemperatur von ca. 20 Grad Celsius für die Batterien bereitzustellen wird das Kühlmittel der Klimaanlage mitgenutzt. Das Mittel lässt sich mit dem im BMW i3 verbauten Wärmetauschers auch erhitzen um bei kälteren Umgebungstemperaturen die Baterie vor Fahrtantritt aufzuwährmen. Diese Maßnahmen sorgen für die optimalen Bedingungen und verlängern die Leistungsfähigkeit, die Reichweite und Langlebigkeit des Hochvoltspeichers. Die BMW Group gibt auf die Batterie eine Garantie von acht Jahren oder 100.000 Kilometer.
Das Aufladen der Akkus kann über eine haushaltsübliche Steckdose erfolgen. Alternativ hierzu kann sich der Endkunde eine „BMW i Wallbox“ installieren lassen. Die Wallbox nutzt für das Aufladen, die maximale im Haushalt verfügbare Stromstärke und kann somit nach ca. sechs Stunden die leeren Akkus komplett aufladen. Die Wallbox gibt es je nach Land in unterschiedlichen Ausführungen, die auf die Stromstärken und -spannungen abgestimmt sind. Zusätzlich hierzu kann der BMW i3 an öffentlichen Schnellladevorrichtungen aufgeladen werden. An diesen kann in ca. 30 Minuten eine entladene Batterie zu 80 % geladen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage der Automobilbranche und definiert die Zielsetzung der Arbeit, den BMW i3 und die Umstände seiner Markteinführung 2013 zu untersuchen.
2. Marktanalyse und Strategie: Analysiert die Zielgruppen, das Wettbewerbsumfeld und die Marktstrategie mittels des Modells nach Porter, wobei der BMW i3 als Differenzierungsstrategie identifiziert wird.
3. Marketing-Mix: Untersucht die vier klassischen Marketing-Instrumente Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Distributionspolitik spezifisch für den BMW i3.
4. Fazit: Bewertet die Markteinführung des BMW i3 als Erfolg, da BMW sich erfolgreich als innovativ positionieren konnte und die gewählten Strategien nachhaltig wirken.
Schlüsselwörter
BMW i3, Elektromobilität, Markteinführung, Marketing-Mix, Produktpolitik, Differenzierungsstrategie, Zielgruppenanalyse, Automobilbranche, Nachhaltigkeit, Kundenbedürfnisse, Innovationsbereitschaft, Kommunikation, Wettbewerbsanalyse, Preispolitik, Distributionspolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die strategische Markteinführung des Elektrofahrzeugs BMW i3 im Jahr 2013 durch die BMW Group.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Marktanalyse, die Marktstrategie nach Porter, die Anwendung der Marketing-Mix-Instrumente sowie die Positionierung als Premiummarke im Bereich der Elektromobilität.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es zu beantworten, wie der BMW i3 im Jahr 2013 eingeführt wurde und welche strategischen Entscheidungen dem Erfolg der Einführung zugrunde lagen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Fallstudienmethode, die auf theoretischen Marketingmodellen wie dem Marketing-Mix und dem Porter-Modell zur Wettbewerbsstrategie basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Markt- und Strategieanalyse sowie eine detaillierte Ausarbeitung der Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Distributionspolitik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie BMW i3, Elektromobilität, Differenzierungsstrategie, Marketing-Mix und nachhaltige Mobilität charakterisiert.
Wie positioniert sich der BMW i3 im Wettbewerb?
Der BMW i3 verfolgt eine Differenzierungsstrategie, bei der er durch Qualität, Technologie und Innovationen aus der Masse ähnlicher, oft preisgünstigerer Elektrofahrzeuge hervorsticht.
Was ist das Ergebnis der Untersuchung der Markteinführung?
Die Markteinführung wird als erfolgreich bewertet, da BMW i das Markenimage durch den Fokus auf Nachhaltigkeit und Innovation festigen konnte und die Technologie zukunftsweisend für die gesamte Modellpalette ist.
- Citar trabajo
- Robin Jäger (Autor), Karl Moldovi (Autor), Jens Grobecker (Autor), 2017, Produkteinführung BMW i3. Marktanalyse und Marketing-Mix, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418555