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Süßkartoffel statt Sahnetorte. Die essayistische Betrachtung der Vermarktung einer Black Box

Titel: Süßkartoffel statt Sahnetorte. Die essayistische Betrachtung der Vermarktung einer Black Box

Essay , 2016 , 13 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nina Viktoria Heine (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie verkauft man ein glückliches Leben? Ella Woodward ist Bloggerin, lebt seit 2011 vegan, glutenfrei und ohne Industriezucker. Damit trifft ihr Speiseplan den Zahn der Zeit. Sowohl online als auch in Form eines kürzlich veröffentlichten Kochbuchs schafft sie es in die Bestsellerlisten. Mit monatlich etwa 2,5 Millionen Lesern gilt das ehemalige Model aktuell als die beliebteste Food Bloggerin Großbritanniens. Grund hierfür ist ihr Differenzierungskriterium: Ella Woodward hat eine Geschichte zu erzählen. Vor knapp fünf Jahren wird Woodward die Nervenkrankheit posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom diagnostiziert. Nachdem weder Ärzte helfen können, noch ihre Medikamente anschlagen, lässt sich Woodward von der autobiografischen Lektüre einer Krebspatientin dazu inspirieren, ihrem Leiden mit einer Ernährungsumstellung zu begegnen. Hierfür, so Woodward, iteriert sie in einem langen Prozess, ob und welche Nahrungsmittel ihren Gesundheitszustand verbessern. Ihre Fortschritte hält sie auf dem eigens hierfür erstellten Blog „deliciously Ella“ fest. Heute ist die Bloggerin Geschäftsfrau, sie führt ein neu gegründetes Unternehmen, hat einen Instagram Channel mit mehr als 680.000 Followern, schreibt eine Kolumne im Telegraph und bespielt weitere soziale Netzwerke. Damit erreicht die Unternehmerin täglich hunderttausende ihrer „Follower“ weltweit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Story Telling

II. Theorie

Play with it!

Modellierung

Bloggen

Follower

III. Sum it up!

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Vermarktungsstrategie der Food-Bloggerin Ella Woodward durch die systemtheoretische Brille des Black-Box-Modells, um zu ergründen, ob ihr Ernährungskonzept einen objektiven Mehrwert bietet oder als bloßes Geschäftsmodell zur Komplexitätsreduktion fungiert.

  • Systemtheoretische Analyse nach Ashby und Glanville
  • Die Rolle der Beobachtung erster und zweiter Ordnung
  • Stabilitätsgewinn durch soziale Netzwerke (Instagram)
  • Konstruktion von Glaubwürdigkeit und Wahrheit
  • Die Black Box als Instrument der Vermarktung

Auszug aus dem Buch

Play with it!

Nach Glanvilles Definition lässt sich eine Black Box durch eine angenommene Eindeutigkeit, beobachtbare In- und Outputs und ihre Schwärze charakterisieren (vgl. ebd). In Bezug auf Ella Woodward steht im Kern der Betrachtung zunächst die Patientin Woodward in ihrer Rolle als Beobachterin, die im Zuge ihrer Diagnose totaler Unwissenheit ausgesetzt ist, ähnlich dem Kind, das versucht eine Türklinge zu bedienen (vgl. Woodward, 2015). Das besondere Charakteristikum einer Black Box ist, dass der Beobachter nicht weiß, was in ihr vorgeht. In diesem Fall vermutet die Beobachterin Woodward, dass sie ihre Black Box, sprich ihre Krankheit, mit Hilfe von Nahrungsmitteln lindern kann.

Zur Vereinfachung der Untersuchung wird im Folgenden die Krankheit POTS als Black Box eines geschlossenen Systems betrachtet. Das ausschlaggebende Kriterium der Bloggerin sich für eine Umstellung ihrer Ernährungsweise zu entscheiden ist ihre Krankheit. Dieser Dreh- und Angelpunkt stellt die Ausgangssituation dar und beschreibt gleichzeitig ein neues System der Unwissenheit, das es zu beobachten, auszutesten und zu beschreiben gilt. In der Manier von René Thom klingt dies so: „The only conceivable way of unveiling a black box is to play with it“ (Thom, 1983).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Story Telling: Einführung in die Biografie von Ella Woodward und die Entstehung ihres Food-Blogs im Kontext einer chronischen Erkrankung.

II. Theorie: Anwendung des systemtheoretischen Black-Box-Modells von Ross Ashby und Ranulph Glanville auf den Ernährungsansatz und das Geschäftsmodell von Woodward.

III. Sum it up!: Zusammenfassende Betrachtung der Stabilität des Geschäftsmodells durch Interaktion mit Followern und der subjektiven Natur der wahrgenommenen Wahrheit.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Black Box, Ella Woodward, Konstruktivismus, Beobachtung, Kommunikation, Instagram, Stabilität, Komplexitätsreduktion, Ernährung, Marketing, Geschäftsmodell, Follower, Wahrheit, Interaktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das Erfolgsmodell der Food-Bloggerin Ella Woodward unter Anwendung systemtheoretischer Konzepte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Konstruktion von Wirklichkeit, die Dynamik von Beobachtungsprozessen in sozialen Medien und die Vermarktung persönlicher Gesundheitserfahrungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob Woodwards Ernährungsansatz als allgemeingültige Gesundheitsformel oder als ein durch Beobachtung stabilisiertes Geschäftsmodell zu verstehen ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt vorwiegend das Black-Box-Modell von Ross Ashby und Ranulph Glanville sowie systemtheoretische Ansätze von Niklas Luhmann zur Analyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Modellierung der Krankheit als Black Box, der Rolle der Bloggerin als Beobachterin und der Stabilität, die durch die Interaktion mit Followern in sozialen Netzwerken entsteht.

Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Systemtheorie, Black Box, Beobachtung, Komplexitätsreduktion und Stabilität charakterisiert.

Warum wird die Krankheit der Bloggerin als Black Box bezeichnet?

Weil die internen Mechanismen der Krankheit für die Beobachterin nicht direkt einsehbar sind und Woodward durch "Versuch und Irrtum" (Input/Output-Analyse) Annahmen über deren Funktion trifft.

Wie gewinnen Woodwards Inhalte durch Follower an Stabilität?

Jeder neue Follower, der mit dem System interagiert, fungiert als zusätzlicher Beobachter. Durch die rekursive Integration dieser Beobachtungen gewinnt das Konstrukt an Glaubwürdigkeit und Stabilität im sozialen System.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Süßkartoffel statt Sahnetorte. Die essayistische Betrachtung der Vermarktung einer Black Box
Hochschule
Zeppelin University Friedrichshafen
Veranstaltung
System Theorie - Prof. Dr. rer. soc. Dirk Baecker
Note
1,0
Autor
Nina Viktoria Heine (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
13
Katalognummer
V418621
ISBN (eBook)
9783668678101
ISBN (Buch)
9783668678118
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Blog Follower black box food Vermarktung Geschäftsmodell Instagram Ernährung Konstruktivismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nina Viktoria Heine (Autor:in), 2016, Süßkartoffel statt Sahnetorte. Die essayistische Betrachtung der Vermarktung einer Black Box, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418621
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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