Die Entwicklung des Internets begann vor mehr als 50 Jahren als politische Maßnahme zur Aufrechterhaltung der Kommunikation während des kalten Krieges.
Anfangs vorwiegend als Medium zur Kommunikation und dem Datenaustausch zwischen universitären und wissenschaftlich orientierten Institutionen benutzt, erfuhr das Internet mit der Entwicklung des WorldWideWeb am Kernforschungszentrum von Cern einen Impuls, der es zu einem – wenn nicht sogar zu dem zentralen Medium in fast allen Bereichen unseres alltäglichen Lebens hat werden lassen.
Aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht begann der Siegeszug des Internets vor knapp 20 Jahren als anfangs erste Schriftgüter und elektronische Geräte publiziert wurden. Danach eroberte man den Modemarkt indem man Online-Shops für kauffreudige Surfer eröffnete. Heutzutage werden sogar Möbel- und Heimwerkermärkte im Internet digitalisiert, auch Nahrungsmittel werden angeboten. Über 10% des Warenverkehrs im europäischen Raum werden heute per Mausklick abgewickelt. Laut der Studie „Global E-Tailing“ (DPDHL) wird für das Jahr 2025 ein Anstieg auf 40% prognostiziert, dies betrifft aber nur die Entwicklungsländer, während für die Schwellenländer ein Anstieg auf 30% vorausgesagt wird. Wie man feststellen kann finden immer mehr Verbraucher den Weg in das weltweite Netz um online Geschäfte abzuschließen. Ein Einbruch oder gar ein leichter Abschwung wird in den nächsten Jahren nicht erkennbar sein, da der Online-Markt stetig ansteigt. Eine Vorhersage des deutschen Einzelhandelsverbandes (HDE) deutet darauf hin, dass sich der Internet-Markt gegenüber dem Einzelhandel in der nächsten Periode verzehnfachen wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Online-Marketing
2.1 Online-Marketing
2.2 Marketing-Mix
2.3 Produktpolitik
3 Kundennutzen und Produkteignung
4 Produktgestaltung
4.1 Verpackung
4.2 Design
4.3 Qualität
4.4 Beschreibung
5 Kundenservice
6 Sortimentsplanung
6.1 Sortimentsbreite
6.2 Sortimentstiefe
6.3 Vor- und Nachteile
7 Produktprogramm
7.1 Produktinnovation
7.2 Produktvariation
7.3 Produktelimination
8 Cross- und Up-Selling
9 Markenpolitik
10 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Projektarbeit untersucht die strategische Bedeutung und praktische Umsetzung der Produktpolitik im Online-Marketing. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen ihre Produkte unter Berücksichtigung spezifischer Online-Kriterien wie Eignung, Gestaltung und Service optimal strukturieren, um langfristig im digitalen Wettbewerb zu bestehen und den Absatz zu maximieren.
- Grundlagen des Online-Marketings und des Marketing-Mix
- Kriterien für die Produkteignung im Online-Handel (E-Potenzial)
- Methoden der Produktgestaltung und des Kundenservice
- Strategien zur Sortimentsplanung und Programmgestaltung
- Anwendung von Cross- und Up-Selling zur Umsatzsteigerung
- Die Rolle der Markenpolitik bei der digitalen Kundenbindung
Auszug aus dem Buch
4.2 Design
Das Design eines Produktes ist durch eine einfallsreiche Gestaltung gekennzeichnet. Ein den Kunden ansprechendes Design dient mitunter dazu, ein Produkt von identischen, aber konkurrierenden Handelsgütern anderer Hersteller abzugrenzen und es somit am Markt besser zu positionieren. Trendiges Design kann zu stärkerer Identifikation des Kunden mit einem Produkt führen und einen stärkeren Absatz herbeiführen. Hinsichtlich der Designgestaltung unterscheidet man unterschiedliche Komponenten, wie die Auswahl der richtigen Rohstoffe, die Bauweise, Form, Gestalt, Farbe etc.30 Das Design eines Produktes zeichnet immer mehr luxuriöse Güter und steht für den Abnehmer oft im Vordergrund, da es das Charakterbild des Nutzers widerspiegelt. Handelsgüter, die allen Eigenschaften eines innovativen Designs genügen, werden oft zu höheren Preisen verkauft, als Produkte, die nicht allen Anforderungen an ein innovatives Design entsprechen.31
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die rasante Entwicklung des Internets vom Kommunikationsmedium zum zentralen Handelsplatz und begründet die Notwendigkeit einer durchdachten Produktstrategie im Online-Wettbewerb.
