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Entstehung, Aufstieg, Fall und Wiedergeburt der russischen Orthodoxie

Titel: Entstehung, Aufstieg, Fall und Wiedergeburt der russischen Orthodoxie

Seminararbeit , 2016 , 19 Seiten , Note: 3

Autor:in: B.A. Sebastian Engel (Autor:in)

Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Proseminarbeit beschäftigt sich mit der Forschungsfrage inwiefern eine religiöse Institution wie die Russische Orthodoxie ein Imperium darstellen kann. Dieses Imperium kannte keine kriegerische Ausbreitung durch imperialistische Bestrebungen, jedoch breitete sich dieses Imperium durch die missionarische "Expansion" der beiden Gebrüder Kyrill und Method aus. Innerhalb der Kirchengeschichte der russischen Orthodoxie wurden spezielle Fallbeispiele ausgearbeitet und analysiert. Diese Beispiele wurden dann anhand von Musterbeispielen imperialer Determinanten ausgearbeitet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entstehung des Imperiums - Die Christianisierung der Kiewer Rus

3 Aufstieg der russisch-orthodoxen Kirche zur autokephalen Metropolie

4 Aufstieg der autokephalen Metropolie Moskaus zum Moskauer Patriarchat

5 Niedergang der russisch-orthodoxen Kirche in der Sowjetunion

5.1 Phase der Enteignung, Verfolgung und Unterdrückung 1917 – 1941

5.2 Normalisierung des Verhältnisses Kirche und Staat 1941 – 1958

5.3 Phase der Reaktivierung antireligiöser Gesetze unter Chruschtschow

5.4 Die Bedeutung von Gorbatschows Reformen für die ROK

6 Religiöse Wiedergeburt im demokratischen Russland

6.1 Jelzins Reformen und ihre Bedeutung für die wiederauferstandene Orthodoxie

6.2 Putins pragmatisches Verhältnis zur ROK

7 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die russisch-orthodoxe Kirche (ROK) durch die theoretische Brille einer imperialen Verlaufskurve und analysiert, inwiefern eine religiöse Institution als Imperium betrachtet werden kann. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die historische Entwicklung von der Christianisierung über den Aufstieg zur autokephalen Metropolie und zum Patriarchat bis hin zum Niedergang in der Sowjetära und der späteren religiösen Wiedergeburt.

  • Die Christianisierung der Kiewer Rus als Geburtsstunde der ROK
  • Der Aufstieg der ROK zur autokephalen Metropolie und zum Patriarchat
  • Die existenzielle Bedrohung und Verfolgung der Kirche während der Sowjetunion
  • Die Bedeutung der Reformära unter Gorbatschow für die kirchliche Wiederbelebung
  • Die Rolle der Kirche im postsowjetischen Russland unter Jelzin und Putin

Auszug aus dem Buch

2 Entstehung des Imperiums - Die Christianisierung der Kiewer Rus

Die Frage, wann denn die Rus zum Christentum bekehrt wurden, zu beantworten, ist keine besonders einfache. In der Geschichte der Rus kann man fünf Versuche der Bekehrung aufzählen. Wobei letzterer als die „erfolgreiche“ Bekehrung in die Kirchengeschichte der russischen Orthodoxie ihren Platz fand.

Ersterer Bekehrungsversuch soll eine Missionsreise des Apostels Andreas durch das Gebiet der Rus gewesen sein, wobei dies wohl eine Legende darstellt, der jedoch seit ihrer Entstehung im 11. Jahrhundert Glauben geschenkt wurde und daher sich seit Jahrhunderten als hartnäckige Legende hält. Der Apostel Andreas gilt daher als der Begründer der russischen Kirche.

Als Zweite Taufe Russlands wird die Slawenmission der beiden Gebrüder Konstantin und Michael angesehen, besser bekannt als die Heiligen Kyrill (826 – 869) und Method (815 – 885). Die Slawenmission ist für die russische Kirchengeschichte insofern von immenser Bedeutung, da die beiden Philosophen eine eigene Schrift erfanden namens Glagolica, welche wiederum der Vorläufer der späteren kyrillischen Schrift darstellt und sie seither als Begründer der kirchenslawischen Liturgiesprache gelten. Die Slawenapostel schufen sie um die orthodoxen/ostkirchlichen Glaubensinhalte der slawischen Bevölkerung in ihrer Volkssprache näher bringen zu können. Dabei übersetzten sie Teile des Alten Testamentes, vier Evangelien, den Psalter sowie die Liturgie vom Griechischen in die Muttersprache der slawischen Volksstämme. Sie förderten die Übersetzung des Alten Testamentes und die Verwendung der slawischen Sprache in der christlichen Liturgie.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert die Arbeit als Untersuchung der russisch-orthodoxen Kirche als „geistiges Imperium“ anhand ihrer historischen Verlaufskurve.