2 Online-Marketing: Dieses Kapitel definiert Online-Marketing als modernen Marketingansatz und ordnet die Produktpolitik in den klassischen Marketing-Mix ein.
3 Kundennutzen und Produkteignung: Hier wird erläutert, welche Faktoren beim Online-Kauf für Kunden entscheidend sind und wie das "E-Potenzial" über die Eignung eines Produktes für den digitalen Vertrieb entscheidet.
4 Produktgestaltung: Dieser Abschnitt behandelt die zentralen Gestaltungselemente Verpackung, Design, Qualität und Beschreibung, die den Wert eines Produktes im Online-Handel bestimmen.
5 Kundenservice: Das Kapitel verdeutlicht die Rolle des Kundenservice als wichtiges Differenzierungsmerkmal und Erfolgsfaktor für die Kundenbindung im Internet.
6 Sortimentsplanung: Die Sortimentsplanung wird in Bezug auf Breite und Tiefe analysiert, wobei die Vor- und Nachteile verschiedener Kombinationen aufgezeigt werden.
7 Produktprogramm: Hier werden die strategischen Handlungsweisen Produktinnovation, Produktvariation und Produktelimination zur optimalen Anpassung des Produktangebots beschrieben.
8 Cross- und Up-Selling: Das Kapitel stellt Methoden vor, um durch zusätzliche Angebote oder höherwertige Gegenangebote den Umsatz pro Kunde zu steigern.
9 Markenpolitik: Diese Ausführungen betonen die Bedeutung der Marke als Identifikationsmerkmal und Vertrauensanker im unübersichtlichen digitalen Markt.
10 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der Produktpolitik im Marketing-Mix zusammen und reflektiert die Verschiebungen zwischen Online-Handel und stationärem Einzelhandel.
Schlüsselwörter
Produktpolitik, Online-Marketing, E-Commerce, Marketing-Mix, Produkteignung, E-Potenzial, Produktgestaltung, Kundenservice, Sortimentsplanung, Produktinnovation, Cross-Selling, Up-Selling, Markenpolitik, Kundenbindung, Digitalisierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Bedeutung der Produktpolitik als Instrument im Online-Marketing und analysiert, wie Produkte erfolgreich digital gestaltet und vertrieben werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Produkteignung für den Online-Handel, der Produktgestaltung, dem Kundenservice, der Sortimentsplanung, den Instrumenten des Produktprogramms sowie Cross- und Up-Selling.
Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Unternehmen ihre Produkte optimal für das Internet gestalten und präsentieren können, um den Ertrag zu steigern und sich erfolgreich im Wettbewerb zu behaupten.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung relevanter Fachpublikationen sowie Marktstudien, um die theoretischen Konzepte auf die Praxis des Online-Marketings zu übertragen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden sukzessive die verschiedenen Instrumente der Produktpolitik – von der Eignungsprüfung über die Gestaltung (Verpackung, Design) bis hin zur strategischen Programmplanung – detailliert erläutert.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Charakteristika sind Produktpolitik, E-Potenzial, Sortimentsbreite und -tiefe, sowie innovative Absatzinstrumente wie Cross- und Up-Selling.
Was versteht man unter dem in der Arbeit erwähnten E-Potenzial?
Das E-Potenzial beschreibt das Ausmaß, in dem sich ein Produkt durch seine Beschaffenheit für den Online-Vertrieb eignet, wobei die digitale Darstellbarkeit (Digitalisierbarkeit) eine zentrale Rolle spielt.
Warum spielt die Markenpolitik eine besondere Rolle im Internet?
Aufgrund der Unübersichtlichkeit des WorldWideWebs dient die Marke als wichtiges Orientierungssymbol, das Vertrauen schafft und dem Kunden die Suche nach einem spezifischen Wunschprodukt erleichtert.
- Quote paper
- Luca Bur (Author), 2016, Produktpolitik im Online-Marketing, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418570