2 Entstehung des Imperiums - Die Christianisierung der Kiewer Rus: Dieses Kapitel analysiert die fünf historischen Bekehrungsversuche der Rus, die in der erfolgreichen Christianisierung unter Wladimir I. gipfelten.

3 Aufstieg der russisch-orthodoxen Kirche zur autokephalen Metropolie: Hier wird der Prozess beschrieben, wie die russische Kirche durch die eigenständige Wahl ihres Metropoliten unabhängig von Konstantinopel wurde.

4 Aufstieg der autokephalen Metropolie Moskaus zum Moskauer Patriarchat: Dieses Kapitel beleuchtet die Erhebung der russischen Metropolie zum Patriarchat unter Zar Boris Godunov und die damit einhergehende Festigung der Unabhängigkeit.

5 Niedergang der russisch-orthodoxen Kirche in der Sowjetunion: Die Darstellung der schwierigen Situation der Kirche, die von der atheistischen Staatsdoktrin der Sowjetmacht bis zu den punktuellen Lockerungen während des Zweiten Weltkriegs und unter Gorbatschow reichte.

6 Religiöse Wiedergeburt im demokratischen Russland: Analyse der Konsolidierung der Kirche in der postsowjetischen Ära, geprägt durch die Politik von Boris Jelzin und das pragmatische Verhältnis von Wladimir Putin.

7 Fazit: Das Fazit fasst die imperialen Determinanten der ROK zusammen und bestätigt, dass die Kirche trotz ihrer andersartigen Natur erfolgreich als Imperium analysiert werden kann.

Schlüsselwörter

Russisch-Orthodoxe Kirche, ROK, Imperium, Christianisierung, Kiewer Rus, Autokephalie, Moskauer Patriarchat, Sowjetunion, Atheismus, Perestroika, Glasnost, Religiöse Wiedergeburt, Boris Jelzin, Wladimir Putin, Kirchengeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der russisch-orthodoxen Kirche (ROK) unter der ungewöhnlichen Hypothese, sie als „geistiges Imperium“ zu betrachten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die Christianisierung der Kiewer Rus, der Aufstieg der Kirche zur autokephalen Macht, ihre Verfolgung in der Sowjetunion und ihre Wiederbelebung nach 1991.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwieweit eine religiöse Institution wie die ROK die Merkmale eines historischen Imperiums erfüllen kann und wie sich ihre Verlaufskurve darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Der Autor wendet das Modell imperialer Determinanten auf die Kirchengeschichte an und analysiert spezifische historische Fallbeispiele zur Untermauerung seiner These.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Phasen: von der Taufe unter Wladimir I. über die Erlangung der Autokephalie bis hin zum Überlebenskampf unter kommunistischer Herrschaft und der neuen Rolle im modernen Russland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem ROK, Autokephalie, Sowjetunion, Religiöse Wiedergeburt, imperiale Determinanten und Kirchengeschichte.

Wie unterschied sich die kirchenpolitische Lage unter Chruschtschow von der unter Stalin?

Während unter Stalin die Kirche physisch nahezu vernichtet wurde, zeichnete sich die Chruschtschow-Ära durch eine gezielte Reaktivierung antireligiöser Gesetze und eine dauerhafte Einschränkung der seelsorgerischen Tätigkeit aus.

Welche Rolle spielte die Slawenmission für die spätere Eigenständigkeit der russischen Kirche?

Die Entwicklung der Glagolica und der kirchenslawischen Liturgiesprache durch Kyrill und Method legte das Fundament für eine eigenständige kulturelle und religiöse Identität der Rus, die für die spätere Autokephalie entscheidend war.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Entstehung, Aufstieg, Fall und Wiedergeburt der russischen Orthodoxie
Hochschule
Universität Salzburg
Veranstaltung
Seminararbeit im Rahmen der Lehrveranstaltung »Imperien«
Note
3
Autor
B.A. Sebastian Engel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
19
Katalognummer
V418592
ISBN (eBook)
9783668678316
ISBN (Buch)
9783668678323
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Russische-Orthodoxie Orthodoxie Russland Putin Wäräger Christianisierung Kiewer Rus Kyrill und Method
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Sebastian Engel (Autor:in), 2016, Entstehung, Aufstieg, Fall und Wiedergeburt der russischen Orthodoxie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418592
Blick ins Buch
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